Die didaktische Analyse als erforderliches Mittel der erfolgversprechenden Unterrichtsvorbereitung


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013

21 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Die Didaktik
2.1 bildungstheoretische Didaktik
2.2 Didaktik in der Erwachsenenbildung

3 Die didaktische Analyse als Kern der Unterrichtsvorbereitung
3.1 Unterricht und Unterrichtsvorbereitung
3.2 Die didaktische Analyse
3.2.1 Voraussetzung für das Erstellen einer didaktischen Analyse in der Erwachsenenbildung

4 weitere didaktische Grundkonzeptionen
4.1 lerntheoretische Didaktik
4.2 systemisch-konstruktivistische Didaktik

5 Didaktische Forderungen an den Unterricht mit Erwachsenen

6 Zusammenfassung

Literatur

1 Einleitung

Wer sich mit didaktischen Modellen umfassend und fruchtbar auseinandersetzen möchte, muss sich ebenso gründlich mit Didaktik als Teildisziplin der Erziehungswissenschaft beschäftigen. „Diskussionen über Lernen und Lehren werden in der pädagogischen Tradition unter dem Begriff der Didaktik geführt.“ (Faulstich/Zeuner, 1999, S. 47) Die Didaktik ist nicht nur wesentlicher Bestandteil der Schulpädagogik, sondern betrifft alltägliche Situationen oder alle erzieherischen Berufe, welche die Menschen dazu animiert und befähigt, zielorientiert zu handeln (vgl. Siebert, 2006, S.1). Ein Berufsfeld, was von der Didaktik Gebrauch macht, ist die Erwachsenenbildung und Weiterbildung. Jedoch besteht eine Notwendigkeit einer eigenen didaktischen Qualifizierung in diesem Bereich, um sich als Lehrender Hinweise, neue Methoden und Praktiken anzueignen. Auch Siebert ist nach 40jähriger Berufserfahrung im Bereich der Erwachsenenbildung der Meinung, dass eine wirklichkeitsgetreue Theorie die angemessenste Voraussetzung für eine aussichtsreiche Bildungspraxis ist (vgl. ebd. S. 2).

Da der Mensch nicht grundsätzlich nur für die Schule lernt, sondern für das Leben und ein Leben lang, ist zweifellos nachvollziehbar. Doch inwieweit hängen Vorbereitung, Planung und Durchführung der Unterrichts- oder Seminareinheit vom tatsächlichen Lernerfolg der Schüler oder Teilnehmer ab?

In der vorliegenden Arbeit werden neben der Didaktik und ihrer Relevanz hinsichtlich der Unterrichtsvorbereitung zwei weitere didaktische Grundkonzeptionen in den Blick genommen, um Alternativen hinsichtlich der Bildungstheorie aufzuzeigen, die den Lehrenden bei ihrer Arbeit mit den Lernenden unterstützen. Eines der bedeutendsten Modelle ist bis heute die bildungstheoretische Didaktik, das Steckenpferd des Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Klafki und vor allem der Widerspruch, der materialen und formalen Bildungskonzepten. Zu diesem Konzept gehört die didaktische Analyse, bestehend aus fünf Grundfragen, mit denen sich Lehrende zu Beginn ihrer beruflichen Tätigkeit vertraut machen sollen, um eine erfolgversprechende Unterrichtsvorbereitung zu garantieren. Dabei werden verschiedene Aspekt der Erwachsenenbildung herangezogen, die zu Klärung der Kernfrage: Warum ist die bildungstheoretische Didaktik in diesem Berufsfeld von Bedeutung? dienen werden. Insbesondere soll berücksichtigt werden, dass die Didaktik der Erwachsenenbildung nicht mit der Didaktik der Schulpädagogik gleich gestellt werden kann. Deshalb müssen didaktische Konzeptionen und Methoden auf unterschiedliche pädagogische Bereiche abgestimmt werden.

