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Rudolf von Habsburg und sein Verhältnis zu Frankreich (1273 - 1291)

Titel: Rudolf von Habsburg und sein Verhältnis zu Frankreich (1273 - 1291)

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Jennifer Michaelis (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich mit Rudolf I. von Habsburg und seiner Politik im regnum Arelatense bzw. Arelat, dem Grenzgebiet zwischen dem deutschen Reich und Frankreich. Dabei sollen zunächst die Bemühungen um das Kaisertum seitens Frankreich und der zum Reich gehörenden Fürsten dargelegt werden, um eine allgemeine Grundlage über die Ambitionen der wichtigsten Thronbewerber zu schaffen.

Im Anschluss daran soll ein kurzer Exkurs über den französischen König Philipp III. (1270 – 1285) und seinen Sohn, der französische Erbfolger Philipp IV., der Schöne (1285 – 1314), und deren Beziehung zu Rudolf von Habsburg dargestellt werden. Bis dahin kann man bereits einen ersten Einblick in die Beziehung zwischen dem Reich und Frankreich in diesem Zeitraum erhalten. Dabei soll auch ein Vergleich der Reichspolitik bzw. Expansionspolitik beider Seiten zustande kommen.

Im Anschluss daran wird in einem Überblick die Geschichte Burgunds und die damit verbundenen Verstrickungen sowie Komplexitäten dargelegt werden, die sich bereits seit dem 9. Jahrhundert wie ein roter Faden bis zur Politik Rudolfs I. von Habsburg durchzogen hatten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bemühungen um das Kaisertum

3. Rudolf von Habsburg und seine Beziehung zum französischen Königshaus

3.1. König Philipp III. von Frankreich (1270 – 1285)

3.2. König Philipp IV. von Frankreich (1285 – 1314)

4. Die Grafschaft Burgund (9. – 13. Jahrhundert)

5. Die Politik Rudolfs von Habsburg im Arelat – Savoyen und Burgund

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Politik von Rudolf I. von Habsburg im Arelat bzw. dem regnum Arelatense. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, wie Rudolf unter den schwierigen Bedingungen nach dem Interregnum versuchte, die Rechte des Reiches in diesem Grenzgebiet zu sichern und zu stärken, und inwiefern ihm dies gegenüber dem expandierenden französischen Königtum gelang.

  • Die Bemühungen um das Kaisertum und die Ausgangslage nach dem Interregnum
  • Die diplomatischen und verwandtschaftlichen Beziehungen zum französischen Königshaus
  • Die historische Komplexität der Grafschaft Burgund und ihre Bedeutung für die Reichspolitik
  • Die Arelatpolitik Rudolfs von Habsburg und der Umgang mit regionalen Machtfaktoren wie Savoyen
  • Die Rolle Frankreichs als aufstrebende europäische Großmacht unter Philipp IV.

Auszug aus dem Buch

3.2. König Philipp IV. von Frankreich (1285 – 1314)

Philipp IV., genannt der Schöne, folgte seinem Vater auf den französischen Thron. Er hatte schon früh Bedenken in Bezug auf die Politik seines Vaters erhoben und strebte daher ein zentralistisches und auf Expansion gerichtetes Regiment an. Am 6. Januar 1286 wurde er in der Kathedrale von Reims zum König gekrönt und gesalbt. Im Gegensatz zu seinem Vater war Philipp IV. eher darauf bedacht, die Machtstellung Frankreichs zu stärken bzw. auszudehnen, statt nach der Krone des römisch-deutschen Königs zu trachten. Er hatte in erster Linie Pläne nach anderen Ländern Europas auszugreifen. Mit Kraft seines Geistes und nicht mit der Absicht zur Waffe zu greifen, „denkt er Frankreich zur Regentin des Abendlandes zu machen“9. Er versammelte alle möglichen Personen um sich, die mit dem römischen König unzufrieden waren, um sie weitestgehend von diesem zu entfremden. Dies eröffnete ihm Möglichkeiten, seinen Einfluss an der Westgrenze nach und nach zu stärken.

