Projektmanagement: Professionalisierung der Arbeit von Verbänden in der Region 'Mittleres Mecklenburg' am Beispiel des Marktsegmentes Behindertentourismus


Studienarbeit, 2004

9 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Formulierung des Projektauftrages
1.1 Kontext zum Stand der Entwicklung in MV
1.2 Forschungs- und Projektziel

2 Forschungs- und Projektumfang
2.1 Zielgruppenbezogene Ausbildung

3 Planung
3.1 Projektlebenszyklus

4 Kooperationsspektrum

5 Qualitätssicherung

6 Geplanter Personaleinsatz und Kostenschätzung

1 Formulierung des Projektauftrages

1.1 Kontext zum Stand der Entwicklung in MV

In einigen strukturschwachen Regionen ( z.B. Stavenhagen/ Malchin, Güstrow und Umland, Malchow/ Plau am See ) sind jedoch fragmentarisch günstige Voraussetzungen zu finden, denen eine zielgruppenorientierte Entwicklung dieser Verhältnisse eine interessante Marktchance bietet. Grundsätzlich ist festzustellen, das keine Arbeitskräfte verfügbar sind, die in ihrer fachlichen Eignung über Ausbildung bzw Erfahrungen im Bezug auf Soziale Dienste/ Behindertenarbeit und touristische Qualifikation verfügen.

Eckwerte zum Reiseverhalten Behinderter und der Situation in Mecklenburg-Vorpommern:

- Der Anteil Körperbehinderter an der Gesamtbevölkerung Deutschlands beträgt etwa 7,6 Millionen Bürger.
- Die Reiseintensität Körperbehinderter beträgt 57 %.
- Behinderte reisen saisonunabhängig. Behindertengerechte Verhältnisse mit Erholungswert verknüpft, stehen im Vordergrund.
- Der von Betroffenen geäußerte Hauptgrund nicht zu reisen, ist die Sorge am Urlaubsort keine ausreichenden sozialen Dienstleistungen und infrastrukturellen Verhältnisse anzutreffen, bzw. darüber keine zuverlässigen Informationen zu haben.
- Barrierefreie touristische Unterkünfte haben eine hohe Belegungsquote (z.B. Hotel Heidehof Markgrafenheide 70 %, AWOSANO Rerik 80 %, Hotel Rheinsberg [Brandenburg] 100 %), in M/V liegen sie jedoch fast alle an der Küste.
- Von Mitarbeitern der Reha-Kliniken abgesehen, gibt es in Mecklenburg-Vorpommern nur 3 Fachkräfte, deren Qualifikation touristische Aspekte und Kenntnisse der Arbeit mit Betroffenen verknüpft.

1.2 Forschungs- und Projektziel

Ziele, Inhalte und zu erwartende Ergebnisse

Dieses Projekt setzt sich das Hauptziel, speziell im Bereich Behindertentourismus die Arbeit der betroffenen Verbände zu spezialisieren. Dazu soll die Region „Mittleres Mecklenburg“ als Modellregion fungieren. Der hier tätige Verein „Ohne Barrieren“ e.V. ist aufgrund der Erfahrungen und Erkenntnisstandes, aber auch aus seiner Funktion heraus als Projektleiter und übergeordneter Verein anzusehen. Bisher gewonnene Daten und Informationen können in das Projekt einfließen und als Grundlage dienen. So hat beispielsweise der Verein „Ohne Barrieren“ e.V. für die Bewirtschaftung von 3 ausgegliederten Einrichtungen eine GmbH gegründet, deren Gesellschafter zu 100 % der Verein selbst ist. Somit müssen die Gewinne dem gemeinnützigen Zweck zugute kommen. Durch verstärkte Zusammenarbeit und Kooperation der Vereine untereinander, kann diese Modellstruktur nach außen getragen, bekannt gemacht werden und als ein Beispiel für ein mögliches Finanzierungsmodell von Vereinen dienen. Dazu muss jedoch die Übertragbarkeit auf andere Vereine geprüft werden. Dies ist anhand des Kontrollierens und Kombinierens der vorhandenen Beschäftigungsfelder der einzelnen Vereine innerhalb des Projektes möglich.

