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Sozialisation in der Soziologie und die Bedeutung der Familie im Sozialisationsprozess

Titel: Sozialisation in der Soziologie und die Bedeutung der Familie im Sozialisationsprozess

Hausarbeit , 2002 , 15 Seiten , Note: 2

Autor:in: Charisma Capuno (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Man sagt, die vorindustrielle Familie war überwiegend eine Drei-Generationen-Familie. In der Realität war diese jedoch selten, z. B. aufgrund der geringen Lebenserwartung oder der hohen Säuglings- und Kindersterblichkeit. Wie sieht die Realität in unserer Gegenwart aus? Ist es tatsächlich das Zeitalter der bürgerlichen Kleinfamilie? Oder gilt diese Familienform schon für überholt? Tatsache ist doch, daß Scheidungen, häufige Wiederverheiratungen, neue Arten von Liebesbeziehungen, die Zusammensetzung der Geschwistergruppen aus „meinen, deinen, unseren Kindern“ u.v.m. den Familienbegriff längst verändert haben. Jeder von uns hat sicherlich zumindest schon mal im Verwandten- und/oder Freundeskreis eine Partnertrennung unmittelbar miterlebt. Aber wie wirkt sich dieser Wandel der Familienstrukturen auf die Sozialisation der Kinder und Jugendlichen aus – zumal die Familie als die primäre Sozialisationsinstanz gilt? „Die wichtigsten Institutionen der Sozialisation in unserer Gesellschaft sind die Familie und die Schule“. Dieser Satz ist häufig zu finden, sobald es um die Erklärung von ‚Sozialisation‘ geht. Im Zusammenhang mit der Veranstaltung ‚Einführung in die Soziologie‘ möchte ich in dieser Arbeit Antworten auf diese Fragen finden mit Berücksichtigung der familialen Strukturveränderungen. Diese werden oft gar nicht oder nur wenig in Betracht mit einbezogen, obwohl ihre Folgen für die Erziehung und Bildung der Heranwachsenden von großer Bedeutung sind. Es wird meist von einem Idealbild der Familie ausgegangen: Eine soziale Lebensform, die (eigentlich) gekennzeichnet ist durch eine rechtlich gesicherte Lebensgemeinschaft eines Ehepaares mit seinen eigenen (unmündigen) Kindern im eigenen privaten Haushalt. Dem füge ich noch ein weiteres Kapitel hinzu, indem ich das Problem homosexueller Eltern und ihre Art der Sozialisation thematisiere. Doch zunächst die Klärung des Sozialisationsbegriffs als Grundlage zur Darstellung der Problematik des familialen Strukturwandels und die meist unbewußten Folgen dieses Problems.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung

2.1. Was ist ‚Sozialisation‘ überhaupt?

2.2. Ein allgemeiner Überblick

3. Die primäre Sozialisationsinstanz: Die Familie

3.1. Die Bedeutung der Familie im Sozialisationsprozeß

3.1.1. Vergleich: Heimkinder – Familienkinder

3.1.2. Veränderungen im Eltern-Kind-Verhältnis

3.2. Der Wandel der Familienstruktur und die Folgen für die Sozialisation des Kindes

3.2.1. Veränderungen in den Erziehungszielen und im Erziehungsverhalten durch den Wandel der Familienstrukturen und ihre Folgen

3.2.2. Auswirkungen der (fehlenden) Geschwistergemeinschaft auf den Sozialisationsprozeß der Kinder

3.2.3. Gleichgeschlechtliche Eltern. Eine neue Form der Familie?

4. Schluß

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss familialer Strukturveränderungen auf den Sozialisationsprozess von Kindern und Jugendlichen. Dabei wird analysiert, wie sich der Wandel vom traditionellen Familienbild hin zu neuen Lebensformen, wie alleinerziehenden Elternschaften oder Stieffamilien, auf die Erziehung und Entwicklung der Heranwachsenden auswirkt.

  • Die Familie als primäre Sozialisationsinstanz im gesellschaftlichen Wandel.
  • Vergleichende Analyse der Sozialisation bei Heimkindern versus Familienkindern.
  • Die Auswirkungen von Scheidung und neuen Familienkonstellationen auf Kinder.
  • Die Rolle der Geschwistergemeinschaft für den Sozialisationserfolg.
  • Die Debatte um gleichgeschlechtliche Elternschaft und deren Einordnung in die aktuelle Sozialisationsforschung.

