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Aktivierungsfähigkeit und Aktivierungspflicht im deutschen Bilanzrecht und nach den Regelungen des IASB. Eine problemorientierte Analyse am Beispiel Mietereinbauten

Title: Aktivierungsfähigkeit und Aktivierungspflicht im deutschen Bilanzrecht und nach den Regelungen des IASB. Eine problemorientierte Analyse am Beispiel Mietereinbauten

Diploma Thesis , 2003 , 70 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dieter Badry (Author)

Business economics - Revision, Auditing
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Einleitung
Spätestens ab dem Jahr 2005 haben deutsche börsennotierte Unternehmen die Pflicht, ihren KA nach den Regelungen des IASB1 aufzustellen.2 Bereits jetzt können gem. § 292a HGB Unternehmen einen befreienden KA nach anerkannten internationalen Rechnungslegungsstandards aufzustellen Als international anerkannte Standards gelten neben den US-GAAP die Vorschriften des IASB.3 Dadurch kommt der Rechnungslegung nach IASB besondere Bedeutung zu und die Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse ist nicht mehr nur national zu erörtern, sondern auch international.4
Die Aktivierungsfähigkeit und Aktivierungspflicht von Gegenständen ist maßgeblich davon geprägt, welche Zielsetzung mit einem Jahresabschluss verfolgt wird. Deshalb ist es für einen Vergleich der Aktivierungskonzeptionen nach deutschem Bilanzrecht und nach dem Regelwerk des IASB zunächst erforderlich, die unterschiedlichen Zielsetzungen der Rechungslegungen zu erläutern. Ein JA nach HGB hat primär den Gläubigerschutz in Form der Kapitalerhaltung zum Ziel.5 Das Vermögen soll daher als Schuldendeckungspotential dienen.6 Über das Maßgeblichkeitsprinzip (§ 5 Abs. 1 EStG) gelten die hr Bilanzierungsvorschriften auch für das Str, welches aber die periodengerechte Erfolgsermittlung zum Ziel hat.7
Der Ansatz eines Gegenstandes ist neben der Erfüllung definitorischer Voraussetzungen auch davon abhängig, ob er zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung dem Vermögen des Unternehmens zugerechnet werden kann. Problema-tisch ist die Zurechnung dann, wenn ein Gegenstand wirtschaftlich nicht vom zivilrechtlichen Eigentümer genutzt wird, sondern ein anderes Unternehmen wirtschaftlichen Nutzen aus dem Gegenstand zieht. Eine Zurechnung nur nach zivilrechtlichen Gesichtspunkten würde zu einer Verzerrung des Bildes der tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse führen. Deshalb ist nicht die formalrechtliche, sondern die wirtschaftliche Gestaltung entscheidend.9
Mietereinbauten sind insbesondere für Handelsunternehmen und Handwerksunternehmen von Bedeutung. Die Einbauten, z. B. Hebebühnen werden in fremdes Eigentum eingebaut.10 Daher stehen sie im Spannungsfeld von zivilrechtlichen und wirtschaftlichen Eigentum.11 Im Folgenden sollen die Aktivierungskriterien der Rechnungslegungsnormen herausgearbeitet werden und auf die Bilanzierung von Mietereinbauten angewandt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aktivierungsfähigkeit und Aktivierungspflicht im deutschen Bilanzrecht

2.1 Zielsetzung der Rechnungslegung

2.2 Einfluss der Bilanztheorien auf die Aktivierungsfähigkeit und die Aktivierungspflicht im deutschen Bilanzrecht

2.3 Einfluss der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung auf die Aktivierungsfähigkeit und die Aktivierungspflicht im deutschen Bilanzrecht

