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Die osteuropäische Geschichtswissenschaft als ideologischer Partner im Kalten Krieg

Título: Die osteuropäische Geschichtswissenschaft als ideologischer Partner im Kalten Krieg

Trabajo , 2014 , 26 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Pia-Sophie Schillings (Autor)

Historia de Europa - Europa desde la Guerra Fría
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Speziell wird sich meine Arbeit auf die Genese des Faches der osteuropäischen Geschichte in Westdeutschland nach 1945, kulminierend im Kalten Krieg konzentrieren.

Bei der intensiveren Recherche zu der Genese des Fachs fragte ich mich jedoch erstmals, wem das Fach als ideologischer Partner im Kalten Krieg dienlich sein sollte. Dem Ost- oder Westblock? Wozu wurde osteuropäische Geschichtswissenschaft betrieben? Um jedoch fassen zu können, wie es zu einer möglichen Funktionalisierung kommen konnte, müssen zumindest zu Beginn holzschnittartig die historischen Rahmenbedingungen der Wiederetablierung des Faches nach 1945 angeschnitten werden, soweit dies der Rahmen meiner Seminararbeit zulässt.

Bedingt durch die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen grenzte sich die Forschung in beiden deutschen Staaten stark gegeneinander ab. Wie stark die Osteuropaforschung im Kalten Krieg zum politischen Spielball der Mächte wurde, gilt es dann zu beleuchten.

Zu Beginn werde ich die gegenwärtigen Forschungsstandpunkte aspektorientiert vorstellen. In einem weiteren Schritt werde ich anhand ausgewählter Werke des Osteuropaexperten Klaus Mehnert die Thesen der gegenwärtigen Forschung prüfen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wiederetablierung der Osteuropaforschung nach 1945

2.1 Wiederetablierung des Faches in Westdeutschland

2.2 Verwendung des Osteuropabegriffes

2.3 Historische Rahmenbedingungen für das Fach in Westdeutschland

2.4 Paradigmenwechsel in der Osteuropawissenschaft in Westdeutschland

2.5 Exkurs: Historische Rahmenbedingungen für das Fach in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ)

3 Klaus Mehnert

3.1 Interesse an der Person

3.2 Geleitgedanken

3.3 Antikommunismus

3.4 „Ein Jahr später“

3.5 Chancen und Gefahren

3.6 Politischer Kurswechsel

3.7 Nationalsozialismus

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Genese der westdeutschen Osteuropaforschung nach 1945 im Kontext des Kalten Krieges und analysiert dabei die Frage, inwieweit das Fach als ideologischer Partner der Politik funktionalisiert wurde und ob im Zeitverlauf ein Paradigmenwechsel stattfand.

  • Historische Rahmenbedingungen der Wiederetablierung der Osteuropaforschung nach 1945.
  • Die Rolle der Osteuropaforschung als ideologisches Instrument im Kalten Krieg.
  • Der Paradigmenwechsel in der Fachwissenschaft hin zur Entspannungspolitik.
  • Biographische und inhaltliche Analyse der Arbeiten von Klaus Mehnert.
  • Der Einfluss der personellen Kontinuitäten aus der NS-Zeit auf das Fach.

Auszug aus dem Buch

3.1 Interesse an der Person

Bei der Recherche zu dieser Arbeit weckte neben dem Russlandexperten Otto Hoetzsch und dem Ostforscher Hermann Aubin insbesondere Klaus Mehnert mein Interesse. Die Begründung dafür ist darin zu finden, dass ich die beiden erst genannten Wissenschaftler eindeutig ihren politischen Lagern zuordnen konnte. Bei Klaus Mehnert fiel es mir hingegen schwerer ein abschließendes Urteil über seine Forschungsarbeit und auch seine politische Einstellung zu fällen. Da Mehnert über den Zeitraum des Kalten Krieges hinweg verschiedene Werke veröffentlichte, bot es sich an, wenige dieser genauer zu reflektieren.

Ich möchte im Folgenden meine Seminararbeit um die Frage bereichern, ob sich in diesen von mir auserwählten wissenschaftlichen Abhandlungen, die in den Jahren 1958-1984 veröffentlichten wurden, eine Neuausrichtung der Arbeit Mehnerts ablesen lässt. Gewiss werde ich dafür nur begrenzte Aspekte fokussieren können. Die Thematik in Gänze zu erfassen, würde der Rahmen dieser Arbeit nicht leisten können. Für diese Nachforschung werde ich die Bücher „Der Sowjetmensch“ aus dem Jahre 1958, „Der Deutsche Standort“ von 1967 und schließlich „Über die Russen heute“ von 1984 hinzuziehen. Meine Intention ist, zu eruieren, ob in den Werken eine politische Position Mehnerts erkennbar ist. Deutet sich in ihnen gar eine Instrumentalisierung durch die Politik an?

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Funktionalisierung der Osteuropaforschung durch die Politik nach 1945 und hinterfragt die ideologische Ausrichtung des Faches im Kalten Krieg.

2 Wiederetablierung der Osteuropaforschung nach 1945: Dieses Kapitel analysiert die politischen Rahmenbedingungen, die eine schnelle, teils an die Ostforschung anknüpfende Wiederbelebung der Disziplin in Westdeutschland und die asynchrone Entwicklung in der SBZ ermöglichten.

2.1 Wiederetablierung des Faches in Westdeutschland: Hier wird der Prozess der Fachneugründung unter dem Eindruck des Systemwettbewerbs und der NS-Vorbelastung beleuchtet.

