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Die Vernetzung von Wörtern im mentalen Lexikon

Bedeutung und Möglichkeiten der systematische Wortschatzerweiterung und Wortschatzvertiefung in der Sekundarstufe I

Title: Die Vernetzung von Wörtern im mentalen Lexikon

Examination Thesis , 2013 , 62 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Elisabeth Püschel (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Die Wortschatzarbeit gilt als vernachlässigter Bestandteil des Deutschunterrichts. Thematisiert werden einerseits sprachwissenschaftliche und psycholinguistische Grundlagen des Wortschatzerwerbes, andererseits werden die gezielte und Wortschatzerweiterung in der Sekundarstufe unter die Lupe genommen. Ein praktisches Unterrichtsbeispiel untermauert die vorgestellten Ansätze

Neuere Erkenntnisse der Psychologie zeigen die häufig unterschätzte Bedeutung des Wortschatzes für das sprachliche Handeln auf. Demnach sind beispielsweise „50% aller Produktionsprobleme in Sprachleistungen lexikalisch motiviert.“ Weitere Untersuchungen zeigen, je umfangreicher der Wortschatz ist, desto besser schneiden die Schülerinnen und Schüler in Lese-, Ausdrucks- und Schreibfähigkeiten ab. Anhand dieser Erkenntnisse rechtfertigt sich eine Stärkung der bewussten und systematischen Wortschatzarbeit im Deutschunterricht. Problematisch ist allerdings zu sehen, dass innerhalb der Deutschdidaktik nur ein vergleichsweise schwacher Strom von Publikationen zu diesem Thema zu finden ist, der sich zudem auf nur wenige Aspekte bezieht.

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Inhaltsverzeichnis

1. Die Wortschatzarbeit – ein vernachlässigter Bestandteil des Deutschunterrichts?

2. Sprachwissenschaftliche und psycholinguistische Grundlagen

2.1 Der deutsche Wortschatz

2.2 Die Sprache und ihre Sprecher

2.3 Der Spracherwerbsprozess

2.3.1 Sprachevaluation und Sprachentwicklung

2.3.2 Ablauf der kindlichen Sprach- und Wortschatzentwicklung

2.4 Die Wortbedeutung

2.4.1 Die Zuweisung von Bedeutungen

2.4.2 Möglichkeiten der Beschreibung von Bedeutungen

2.5 Der menschliche Wortspeicher

2.5.1 Aufbau des mentalen Lexikons

2.5.2 Semantische Strukturen im mentalen Lexikon

2.5.2.1 Paradigmatische und syntagmatische Wortbeziehungen

2.5.2.2 Morphologische Relationen

3. Wortschatzerweiterung und Wortschatzvertiefung im Deutschunterricht

3.1 Darstellung der Notwendigkeit einer zielgerichteten Wortschatzarbeit

3.1.1 Zielgerichtete vs. beiläufige Wortschatzarbeit

3.1.2 Ergebnisse internationaler Vergleichsstudien

3.1.3 Lexikalische Kompetenz und ihre Bedeutung für die Sprachkompetenzen

3.2 Ziele der Wortschatzarbeit im muttersprachlichen Deutschunterricht

3.3 Wortschatzarbeit im Deutschunterricht der Sekundarstufe I

4. Exemplarische Unterrichtseinheit

4.1 Vorüberlegungen

4.2 Unterrichtsverlauf

5. Wortschatzarbeit im interkulturellen Kontext der Schulklasse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Wortschatzes für den schulischen Spracherwerb und argumentiert für eine systematische, zielgerichtete Wortschatzarbeit im muttersprachlichen Deutschunterricht der Sekundarstufe I, um die Ausdrucksfähigkeit und Lesekompetenz von Schülern nachhaltig zu stärken.

  • Sprachwissenschaftliche und psycholinguistische Grundlagen des mentalen Lexikons
  • Prozesse der Wortschatzerweiterung und Wortschatzvertiefung
  • Analyse der Wortschatzkompetenz anhand internationaler Vergleichsstudien
  • Konzeption einer beispielhaften Unterrichtseinheit zur systematischen Wortschatzarbeit

Auszug aus dem Buch

1 Die Wortschatzarbeit - ein vernachlässigter Bestandteil des Deutschunterrichts?

Wir Menschen können uns mit Hilfe von Wörtern verständigen, nicht aber mittels grammatischer Regeln. Aufgrund der unbestrittenen Tatsache, dass die Kenntnis von Wörtern die Grundvoraussetzung für sprachliche Verständigung ist, ist es etwas verwunderlich, dass die grammatischen Systeme und die Abfolge des Spracherwerbs weit besser erforscht sind als der Wortschatz und der Wortschatzerwerb. Für die alltägliche Kommunikation reichen bereits 2.000 Vokabeln aus, um sinnvoll kommunizieren zu können. Für den differenzierten Ausdruck, wie er im schulischen Unterricht verlangt wird, müssen allerdings weitaus mehr Wörter beherrscht werden. Nicht nur im schulischen Kontext, sondern auch vom späteren Arbeitgeber wird erwartet, dass sich die Jugendlichen sprachlich gewandt ausdrücken können und einen umfangreichen Wortschatz in Sprache und Schrift vorweisen können.