2.4 Aktivierungsfähigkeit und Aktivierungspflicht im deutschen Bilanzrecht

2.4.1 Aktivierungsfähigkeit und Aktivierungspflicht nach dem Handelsrecht

2.4.1.1 Abstrakte Aktivierungsfähigkeit

2.4.1.2 Konkrete Aktivierungsfähigkeit

2.4.2 Aktivierungsfähigkeit und Aktivierungspflicht nach dem Bilanzsteuerrecht

2.4.2.1 Abstrakte Aktivierungsfähigkeit

2.4.2.2 Konkrete Aktivierungsfähigkeit

2.4.3 Vermögenszugehörigkeit als Kriterium der Aktivierbarkeit

2.4.4 Vergleich der Begriffe Vermögensgegenstand und Wirtschaftsgut

3 Aktivierungsfähigkeit und Aktivierungspflicht nach dem Regelwerk des IASB

3.1 Zielsetzung und Grundsätze der Rechnungslegung

3.2 Einfluss der Bilanztheorien auf die Aktivierungsfähigkeit und die Aktivierungspflicht nach dem Regelwerk des IASB

3.3 Aktivierungsfähigkeit und Aktivierungspflicht nach dem Regelwerk des IASB

3.3.1 Abstrakte Aktivierungsfähigkeit

3.3.2 Konkrete Aktivierungsfähigkeit

3.4 Vermögenszugehörigkeit als Kriterium der Aktivierung

3.5 Vergleich der Begriffe Vermögenswert, Vermögensgegenstand und Wirtschaftsgut

4 Aktivierungsfähigkeit und Aktivierungspflicht von Mietereinbauten

4.1 Definition Mietereinbauten

4.2 Bilanzierung von Mietereinbauten im deutschen Bilanzrecht

4.2.1 Bilanzierung von Mietereinbauten als Vermögensgegenstand

4.2.2 Bilanzierung von Mietereinbauten als Wirtschaftsgut

4.3 Bilanzierung von Mietereinbauten nach dem Regelwerk des IASB

4.4 Vergleich der Bilanzierungsfähigkeit von Mietereinbauten im deutschen Bilanzrecht und nach dem Regelwerk des IASB

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit analysiert die Aktivierungsfähigkeit und Aktivierungspflicht von Gegenständen im deutschen Bilanzrecht und nach den internationalen Standards des IASB. Das primäre Ziel ist es, die unterschiedlichen Bilanzierungskonzepte gegenüberzustellen und diese an einem konkreten, praxisrelevanten Beispiel – den Mietereinbauten – zu prüfen, um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Zurechnung und Aktivierung herauszuarbeiten.

  • Vergleich der Bilanzierungsziele im deutschen Recht (HGB/Steuerrecht) und IASB.
  • Einfluss von Bilanztheorien auf Aktivierungsvorschriften.
  • Differenzierung zwischen Vermögensgegenständen, Wirtschaftsgütern und Vermögenswerten.
  • Analyse der Zurechnungskriterien von Mietereinbauten als Scheinbestandteile, Betriebsvorrichtungen oder sonstige Einbauten.

Auszug aus dem Buch

2.4.1.1 Abstrakte Aktivierungsfähigkeit

Wie im vorhergehenden Abschnitt erläutert wurde, existiert keine Legaldefinition über den Grundsatz der Aktivierung. Nach h. M. ist die Herleitung der Definitionskriterien eines Vermögensgegenstandes mit der Untersuchung auf abstrakte Aktivierungsfähigkeit gleichzusetzen. Wenn ein Gut als Vermögensgegenstand geeignet ist, so ist es abstrakt aktivierungsfähig und kann dem Grunde nach in der Bilanz angesetzt werden.

Unter einem Vermögensgegenstand werden nicht nur Sachen und Rechte verstanden, sondern auch rein wirtschaftliche Werte, wie EDV-Programme oder Know-How. Aus § 242 Abs. 1 HGB, der die Bilanz als Gegenüberstellung von Vermögen und Schulden des Kaufmanns definiert und damit dem Grundgedanken der statischen Bilanzauffassung folgt, lässt sich nach h. M. ableiten, dass die Vermögensgegenstände als Potential zur Deckung der Schulden dienen sollen. Da verschiedene Annahmen über den Bilanzierungszweck und über die Interpretation der Auslegung der GoB bestehen, haben sich im Schrifttum verschiedene Kriterien für eine abstrakte Aktivierungsfähigkeit entwickelt. Zu unterscheiden sind dabei:

die selbständige Verkehrsfähigkeit,

die selbständige Verwertbarkeit sowie

die Einzelvollstreckbarkeit.