2 Die Didaktik

Dass aus dem griechischen stammende Wort Didaktik bedeutet Lehren und befasst sich sowohl mit der Unterrichtstheorie als auch mit der Wechselwirkung von Lernen und Lehren. Sie ist als geplanter Prozess definiert, indem das Lernen ermöglicht und weitestgehend gefördert wird. Die Didaktik, die Lehre vom Lernen wurde im 17.Jahrhundert von dem tschechischen Philosophen und Pädagogen Johann Comenius entwickelt und als Lehrkunst bezeichnet, die alle Menschen befähigt, die gewünschten Inhalte vollständig zu lehren (vgl. Mitzlaff, 2004, S. 42). Siebert beschreibt die Didaktik als „die Vermittlung zwischen der Sachlogik des Inhalts und der Psychologik des/der Lernenden. Zur Sachlogik gehört eine Kenntnis der Strukturen und Zusammenhänge der Thematik, zur Psychologik die Berücksichtigung der Lern- und Motivationsstrukturen der Adressat/-innen.“ (Siebert, 2006,S. 2) Sie wird in der Fachliteratur als Teildisziplin der Pädagogik angesehen, bezieht sich auf das Problemfeld des Unterrichts und schenkt dem Unterrichtsprozess große Beachtung. Überdies ist die Didaktik eine Hochschuldisziplin und wesentlicher Bestandteil praktischer Lehrerausbildung in Form von Referendariaten, wobei in speziellen Ausbildungsplänen auf den Erwerb von didaktischen Kompetenzen geachtet wird. Diese Kompetenzen sind dadurch gekennzeichnet, dass sich die angehenden Lehrer und Lehrerinnen Kenntnisse, Methoden und Fähigkeiten aneignen um Lehr- und Lernprozesse planen, durchführen und evaluieren zu können. Die Hochschuldidaktik hat bei Studierenden und Lehrenden einen hohen Stellenwert, weil sie die Möglichkeit bietet, in theoretischer und praktischer Form die Unterrichtsinhalte sowie die Vermittlung von Wissenschat und Wissen zu verbessern und zu erweitern. Der Einsatz von Medien und das Anwenden neuer Verfahren, die den Lehrenden und Studierenden zur Verfügung stehen, erleichtern das Erarbeiten, Ausüben und Beurteilen von Wissen (vgl. Kron, 2008, S. 19 ff.). Der Begriff Didaktik hatte lange Zeit sein Hauptaugenmerk auf den schulischen Unterricht und das schulpädagogische Handeln gerichtet, da es sich in der praktischen Lehrerbildung an öffentlichen Schulen durchgesetzt hat. Doch aufgrund der konstruktivistischen Diskussionen in den 1990er Jahren wurden weitere Lernkontexte wie die Erwachsenenbildung, Weiterbildung, Sozialpädagogik, Medienpädagogik und viele weitere lernförderliche Beziehungen in den Blick genommen. Deshalb findet die Teildisziplin der Pädagogik in allen Einrichtungen und Organisationen des Bildungs- und Ausbildungswesens Zugang, wie beispielsweise in Kindergärten, Nachhilfeinstitutionen, Schularten oder Schulfächern. Außerdem ist die Didaktik in allen außerschulischen didaktischen Praxisfeldern, wie zum Beispiel in der Sozialpädagogik, im Freizeitbereich, in der Mediendidaktik sowie in der Erwachsenenbildung zu finden. Vorwiegend in den letzten Jahren hat die Didaktik über die schulpädagogische Disziplin hinaus eine intensive, ausgeweitete und gesellschaftliche Wichtigkeit erfahren. Durch die zunehmende Bedeutung der außerschulischen Praxisfelder entwickelte sich die Didaktik zu einer kontextübergreifenden Ordnung, welche sich mit der Ausrichtung und Durchführung von Lernangeboten befasst (vgl. Kron, 2008, S. 20 ff.). Auch Siebert beschreibt die Didaktik als Schlüsselbegriff der Erwachsenenbildung und Schulpädagogik, denn didaktisch gehandelt wird nicht nur im Unterricht, sondern auch im alltäglichen Leben. Die wesentlichen Kennzeichen der Didaktik sind das Mitteilen, Zeigen, Erklären, Überzeugen und Befähigen (vgl. Siebert, 2006, S. 1). „Didaktisches Handeln ist also eine symbolische, meist sprachliche Intervention.“ (ebd.) Bei dieser Intervention können die Form, das „Was“ (Didaktik) und der Inhalt, das „Wie“ (Methodik) nicht voneinander getrennt werden. „Der methodische „Weg“ ist mit dem Ziel und dem Inhalt verknüpft.“ (ebd. S. 2.) Großes Interesse an praktischer Förderung hinsichtlich der Lehr- und Lernprozesse zeigen überwiegend die außerschulischen Institutionen. Didaktiker sollen Lehrenden bei der Auswahl und Reduktion von komplexen Lerninhalten mithilfe von methodischen, theoretischen, empirischen und pragmatischen Vorgehensweisen Anhaltspunkte geben, um erfolgreiches Lernen zu garantieren (vgl. Kron, 2008, S. 20ff und Meueler, 2011, S. 973).