Neuere Erkenntnisse der Psychologie zeigen die häufig unterschätzte Bedeutung des Wortschatzes für das sprachliche Handeln auf. Demnach sind beispielsweise „50% aller Produktionsprobleme in Sprachleistungen lexikalisch motiviert.“ Weitere Untersuchungen zeigen, je umfangreicher der Wortschatz ist, desto besser schneiden die Schülerinnen und Schüler in Lese-, Ausdrucks- und Schreibfähigkeiten ab. Anhand dieser Erkenntnisse rechtfertigt sich eine Stärkung der bewussten und systematischen Wortschatzarbeit im Deutschunterricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Wortschatzarbeit – ein vernachlässigter Bestandteil des Deutschunterrichts?: Einleitend wird die zentrale, jedoch oft unterschätzte Rolle des Wortschatzes für die allgemeine Ausdrucksfähigkeit und den schulischen Erfolg hervorgehoben.

2. Sprachwissenschaftliche und psycholinguistische Grundlagen: In diesem Kapitel werden theoretische Konzepte wie das mentale Lexikon, die Wortbedeutung sowie die semantische Vernetzung von Lexemen fundiert analysiert.

3. Wortschatzerweiterung und Wortschatzvertiefung im Deutschunterricht: Es wird die Notwendigkeit einer bewussten Wortschatzarbeit im Unterricht begründet und durch Ergebnisse aus Vergleichsstudien sowie deren Bedeutung für weitere Sprachkompetenzen belegt.

4. Exemplarische Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel stellt einen praktischen Vorschlag für den Unterricht in den Jahrgangsstufen 7/8 vor, basierend auf den zuvor theoretisch erarbeiteten Erkenntnissen.

5. Wortschatzarbeit im interkulturellen Kontext der Schulklasse: Abschließend wird auf die besonderen Anforderungen und Chancen eingegangen, die sich aus der Mehrsprachigkeit und unterschiedlichen kulturellen Hintergründen in Schulklassen ergeben.

Schlüsselwörter

Wortschatzarbeit, Mentales Lexikon, Deutschunterricht, Sekundarstufe I, Wortschatzvertiefung, Wortschatzerweiterung, Sprachkompetenz, Lexem, Semantik, Wortfelder, Unterrichtsplanung, Wortbildung, Sprachverstehen, Wortbedeutung, Interkultureller Kontext

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Fundierung und der praktischen Umsetzung einer systematischen Wortschatzarbeit im muttersprachlichen Deutschunterricht der Sekundarstufe I.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören das mentale Lexikon, die psycholinguistischen Grundlagen des Spracherwerbs sowie Methoden zur zielgerichteten Wortschatzarbeit im Kontext schulischer Anforderungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, die Bedeutung einer systematischen Wortschatzarbeit zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie Lehrer durch gezielte methodische Ansätze die Sprachkompetenz der Schüler verbessern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse linguistischer und psycholinguistischer Theorien sowie der Auswertung internationaler Vergleichsstudien zur Sprachleistung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Struktur und Funktion des mentalen Lexikons, verschiedene Wortbeziehungen sowie didaktische Strategien zur Wortschatzvermittlung und -erweiterung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wortschatzarbeit, Mentales Lexikon, Sprachkompetenz, Wortbildung, Semantik und Wortschatzvertiefung.

Warum wird der "wortschatzdidaktische Dreischritt" eingeführt?

Der Dreischritt (Semantisierung, Vernetzung, Reaktivierung) dient dazu, den Prozess der Aneignung neuer Wörter im Unterricht systematisch zu strukturieren und nachhaltig in den aktiven Wortschatz der Schüler zu integrieren.

Welche Rolle spielen Wortfelder für die Wortschatzarbeit?

Wortfelder helfen Schülern dabei, semantische Beziehungen zwischen Wörtern zu erkennen und durch Synonyme oder verwandte Begriffe ihre Ausdrucksweise in Texten präziser und abwechslungsreicher zu gestalten.

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Details

Title
Die Vernetzung von Wörtern im mentalen Lexikon
Subtitle
Bedeutung und Möglichkeiten der systematische Wortschatzerweiterung und Wortschatzvertiefung in der Sekundarstufe I
College
University of Regensburg  (Institut für Germanistik)
Grade
1,0
Author
Elisabeth Püschel (Author)
Publication Year
2013
Pages
62
Catalog Number
V304597
ISBN (eBook)
9783668028166
ISBN (Book)
9783668028173
Language
German
Tags
Deutsch Didaktik Wortschatzarbeit Sekundarstufe mentales Lexikon Wortschatzerweiterung Sprachwissenschaft Spracherwerb Deutschunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elisabeth Püschel (Author), 2013, Die Vernetzung von Wörtern im mentalen Lexikon, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304597
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