Die Reihenfolge der Kriterien ist chronologisch geordnet und die Kritik an dem einen Kriterium bedeutete jeweils den Ausgangspunkt für die Entwicklung des nächsten Kriteriums. Die selbständige Verkehrsfähigkeit wurde als erstes Kriterium im Schrifttum entwickelt. Danach kann ein Gut nur dann als Vermögensgegenstand bezeichnet werden, wenn es einzeln übertragbar ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zum Thema, Erläuterung der Bedeutung der IASB-Standards und Zielsetzung der Arbeit.

2 Aktivierungsfähigkeit und Aktivierungspflicht im deutschen Bilanzrecht: Detaillierte Untersuchung der Ziele und Kriterien der Aktivierung nach HGB und Bilanzsteuerrecht.

3 Aktivierungsfähigkeit und Aktivierungspflicht nach dem Regelwerk des IASB: Darstellung des Rahmenkonzepts und der Ansatzkriterien für Vermögenswerte nach IASB-Regeln.

4 Aktivierungsfähigkeit und Aktivierungspflicht von Mietereinbauten: Anwendung der theoretischen Grundlagen auf das Praxisbeispiel der Mietereinbauten unter Berücksichtigung verschiedener Einbauformen.

5 Zusammenfassung: Resümee der Ergebnisse und abschließende Gegenüberstellung der Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Aktivierungsfähigkeit, Aktivierungspflicht, HGB, IASB, Bilanzrecht, Steuerbilanz, Vermögensgegenstand, Wirtschaftsgut, Mietereinbauten, Bilanztheorien, wirtschaftliches Eigentum, Schuldendeckungspotential, Rechnungslegung, Bewertbarkeit, Verwertbarkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Kriterien für den Ansatz von Vermögenswerten in der Bilanz nach verschiedenen Regelwerken und wendet diese Erkenntnisse auf den Sonderfall von Mietereinbauten an.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Aktivierungsfähigkeit, die Bedeutung des wirtschaftlichen Eigentums sowie die Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Ansatzvorschriften.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist eine problemorientierte Analyse, die aufzeigt, unter welchen Bedingungen Mietereinbauten aktiviert werden müssen oder dürfen, um eine korrekte Abbildung der Vermögenslage zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine rechtsvergleichende und bilanztheoretische Analyse durchgeführt, die geltende Gesetzestexte, Standards und Rechtsprechung in den Kontext bilanztheoretischer Ansätze stellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Aktivierung nach deutschem Recht und IASB sowie eine praktische Anwendung auf Mietereinbauten (Scheinbestandteile, Betriebsvorrichtungen).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Aktivierungsfähigkeit, Mietereinbauten, HGB, IASB, Bilanzsteuerrecht und wirtschaftliches Eigentum.

Wie werden Mietereinbauten nach HGB bilanziert?

Die Aktivierung hängt davon ab, ob die Einbauten als Scheinbestandteil oder Betriebsvorrichtung gelten oder ob der Mieter eine gesicherte Rechtsposition innehat, die eine Verwertung ermöglicht.

Welchen Einfluss hat das IASB auf die Aktivierung von Mietereinbauten?

Das IASB fokussiert stärker auf die Verfügungsmacht über den künftigen wirtschaftlichen Nutzen, was die Bilanzierung von Mietereinbauten unter die Regeln für Leasingverhältnisse oder immaterielle Vermögenswerte stellt.

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Details

Title
Aktivierungsfähigkeit und Aktivierungspflicht im deutschen Bilanzrecht und nach den Regelungen des IASB. Eine problemorientierte Analyse am Beispiel Mietereinbauten
College
University of Münster  (Institut für Revisionswesen)
Grade
2,0
Author
Dieter Badry (Author)
Publication Year
2003
Pages
70
Catalog Number
V30465
ISBN (eBook)
9783638317207
ISBN (Book)
9783638717663
Language
German
Tags
Aktivierungsfähigkeit Aktivierungspflicht Bilanzrecht Regelungen IASB Eine Analyse Beispiel Mietereinbauten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dieter Badry (Author), 2003, Aktivierungsfähigkeit und Aktivierungspflicht im deutschen Bilanzrecht und nach den Regelungen des IASB. Eine problemorientierte Analyse am Beispiel Mietereinbauten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30465
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