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Aristoteles' Politik. Darstellung und Interpretation

Titel: Aristoteles' Politik. Darstellung und Interpretation

Hausarbeit , 1999 , 15 Seiten , Note: 2

Autor:in: Charisma Capuno (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung

Wie manche andere Wissenschaft hat die Theorie der Politik ihren Ursprung im antiken Griechenland. Viele politische Grundbegriffe sind, wie das Wort Politik selbst (Polis/Politeia), griechischen Ursprungs.

Auch noch nach weit über 2000 Jahren gilt Aristoteles aufgrund seiner umfangreichen Werke, als Empiriker unter den Philosophen.

Als Urvater der Politik als eigenständige Wissenschaft, fügte er die Politik als „praktische Philosophie“ in die Wissenschaft ein.

Aber nicht nur in der Politik machte sich Aristoteles einen Namen, sondern er war vertreten in allen Bereichen der antiken Wissenschaft, ganz gleich ob in der Physik, Biologie, Philosophie, Psychologie u.v.m. Eine Übersicht seiner Arbeiten zu erstellen, dürfte, aufgrund des Ausmaßes, nicht so leicht fallen.

Dass sein Name in aller Munde liegt, ist also kein Wunder. Doch ein genaueres Bild von ihm und seinen Werken scheint nicht jedermann (wenn nicht gar die wenigsten) zu haben.

Aufgrund dieser persönlichen Feststellung, habe ich mich dazu bereit erklärt, mich in dieser Hausarbeit, im Rahmen des Prüfungsfache s ‚Politikwissenschaft‘ mit seinem Werk Politik auseinanderzusetzen, das aus acht relativ selbständigen Büchern besteht. Das erste Buch bzw. der erste Teil beschäftigt sich in erster Linie mit einer allgemeinen Einleitung über das Wesen bzw. die Bestandteile des Staates und der Sklaverei. Das zweite Buch, das auch den zweiten Teil darstellt, hat seinen Schwerpunkt in den Verfassungen, die es zu Aristoteles Zeiten gab, sowie in den politischen Theorien und Verfassungsentwürfen. Das dritte Buch spiegelt das aristotelische Verständnis für den Begriff Bürger und verschiedenen Verfassungstypen wieder. Der vierte Teil bildet den größten Teil dieser Publikation, denn er beschäftigt sich mit vorhandenen Verfassungen, insbesondere der Demokratie, Oligarchie und Mischformen (Politie). Diese Darstellung erstreckt sich bis zum sechsten Buch. Das siebte und achte (unvollendete) Buch bilden den letzten Teil, der sich mit dem Entwurf der besten Verfassung und deren Einrichtung auseinandersetzt.

Ziel dieser Arbeit soll sein, die Darstellung und Interpretation der Ideen und Grundgedanken des Aristoteles‘. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurzbiographie

3. Aristoteles‘ „politische Wissenschaft“

4. Die Entwicklung und das Wesen des Staates (pólis)

4.1. Das Haus

4.2. Das Dorf

4.3. Der Staat

4.4. Exkurs: Der „zoon politikon“

5. Rechtfertigung der Sklaverei

6. Die Verfassung

6.1. Die drei Grundbestandteile der Verfassung

6.2. Klassifikation der Verfassungen

7. Die absolut beste Verfassung

8. Die relativ beste Verfassung

9. Erziehung

10. Fazit

11. Quellenangabe

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die zentralen Ideen und Grundgedanken von Aristoteles‘ Werk „Politik“ darzustellen und zu interpretieren, um ein präziseres Verständnis seines politischen Denkens zu vermitteln.

  • Strukturelle Analyse der Staatsentstehung vom Haus über das Dorf bis zur Polis.
  • Untersuchung der aristotelischen Verfassungstheorie und ihrer Klassifikation.
  • Erörterung des Begriffs „zoon politikon“ und des Wesens des Staates.
  • Diskussion der aristotelischen Ansichten zu Sklaverei und Erziehung.
  • Vergleich antiker Konzepte mit modernen politischen Strukturen im Fazit.

Auszug aus dem Buch

4. 4. Exkurs: Der „zoon politikon“

Nachdem nun klar ist was die Polis in der aristotelischen Theorie bedeutet, soll an dieser Stelle kurz auf den Begriff des zoon politikon eingegangen werden.

