Immer häufiger arbeiten Arbeitnehmer immer mehr. Doch dies birgt auch große Gefahren für die Gesundheit. Büroangestellte sitzen den ganzen Tag, Lagerarbeiter heben schwere Lasten. Betrachtet man den vollständigen bundesweiten Gesundheitsreport 2014 der DAK, so sieht man, dass Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, des Atemsystems und psychische Erkrankungen mehr als die Hälfte aller Krankheitstage ausmachen. Gerade was die Erkrankungen des Muskel- Skelett- Systems betrifft, ließe sich dies relativ einfach durch regelmäßige und ausreichende Bewegung ausgleichen und somit vermindern oder sogar komplett eliminieren.
Doch in der schnelllebigen Welt in der wir heute leben, bleibt für sportliche Aktivität kaum Zeit. Und wenn man abends doch einmal früher aus der Arbeit kommt, gibt es so viele andere Dinge die man erledigen muss oder es fehlt einfach die Motivation um seinem Körper durch Bewegung noch etwas Gutes zu tun.
Im Folgenden sollen nun verschiedene Interventionsansätze in Betrieben mit Hilfe des Re-Aim Modells betrachtet werden, welches in Kapitel 2 näher erläutert wird. Anschließend wird das Gesundheitsprogramm „AktivPause“ am KIT in Karlsruhe unter Zuhilfenahme der Programmtheorie nach Chen selbstständig evaluiert werden und näher erläutert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Betriebliche Gesundheitsförderung in der Literatur
- Methodik zur Findung bestehender Studien
- Das Re- Aim Modell
- Vorstellung und Einordnung der Studien
- Evaluation of a workplace intervention to promote commuter cycling: a RE-AIM analysis, 2013
- Promoting walking among office employees - evaluation of a randomized controlled intervention with pedometers and e-mail messages, 2012
- The impact of disseminating the whole-community project '10,000 Steps': a RE-AIM analysis, 2011
- Diskussion der Literatur
- Diskussion des Re-Aim Modells
- Evaluation der „AktivPause\" am KIT nach Chen
- Programmtheorie nach Chen
- Vorstellung der AktivPause
- Interviewpartner
- Einordnung in die Programmtheorie nach Chen
- Diskussion
- Inhaltliche Diskussion
- Methodik
- Fazit und Ausblick
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit untersucht verschiedene Evaluationsmethoden im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Im Mittelpunkt steht die Analyse und Bewertung des Gesundheitsprogramms "AktivPause" am KIT Karlsruhe anhand der Programmtheorie nach Chen.
- Evaluationsmethoden in der Betrieblichen Gesundheitsförderung
- Das Re-Aim Modell als Evaluationsframework
- Analyse von Studien zur Förderung von körperlicher Aktivität am Arbeitsplatz
- Bewertung des "AktivPause" Programms am KIT
- Diskussion der Ergebnisse und Implikationen für die Praxis
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Betrieblicher Gesundheitsförderung im Kontext steigender Arbeitsbelastung und gesundheitlicher Risiken. Kapitel 2 analysiert verschiedene Studien zur Förderung von körperlicher Aktivität am Arbeitsplatz anhand des Re-Aim Modells. Kapitel 3 stellt das "AktivPause" Programm am KIT vor und ordnet es in die Programmtheorie nach Chen ein. Die abschließende Diskussion bewertet die Ergebnisse der Analyse und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschung.
Schlüsselwörter
Betriebliche Gesundheitsförderung, Evaluationsmethoden, Re-Aim Modell, "AktivPause" Programm, Programmtheorie nach Chen, körperliche Aktivität, Arbeitsplatz, Gesundheitsrisiken, Wirksamkeit, Evaluation.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel des Programms "AktivPause" am KIT?
Das Programm zielt darauf ab, durch regelmäßige Bewegung am Arbeitsplatz Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems vorzubeugen und die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern.
Was ist das Re-Aim Modell in der Gesundheitsförderung?
Das Re-Aim Modell ist ein Framework zur Evaluation von Gesundheitsinterventionen. Es betrachtet Kriterien wie Reichweite (Reach), Wirksamkeit (Effectiveness), Adoption, Implementierung und Aufrechterhaltung (Maintenance).
Wie wird die "AktivPause" nach Chen evaluiert?
Die Evaluation erfolgt anhand der Programmtheorie nach Chen, die untersucht, wie die einzelnen Komponenten des Programms zusammenwirken, um die gewünschten Gesundheitsziele zu erreichen.
Warum ist betriebliche Gesundheitsförderung heute so relevant?
Steigende Arbeitsbelastung, langes Sitzen im Büro und schwere körperliche Arbeit führen vermehrt zu Krankheitstagen durch Muskel-Skelett-Erkrankungen oder psychische Belastungen.
Welche Rolle spielen Schrittzähler und E-Mails in den untersuchten Studien?
Die Arbeit analysiert Studien, in denen technische Hilfsmittel wie Schrittzähler oder motivierende E-Mails eingesetzt wurden, um die körperliche Aktivität von Büroangestellten zu steigern.
Welche Krankheiten verursachen die meisten Fehltage laut DAK-Report?
Laut dem Gesundheitsreport 2014 machen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, des Atemsystems und psychische Erkrankungen mehr als die Hälfte aller Krankheitstage aus.
- Quote paper
- Katrin Keyerleber (Author), 2014, Evaluationsmethoden in der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Die AktivPause am KIT, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304550