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Ludwig XV. und Ludwig XVI. Krise und Niedergang des Ancien Régime

Titel: Ludwig XV. und Ludwig XVI. Krise und Niedergang des Ancien Régime

Hausarbeit , 2011 , 15 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Jörg Muskat (Autor:in)

Geschichte - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ancien Régime unter dem „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. entfaltete, oder vielmehr definierte, die absolute Monarchie in Frankreich. Seine Persönlichkeit, seine Durchsetzungsfähigkeit und seine Intelligenz ließen an seiner absoluten Autorität keinen Zweifel. Unter seiner Herrschaft erblühte Frankreich kulturell und wirtschaftlich, er vergrößerte das französische Territorium wie keiner seiner Vorgänger. Demgegenüber stehen allerdings religiöse Intoleranz, besonders den Hugenotten gegenüber, und die Zerrüttung der Staatsfinanzen durch die von ihm geführten Kriege.
Am Ende der 72-jährigen Herrschaft Ludwigs XIV. im Jahr 1715 war der überwiegende Teil der Bevölkerung seiner Herrschaft überdrüssig und erwartete mit Freude die Regentschaft des neuen Königs. Dies war die Situation beim Herrschaftsantritt Ludwigs XV.

Im Folgenden werde ich nun die Regentschaft von Ludwig XV. und Ludwig XVI. skizzieren, sowie die innen- und außenpolitischen Probleme aufzeigen, mit denen sie sich auseinanderzusetzen hatten und denen sie teilweise nicht Herr wurden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Die Regentschaft Ludwigs XV. (1715 - 1774)

2.1. Kindheit Ludwigs XV. und die Regentschaft Philipps von Orléans (1715 - 1723)

2.2. Die Amtstätigkeit Kardinal Fleurys (1726 - 1743)

2.3. Die Selbstregierung Ludwigs XV. (1743 - 1774)

2.3.1. Innenpolitik

2.3.2. Außenpolitik

3. Die Regentschaft Ludwigs XVI. (1774 - 1789/92)

3.1 Kindheit und Jugend

3.2. Thronbesteigung (1774) und erste Jahre der Herrschaft Ludwigs XVI.

3.3. Außenpolitik unter Ludwig XVI.

3.4. Der Niedergang des Ancien Régime

4. Schuld am Niedergang des Ancien Régime, Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen für den Legitimationsverlust und den anschließenden Niedergang des französischen Ancien Régime unter den Herrschern Ludwig XV. und Ludwig XVI. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit die persönlichen Unzulänglichkeiten beider Könige, politisches Versagen und der Einfluss der Aufklärung das Ende der absoluten Monarchie maßgeblich herbeigeführt haben.

  • Analyse der Regentschaften von Ludwig XV. und Ludwig XVI.
  • Untersuchung innenpolitischer Reformprobleme und des Konflikts mit den parlements
  • Einfluss außenpolitischer Konflikte und finanzieller Krisen auf die Stabilität der Monarchie
  • Bewertung der persönlichen Herrschaftsstile und Charaktermerkmale im Kontext der Zeitgeschichte

Auszug aus dem Buch

Die Selbstregierung Ludwigs XV. (1743 - 1774)

Ludwig XV. war ein durchaus pflichtbewusster, arbeitsamer und fleißiger Herrscher. Er war jedoch auch zurückhaltend, eher den Akten als Ansprachen zugewandt, schüchtern und von Selbstzweifeln beseelt. Er konnte die Autorität eines absoluten Herrschers also nur begrenzt der Öffentlichkeit vermitteln, was unter Umständen als Zeichen der Schwäche gesehen werden konnte.

Das Wirken seiner Mätresse Madame de Pompadour, vor allem hinsichtlich ihrer Macht bezüglich Personalentscheidungen und ihr Ruf als Verschwenderin, schadete dem Ruf des Königs nachhaltig. Die allmählich auftauchenden Finanzprobleme (Österreichischer Erbfolgekrieg, Siebenjähriger Krieg, Krieg in Übersee), die Oppositionspolitik der parlements und ihre daraus resultierende uneffektive Arbeitsweise und die Unfähigkeit Ludwigs XV. gegen die Forderungen und die Propaganda des parlements einzutreten, schwächten seine Macht sowie sein Ansehen. Bis 1771 muss dieser „Kleinkrieg“ zwischen Herrscher und parlement für Ludwig XV. zermürbend gewesen sein. Ludwigs Schwäche zeigte sich weiterhin als er, um Steuergesetze auf den Weg zu bringen, dem parlement entgegenkam und die Jesuiten zerschlug. Die parlements wurden daraufhin noch selbstbewusster.

Ludwig XV. herrschte in einer von der Aufklärung gekennzeichneten Zeit. Das Konzept des reinen Absolutismus musste Mitte bzw. Ende des 18.Jahrhunderts irgendwann neueren Ideen, wie denen des aufgeklärten Absolutismus, weichen. Ludwig XV. war jedoch trotz seiner Schwächen weiterhin absoluter Monarch, der zu wenig bzw. überhaupt keinen Kompromissen fähig war. 1766 betonte er bei einem Auftritt im Pariser parlement seine alleinige Autorität und stellte klar, dass die legislative Gewalt allein von ihm ausgehe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in das Ancien Régime unter Ludwig XIV. ein und skizziert die Fragestellung nach der persönlichen Verantwortung Ludwigs XV. und XVI. für den Niedergang der Monarchie.