Durch die Neudefinition der vereinsrelevanten Arbeit unter Berücksichtigung von Weiterbildungsmaßnahmen, können einzelne Vereinsmitglieder geschult werden, um den Bildungsstand an die Arbeit anzupassen bzw. Motivation und damit auch Integration innerhalb der Vereine zu fördern. Auf die jeweilige Situation und der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Mitarbeiter eingehend, sind durch gezielte Bildungs- und Beratungsaktivitäten Existenzgründungen aus den Vereinen heraus denkbar, die jedoch zusammen mit der jeweiligen Person auf Möglichkeiten und Erfolgsaussichten zu prüfen sind. Im Sinne des Gender Mainstreaming und der gerade im ländlichen Raum vorherrschenden Arbeitslosigkeit, besonders von Frauen, sind diese auch verstärkt bei gezielten Bildungsleistungen zu involvieren, um neue Denkansätze und Voraussetzungen für die reale Arbeitswelt zu vermitteln. Gender Mainstreaming bedeutet konkret, dass vom Antragsteller beeinflussbare Planungen und Maßnahmen vor ihrer Umsetzung daraufhin geprüft werden, ob und wie sie die Lebenslagen von Frauen und Männern jeweils beeinflussen. Das betrifft Entscheidungsprozesse, Verfahrensweisen und Gestaltungsformen gleichermaßen. Dieser präventive Ansatz zur Gleichstellung der Geschlechter stellt hohe kognitive Anforderungen an die handelnden Personen. Denn im Unterschied zur sonstigen Gleichstellungspolitik geht es hier nicht um ein Reagieren auf aktuelle und unmittelbar einsichtige Problemlagen, sondern um ein Abwägen der möglichen Folgen von Entscheidungen.

Insgesamt sind die Teilziele des Projektes wie folgt zu definieren:

5. Analyse und Neudefinition bisheriger Beschäftigungsfelder und Vereinsziele der relevanten Vereine zur vereinsübergreifenden Zusammenarbeit
6. Begleitung der Entwicklung neuer Finanzierungsmodelle zur Co-Finanzierung von Vereinen
7. Kooperationsanbahnung zur sektorübergreifenden Produktentwicklung
8. Projektbegleitende Weiterbildung zur Erhöhung der Qualifikation und Motivation, sowie zur Befähigung der Existenzgründung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Implementierung von Gender Mainstreaming ist unter dieser Sicht auch ein Lernprozess, den die Partner des Projektes weiterhin gemeinsam mit kompetenten Interessenvertretungen (Gleichstellungsbeauftragte, Verein „Frauen in die Wirtschaft“ u.a.) gestalten werden. Zumindest muss jedoch im Projekt durch einzelne Weiterbildungsaktivitäten einzelner Vereinsmitarbeiter die Zusammenarbeit gefördert und nachhaltig verbessert werden. Gemeinsame Projekte haben durch Synergieeffekte bessere und realistischere Erfolgsaussichten als Alleingänge. Vereine und Verbände, die eine sinnvolle Einbindung in das Projekt darstellen, sind innerhalb der Netzwerkbildung zu analysieren. Professionelle Netzwerkarbeit soll zu dem Ziel führen, das Angebot für behinderte Touristen und Einheimische im Raum Mecklenburg sowohl quantitativ als auch qualitativ zu verbessern und dies auch nach außen zu tragen. Das beste Angebot nützt wenig, wenn die jeweilige Zielgruppe keine Möglichkeit hat, darauf aufmerksam zu werden. Gezielte Marketingmaßnahmen sind nach vorhergehender Planung festzulegen und umzusetzen.

2 Forschungs- und Projektumfang

Ein entscheidendes Merkmal dieses Projektes ist der Verbund mehrerer Organisationen aus verschiedenen Institutionen. Diese Konstruktion entspricht den Anforderungen, die heute an derart komplexe Entwicklungen gestellt werden. Sie stellt eine Voraussetzung dafür dar, dass die Projektergebnisse von vornherein in einem breiteren Verwendungskontext entwickelt werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Projektmanagement: Professionalisierung der Arbeit von Verbänden in der Region 'Mittleres Mecklenburg' am Beispiel des Marktsegmentes Behindertentourismus
Hochschule
Universität Rostock
Veranstaltung
Anwendung I
Note
1,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
9
Katalognummer
V30523
ISBN (eBook)
9783638317719
Dateigröße
481 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
In vier Semestern des Masterstudiums "Medien und Bildung" der Universität Rostock werden pädagogischen, didaktische, organisatorische, reflexive und medienpraktische Kompetenzen vermittelt. Es wird insbesondere darauf Wert legt, den wissenschaftlichen Anspruch mit praktischen Erfahrungen und Anwendungsmöglichkeiten zu kombinieren. Bei erfolgreichem Abschluss wird der "Master of Arts" verliehen.
Schlagworte
Projektmanagement, Professionalisierung, Arbeit, Verbänden, Region, Mittleres, Mecklenburg, Beispiel, Marktsegmentes, Behindertentourismus, Anwendung
Arbeit zitieren
Dorit Thieme (Autor), 2004, Projektmanagement: Professionalisierung der Arbeit von Verbänden in der Region 'Mittleres Mecklenburg' am Beispiel des Marktsegmentes Behindertentourismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30523

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