Bereits in seiner ersten Regierungszeit bemühte er sich um die Etablierung eines institutionalisierten Justizwesens, die mit der Entstehung der Rechtswissenschaften verbunden war. Auch seinem königlichem Rat gehörten nur noch qualifizierte Personen der Bereiche Justiz und Rechnungswesen an, die zu seinen wichtigsten Vertretern in öffentlichen Angelegenheiten wurden. Mit der Spezialisierung bestimmter Arbeitsbereiche erfolgte allmählich die Trennung von Regierung und Verwaltung. Gerichte des Adels und der Geistlichkeit wurden zunehmend verdrängt, da König Philipp IV. sich in seinen machtpolitischen Auseinandersetzungen stets auf sein königliches Recht berief. Dabei nahm er weder auf alte Rechtsauffassungen noch auf Traditionen Rücksicht. Selbst gegenüber dem Papst schreckte er nicht zurück, seine Anliegen mit Waffengewalt durchzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Arelatpolitik Rudolfs I. von Habsburg ein und definiert das geographische Gebiet sowie die zentralen Fragestellungen zur Sicherung der Reichsrechte.

2. Bemühungen um das Kaisertum: Dieses Kapitel erläutert die politische Ausgangslage nach dem Interregnum und die Hintergründe der Königswahl Rudolfs von Habsburg angesichts konkurrierender Thronanwärter.

3. Rudolf von Habsburg und seine Beziehung zum französischen Königshaus: Es wird das Verhältnis zwischen Rudolf und den französischen Königen Philipp III. sowie Philipp IV. beleuchtet, wobei besonders die politische Dynamik der französischen Expansion thematisiert wird.

4. Die Grafschaft Burgund (9. – 13. Jahrhundert): Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die komplexe Entwicklung der Grafschaft Burgund und deren Einbindung in die Interessen des Reiches und Frankreichs.

5. Die Politik Rudolfs von Habsburg im Arelat – Savoyen und Burgund: Hier werden die konkreten Maßnahmen Rudolfs, seine militärischen und diplomatischen Bemühungen sowie die Konflikte um Gebiete wie Savoyen und die Pfalzgrafschaft detailliert dargestellt.

6. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Erfolg Rudolfs von Habsburg bei der Behauptung der Reichsrechte im Arelat trotz begrenzter Ressourcen.

Schlüsselwörter

Rudolf I. von Habsburg, Arelat, regnum Arelatense, Philipp IV. der Schöne, Reichspolitik, Grafschaft Burgund, Interregnum, Machtpolitik, Savoyen, Frankreich, Reichsrechte, Mittelalter, Territorialpolitik, Hausmacht, Diplomatie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Politik von Rudolf I. von Habsburg im Arelat, einem bedeutenden Grenzgebiet zwischen dem deutschen Reich und Frankreich, während seiner Regierungszeit (1273–1291).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Sicherung der königlichen Machtbasis, die diplomatischen Beziehungen zum französischen Königshaus sowie der Umgang mit regionalen Konflikten, insbesondere in Burgund und Savoyen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob es Rudolf I. gelungen ist, die Reichsgewalt im Arelat angesichts der begrenzten Mittel des Reiches und der expansiven Politik Frankreichs nachhaltig zu festigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf Quellengrundlagen wie den Regesten des Kaiserreichs unter Rudolf von Habsburg sowie relevanter Fachliteratur zur mittelalterlichen Geschichte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Machtverhältnisse nach dem Interregnum, die Exkurse zu den französischen Königen Philipp III. und IV., die Geschichte Burgunds sowie die konkrete Arelatpolitik Rudolfs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Rudolf I. von Habsburg, Arelat, Reichsrechte, Machtpolitik, Frankreich, Burgund, Diplomatie und Territorialpolitik.

Warum war das Arelat für Rudolf von Habsburg von besonderem Interesse?

Das Arelat grenzte an die habsburgischen Hausmachtgebiete, was Rudolf ein persönliches Interesse an der Stärkung seines Einflusses in dieser Region verlieh, um dort auch als Territorialherr agieren zu können.

Wie verhielt sich Rudolf von Habsburg gegenüber dem französischen König Philipp IV.?

Das Verhältnis verschlechterte sich mit dem Regierungsantritt Philipps IV., da dieser eine zentralistische, auf Expansion gerichtete Politik verfolgte, der Rudolf aufgrund der fehlenden Mittel des Reichs wenig entgegenzusetzen hatte.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rudolf von Habsburg und sein Verhältnis zu Frankreich (1273 - 1291)
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Seminar für Mittelalterliche Geschichte)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
2,0
Autor
Jennifer Michaelis (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
19
Katalognummer
V304733
ISBN (eBook)
9783668048966
ISBN (Buch)
9783668048973
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rudolf I. von Habsburg Frankreich König Philipp III. Philipp IV.
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jennifer Michaelis (Autor:in), 2015, Rudolf von Habsburg und sein Verhältnis zu Frankreich (1273 - 1291), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304733
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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