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Der Dreikönigenschrein im Kölner Dom. Theologische Aspekte der Darstellung

Titel: Der Dreikönigenschrein im Kölner Dom. Theologische Aspekte der Darstellung

Seminararbeit , 2012 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Clemens Boch (Autor:in)

Kunst - Ikonographie, Motive, Symbole
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, wesentliche Aspekte des Darstellungen auf dem Dreikönigenschrein im Kölner Dom zu erläutern und in Grundzügen darzulegen.

Das ikonographische Programm enthält eine theologische und eine politische Komponente, die aussagemäßig miteinander verknüpft sind. Diese Ausführungen werden sich dabei weitestgehend auf den theologischen Gehalt beschränken, da aufgrund der Vielschichtigkeit die politische Dimension der Darstellungen, wie etwa die Krönungssymbolik, unbehandelt bleiben muss. Auf die Entstehungsgeschichte des Schreines hinführend, wird zu Beginn kurz die Translation der Reliquien rekonstruiert.

Nach einer Beschreibung der Gestalt des Schreines widmet sich der Hauptteil dann dem umfangreichen Bildprogramm, wobei vor allem der Stirnseite Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Darstellungen der Stirnseite werden unter Rückgriff auf die Arbeit von Axel und Martina Werbke behandelt, die darin bisherige Forschungsergebnisse in Frage stellen und in ihren Untersuchungen in vielen Punkten zu abweichenden Ergebnissen kommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Übertragung der Reliquien / Entstehungsgeschichte des Schreins

3. Gestalt

4. Darstellungsprogramm des Schreines

4. 1 Stirnseite

4.2 Rückseite

4.3 Langseiten

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die theologischen Aspekte des komplexen ikonographischen Programms des Dreikönigenschreins im Kölner Dom systematisch zu erläutern und in ihren Grundzügen darzustellen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie das Bildprogramm die Heilsgeschichte sowie die Verehrung der Reliquien in einen theologischen und politischen Kontext einbettet, wobei der Fokus primär auf den theologischen Dimensionen liegt.

  • Historische Herkunft und Entstehungsgeschichte der Reliquien
  • Architektonische Gestalt und symbolische Bedeutung des Schreins
  • Ikonographie der Stirnseite unter besonderer Berücksichtigung des Ptolomäer-Kameos
  • Theologische Interpretation der Rückseite und der Langseiten
  • Typologische Verknüpfung von Altem und Neuem Testament

Auszug aus dem Buch

4.1 Stirnseite

Im Zentrum der unteren Zone der Stirnseite (Abb. 6) befindet sich die thronende Gottesmutter mit dem Jesuskind auf ihrem Arm (Abb. 7). Zu ihrer linken ist die Anbetung der Heiligen Drei Könige mit König Otto IV. dargestellt (Abb. 8), rechts von ihnen ist die Taufe Christi im Jordan wiedergegeben (Abb.9). Im Giebelfeld ist Christus als Weltenrichter mit dem Buch des Lebens dargestellt (Abb. 10). Zur Seite stehen ihm zwei beflügelte Engel, die zum Zeichen seines Priester- und Königtums Kelch, Patene und Krone tragen. In den über den Engelsköpfen liegenden Dreiviertelkreisen sind Halbfiguren von den Engeln Raphael und Gabriel angebracht, die zum Zeichen des Leidens und Sieges Christi Lanze und Kreuznagel in den Händen halten. Der Dreiviertelkreis über dem Weltenrichter in der Mitte war bis in das 17. Jahrhundert hinein mit einer Figur des Erzengels Michael besetzt. Der Engel des Weltgerichtes der Apokalypse soll gezeigt gewesen sein, wie er das Kreuz als Zeichen des Menschensohnes bei der Wiederkunft Christi trägt. An dieser Stelle befindet sich heute ein Goldtopas.

In der mittleren Zone befindet sich die abnehmbare trapezförmige Platte, die im heutigen Zustand das Resultat der Restaurierungen durch den Goldschmied Johann Rohr in den Jahren 1749/50 ist (Abb. 11). Ihr Erscheinungsbild ist geprägt durch drei große Edelsteine, die dort wahrscheinlich im Kontext der Stiftung von König Otto IV. angebracht worden sind. In der Mitte der Platte befand sich bis zu seinem Raub im Jahre 1574 der antike Ptolemäer-Kameo (Abb. 12), der heute in der Antikenabteilung des Kunsthistorischen Museums Wien aufbewahrt wird und anstelle dessen 1597 ein ovaler Citrin angebracht wurde. Erhalten geblieben sind die beiden anderen anderen Steine, ein Venus-Mars-Intaglio (Abb. 13) auf der linken und der Nero-Kameo (Abb.14) auf der rechten Seite. Die Dreiheit der Steine verweist auf die drei Häupter der Heiligen, die sich hinter der Abdeckung befinden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Translation der Reliquien der Heiligen Drei Könige nach Köln sowie die Bedeutung des Dreikönigenschreins als herausragende Goldschmiedearbeit, bevor die Zielsetzung der Arbeit dargelegt wird.