2.1 bildungstheoretische Didaktik

In den 1950er Jahren entwickelten insbesondere die Erziehungswissenschaftler Wolfgang Klafki, Paul Heimann und Wolfgang Schulz die Prototypen zusammengefasster Didaktik-Modelle im Rahmen der Lehrerausbildung. Diese Theorieansätze setzen sich mit der Planung, Durchführung und Reflexion des Handelns in jeglicher Art des Unterrichts auseinander (vgl. Kron, 2008, S. 91 ff.).

Die bildungstheoretische Didaktik oder auch die Didaktik der Bildungsinhalte, die die Erschließbarkeit fachlicher Inhalte thematisiert, ist durch die Konkretisierung des Bildungsbegriffs von Herbart, Weniger, Spranger und einigen weiteren Pädagogen und Philosophen gekennzeichnet. Trotz der Fülle an Informationen findet der Bildungsbegriff von Klafki einen zentralen Anhaltspunkt. Er brachte eine Weiterentwicklung des Bildungsbegriffes von Herbart hervor, welcher zur Begründung seiner sogenannten kategorialen Bildung von großer Wichtigkeit war. Die bildungstheoretische Didaktik zielt auf die zeitgemäße (Allgemein-)Bildung des Menschen im Ganzen ab und somit nicht nur auf spezielle und nützliche Eigenschaften, Neigungen oder Begabungen. „Didaktik als Herzstück der Pädagogik (Derbolav) orientiert sich an der Wirklichkeit und stellt den Begriff Bildung in den Mittelpunkt aller didaktischen Überlegungen.“ (Kuypers/Leyendecker, 1982, S. 9) Klafki sah eine Disparität in der bildungstheoretischen Diskussion über den Bildungsbegriff, da zum einen unklar war, ob die Schüler von den Lehrenden dazu befähigt werden sollen Wissen anzuhäufen, somit den materialen Bildungsbegriff zu fördern oder ob die Schüler das Lernen erlernen sollen, sich sowohl methodische Kompetenzen als auch lernförderliche Verhaltens- und Handlungsformen anzueignen, also den formalen Bildungsbegriff zu unterstützen. Aufgrund dieser Zweiteilung des Bildungsbegriffs versuchte er den Neuansatz durch die „kategorialen Bildung“ zu verbinden, welche für das Lernen mit Erwachsenen heutzutage noch aufschlussreich ist (vgl. Kron, 2008, S. 72ff. und Siebert, 2005, S. 9). Dass nicht jeder Bildungsinhalt auch einen Bildungsgehalt hat, ist der grundlegende Kerngedanke dieses Ansatzes und wird durch sieben Erscheinungs- bzw. Grundformen dargestellt. Diese Grundformen sind das Fundamentale, das Exemplarische, das Typische, das Klassische, das Repräsentative, die einfachen Zweckformen und die einfachen ästhetischen Formen (Kron, 2008, S. 74 ff.). Aus der Fülle an Inhalten werden von dem Lehrenden bedeutungsvolle Bildungsinhalte ausgewählt, welche somit den jeweiligen Bildungsgehalt festlegen.

„Bildung ist kategoriale Bildung in dem Doppelsinn, dass sich dem Menschen eine Wirklichkeit „kategorial“ erschlossen hat, und dass eben damit er selbst - dank der selbstvollzogenen „kategorialen“ Einsichten, Erfahrungen, Erlebnisse - für diese Wirklichkeit erschlossen worden ist. […] Alles, was nicht repräsentativ für grundlegende Sachverhalte und Probleme ist, sondern nur Einzelwissen oder Einzelkönnen, das nicht kategorial erschließend zu wirken vermag; […] alles endlich, was dem Schüler nicht wenigstens der Möglichkeit nach den Durchstoß zum Fundamentalen, zu den tragenden Kräften der Grundbereiche unseres geistigen Lebens erlaubt - alles das sollte in unserem Bildungswesen keinen Ort - jedenfalls keinen zentralen Ort - mehr haben.“ (Klafki, 1963, S. 44f)