2. Die Regentschaft Ludwigs XV. (1715 - 1774): Hier wird die Entwicklung Frankreichs unter Ludwig XV. betrachtet, wobei besonders die frühe Regentschaft und der Einfluss Kardinal Fleurys beleuchtet werden.

2.1. Kindheit Ludwigs XV. und die Regentschaft Philipps von Orléans (1715 - 1723): Dieses Kapitel beschreibt die frühen Jahre Ludwigs XV. sowie die politische Ausgangslage unter der Regentschaft von Philipp von Orléans.

2.2. Die Amtstätigkeit Kardinal Fleurys (1726 - 1743): Fokus auf die stabilisierende, aber auch konservative Politik des Kardinal Fleury, die Frankreich eine gewisse Kontinuität sicherte.

2.3. Die Selbstregierung Ludwigs XV. (1743 - 1774): Analyse der eigenständigen, jedoch durch Unentschlossenheit und Krisen belasteten Regierungsphase des Königs.

2.3.1. Innenpolitik: Untersuchung der innenpolitischen Schwierigkeiten, insbesondere des zermürbenden Konflikts mit den parlements.

2.3.2. Außenpolitik: Darstellung der außenpolitischen Verwicklungen und der finanziellen Lasten durch Kriege wie den Siebenjährigen Krieg.

3. Die Regentschaft Ludwigs XVI. (1774 - 1789/92): Betrachtung der Regierungszeit Ludwigs XVI. unter dem Zeichen wachsender gesellschaftlicher und finanzieller Krisen.

3.1 Kindheit und Jugend: Schilderung der prägenden negativen Kindheitserfahrungen Ludwigs XVI. und deren Einfluss auf seine Persönlichkeit.

3.2. Thronbesteigung (1774) und erste Jahre der Herrschaft Ludwigs XVI.: Analyse der frühen Jahre und der Rolle des Grafen von Maurepas als Berater.

3.3. Außenpolitik unter Ludwig XVI.: Untersuchung der Rolle Frankreichs im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und dessen finanzielle Folgen.

3.4. Der Niedergang des Ancien Régime: Darstellung des finalen Zerfalls der monarchischen Autorität angesichts von Reformstau, Staatsverschuldung und sozialer Not.

4. Schuld am Niedergang des Ancien Régime, Zusammenfassung und Ausblick: Fazit über das Versagen beider Monarchen und die tragische Rolle Ludwigs XVI., der das Erbe einer bereits tief gespaltenen Nation antreten musste.

Schlüsselwörter

Ancien Régime, Frankreich, Ludwig XV., Ludwig XVI., Absolutismus, Aufklärung, parlements, Finanzkrise, Machtverlust, Reformen, Französische Revolution, Legitimationsverlust, Monarchie, Siebenjähriger Krieg, Politische Krise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit analysiert die Ursachen für den Zerfall des französischen Ancien Régime und untersucht, inwieweit die Monarchen Ludwig XV. und Ludwig XVI. persönlich für diesen Legitimationsverlust verantwortlich waren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Charakteranalyse der beiden Könige, der langwierige innenpolitische Konflikt mit den parlements sowie die außenpolitischen Belastungen durch verschiedene Kriege, die Frankreich in den finanziellen Ruin trieben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob der Zusammenbruch des Systems primär an den persönlichen Unzulänglichkeiten der Herrscher lag oder ob sie tragische Akteure in einer Zeit des unausweichlichen Umbruchs waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die sich auf einschlägige Fachliteratur stützt, um politische Entscheidungen, biografische Prägungen und sozioökonomische Faktoren des 18. Jahrhunderts auszuwerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch in die Regentschaften von Ludwig XV. und Ludwig XVI., wobei für beide Phasen Innenpolitik, Außenpolitik und die jeweiligen persönlichen Entwicklungen der Herrscher detailliert gegenübergestellt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ancien Régime, Absolutismus, Legitimationsverlust, Aufklärung, parlements und Staatsverschuldung charakterisiert.

Warum wird Ludwig XVI. im Fazit als tragische Figur bezeichnet?

Der Autor argumentiert, dass Ludwig XVI. zwar ein guter Mensch war, jedoch als Herrscher nicht die notwendige Autorität besaß, um das bereits durch seinen Vorgänger zerrüttete Staatsgefüge gegen Widerstände zu reformieren.

Welchen Einfluss hatte der Siebenjährige Krieg auf die Situation der Monarchie?

Der Krieg führte zu massiven Gebietsverlusten und einer erdrückenden finanziellen Belastung, die das Ansehen der Krone bereits unter Ludwig XV. an einen Tiefpunkt brachte und somit das Fundament für die spätere Krise legte.

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Details

Titel
Ludwig XV. und Ludwig XVI. Krise und Niedergang des Ancien Régime
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Institut für Geschichtswissenschaft)
Veranstaltung
Frankreich zwischen Absolutismus und Aufklärung
Note
2,3
Autor
Jörg Muskat (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
15
Katalognummer
V305185
ISBN (eBook)
9783668031579
ISBN (Buch)
9783668031586
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ludwig krise niedergang ancien régime
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jörg Muskat (Autor:in), 2011, Ludwig XV. und Ludwig XVI. Krise und Niedergang des Ancien Régime, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305185
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