2. Übertragung der Reliquien / Entstehungsgeschichte des Schreins: Dieses Kapitel rekonstruiert den Weg der Reliquien von Palästina über Konstantinopel und Mailand nach Köln und beschreibt die Beauftragung des Schreins durch Erzbischof Phillip von Heinsberg.

3. Gestalt: Hier wird der außergewöhnliche zweigeschossige Aufbau des Schreins beschrieben, der als Höhepunkt der romanischen Schreinkunst gilt und eine Erweiterung des traditionellen Kastentyps darstellt.

4. Darstellungsprogramm des Schreines: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die ikonographische Ausgestaltung der Stirnseite, der Rückseite sowie der Langseiten hinsichtlich ihrer theologischen Symbolik.

5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur Translationsgeschichte, zur Gestalt und zum ikonographischen Programm unter besonderer Berücksichtigung theologischer Aspekte zusammen.

Schlüsselwörter

Dreikönigenschrein, Kölner Dom, Reliquien, Nikolaus von Verdun, Ikonographie, Heilsgeschichte, Stirnseite, Rückseite, Langseiten, Mittelalter, Goldschmiedearbeit, Theologie, Ptolomäer-Kameo, Reliquientranslation, Epiphanie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Dreikönigenschrein im Kölner Dom und fokussiert dabei auf die theologischen Aspekte seines umfangreichen Bildprogramms.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der Entstehungs- und Übertragungsgeschichte der Reliquien stehen die ikonographische Deutung der Schreinseiten sowie die symbolische Bedeutung der architektonischen Form im Mittelpunkt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die komplexen Bildprogramme des Schreins zu erläutern und aufzuzeigen, wie theologische Inhalte und die Heilsgeschichte künstlerisch umgesetzt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt die kunsthistorische Analyse, den Vergleich mit anderen romanischen Schreinen sowie die Auswertung relevanter Forschungsliteratur zur Ikonographie.

Was wird im umfangreichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Stirnseite – unter besonderer Beachtung des Ptolomäer-Kameos –, der Rückseite sowie der beiden Langseiten mit ihren Propheten- und Apostelreihen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Dreikönigenschrein, Ikonographie, Heilsgeschichte, Reliquienverehrung und mittelalterliche Goldschmiedekunst.

Welche Rolle spielt der antike Ptolomäer-Kameo für das Programm?

Er wird als entscheidendes Element der Stirnseite interpretiert, das im Mittelalter vermutlich als Symbol für den Stern von Bethlehem oder die menschliche Natur Christi gedeutet wurde.

Warum wird die Rückseite als kompositorisch besonders diskutiert?

Die Forschung diskutiert eine vermeintliche Spannung zwischen der Stifterfigur des Rainald von Dassel und dem Dreiecksfeld, was auf eine ursprünglich andere Anordnung hindeuten könnte.

Wie werden die Langseiten inhaltlich gegliedert?

Die Langseiten sind in vier Zonen unterteilt, die vier Zeitaltern der Heilsgeschichte entsprechen und typologische Bezüge zwischen dem Alten und dem Neuen Testament herstellen.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Dreikönigenschrein im Kölner Dom. Theologische Aspekte der Darstellung
Hochschule
Universität zu Köln  (Kunsthistorisches Institut | KHI)
Veranstaltung
Gold, Glaube, Geltung. Schatzkunst und Preziosen des Mittelalters
Note
1,0
Autor
Clemens Boch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
26
Katalognummer
V305248
ISBN (eBook)
9783668048782
ISBN (Buch)
9783668048799
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dreikönigenschrein Rainald von Dassel Reliquienschrein Heilige Drei Könige Ikonographie Kölner Dom Hohe Domkirche St. Petrus Nikolaus von Verdun
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Clemens Boch (Autor:in), 2012, Der Dreikönigenschrein im Kölner Dom. Theologische Aspekte der Darstellung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305248
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Leseprobe aus  26  Seiten
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