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Zur Ähnlichkeit und Verschiedenheit von Salutogenese und Resilienz

Title: Zur Ähnlichkeit und Verschiedenheit von Salutogenese und Resilienz

Term Paper , 2011 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Markus Hieber (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Dieser Arbeit liegen drei Fragen zu Grunde: Inwieweit überschneiden und unterscheiden sich Resilienz und Salutogenese? Ist eines der beiden Konzepte dem anderen überlegen? Welche Konsequenzen hat dies für die Praxis? Insofern verfolgt die vorliegende Arbeit das Ziel, eine Struktur in das Dickicht der Gesundheitstheorien zu bringen, auch in Hinblick auf eine praktische Handhabbarkeit.
Dabei werde ich so vorgehen, dass ich im ersten Schritt das Konzept der Salutogenese und das Resilienzmodell separat voneinander vorstelle, im zweiten Schritt die beiden Konzepte einer Analyse unterziehe und im dritten Schritt miteinander vergleiche.

Als Resilienz soll hier die Widerstandsfähigkeit gegenüber Risikofaktoren verstanden werden; Risikofaktoren wiederum sind äußere Einflüsse, die die Entwicklung eines Individuums beeinträchtigen können, aber nicht beeinträchtigen müssen. Salutogenese wiederum ist die Erforschung von der Entstehung von Gesundheit und befindet sich im Kontrast zur Pathogenese, also der Erforschung von der Entstehung von Krankheiten. Zentral für die Salutogenese ist das Konzept des Kohärenzgefühls, also die Eigenschaft eines Menschen, mit Problemen und Herausforderungen des Lebens umzugehen und heil oder auch gestärkt aus Gefährdungen für die eigene Person hervorzugehen.
Wieso hatten die Wissenschaftler/-innen Antonovsky, Werner und Smith sich nicht zusammengetan, um ihre Ideen synergetisch zu bündeln, anstatt das Rad zweimal zu erfinden? Der Grund, so die Hypothese, könnte sein, dass diese auf den ersten Blick so ähnlichen Theorien doch verschiedener sind, als man zunächst vermutet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Zum Motiv dieser Arbeit

2. Die Grundlagen von Resilienz und Salutogenese

2.1 Salutogenese und Kohärenzgefühl

2.2 Resilienz: Widerstandsfähig wie Gummi

3. Analyse und Diskussion

3.1 Salutogenese – ein paradigmatischer Wechsel?

3.2 Der konkrete Alltagsbezug der Resilienz

4. Vergleich des Salutogenesekonzepts mit dem Resilienzmodell

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Überschneidungen und Unterschiede zwischen dem Konzept der Salutogenese und dem Modell der Resilienz. Ziel ist es, eine strukturierte Einordnung dieser Gesundheitstheorien vorzunehmen und deren praktische Anwendbarkeit sowie Überlegenheit in verschiedenen Kontexten kritisch zu beleuchten.

  • Vergleichende Analyse von Salutogenese und Resilienz
  • Kritik an der Abstraktheit des Kohärenzgefühls
  • Evaluation der Resilienzforschung für die Praxis
  • Untersuchung der Anwendbarkeit auf die körperliche Gesundheit
  • Ableitung von Schlussfolgerungen für präventive Programme

Auszug aus dem Buch

3.1 Salutogenese – ein paradigmatischer Wechsel?

Die Idee der Salutogenese ist zunächst einmal begeisternd, denn die Stärke der Salutogenese liegt darin, noch einmal darauf hingewiesen zu haben, dass die Medizin sich zu sehr auf die Krankheit kapriziert und zu wenig die Gesundheit in einem präventiven Sinne im Blickfeld hat. Auch scheint der von Antonovsky entwickelte SOC-Fragebogen ein gutes Messinstrument zur Ermittlung von Eigenschaften zu sein, die eine psychische Gesundheit hervorrufen bzw. erhalten.

Doch ist der paradigmatische Wechsel, der durch die Begründung der Salutogenese angeblich angestoßen worden sein soll, in Wirklichkeit ausgeblieben. Zwar hat hier und da ein Umdenken stattgefunden, denn z.B. hat sich die AOK ca. 1988 in „Gesundheitskasse“ umbenannt oder wurde mit Inkrafttreten des vierten Krankenpflegegesetzes am 1. Januar 2004 die Berufsbezeichnung „Krankenschwester“ bzw. „Krankenpfleger“ durch die Bezeichnung „Gesundheits- und Krankenpfleger/-in“ ersetzt, also schon in der Wortwahl die Gesundheit mehr betont. Auch gibt es zahlreiche Präventionsangebote aus dem Bereich Sucht, Bewegungswohnheiten, Ernährung und Entspannung, die nach § 20 Abs. 1 des SGB V von den Krankenkassen bezuschusst werden (vgl. GKV-Spitzenverband 2010, 35 ff.). Doch auch wenn sich die Medizin salutogenen Ansätzen hingewandt hat, so hat ein regelrechter Paradigmenwechsel nicht stattgefunden. Daher schreiben Wolfram Schüffel und Hannes G. Pauli im Jahre 1996: „Alle sprechen vom Paradigmenwechsel – keiner wechselt.“ (zit. nach Goddemeier 2004, 421)