2.2 Verwendung des Osteuropabegriffes: Das Kapitel diskutiert die terminologische Abgrenzung zwischen Ostforschung und Osteuropaforschung sowie deren politische Implikationen.

2.3 Historische Rahmenbedingungen für das Fach in Westdeutschland: Es wird erörtert, wie geopolitische Gegebenheiten und die Oder-Neiße-Grenze die inhaltliche Ausrichtung der Forschung prägten.

2.4 Paradigmenwechsel in der Osteuropawissenschaft in Westdeutschland: Dieses Kapitel beschreibt die Abkehr von antikommunistischer Polemik und deutschtumszentrierter Forschung hin zur Entspannungspolitik ab den 1960er Jahren.

2.5 Exkurs: Historische Rahmenbedingungen für das Fach in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ): Die Entwicklung wird im Kontext der sowjetischen Einflussnahme und der Etablierung eines marxistisch-leninistischen Geschichtskonzepts dargestellt.

3 Klaus Mehnert: Die exemplarische Untersuchung der Person Klaus Mehnert dient dazu, politische Tendenzen und mögliche Instrumentalisierungen in wissenschaftlichen Publikationen kritisch zu prüfen.

3.1 Interesse an der Person: Vorstellung der Forschungsziele hinsichtlich der Analyse ausgewählter Werke Mehnerts.

3.2 Geleitgedanken: Kritische Auseinandersetzung mit Thesen zu Mehnerts NS-Nähe und seinen politischen Rechtfertigungsstrategien.

3.3 Antikommunismus: Untersuchung von Mehnerts Einstellung zur Sowjetunion und zum Kommunismus in seinen publizistischen Werken.

3.4 „Ein Jahr später“: Analyse der Reaktionen Mehnerts auf die Entstalinisierung nach 1953 anhand seiner Schriften.

3.5 Chancen und Gefahren: Kritische Reflexion über die methodische Qualität von Mehnerts Reiseberichten und dessen literarische Anekdoten.

3.6 Politischer Kurswechsel: Zusammenfassende Bewertung, ob sich bei Mehnert ein tatsächlicher Wandel in der politischen Gesinnung über den Kalten Krieg hinweg ablesen lässt.

3.7 Nationalsozialismus: Beleuchtung der zweigleisigen politischen Rolle Mehnerts in den 1930er Jahren zwischen NS-Anpassung und Sympathie für die Sowjetunion.

4 Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit über die enge Verflechtung von Wissenschaft und Politik sowie die anhaltende Gefahr einer erneuten Instrumentalisierung.

Schlüsselwörter

Osteuropaforschung, Ostforschung, Kalter Krieg, Westdeutschland, Klaus Mehnert, Wiederetablierung, Politische Instrumentalisierung, Antikommunismus, Paradigmenwechsel, Entstalinisierung, Geschichte Osteuropas, Sowjetunion, Geschichtswissenschaft, NS-Kontinuitäten, Entspannungspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der westdeutschen Osteuropaforschung nach 1945 und hinterfragt die Rolle der Wissenschaft als politisches Instrument während des Kalten Krieges.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die historischen Rahmenbedingungen der Fachwiederbelebung, die Bedeutung politischer Begriffe wie "Ostforschung", die Rolle von Wissenschaftlern wie Klaus Mehnert sowie der Wandel der Forschung im Zuge der Entspannungspolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Genese der osteuropäischen Geschichtswissenschaft zu beleuchten und zu klären, inwiefern das Fach durch die politische Großwetterlage funktionalisiert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor kombiniert eine historische Analyse der Rahmenbedingungen mit einer exemplarischen Untersuchung biographischer und publizistischer Quellen, insbesondere der Werke von Klaus Mehnert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Fachs, die terminologische Debatte, den Einfluss von NS-Kontinuitäten, den Paradigmenwechsel in den 1960er Jahren sowie eine detaillierte Fallstudie zu den Werken von Klaus Mehnert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Osteuropaforschung, Kalter Krieg, Instrumentalisierung, Antikommunismus und Paradigmenwechsel.

Inwiefern beeinflusste die Oder-Neiße-Grenze die Fachforschung?

Die Grenzfrage diente der westdeutschen Bevölkerung und Wissenschaft als zentrales Motiv, um die Notwendigkeit der Osteuropaforschung zu legitimieren und Ansprüche auf ehemalige Ostgebiete aufrechtzuerhalten.

Warum wird Klaus Mehnert als Fallbeispiel gewählt?

Mehnert dient als ambivalente Figur, deren Wirken sowohl Kontinuitäten aus der NS-Zeit als auch einen späteren publizistischen Beitrag zur Völkerverständigung und Entspannung widerspiegelt.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Die osteuropäische Geschichtswissenschaft als ideologischer Partner im Kalten Krieg
Universidad
Ruhr-University of Bochum
Calificación
1,3
Autor
Pia-Sophie Schillings (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
26
No. de catálogo
V304413
ISBN (Ebook)
9783668042216
ISBN (Libro)
9783668042223
Idioma
Alemán
Etiqueta
osteuropäische Geschichte Westdeutschland Ostdeutschland Kalter Krieg Osteuropaforschung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Pia-Sophie Schillings (Autor), 2014, Die osteuropäische Geschichtswissenschaft als ideologischer Partner im Kalten Krieg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304413
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