New York als apokalyptisches Horrorszenario im Film "The Warriors". Fiktion und Realität im New York der Siebziger


Vordiplomarbeit, 2015

15 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung... 3

Kapitel 2 - New York im Jahr 1979... 3

2.1 Die allgemeine Lage... 3

2.2 Der Stromausfall von 1977... 4

2.3 Die Mordrate... 4

2.4 Die Gangs... 5

Kapitel 3 – "The Warriors" verglichen mit den New Yorker Zuständen 1979... 6

3.1 New York... 6

3.2 Die Warriors... 6

3.3 Weitere Gangs... 8

3.4 Die Gewalt... 9

3.5 Die U-Bahn... 10

3.6 Die Polizei... 12

4. Fazit... 13

5. Quellenverzeichnis... 14

5.1 Verzeichnis der erwähnten Spielfilme... 14

5.2 Verzeichnis der erwähnten Dokumentarfilme... 14

5.3 Verzeichnis der erwähnten Videospiele... 14

5.4 Literaturverzeichnis... 14

5.5 Zeitschriftenverzeichnis... 14

5.6 Artikel aus dem Internet... 15

1. Einleitung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich des realen New Yorks des Jahres 1979 mit dem im selben Jahre erschienenen, in New York spielenden Banden-Actionfilms "The Warriors" von Regisseur Walter Hill.

"The Warriors" handelt von der Streetgang The Warriors aus dem New Yorker Stadtteil Coney Island, die in der Bronx zu Unrecht des Mordes an Cyrus, dem Anführer der mächtigsten Gang der Stadt, beschuldigt wird. Fortan müssen sich die Warriors auf dem Weg von der Bronx zurück nach Coney Island mit sämtlichen Gangs der Stadt herumschlagen, die Cyrus Tod rächen wollen.

Das nächtliche New York wird dabei als infernaler Höllenpfuhl aus Neonlichtern, Gangs und Gewalt dargestellt.

Meine Arbeit widmet sich der Frage, ob und inwiefern das New York wie es im Film dargestellt ist, im Jahr 1979 wirklich existiert hat oder ob es sich dabei um eine genrespezifische Überspitzung der Zustände, oder gar um reine Phantasterei der Filmschaffenden handelt. Zu diesem Zweck habe ich mich an Hand von verschiedenster Literatur mit der Stadt New York Ende der Siebziger Jahre vertraut gemacht. Anschließend habe ich den Film "The Warriors" in verschiedene Segmente unterteilt und diese soweit wie möglich mit den Umständen des realen New Yorks dieser Zeit verglichen um so zu meinem abschließenden Fazit zu gelangen.

Kapitel 2 - New York im Jahr 1979

2.1 Die allgemeine Lage

Die Siebziger Jahre gelten als dunkles Kapitel in der Geschichte New Yorks. 1975 war die Stadt vollkommen bankrott. Im Zuge dessen wurden rigoros Sozialleistungen gestrichen. Die Haushaltskrise der Stadt galt recht bald als Metapher für das generelle Versagen des Linksliberalismus in den USA. [1]

Der Autor Allen Tannenbaum schreibt über die damalige Situation:

Conditions in Harlem and Bed-Stuy were horrendous, with abandoned buildings and widespread poverty. The subways were covered everywhere with ugly graffiti and they were unreliable. It seemed as if the entire infrastructure was in decay. Political corruption, sloppy accounting, and the cost of the war were killing the city. Times Square, the crossroads of the world, was seedy and sleazy. Pimps, hookers, and drug dealers owned the night there. Crime was rampant, and the police were powerless to stop it. Random killings by the “Son of Sam” made New Yorkers even more fearful. The parks were in decay, with litter and bare lawns, and it was home to muggers and rapists. [2]

2.2 Der Stromausfall von 1977

Inmitten der sowieso schon angespannten Situation kam es im Juni 1977 zu einem New York weiten Stromausfall. Daraufhin traten Recht und Ordnung auf den Straßen für einige Stunden außer Kraft. Es kam zu Plünderungen und Gewalttaten in der ganzen Stadt. Im Zuge des Chaos wurden 550 Polizisten verletzt und 4500 Plünderer verhaftet. 1616 Geschäfte wurden ausgeraubt und es kam zu 1037 Feuern. Die Ereignisse fanden zum größten Teil in armen Gegenden der Stadt wie Brooklyn und der Bronx statt.

