Menschen finden sich zu jeder Zeit und an jedem Ort zu Gruppen zusammen.
Beginnend mit der Gruppe “Familie” zu der Gruppe “spielende Kinder” über ” Schulgruppen“ bis zu “Arbeitsgruppen” im beruflichen Umfeld. Die Gruppe gewinnt in der heutigen Arbeitswelt immer mehr an Bedeutung.
Einzelne Maschinenarbeitsplätze werden zu Fertigungsgruppen mit eigenständigen Arbeitsgruppen zusammengefasst. Büroarbeitsplätze werden in Großraumbüros auf sinnvolle Weise zu Gruppen geordnet. Gruppen bilden sich temporär für Projekte. Angesichts der sich schnell und unerwartet ergebenden Anforderungen von außen (z.B. des Marktes oder der Unternehmensstrategie) werden zeit begrenzt Gruppen jeweils neu zusammengesetzt - so genannte Projektgruppen -, die sich neu stellende Probleme bearbeiten.
Projektgruppenorganisation ist somit flexibler als eine herkömmliche
starre Linienorganisation . Die Organisation in Gruppen ist für die Unternehmen unabdingbar geworden. Viele deutsche Unternehmen
sehen die Gruppenarbeit als einen der entscheidenden Erfolgsfaktoren
für die eigene Konkurrenzfähigkeit. Gleichzeitig
wird durch die Gruppenarbeit die Humanisierung der Arbeitswelt vorangetrieben. Was ist eine Gruppe? In welcher Form müssen
Menschen zusammenkommen um eine Gruppe zu sein. Sind wir schon eine
Gruppe wenn wir gemeinsam vor der Supermarktkasse warten oder bedarf es
dafür besonderer Bedingungen? Gibt es bestimmte Verhaltensweisen innerhalb
von Gruppen? Was bestimmt die Leistungsfähigkeit von Gruppen?
Diese Hausarbeit soll sich mit den oben genannten Fragen befassen. Um den
Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, kann jedoch nur ein grober Überblick
über die Grundlagen des Gruppenverhaltens gegeben werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Ziele der Arbeit
2 Begriffsbestimmung der Arbeitsgruppen
2.1 Unterschiedliche Gruppendefinition
2.2 Informelle- und formelle Gruppen
2.3 Weitere Unterscheidungen
2.4 Warum bilden sich Gruppen?
3 Das Verhalten von Arbeitsgruppen
3.1 Das Phasen-Modell nach Tuckman
3.2 Komponenten des Gruppenverhaltens
3.2.1 Vorgegebene äußere Rahmenbedingungen
3.2.2 Ressourcen der Gruppenmitglieder
3.2.3 Gruppenstruktur
3.2.4 Gruppenprozesse
3.2.5 Gruppenaufgabe
3.2.6 Leistung und Zufriedenheit
4 Praxisbeispiel
4.1 Die neue Organisationsform
4.2 Beurteilung des Praxisbeispiels „Die neue Organisationsform“
4.3 Einflussmöglichkeiten auf die Gruppenentwicklung
5 Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit gibt einen grundlegenden Überblick über die betriebssoziologischen und -psychologischen Aspekte des Verhaltens von Arbeitsgruppen und veranschaulicht die theoretischen Erkenntnisse anhand eines praktischen Beispiels aus einer Hausverwaltung.
- Grundlagen und Definitionen von Arbeitsgruppen
- Stadien der Gruppenbildung nach dem Phasen-Modell
- Faktoren und Komponenten des Gruppenverhaltens
- Einflussmöglichkeiten auf die Gruppenentwicklung in der betrieblichen Praxis
Auszug aus dem Buch
3.2.3 Gruppenstruktur
Jede Gruppe hat ihre eigenen Strukturen. Die Variablen dieser internen Struk- turen sind:
Führung einer Gruppe wirkt auf zwei Ebenen: zum einen auf die Aufgabenlösung zum anderen wirkt sie auf die Kohäsion (vgl. SCHÜTZ, 1989, 26). Jede Gruppe hat ihren Führer der entweder durch das Mana- gement bestimmt wird oder sich innerhalb der Gruppe bildet. Die Leis- tungsfähigkeit einer Gruppe wird mitbestimmt durch die Führungsfähig- keiten und den Führungsstiel des Führers (vgl. ROBBINS, 2002, 276, 368 ff.).
