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Der Deutsche Orden. Absicht und Funktion der Chronik des Preußenlandes des Peter von Dusburg

Title: Der Deutsche Orden. Absicht und Funktion der Chronik des Preußenlandes des Peter von Dusburg

Essay , 2015 , 6 Pages

Autor:in: Frederik A. Behrens (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

In diesem Essay geht es um den wissenschaftlichen Diskurs über die Absicht und Funktion der Chronik des Preußenlandes ('Chronica Terre Prussie') des Peter von Dusburg. Dreh- und Angelpunkt der Untersuchung ist die Einleitung zu der Übersetzung des Quellentextes von Klaus Scholz und Dieter Wojtecki, die aus diesem Grund sehr ausführlich zusammengefasst und nachdrücklich kritisiert wird.
Scholz/Wojtecki zufolge ergibt sich die Notwendigkeit, die Chronik und deren Funktion, Wert und Wirkung im Kontext der Politik des Deutschen Ordens der 1320er Jahre zu deuten. Der Auftrag zur Abfassung koinzidiere nämlich mit einer politischen Lage, in der sich der Orden in Livland wie in Preußen unter erheblichen Druck gesetzt und zu militärischer Gegenwehr genötigt sah. Inwiefern diese Interpretation der Chronik plausibel ist und einer kritischen Analyse standzuhalten vermag, wird im Folgenden zu überprüfen sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Es gibt in diesem Dokument kein explizites Inhaltsverzeichnis.

Zielsetzung & Themen

Dieses Essay untersucht kritisch den wissenschaftlichen Diskurs über die Intentionen und Funktionen der Chronica Terre Prussie des Peter von Dusburg, insbesondere basierend auf der Interpretation von Scholz und Wojtecki im Vergleich zu weiteren Forschungspositionen wie jener von Sarnowsky. Die zentrale Forschungsfrage hinterfragt, ob die Chronik primär als offizielles, nach außen gerichtetes Legitimationsinstrument des Deutschen Ordens unter Hochmeister Werner von Ursel diente oder ob ihr gleichermaßen eine Funktion der internen Selbstvergewisserung und ideellen Erbauung der Ordensbrüder zukam.

  • Analyse der Entstehung und des Charakters der Chronica Terre Prussie
  • Kritische Auseinandersetzung mit der These der rein äußeren Adressierung
  • Untersuchung der Funktion der Chronik als Werkzeug zur inneren Ordensidentität
  • Vergleich der Thesen zur Verknüpfung von kriegerischem Geist und Erbauungsliteratur
  • Bewertung der Rolle der Ordenspolitik der 1320er Jahre für die Chronik

Auszug aus dem Buch

Der Deutsche Orden – Absicht und Funktion der Chronica Terre Prussie des Peter von Dusburg

In diesem Essay werde ich mich mit dem wissenschaftlichen Diskurs über die Absicht und Funktion der Chronica Terre Prussie des Peter von Dusburg auseinandersetzen. Dreh- und Angelpunkt meiner Untersuchung ist die Einleitung zu der Übersetzung des Quellentextes von Klaus Scholz und Dieter Wojtecki, die ich aus diesem Grund sehr ausführlich zusammenfassen und kritisieren werde. Ob und inwiefern die These dieser beiden Autoren bzw. deren Interpretation der Chronik plausibel ist und einer kritischen Analyse standzuhalten vermag, wird im Folgenden zu überprüfen sein. Den Inhalt der Quelle selbst setze ich als bekannt voraus, da ich aufgrund der gebotenen Kürze meiner Ausarbeitung auf eine Zusammenfassung verzichten muss.