Die zahlreichen Brände waren in dieser Zeit für die Bewohner der entsprechenden Viertel nichts Besonderes. Auf Grund von Versicherungsbetrügereien brannten ständig Häuser in den armen Vierteln.[3]

Interessant ist dabei der Fakt, dass die Entwickler des 2005 erschienen Videospiels The Warriors, dessen Protagonisten zwar die Warriors sind, das zeitlich aber weitgehend vor dem Film angesiedelt ist, im vierten Level Blackout einen New York weiten Stromausfall nachstellen, in dessen Verlauf die Spielfigur an den Plünderungen teilnehmen muss um im Spiel voranzukommen. [4]

2.3 Die Mordrate

Im Jahr 1979 erreichte New Yorks Mordrate mit 1733 Morden ihren bisherigen Höhepunkt. Eine Zahl, die in den kommenden Jahren noch steigen sollte, die aber bis zum heutigen Tag deutlich gefallen ist. Zum Vergleich kam es im Jahr 2014 nur zu 328 Morden in ganz New York. [5]

2.4 Die Gangs

Im New York Ende der Siebziger gab es etliche Gangs. Die ethnische Herkunft der Bandenmitglieder spielte dabei oftmals eine entscheidende Rolle. So gab es weiße, afroamerikanische, asiatische, gemischtrassige, jüdische sowie auch komplett aus Frauen bestehende Gangs. [6]

In vielen Fällen terrorisierten die Gangs, oftmals betrunken oder high, die Nachbarschaften, wobei es auch Ausnahmen gab.

Sozialarbeiterin Joan Butler beschreibt in der Dokumentation 80 Blocks To Tiffany`s, dass die berüchtigte Gang Savage Nomads anfangs ihr Revier in der Bronx brutal terrorisierte, sich dann aber nach einigen Gesprächen zu eine Art Polizei des Viertels wandelte und fortan die Nachbarschaft vor den Gewalttaten externer Banden schützte. [7]

Ein namentlich nicht genannter Ladenbesitzer erzählt wenig später davon, wie die Gang Savage Nomads, mit denen er ein freundliches, nachbarschaftliches Verhältnis pflegte, während des Stromausfalls 1977 sein Geschäft beschützte und es daher als einziges Geschäft in seiner Straße nicht geplündert wurde.[8]

Die Dokumentation "Flyin’ Cut Sleeves" erzählt von der Gang The Ghetto Brothers, die als gewalttätige Straßenbande gegründet wurde und sich im Laufe der Zeit zu einem gemeinnützigen, politisch engagierten Verein entwickelte. [9]

Bekannte Gangs dieser Zeit waren außerdem beispielsweise die komplett aus Puerto-Ricanern bestehenden Savage Skulls, die gemischtrassigen Black Spades und die irischen Westies.

Im Zuge der Crack-Epidemie in den Achtziger Jahren verschwanden die meisten alten Straßen-Gangs oder wurden durch die aus Kalifornien bzw. Südamerika importierten Gangs Bloods, Crips und MS 13 verdrängt, die mit brutaler Waffengewalt das lukrative Geschäft mit Crack an sich rissen.[10] [...]


[1] Philipps Fein, Die Krise, die New York veränderte

[2] Allen Tannenbaum, New York in the 70s: A Rembrance February 2004

[3] „vgl.“ Frum, How We got Here: The 70s The Decade That Brought You Modern Life – For Better or Worse

[4] Rockstar Toronto, The Warriors, Level 4: Blackout

[5] New York Magazin, What would it Take to get New York City’s Murder Rate to Zero?

[6] „vgl.“ Fecher, Flyin’ Cut Sleeves

[7] Weis, 80 Blocks from Tiffany`s, tc: 00:05:03

[8] „ebd.“, tc: 00:44:46

[9] Fecher, Flyin’ Cut Sleeves, tc: 00:23:35

[10] „vgl.“ Peralta, Crips and Bloods

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
New York als apokalyptisches Horrorszenario im Film "The Warriors". Fiktion und Realität im New York der Siebziger
Hochschule
Hochschule für Fernsehen und Film München
Note
2,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
15
Katalognummer
V304557
ISBN (eBook)
9783668029149
ISBN (Buch)
9783668029156
Dateigröße
557 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
New York, 70s, Gangs, Gewalt, Walter Hill, U-Bahn, The Warriors, Die Warriors, Sol Yurick
Arbeit zitieren
René Schweitzer (Autor), 2015, New York als apokalyptisches Horrorszenario im Film "The Warriors". Fiktion und Realität im New York der Siebziger, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304557

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