Und so ist das „herkömmliche biomedizinisch-technische Paradigma“ (Goddemeier 2004, 421) immer noch weit verbreitet. Das könnte strukturelle Gründe haben und an der Finanzverteilung liegen. Schließlich ist das Gesundheitssystem vom Sparwillen durchzogen und dem Arzt wird die Therapie einer Krankheit bezahlt, aber nicht die Gesundheitsberatung. Es liegt aber auch daran, dass die meisten Patienten einen Arzt eben erst dann aufsuchen, wenn schon eine Krankheit vorliegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Zum Motiv dieser Arbeit: Der Autor erläutert seine Motivation, die Ähnlichkeiten zwischen Resilienz und Salutogenese zu untersuchen, und formuliert die zentralen Forschungsfragen der Arbeit.

2. Die Grundlagen von Resilienz und Salutogenese: Dieses Kapitel stellt die Kernkonzepte der Salutogenese mit ihrem Kohärenzgefühl sowie das Resilienzmodell auf Basis der Kaua’i-Studie getrennt voneinander vor.

3. Analyse und Diskussion: Es wird kritisch hinterfragt, ob die Salutogenese tatsächlich zu einem Paradigmenwechsel geführt hat und wie praktikabel das Konzept der Resilienz für den Alltag ist.

4. Vergleich des Salutogenesekonzepts mit dem Resilienzmodell: Hier werden die theoretischen Wurzeln und die unterschiedlichen methodischen Ansätze (Medizinsoziologie vs. Entwicklungspsychologie) der beiden Modelle direkt gegenübergestellt.

5. Zusammenfassung: Der Autor zieht ein Fazit, in dem er die Resilienzforschung aufgrund ihrer konkreteren Anwendbarkeit als praktikablere Alternative zur Salutogenese hervorhebt.

Schlüsselwörter

Salutogenese, Resilienz, Kohärenzgefühl, Gesundheitsförderung, Pathogenese, Kaua’i-Studie, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Prävention, Lebenstüchtigkeit, Paradigmenwechsel, Psychosomatik, Antonovsky, Werner, Stressbewältigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die Konzepte der Salutogenese und der Resilienz, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen und deren praktische Relevanz im Gesundheitswesen zu bewerten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Entstehung von Gesundheit (Salutogenese), die Widerstandsfähigkeit gegen Stressoren (Resilienz) und die praktische Umsetzung dieser Konzepte in Präventionsprogrammen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Struktur in die verschiedenen Gesundheitstheorien zu bringen und zu klären, welches Modell eine bessere Handhabbarkeit für die Praxis bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine theoretische Analyse und einen vergleichenden Diskurs durch, basierend auf einer Auswertung der einschlägigen Fachliteratur und Längsschnittstudien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen beider Modelle erläutert, eine kritische Diskussion ihrer Anwendbarkeit geführt und ein direkter Vergleich der Ansätze vorgenommen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Salutogenese, Resilienz, Kohärenzgefühl, Schutzfaktoren, Gesundheitsförderung und Lebenstüchtigkeit.

Warum hält der Autor die Salutogenese für weniger praxistauglich?

Der Autor argumentiert, dass das Kohärenzgefühl zu abstrakt und schwammig definiert sei, wodurch es für Praktiker schwierig sei, konkrete Maßnahmen daraus abzuleiten.

Wie unterscheidet sich die Resilienz von der Salutogenese laut Autor?

Die Resilienz wird als konkreter, bodenständiger und mit einem umfangreicheren, lebensnäheren Set an Schutzfaktoren ausgestattet beschrieben, was sie für die praktische Arbeit, etwa in der Lebenshilfe, attraktiver macht.

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Details

Title
Zur Ähnlichkeit und Verschiedenheit von Salutogenese und Resilienz
College
University of Applied Sciences Hamburg  (Gesundheit und Pflege)
Course
Gesundheitswissenschaft
Grade
1,7
Author
Markus Hieber (Author)
Publication Year
2011
Pages
18
Catalog Number
V304434
ISBN (eBook)
9783668029125
ISBN (Book)
9783668029132
Language
German
Tags
ähnlichkeit verschiedenheit salutogenese resilienz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Hieber (Author), 2011, Zur Ähnlichkeit und Verschiedenheit von Salutogenese und Resilienz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304434
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