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Vergleich: Heimkinder – Familienkinder

Zwar berichten die meisten Untersuchungen von Benachteiligungen von Heimkindern, besonders im Bereich ihrer persönlichen Entwicklung, doch unter bestimmten Umständen kann – nach Meinung von Experten – fachmännische Heim-Erziehung auch besser sein und sich günstiger auf die kindliche Entwicklung auswirken als ‚unfachmännische‘ mütterliche Pflege bzw. familiäre Erziehung.

Entscheidende Faktoren sind das Lebensalter und die Situation des Kindes zum Zeitpunkt der Heimunterbringung. Man fand zum Beispiel heraus, daß eine Differenzierung zwischen der Mutter-Person und anderen Personen auf gar keinen Fall im Alter vor 8 Monaten beginnt (Aubry 1955). Erst die Zeit danach gilt als besonders empfindlich bei einer Mutter-Kind Trennung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Wandel vom Familienbegriff hin zur modernen Vielfalt und definiert das Ziel, die Auswirkungen dieser Veränderungen auf die Sozialisation von Kindern zu untersuchen.

2. Einführung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Sozialisation, unterscheidet zwischen primärer und sekundärer Instanz und gibt einen Überblick über soziologische Ansätze wie den Symbolischen Interaktionismus.

3. Die primäre Sozialisationsinstanz: Die Familie: Das Hauptkapitel analysiert die zentrale Rolle der Familie für die Persönlichkeitsbildung und untersucht detailliert, wie Strukturveränderungen, Alleinerziehung, Geschwisterstrukturen und homosexuelle Elternschaft die Kindesentwicklung beeinflussen.

4. Schluß: Der Schlussteil reflektiert die methodischen Schwierigkeiten einer einseitigen Bewertung verschiedener Familienformen und präsentiert empirische Studien, die gängige Vorurteile gegenüber alternativen Familienmodellen entkräften.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Familie, Familienstruktur, Sozialisationsinstanz, Kindesentwicklung, Eltern-Kind-Verhältnis, Heimkinder, Alleinerziehende, Geschwistergemeinschaft, Gleichgeschlechtliche Eltern, Erziehungsziele, Identitätsentwicklung, Symbolischer Interaktionismus, Strukturwandel, Erziehungspraktiken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Bedeutung der Familie als primärer Sozialisationsinstanz und der Frage, wie sich der soziologische Wandel der Familienstrukturen auf die kindliche Entwicklung auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Veränderungen des Eltern-Kind-Verhältnisses, der Wandel von der traditionellen Kernfamilie hin zu neuen Formen wie Ein-Eltern- oder Stieffamilien sowie die Bedeutung von Geschwisterbeziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Antworten auf die Frage zu finden, wie strukturelle Veränderungen in der Familie die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen beeinflussen und welche Rolle dabei neue Familienformen spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine soziologische Literaturarbeit, die theoretische Ansätze (wie den Symbolischen Interaktionismus) und verschiedene empirische Untersuchungen gegenüberstellt und diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Familie als „Fabrik“ der Persönlichkeitsentwicklung, vergleicht Heim- mit Familienkindern und untersucht die Folgen von Scheidungen, Stiefelternschaften sowie die Situation gleichgeschlechtlicher Eltern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Sozialisation, Familienstrukturwandel, Erziehungsziele, Identitätsentwicklung und primäre Sozialisationsinstanz.

Gibt es einen generellen Konsens über die Auswirkungen von Scheidungen auf Kinder?

Die Arbeit zeigt auf, dass die Auswirkungen sehr individuell sind und stark davon abhängen, wie Kinder auf den Trennungsprozess vorbereitet wurden und wie die Eltern die Situation emotional bewältigen.

Wie bewertet die Autorin die Erziehung durch gleichgeschlechtliche Eltern?

Auf Basis zitierter Studien kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass die Befürchtungen hinsichtlich einer Fehlentwicklung von Kindern in homosexuellen Familien unbegründet sind und oft auf Vorurteilen statt auf Fakten beruhen.

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Details

Titel
Sozialisation in der Soziologie und die Bedeutung der Familie im Sozialisationsprozess
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
2
Autor
Charisma Capuno (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
15
Katalognummer
V30440
ISBN (eBook)
9783638317009
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialisation Soziologie Bedeutung Familie Sozialisationsprozess
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Charisma Capuno (Autor:in), 2002, Sozialisation in der Soziologie und die Bedeutung der Familie im Sozialisationsprozess, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30440
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Leseprobe aus  15  Seiten
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