Hinter diesem Ausdruck verbirgt sich der Mensch, der „von Natur ein politisches Lebewesen ... ist.“ Mit anderen Worten: Für Aristoteles ist der Mensch von Natur aus ein soziales, gesellschaftsbildendes und staatsbezogenes Wesen. Er ist es, der den Staat ausmacht, in dem er lebt. Die Natur befähigt den einzelnen zum Zusammenleben. Sie ermöglicht Beziehungen zu anderen einzugehen, aus denen sich dann Familien, Sippen, Stämme und schließlich auch der Staat auf natürliche Weise ergibt.

Im folgenden werden dann Herdentiere angesprochen und indirekt postuliert, dass auch diese „politische Lebewesen“ seien. Da aber die menschliche Sprache für die Entstehung von Haus und Staat eine Voraussetzung ist und nur der Mensch dieser mächtig ist, stellt Aristoteles die Menschen über die Tiere. Er behauptet auch, dass die Sprache den Menschen dazu verhilft Gut und Schlecht, Recht und Unrecht voneinander zu unterscheiden, was einen weiteren Unterschied zu der Tierwelt darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Aristoteles als Politiktheoretiker ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der vorliegenden Hausarbeit.

2. Kurzbiographie: Ein Überblick über das Leben des Aristoteles, seine akademische Ausbildung bei Platon, seine Lehrtätigkeit und die Entstehung seiner Schriften.

3. Aristoteles‘ „politische Wissenschaft“: Erläutert die Einordnung der Ethik und Politik als übergeordnete Disziplinen der praktischen Philosophie.

4. Die Entwicklung und das Wesen des Staates (pólis): Analysiert die Stufenfolge von Haus, Dorf und Staat als notwendige Einheiten der bürgerlichen Gemeinschaft.

5. Rechtfertigung der Sklaverei: Untersucht die aristotelische Argumentation, die Sklaverei als naturgegebenes Instrument zur Aufrechterhaltung des Staates betrachtet.

6. Die Verfassung: Behandelt die Klassifikation der Verfassungsformen und die institutionellen Grundlagen des Staates bei Aristoteles.

7. Die absolut beste Verfassung: Skizziert das theoretische Idealmodell eines Staates, das primär auf Tugendhaftigkeit basiert.

8. Die relativ beste Verfassung: Beschreibt die Politie als praktische Mischform, die oligarchische und demokratische Elemente vereint.

9. Erziehung: Diskutiert die staatspolitische Bedeutung der Erziehung und die aristotelischen Richtlinien für ein gesundes Familienwesen.

10. Fazit: Reflektiert die Anwendbarkeit der antiken Theorien auf moderne gesellschaftliche Verhältnisse und zieht Vergleiche zur heutigen Demokratie.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Politik, Polis, zoon politikon, Verfassung, Ethik, Sklaverei, Staatstheorie, Bürger, Erziehung, Monarchie, Aristokratie, Demokratie, Politie, Tugend.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Darstellung und Interpretation des zentralen Werkes „Politik“ von Aristoteles im Kontext der Politikwissenschaft.

Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?

Der Fokus liegt auf der Entwicklung des Staates, der Rechtfertigung der Sklaverei, der Klassifikation von Verfassungen sowie der Bedeutung der Erziehung im aristotelischen Denken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die grundlegenden Ideen des Aristoteles verständlich aufzuarbeiten und ihre Bedeutung für die antike Theorie zu explizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine interpretative Analyse, die primär auf der Literaturrecherche und der Auswertung der aristotelischen Schriften basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Stufenfolge der Staatsbildung, der Verfassungstypen sowie der ethischen und erzieherischen Aspekte innerhalb eines Staates.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Polis, Verfassung, Tugend, zoon politikon, sowie die verschiedenen Staatsformen wie Monarchie, Oligarchie und Demokratie.

Wie unterscheidet Aristoteles die "absolut beste" von der "relativ besten" Verfassung?

Die absolut beste Verfassung ist ein theoretisches Ideal, das vollkommen auf Tugend basiert, während die relativ beste Verfassung (Politie) eine realistische Mischform darstellt, die Stabilität durch gesellschaftliche Beteiligung anstrebt.

Inwiefern sieht Aristoteles den Menschen als "zoon politikon"?

Aristoteles definiert den Menschen als ein von Natur aus politisches Lebewesen, das erst durch den Staat und die Gemeinschaft, ermöglicht durch die Sprache und Vernunft, sein Wesen voll entfalten kann.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aristoteles' Politik. Darstellung und Interpretation
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
2
Autor
Charisma Capuno (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1999
Seiten
15
Katalognummer
V30437
ISBN (eBook)
9783638316972
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aristoteles Politik Darstellung Interpretation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Charisma Capuno (Autor:in), 1999, Aristoteles' Politik. Darstellung und Interpretation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30437
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Leseprobe aus  15  Seiten
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