Mithilfe dieses Vorgangs entscheidet sich, welche fundamentalen Bildungsinhalte die Lernenden vermittelt bekommen. Danach wurde das Modell der bildungstheoretischen Didaktik, die didaktische Analyse, entwickelt. Ziel war es ein unterrichtspraktisches Modell zu entwerfen, welches dazu dient, den Lehr-Lern- Prozess zu planen sowie die Bildungsgehalte in den Unterrichtsinhalten darzulegen und zu vereinbaren. Infolgedessen wurden die Bildungsinhalte, die der Lehrplan umfasst, auf ihren Bildungsgehalt analysiert. Der Lehrende muss bei der Vorbereitung seiner Seminar- oder Unterrichtseinheit nachvollziehen, aus welchem Grund der jeweilig behandelnde Unterrichtsinhalt in dem Lehrplan aufgenommen wurde.

2.2 Didaktik in der Erwachsenenbildung

Erwachsenenbildung wird in Deutschland zumeist mit den Volkshochschulen in Verbindung gebracht, weil diese ausnahmslos den Erwachsenen zur Verfügung stehen. Die Erwachsenenbildung wurde zum unerlässlichen Bestandteil der Gesellschaft, als die Kenntnisse, das Wissen und die Erfahrungen aus Schule, Familie oder beruflichen Umfeld nicht mehr ausreichten, um den kulturellen, beruflichen und politischen Anforderungen gerecht zu werden (vgl. Tietgens, 1966, S. 144). „Im Mittelpunkt steht die Frage nach der „Bildsamkeit“ und den Bildungsbedürfnissen Erwachsener sowie nach erwachsenengemäßen Lehr/Lernmethoden und Organisationsformen.“ (Dollinger et al., 2009, S. 228) Da sich die bildungstheoretische Didaktik auf den Bildungsbegriff bezieht und Bildung ohne Lernen nicht möglich ist, richtete sich die Erwachsenenbildung der bildungstheoretischen Didaktik (vgl. ebd. S 231).

Die Erwachsenenbildung zeichnet sich durch selbstorganisierte als auch fremdorganisierte, frei wählbare Bildungsprozesse aus. Bereits Comenius machte darauf aufmerksam, dass eine Schuldidaktik nicht mit der Erwachsenendidaktik gleichzusetzen war und teilte somit die allgemeine Didaktik in verschiedene Didaktiken auf. Die Didaktik der Erwachsenenbildung umfasst somit unter anderem die Bereichsdidaktik (z.B. politische Bildung), die Zielgruppendidaktik (z.B. Altenbildung) sowie die Institutionsdidaktik (z.B. Heimvolkshochschule). Dies soll sichtbar machen, dass Didaktik der Erwachsenenbildung nicht mit der Didaktik der Schulpädagogik gleichzusetzen ist und deshalb auch andere didaktische Methoden, Konzepte und Rahmenbedingungen entwickelt und angewandt werden (vgl. Siebert, 2006, S. 5 ff.).

In der Erwachsenenbildung kommt es laut Siebert auf die Sachkompetenz der Dozenten, wie auch auf das Feingefühl und die Wahrnehmung im Umgang mit erwachsenen Teilnehmern an. Zusätzlich wird sich darauf bezogen, wie Lernen möglichst effektiv unterstützt und auf welche Art Lerngegenstände vermittelt werden können. Damit Lernende für sich selbst wieder Lernmöglichkeiten und vor allem nützliche Handlungsweisen erlernen oder entwickeln können, muss die didaktische Erwachsenenbildung den Teilnehmern die Chance geben, durch Initiativen oder interessanten Angeboten das Lernen und die damit verbundene Weiterentwicklung zu ermöglichen (vgl. Faulstich/Zeuner, 1999, S.47). Sie grenzt sich hinsichtlich ihrer Lehrveranstaltungen als Beratungssystem sowie ihrer Eigenverantwortlichkeit vom klassischen Schulunterricht ab. Die Lehrveranstaltungen orientieren sich an den Wünschen und Interessen der Teilnehmer, dabei fällt das Unterrichten einfacher, weil es auf freiwilliger und eigenverantwortlicher Basis stattfindet. Dies führt dazu, dass ein Lebensweltbezug hergestellt wird, welcher es ermöglicht, die vom Dozenten vorbereiteten Inhalte zu verinnerlichen anstatt zu vergessen, was beim schulischen Unterricht zu oft der Fall ist.