Dusburg stellt sich im Widmungsbrief seiner Chronik namentlich vor und gibt sich als Priesterbruder des Deutschen Ordens zu erkennen. Abgesehen davon gibt es in der gesamten Überlieferung des Ordens keinen einzigen Anhaltspunkt auf eine Person dieses Namens, wenngleich es Spekulationen gab, ihn mit bezeugten Ordenspriestern desselben Vornamens zu identifizieren. Ähnlich ist die Informationslage bezüglich der Entstehung und den Zusammenhängen der Abfassung der Chronik, die dem Widmungsbrief zufolge dem Hochmeister Werner von Ursel 1326 zugeeignet und zur Begutachtung vorgelegt wurde. Scholz und Wojtecki schließen daraus die offizielle Beauftragung Dusburgs zur Abfassung und den 'amtlichen' Charakter des Werks. Es ergebe sich zudem die Notwendigkeit, die Chronik und deren Funktion, Wert und Wirkung im Kontext der Ordenspolitik der 1320er Jahre zu deuten: „Der Schlüssel zum Verständnis des Werks liegt offensichtlich in der vom Hochmeister Werner von Ursel verfolgten Politik.“ Der Auftrag zur Abfassung koinzidiere nämlich mit einer politischen Lage, in der sich der Orden in Livland wie in Preußen unter erheblichen Druck gesetzt und zu militärischer Gegenwehr genötigt sah.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor führt in das Thema ein, stellt die Forschungsliteratur (insb. Scholz/Wojtecki) vor und umreißt die zu prüfende These über die Absicht der Chronik.

Hauptteil: Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der These der reinen Außenwirkung der Chronik und eine Gegenüberstellung mit anderen Forschungspositionen (Sarnowsky, Mentzel-Reuters), welche auch eine interne Funktion betonen.

Fazit: Der Autor resümiert, dass die Funktion der Chronik disparat zu bewerten ist und wahrscheinlich sowohl äußere als auch interne Zwecke verfolgte, wobei die Argumentation von Scholz/Wojtecki als teils tendenziös und nicht vollumfänglich nachvollziehbar zurückgewiesen wird.

Schlüsselwörter

Peter von Dusburg, Chronica Terre Prussie, Deutscher Orden, Ordensgeschichte, Quellenkritik, Mittelalter, Kreuzzugsgeist, Werner von Ursel, Legitimierung, Ordenspolitik, Erbauungsliteratur, Selbstverständnis, Scholz, Wojtecki, Sarnowsky.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Das Essay analysiert die Absichten und Funktionen der Chronica Terre Prussie des Peter von Dusburg auf Basis der wissenschaftlichen Debatte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Entstehung der Chronik, die Rolle des Hochmeisters Werner von Ursel sowie die Frage nach dem Adressatenkreis und der Intention des Werks.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geprüft werden, ob die Interpretation von Scholz und Wojtecki plausibel ist, dass die Chronik primär ein nach außen gerichtetes, politisches Instrument war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Literaturkritik und den Vergleich verschiedener historischer Interpretationsansätze zur Quellenanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Thesen von Scholz/Wojtecki dargelegt, kritisch hinterfragt und mit gegenteiligen Forschungsergebnissen von Sarnowsky und Mentzel-Reuters konfrontiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Peter von Dusburg, Deutscher Orden, Quellenkritik, Kreuzzugsgeist und Ordenspolitik charakterisiert.

Warum bezweifelt der Autor die These von Scholz und Wojtecki?

Der Autor hält die Argumentation für tendenziös, da sie fälschlicherweise einen Gegensatz zwischen kriegerischer Rechtfertigung und geistlicher Erbauung konstruiert.

Welches Beispiel führt der Autor gegen die Argumentation der Historiker an?

Er verweist auf das Alte Testament, das ebenfalls als kriegerisch gilt und dennoch für religiöse Erbauung und Andacht genutzt wurde.

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Details

Title
Der Deutsche Orden. Absicht und Funktion der Chronik des Preußenlandes des Peter von Dusburg
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaft)
Course
Seminar
Author
Frederik A. Behrens (Author)
Publication Year
2015
Pages
6
Catalog Number
V305111
ISBN (eBook)
9783668030923
Language
German
Tags
Der Deutsche Orden Peter von Dusburg Chronica Terre Prussie Preußen Chronik des Preußenlandes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frederik A. Behrens (Author), 2015, Der Deutsche Orden. Absicht und Funktion der Chronik des Preußenlandes des Peter von Dusburg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305111
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