Rollen Jeder Mensch nimmt innerhalb einer Gruppe eine bestimmte Rolle ein. Die Rolle des einzelnen kann entweder durch mitgebrachte Dispositionen und Stellungen oder durch die Übernahme in der Gruppe unbesetzter Verhaltensmuster bestimmt werden (vgl. SCHÜTZ, 1989, 23). Die Rolle beeinflusst den Einzelnen und die Gruppe. Sie gliedert sich in folgende Variablen auf:
Zusammenfassung der Kapitel
1 Ziele der Arbeit: Einleitung in die zunehmende Bedeutung von Gruppenarbeit in modernen Unternehmen und Fragestellung der Arbeit.
2 Begriffsbestimmung der Arbeitsgruppen: Definition von Arbeitsgruppen, Abgrenzung zwischen formellen und informellen Gruppen sowie Motive für die Gruppenbildung.
3 Das Verhalten von Arbeitsgruppen: Erläuterung des Tuckman-Modells der Gruppenentwicklung und detaillierte Darstellung der Faktoren, die das Verhalten beeinflussen.
4 Praxisbeispiel: Analyse der organisatorischen Umgestaltung einer Hausverwaltung unter Anwendung der theoretischen Konzepte.
5 Zusammenfassung: Fazit der Arbeit mit Handlungsempfehlungen für Führungskräfte zur effektiven Gestaltung von Gruppenprozessen.
Schlüsselwörter
Gruppenverhalten, Arbeitsgruppe, Gruppenbildung, Tuckman-Modell, Organisationsform, Gruppenstruktur, Gruppenprozesse, Gruppendynamik, Kohäsion, Rollenkonflikt, Soziale Erleichterung, Soziales Faulenzen, Leistungsfähigkeit, Führung, Teamentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den grundlegenden psychologischen und soziologischen Mechanismen, die das Verhalten von Menschen in Arbeitsgruppen bestimmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Definition von Gruppen, deren Entwicklungsphasen sowie die verschiedenen Komponenten, die das Gruppenverhalten und die Leistung maßgeblich steuern.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen Überblick über die theoretischen Grundlagen zu geben und diese durch ein konkretes Praxisbeispiel auf ihre Anwendbarkeit in der betrieblichen Realität zu prüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende wissenschaftliche Modelle zur Gruppenbildung und zum Gruppenverhalten zusammenfasst und auf eine Fallstudie bezieht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Phasen-Modelle, die Komponenten des Gruppenverhaltens wie Rollen, Normen und Status sowie die Auswirkungen auf Leistung und Zufriedenheit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Gruppenverhalten, Tuckman-Modell, Gruppendynamik, Arbeitsgruppen, Teamentwicklung und Leistung.
Wie lässt sich das Phasen-Modell von Tuckman auf das Praxisbeispiel anwenden?
Das Beispiel zeigt, dass die Phasen Forming, Storming, Norming und Performing auch bei einer Umorganisation in einem realen Unternehmen durchlaufen werden.
Welche Empfehlungen gibt der Autor für Führungskräfte?
Führungskräfte sollten psychologische Potenziale nutzen, indem sie beispielsweise durch demokratische Führungsstile und Kooperation die Kohäsion und damit die Produktivität fördern.
- Quote paper
- Dirk Mölleken (Author), 2004, Beschreiben Sie die Grundlagen des Gruppenverhaltens und stellen Sie Bezüge zur betrieblichen Praxis dar, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30478