Um diese Lern- und Aufnahmebereitschaft erfolgreicher zu gestalten, beschäftigt sich die Didaktik unabhängig von charakteristisch klassischen Lerninhalten mit der Gestaltung, Darstellung und aussichtsreichen Durchführung von Lernangeboten und deren Methoden, dabei steht der erwachsene Mensch im Zentrum aller methodischen Strategien (vgl. Kuypers/Leyendecker, 1982, S. 14). Die Vorbereitung der Seminareinheiten werden als didaktisches Handeln bezeichnet und inkludiert jegliche Planung und Maßnahmen von dem Unterrichtsbeginn. Inwieweit die Durchführung erfolgversprechend ist, hängt von den methodischen Kompetenzen der Seminarleiter ab. Siebert stellt fest, dass eine didaktische Planung nicht zwingend erforderlich ist, da Honorarkräfte, die meist nur nebenberuflich in einer Weiterbildungsinstitution angestellt sind, lediglich die Seminardurchführung bezahlt bekommen und keine Vor- sowie Nachbereitungszeit. Des Weiteren sind viele Lehrende, die längere Zeit unterrichten der Meinung, aufgrund ihres Fachwissens und Erfahrungen keine Vorbereitungen nötig zu haben. Nichtsdestotrotz ist das didaktische Wissen die Basis für erwachsenpädagogische Professionalität (vgl. Siebert, 2006, S. 2 f.).

3 Die didaktische Analyse als Kern der Unterrichtsvorbereitung

Die sogenannte didaktische Analyse besteht aus fünf Grundfragen, die bei der Unterrichtsvorbereitung und der Auswahl der Unterrichtsinhalte verwendet werden sollen. Sie wird als Kern der Unterrichtsvorbereitung angesehen und findet nicht nur im schulischen Kontext statt, da es in den letzten Jahren zu einer zunehmenden Bedeutung verschiedener Lernkontexte auch außerhalb der Schule kam und sich die Didaktik mit allen lernförderlichen Arrangements beschäftigt. Überdies ist Bildung eines der wichtigsten Güter für die Menschheit und bezieht sich somit nicht auf ausgewählte Gruppen oder Organisationen, sondern auf die Allgemeinheit. Auch das Lehren und Lernen ist der nennenswerte Gegenstand bei der Disziplin Erwachsenenbildung und Weiterbildung. Die didaktischen Fragen, die für die Unterrichtsvorbereitung sowie Unterrichtsanalyse von großer Bedeutung sind, erweisen sich sowohl für Lehrer und Referendare als auch für Erwachsenenbildner, Dozenten, Erzieher und Ausbilder als nützliche Richtlinien, um die Zusammenhänge zwischen erwarteten und objektiv realen Lehr- und Lernprozessen zu beurteilen (vgl. Meueler, 2011, S. 973).

3.1 Unterricht und Unterrichtsvorbereitung

Neben dem Erziehen ist das Unterrichten die wichtigste Hauptaufgabe eines Lehrers und beinhaltet die Darstellung sowie die Durchführung von institutionalisierten Lehr- und Lernsituationen. Heutzutage wird in der Regel das Unterrichten als Lehr-Lern- Prozess bezeichnet, bei dem Schüler und Lehrer wechselseitig voneinander lernen (vgl. Becker, 1988, S. 7). In der Literatur der Erwachsenenbildung ist der Unterricht, als zweiter Bildungsweg in Form von Umschulungen oder Weiterbildungen, bei den Teilnehmenden und Lehrenden allgemein gebräuchlich, jedoch eher unbeliebt, da Unterricht noch zu oft mit den schulischen Prozessen assoziiert wird (vgl. Arnold et al., 2010, S. 293). In den Unterrichtsprozessen herrscht die zielorientierte Didaktik vor, „deshalb sind Fremdsteuerungen durch Lehrpläne, Prüfungsordnungen und curriculare Vorstrukturierungen hier ausgeprägter als in erfahrungsorientierten Seminaren.“ (ebd.)

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Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Die didaktische Analyse als erforderliches Mittel der erfolgversprechenden Unterrichtsvorbereitung
Hochschule
Technische Universität Chemnitz
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
21
Katalognummer
V305401
ISBN (eBook)
9783668035249
ISBN (Buch)
9783668035256
Dateigröße
572 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
analyse, mittel, unterrichtsvorbereitung
Arbeit zitieren
Julia Zander (Autor), 2013, Die didaktische Analyse als erforderliches Mittel der erfolgversprechenden Unterrichtsvorbereitung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305401

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