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Die Historische Galerie im Maximilianeum. Die Krönungsszenen

Titel: Die Historische Galerie im Maximilianeum. 
Die Krönungsszenen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Tamara Volgger (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Text befasst sich mit der Historischen Galerie im Maximilianeum München, insbesondere mit den Krönungsszenen. Es wird herausgestellt, wie die Galerie für den Auftraggeber König Maximilian II. fungierte und was er durch sie aussagen wollte. Die Galerie beschäftigt sich mit der bayrischen und deutschen Geschichte.

Das 19. Jahrhundert ist für seinen Historismus bekannt, der zu jener Zeit seinen Höhepunkt fand. Die Geschichtswissenschaften wurden gefördert, in der Kunst orientierte man sich an Stilen vergangener Zeiten. Zudem gab es eine starke Förderung der Kunst. Es entstanden Galerien, Kunstvereine, Kunstzeitschriften, der Kunstmarkt, Museen für zeitgenössische Kunst und auch die Kunstgeschichte, eine sehr junge Wissenschaft, die sich im 18. Jahrhundert herausbildete, entwickelte sich weiter.

Die Kunst wurde somit für das Bildungsbürgertum immer bedeutender. Wie zu erwarten, war das bedeutsamste Genre der Kunst zu dieser Zeit die Historienmalerei, in welcher man das Nationalgefühl der aufkommenden Nationen zu symbolisieren und zu fördern suchte.

Eines der am meist geschätzten Kunstzentren im Deutschen Reich jener Zeit war, nur übertroffen von Wien und Preußen, die bayrische Stadt München. Im deutschen Raum gab es verschiedene Kunstschulen, die sich um die rivalisierende Zentren gruppierten, die aber auch jede für sich genommen werden wollte. Dies ergibt sich aus der politischen Zersplitterung des weiten deutschen Volksgebietes. Man verstand sich zwar allmählich als einheitliche Kultur, aber man übte und pflegte diese deutsche Kultur verschieden aus. Besonders bewunderte man zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Kunst der Nazarener.

Die Nazarener, eigentlich ein Spottname wegen ihres Äußeren, das mit den langen Haaren an Jesus von Nazaret erinnerte, waren ein paar deutsche Künstler, die sich 1810 in Rom zu einer Gruppe zusammenschlossen und sich selbst die Lukasbrüder nannten- zu Ehren des Heiligen Lukas, Schutzpatron der Künstler. Ihnen fehlte in der akademischen, künstlerischen Ausbildung das Herz, die Seele und Empfindung im Dargestellten. Ihr großes Vorbild war Raffael (1483-1520). Sie verschönerten, wie Raffael, die Natur. Dabei spielte für sie aber die „subjektive Ehrlichkeit“ eine weitaus größere Rolle als das „rhetorische Raffinement“.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Forschungsstand

2. Einführung

2.1. Geschichtliche Einführung

2.2. Einführung in die Politik Maximilian des II.

3. Das Maximilianeum

3.1. Allgemeines

3.2. Die Historische Galerie

4. Die Krönungsszenen in der Historischen Galerie

4.1. Karl der Große

4.1.1. Die Kaiserkrönung Karls des Großen von Friedrich Kaulbach

4.2. Ludwig der Bayer

4.2.1. Die Kaiserkrönung Ludwigs des Bayern von August von Kreling

4.3. Vergleich

4.4. Zweck der Kaiserkrönung in der Historischen Galerie

5. Kritik und Rezeption

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Historischen Galerie im Maximilianeum unter besonderer Berücksichtigung der beiden dargestellten Krönungsszenen. Dabei wird analysiert, inwiefern König Maximilian II. diese Kunstwerke als Propagandainstrument nutzte, um monarchische Legitimität in einer von politischer Unsicherheit geprägten Zeit zu festigen und das nationale Geschichtsbewusstsein zu stärken.

  • Die politische Instrumentalisierung von Kunst durch Maximilian II.
  • Die Entstehung und Intention der Historischen Galerie im Maximilianeum.
  • Vergleichende Analyse der Darstellungen von Karl dem Großen und Ludwig dem Bayern.
  • Die Bedeutung der Historienmalerei als Mittel der Monarchielegitimation.
  • Die kunsthistorische Einordnung und Rezeption der Galerie.

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Die Kaiserkrönung Karls des Großen von Friedrich Kaulbach

Das Ölgemälde „Krönung Karls des Großen durch Papst Leo III. (800)“ wurde am 15. Oktober 1852 bei dem Porträtisten und Historienmaler Friedrich Kaulbach (1822–1903) bestellt, der Schüler bei seinem 18 Jahre älteren Cousin Wilhelm von Kaulbach war. Es gehört mit seinen Maßen von 3,82 x 5,24 Metern zu den größten Gemälden in der Historischen Galerie. Ursprünglich hing das Historienbild an der Westwand des nördlichen Saals im Maximilianeum. Heute hängt es als Leihgabe der Studienstiftung im Steinernen Saal als Gegenstück zur Kaiserkrönung Ludwigs des Bayern.

