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Der Siebenjährige Krieg in Südindien. Interessenlagen und Ziele von Briten und Franzosen und indische Beteiligung

Title: Der Siebenjährige Krieg in Südindien. Interessenlagen und Ziele von Briten und Franzosen und indische Beteiligung

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 9 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marcus Kasten (Author)

History - Basics
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Diese Arbeit soll untersuchen, was Franzosen und Briten in Südindien (genauer gesagt: im Gebiet der Koromandelküste) für Interessen verfolgt haben und wie die indische Beteiligung am Siebenjährigen Krieg einzuordnen ist. Letztlich stellt sich die Frage, ob der Dritte Karnatische Krieg tatsächlich als Teil des Siebenjährigen Krieges zu sehen ist und in dessen Kontext absichtlich geführt wurde oder ob es gegebenenfalls andere Gründe für die Kriegsführung auf dem indischen Subkontinent gab, wie etwa die Handelsinteressen der Kompanien oder sogar geplante Weltreichbestrebungen. Diese Frage wurde in der Vergangenheit durchaus kontrovers diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung und Literaturüberblick

Vor Ausbruch des Krieges

Die Interessen der Briten und Franzosen

Südindische Kriegsschauplätze

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Interessen von Briten und Franzosen im südindischen Raum während des Siebenjährigen Krieges und hinterfragt die Einordnung des dortigen Konflikts in den globalen Kontext des 18. Jahrhunderts.

  • Analyse der machtpolitischen Transformation des Mogulreichs.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen und hegemonialen Interessen europäischer Handelsgesellschaften.
  • Rolle der indischen Akteure im militärischen Konflikt.
  • Bewertung der britischen Vorherrschaft gegenüber den französischen Kolonialplänen.
  • Kritische Einordnung des Dritten Karnatischen Krieges in den Siebenjährigen Krieg.

Auszug aus dem Buch

Die Interessen der Briten und Franzosen

Nachdem unter anderem in Karnatak mit Zollerleichterungen und anderen staatlichen Subventionen Anreize geschaffen wurden, ließen sich vor allem europäische Händler in den Hafenstädten entlang der Küste nieder, was bis in die 1740er Jahre einen gewissen Aufschwung besonders im Textilgeschäft mit sich brachte. Da die südindischen Monarchen die wirtschaftliche Basis ihrer Herrschaft durch Investitionen in die landwirtschaftliche Infrastruktur stärkten, entstand eine wirtschaftlich prosperierende Situation, die die europäischen Ostindiengesellschaften dazu veranlasste, „von den lokalen Herrschern Privilegien zur Errichtung von Festungen nahe oder Faktoreien in den Hafenstädten des Karnatak zu kaufen.“ Die aufkommenden Erbfolgekriege in Südindien boten der englischen East India Company und der französischen Compagne des Indes die Möglichkeit, ihre jeweiligen Offiziere und Truppen an die lokalen Machthaber zu vermieten und so die eigenen Kosten zu senken. Aus indischer Perspektive suchten die lokalen Machthaber europäische Allianzpartner, um ihre dynastischen Ziele verfolgen zu können. Dies bot den beiden europäischen Handelsgesellschaften andererseits die Gelegenheit, mit lokalen politischen Bündnispartnern den eigenen wirtschaftlichen Einfluss auszudehnen und wenn möglich die europäische Konkurrenz sogar auszuschalten. Als Optimum dieser Strategie wurde eine eigene territorial basierte Steuerverwaltung als eigene unabhängige Einnahmequelle angesehen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung und Literaturüberblick: Diese Einleitung beleuchtet den Siebenjährigen Krieg als globalen Konflikt und stellt die Forschungsfrage zur Bedeutung des Dritten Karnatischen Krieges.

Vor Ausbruch des Krieges: Das Kapitel beschreibt den Transformationsprozess des Mogulreichs und die zunehmende politische Autonomie einzelner Provinzen im 18. Jahrhundert.

Die Interessen der Briten und Franzosen: Hier werden die wirtschaftlichen Motive der Handelsgesellschaften sowie die hegemonialen Ambitionen der europäischen Mächte in Südindien untersucht.

Südindische Kriegsschauplätze: Dieser Abschnitt analysiert den militärischen Verlauf der Gefechte in Südindien sowie die Gründe für den Erfolg der Briten und die Niederlage der Franzosen.

Fazit: Das Fazit schließt, dass der Krieg in Südindien sowohl durch globale europäische Machtpolitik als auch durch spezifische lokale Interessen befeuert wurde.

Schlüsselwörter

Siebenjähriger Krieg, Dritter Karnatischer Krieg, Indien, East India Company, Compagne des Indes, Koromandelküste, Mogulreich, Handelspolitik, Hegemonie, Kolonialismus, Militärgeschichte, Robert Clive, Textilhandel, Südindien, Territorialherrschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle Indiens im Siebenjährigen Krieg und untersucht, ob der dort stattfindende Dritte Karnatische Krieg als integraler Bestandteil des globalen Konflikts zu werten ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die machtpolitische Krise des Mogulreichs, die wirtschaftlichen Interessen der europäischen Handelsgesellschaften und die militärischen Auseinandersetzungen zwischen Großbritannien und Frankreich in Südindien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Beweggründe der Akteure zu beleuchten und zu hinterfragen, ob die Kriegshandlungen in Indien absichtlich im Kontext des globalen Krieges geführt wurden oder ob lokale ökonomische Interessen überwogen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Monographien und Aufsätze, um die kontrovers diskutierte Einordnung des Krieges in Südindien neu zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der politischen Vorgeschichte Indiens, eine Analyse der Interessenlagen der europäischen Mächte und eine detaillierte Betrachtung der militärischen Wendepunkte vor Ort.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Siebenjähriger Krieg, Dritter Karnatischer Krieg, East India Company, Handelsinteressen, Hegemonialstreben und das Mogulreich.

Warum war der Untergang des Mogulreichs für den Krieg bedeutsam?

Die Schwächung der Zentralgewalt schuf ein Machtvakuum, das es den europäischen Mächten erst ermöglichte, als Bündnispartner lokaler Machthaber militärisch und politisch in die internen Angelegenheiten Indiens einzugreifen.

Welche Rolle spielte Robert Clive bei den Ereignissen?

Robert Clive wird als Beispiel für die Rolle individueller Akteure genannt, deren militärische Bestrebungen wesentlich zum endgültigen Sieg Großbritanniens in der Region beitrugen.

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Details

Title
Der Siebenjährige Krieg in Südindien. Interessenlagen und Ziele von Briten und Franzosen und indische Beteiligung
College
University of Kassel  (Fachbereich 05)
Course
Text und Kontext: Der Siebenjährige Krieg
Grade
1,7
Author
Marcus Kasten (Author)
Publication Year
2015
Pages
9
Catalog Number
V304529
ISBN (eBook)
9783668029606
ISBN (Book)
9783668029613
Language
German
Tags
Siebenjähriger Krieg Südindien Third Carnatic War Karnatischer Krieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcus Kasten (Author), 2015, Der Siebenjährige Krieg in Südindien. Interessenlagen und Ziele von Briten und Franzosen und indische Beteiligung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304529
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