Diese Seminararbeit gibt einen Einblick, was man unter Kundenbindung versteht und warum diese für Handelsunternehmen heutzutage so wichtig ist. Des Weiteren wird auf die Eigenschaften von Mono- und Multipartnerprogrammen eingegangen. Ferner wird dargestellt, welche Vor- und Nachteile Kundenkarten, sowohl dem herausgebenden Unternehmen, als auch dem Karteninhaber bieten.
Anhand der Fressnapf Tiernahrungs GmbH wird demonstriert, welche Punkte bei der Abwägung für eine Kundenkarte für das Unternehmen eine Rolle spielen können. Die Arbeit schließt mit einem Fazit und einem Ausblick auf die weitere Entwicklung der Kundenkarte als Kundenbindungsinstrument im Handel.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kundenbindung
3. Vorstellung der Mono- und Multipartnerprogramme
3.1 Monopartnerprogramme
3.2 Multipartnerprogramme
4. Vor- und Nachteile einer Kundenkarte
4.1 Aus der Unternehmensperspektive
4.2 Aus der Kundenperspektive
5. Entscheidung für eine Kundenkarte am Beispiel der Fressnapf Tiernahrungs GmbH
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Kundenkarte als zentrales Instrument der Kundenbindung im modernen Einzelhandel, wobei der Fokus auf den strategischen Aspekten der Anbieter und der Perspektive der Konsumenten liegt.
- Grundlagen und Perspektiven der Kundenbindung
- Unterscheidung zwischen Mono- und Multipartnerprogrammen
- Analyse der Vor- und Nachteile aus Unternehmens- und Kundensicht
- Datenschutzrechtliche Aspekte im Kontext von Kundenkarten
- Fallbeispiel: Strategische Entscheidung der Fressnapf Tiernahrungs GmbH
Auszug aus dem Buch
4.1 Aus der Unternehmensperspektive
Das primäre Ziel der Unternehmen ist die langfristige Gewinnsteigerung. Die Kundenkarte soll dieses Ziel durch Bindung von Stammkunden und der nachhaltigen Gewinnung von Neukunden für das eigene Unternehmen unterstützen.
Teilnehmer an Kundenkartenprogrammen sind treuere Kunden. Sie kaufen häufiger und mehr als Neukunden und tragen somit zu kontinuierlichen Umsatzsteigerungen bei. Die Kundenkarte hat ihren festen Platz im Portemonnaie und ist somit dem Karteninhaber regelmäßig präsent. Der Karteninhaber wird sowohl bewusst, als auch unbewusst an das herausgebende Unternehmen und an die noch zu tätigenden Käufe erinnert. Um die eigenen Umsätze langfristig zu steigern und Umsätze von Fluktuationskunden auszugleichen ist die Bindung von Stammkunden allein nicht ausreichend. Es müssen zusätzlich Neukunden gewonnen und langfristig an das Unternehmen gebunden werden.
Multipartnerprogrammen bieten den teilnehmenden Unternehmen die Chance von Synergieeffekten. Bei Vorliegen zweier Einkaufsalternativen wird sich der Karteninhaber in der Tendenz eher für das Partnerunternehmen entscheiden, um bei seinem Einkauf Punkte zu sammeln. So tanken Payback-Karteninhaber die bisher z.B. lediglich beim Drogeriemarkt dm eingekauft und Punkte gesammelt haben, bei dem Partnerunternehmen Aral, statt bei einer Wettbewerbs Tankstelle. Die Teilnahme an einem führenden Multipartnerprogramm oder die Herausgabe einer attraktiven eigenen Kundenkarte schafft somit gegenüber Wettbewerbsunternehmen eine USP. Ein weiterer Vorteil für die Unternehmen ist, dass Inhaber einer Kundenkarte sich weniger preissensitiv als vergleichbare Konsumenten ohne Kundenkarte verhalten. Der psychologische Aspekt des Punktesammelns und die Einschätzung mit der Kundenkarte bereits Geld zu sparen, lassen einen Preisvergleich mit Wettbewerbsunternehmen in den Hintergrund rücken. Aus diesem Grund können gegenüber den Verbrauchern höhere Preise durchgesetzt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der Kundenkarte in Deutschland, definiert den Begriff als Bindungsinstrument und umreißt die Struktur der Seminararbeit.
2. Kundenbindung: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Kundenbindung aus drei verschiedenen Perspektiven: Kundenperspektive, Anbietersicht und die der Geschäftsbeziehung.
3. Vorstellung der Mono- und Multipartnerprogramme: Hier werden die Funktionsweisen von eigenverantwortlichen Monopartnerprogrammen und branchenübergreifenden Multipartnerprogrammen gegenübergestellt.
4. Vor- und Nachteile einer Kundenkarte: Es werden die ökonomischen Chancen und Risiken für Unternehmen sowie die Vor- und Nachteile der Nutzung aus der Sicht der Karteninhaber analysiert.
5. Entscheidung für eine Kundenkarte am Beispiel der Fressnapf Tiernahrungs GmbH: Das Kapitel veranschaulicht anhand der Fressnapf Tiernahrungs GmbH die Abwägungsprozesse zwischen Eigenprogramm und Multipartnerlösung.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Kundenkarte als strategisches Werkzeug im umkämpften Marktumfeld zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Schlüsselwörter
Kundenbindung, Kundenkarte, Einzelhandel, Kundenkartenprogramme, Monopartnerprogramm, Multipartnerprogramm, Treue, Rabattsysteme, Kaufverhalten, Neukundengewinnung, Stammkunden, Datenschutz, Payback, Fressnapf, Marketinginstrument
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Kundenkarte als Instrument der Kundenbindung im Einzelhandel.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Kundenbindung, der Vergleich verschiedener Programmsysteme sowie die Analyse der Vor- und Nachteile für Unternehmen und Kunden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen mittels Kundenkarten ihr Marketing optimieren und Kunden langfristig an sich binden können.
Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die durch die Darstellung eines konkreten Fallbeispiels aus der Praxis untermauert wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Differenzierung von Mono- und Multipartnerprogrammen sowie der detaillierten Gegenüberstellung der Chancen und Risiken bei der Implementierung von Kundenkarten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Kundenbindung, Kundenkarte, Bonusprogramme, Multipartnerprogramme, Datenauswertung und strategische Wettbewerbsvorteile.
Warum hat sich Fressnapf für Payback entschieden?
Fressnapf entschied sich für Payback, um vom Netzwerk des Partners zu profitieren und bei der Neukundengewinnung im Heimtiermarkt eine stärkere Position zu erzielen als mit einem eigenen Programm.
Welche Kritikpunkte bringen Verbraucherzentralen vor?
Die Kritik fokussiert sich primär auf Datenschutzbedenken, die Entstehung des sogenannten "gläsernen Kunden" und das oftmals geringe Einsparpotenzial durch Rabatte.
- Quote paper
- Tobias Janeck (Author), 2015, Die Kundenkarte als Kundenbindungsinstrument im Handel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304563