Im Zentrum des Querformats sieht man einen auf einem roten Kissen knienden Mann in mittlerem bis fortgeschrittenem Alter, den man durch die edle Gewandung mit dem roten von Gold durchsetzten Umhang und der Königsinsignie Schwert in seiner rechten als König identifizieren kann. Zudem ist der Mann vor ihm, der durch die teure päpstliche Bekleidung und die Tiara auf seinem Kopf als Papst ausgemacht werden kann, im Begriff ihm eine Krone aufzusetzen. Der Titel hilft bei der eindeutigen Benennung der beiden als Karl der Große und Papst Leo III. Die Krönung wird durch das Licht von rechts oben in Szene gesetzt, zudem bilden die beistehenden Personen eine Ellipse um Kaiser und Papst und zentrieren die Krönung damit nochmals.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Forschungsstand: Gibt einen Überblick über die mangelnde wissenschaftliche Aufarbeitung des Maximilianeums und weist auf die Bedeutung neuerer Festschriften und Ausstellungen hin.

2. Einführung: Erläutert den historischen Kontext des Historismus im 19. Jahrhundert sowie die politische Motivation König Maximilians II. bei der Förderung von Kunst und Geschichtsbewusstsein.

3. Das Maximilianeum: Beschreibt die Entstehungsgeschichte des Gebäudes als Eliteschule und die Konzeption der Historischen Galerie als zyklische Darstellung der Weltgeschichte.

4. Die Krönungsszenen in der Historischen Galerie: Analysiert detailliert die beiden Krönungsbilder und vergleicht diese hinsichtlich ihrer kompositorischen und inhaltlichen Aussagekraft sowie ihres propagandistischen Zwecks.

5. Kritik und Rezeption: Beleuchtet die zeitgenössische Ablehnung der Galerie als planlose Sammlung und die spätere kritische Bewertung des monarchischen Leitgedankens.

Schlüsselwörter

Maximilianeum, Historische Galerie, Maximilian II., Historienmalerei, Kaiserkrönung, Karl der Große, Ludwig der Bayer, Propagandakunst, 19. Jahrhundert, Monarchie, Geschichtsbewusstsein, Bildungsbürgertum, Friedrich Kaulbach, August von Kreling, Wittelsbacher

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Historischen Galerie im Maximilianeum und untersucht, wie König Maximilian II. diese Kunstsammlung als politisches Mittel einsetzte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die politische Funktion der Historienmalerei, die Repräsentation von Macht durch den Monarchen und der Vergleich der beiden Krönungsszenen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Zweck des Gemäldezyklus aufzudecken und zu belegen, dass die Darstellung der Krönungsszenen der Legitimierung der Monarchie diente.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine kunsthistorische Analyse, die auf einer Literaturrecherche und der detaillierten visuellen Beschreibung und vergleichenden Interpretation der Gemälde basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich dem Maximilianeum, der Entstehung der Historischen Galerie sowie einer tiefgehenden Beschreibung und dem Vergleich der Gemälde von Friedrich Kaulbach und August von Kreling.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Maximilianeum, Historienmalerei, monarchische Legitimation, Propagandakunst und das 19. Jahrhundert definiert.

Warum spielt die Darstellung der Kaiserkrönung eine so herausragende Rolle?

Die Krönung ist das einzige Thema, das in der Historischen Galerie zweimal dargestellt wurde, was auf eine explizite politische Bedeutung für den König hindeutet.

Wie bewerten Zeitgenossen die Historische Galerie?

Die Galerie stieß bei Kunstkritikern wie Friedrich Pecht auf scharfe Ablehnung, da sie als „planlos“ empfunden wurde und stilistische Brüche aufwies.

Welche historische Rolle spielt Ludwig der Bayer in dieser Galerie?

Er dient als dynastische Identifikationsfigur für das Haus Wittelsbach und als Symbol für eine glorreiche Vergangenheit, in der ein bayerischer Herrscher den Kaisertitel trug.

Inwieweit lässt sich ein Zusammenhang zur Revolution von 1848 herstellen?

Maximilian II. nutzte die Historienmalerei als Mittel gegen die durch die Revolution aufkommende Unsicherheit, um die Monarchie als stabiles und historisch fundiertes Prinzip zu legitimieren.

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Details

Titel
Die Historische Galerie im Maximilianeum. Die Krönungsszenen
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Kunstgeschichte)
Veranstaltung
Bildprogramme des 19. Jahrhunderts
Note
1,3
Autor
Tamara Volgger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
24
Katalognummer
V305267
ISBN (eBook)
9783668050655
ISBN (Buch)
9783668050662
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Maximilianeum Bayrische Geschichte Kaiserkrönung Maximilian II. Historische Galerie Deutsche Geschichte Herrschaftslegitimation Krönungsszenen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tamara Volgger (Autor:in), 2015, Die Historische Galerie im Maximilianeum. Die Krönungsszenen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305267
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Leseprobe aus  24  Seiten
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