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Die Geschichte der Postkarte

Title: Die Geschichte der Postkarte

Seminar Paper , 2000 , 21 Pages , Grade: 1

Autor:in: Diana Bauer (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Summary Excerpt Details

Die Geschichte der Postkarte – als ich mich im Proseminar für das Thema entschied, welches
schließlich auch zum Gegenstand meiner Hausarbeit werden sollte, war mein Wissen über
dieses Medium gleich Null.
Natürlich stöbere ich gerne im schier endlosen Sortiment von Postkarten, die ich dann zu
besonderen Anlässen Freunden schicke. Bei dem riesigen Angebot fällt es nicht immer leicht
Überblick zu bewahren und die Richtige auszuwählen.
Und wenn ich von einem anstehenden Urlaub berichte, ist meist die erste reflexartige
Reaktion: Du schickst mir doch eine Postkarte, oder? Auch ich freue mich über jede Karte,
die ich von Bekannten bekomme.
Außerdem habe ich beim Durchstöbern alter Familienalben immer wieder Fotos entdeckt, die
auf der Rückseite wie Postkarten bedruckt sind. Komisch, dachte ich, waren die etwa zum
Verschicken gedacht?
Was es mit solchen Fotopostkarten auf sich hat, erfuhr ich erst später beim Studieren meiner
Lektüre. Ebenso welche Höhen und Tiefen die Postkarte in ihrer Entwicklung durchlaufen
hat. Anschließend möchte ich einen kleinen Einblick in die faszinierende Welt der Postkarte
gewähren.
Ich werde die kultur- und sozialhistorischen Hintergründe beschreiben, welche für die
Einführung und den enormen Zuspruch dieser postalischen Neuheit auschlaggebend waren.
Ich berichte von ihrer Bedeutung, die sie zu den verschiedenen Zeiten für die Menschen hatte.
Ferner werde ich den Wandel ihres Formates, ihrer Motive und ihres Preises darlegen.
Die einzelnen Postkartentypen habe ich durch eine kursive Schreibweise hervorgehoben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in den Gegenstandsbereich

2 Die Anfänge der Postkarte

3 Die „Goldenen Jahre“ der Postkarte

4 Die Flaute der Postkarteneuphorie

5 Die Postkarte als Propagandamittel

6 Exkurs: Charakterisierung von Antisemitischen

Bildpostkarten und Judenspottkarten

7 Die Postkarte nach dem Dritten Reich und heute

8 Abschließende Bemerkungen zum Inhalt auf Postkarten

9 Literaturhinweis

10 Anhang

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die kultur- und sozialhistorische Entwicklung der Postkarte vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart, wobei der Fokus auf dem Wandel ihrer Formate, Motive, Preise und gesellschaftlichen Funktionen liegt. Dabei wird insbesondere beleuchtet, wie sich das Medium vom reinen Korrespondenzmittel zu einem Massenartikel und Sammlungsobjekt gewandelt hat.

  • Kulturhistorische Einordnung der Postkarteneinführung und ihrer Bedeutung.
  • Analyse des "Postkartenbooms" während der industriellen Revolution.
  • Untersuchung der Postkarte als Propagandamittel und Instrument antisemitischer Hetze.
  • Darstellung des Funktionswandels und der Bedeutung der Postkarte im modernen Massentourismus.

Auszug aus dem Buch

Die Anfänge der Postkarte 1865-1895

Für deutschsprachige Autoren gelten die Postanweisungen und Drucksachenkarten, welche 1865 in Deutschland eingeführt wurden, als Vorläufer der Postkarte. Beide Formulare jedoch reduzierten handschriftliche Zusätze auf ein Minimum. So war beispielsweise bei der Drucksachenkarte neben der Anschrift des Empfängers und des Absenders lediglich Platz für Ort und Datum der Absendung sowie für die Unterschrift vorgesehen.

Diese Karten wurden empfohlen für „Gedruckte Anzeigen aller Art“ wie Geschäftsbenachrichtigungen, Bestätigungen von Bestellungen, um nur einige Beispiele zu nennen. Weil sie als offene Sendungen, d.h. ohne Kreuz- oder Streifband, verschickt wurden, kostete die Absendung einer solchen Karte nur vier Pfennige.

Noch im selben Jahr forderte Heinrich von Stephan ein offen zu versendendes Postblatt. Er meinte: „Die jetzige Briefform gewährt für eine erhebliche Anzahl von Mittheilungen nicht die genügende Einfachheit und Kürze.“ Seine Idee fand zunächst keine Anhänger. Einerseits befürchtete man finanzielle Einbußen, weil der Transport dieses Postblattes nicht wie bei Briefen je nach Entfernung bis zu drei, sondern bloß einen Silbergroschen betragen sollte. Andererseits hatte man moralische Bedenken wegen des Briefgeheimnisses. Denn die Mitteilungen gelangten ja nicht verschlossen vom Absender zum Empfänger und waren deshalb der Indiskretion von Postboten, Dienstpersonal und anderen Neugierigen ausgesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in den Gegenstandsbereich: Die Einleitung erläutert die persönliche Motivation der Autorin und steckt den Rahmen der kulturhistorischen Betrachtung ab.

2 Die Anfänge der Postkarte: Dieses Kapitel beschreibt die historischen Vorläufer der Postkarte und die anfänglichen Widerstände gegen ihre Einführung.

3 Die „Goldenen Jahre“ der Postkarte: Hier wird der Aufstieg der Postkarte zum Massenmedium um die Jahrhundertwende analysiert.

4 Die Flaute der Postkarteneuphorie: Das Kapitel behandelt den Rückgang der Postkartenproduktion nach dem Ersten Weltkrieg durch neue Medienkonkurrenz.

5 Die Postkarte als Propagandamittel: Untersuchung der Instrumentalisierung des Mediums durch die Nationalsozialisten.

6 Exkurs: Charakterisierung von Antisemitischen Bildpostkarten und Judenspottkarten: Eine Analyse der stilistischen Mittel und Stereotype, die in judenfeindlichen Karten verwendet wurden.

7 Die Postkarte nach dem Dritten Reich und heute: Darstellung der Renaissance des Mediums im Kontext des aufkommenden Massentourismus.

8 Abschließende Bemerkungen zum Inhalt auf Postkarten: Reflektion über die inhaltliche Gestaltung der Karten und die Sprachlosigkeit in der Alltagskommunikation.

Schlüsselwörter

Postkarte, Korrespondenz, Sozialgeschichte, Ansichtskarte, Massenmedium, Antisemitismus, Propaganda, Fotografie, Kommunikation, Massentourismus, Briefgeheimnis, Bildsprache, Sammlerobjekt, Kulturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die historische Entwicklung der Postkarte, ihre verschiedenen Funktionen und ihren Einfluss auf die Kommunikation im Wandel der Zeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Einführung der Postkarte, ihre Blütezeit als Massenmedium, ihre Rolle als Propagandainstrument sowie ihre Funktion im modernen Tourismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den kulturhistorischen Wandel des Mediums Postkarte sowie seine Anpassung an gesellschaftliche Bedürfnisse und technologische Fortschritte darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einem kultur- und sozialhistorischen Ansatz, um die Bedeutung des Mediums in unterschiedlichen Epochen zu kontextualisieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Phasen, von den Anfängen der Korrespondenzkarte bis hin zur Bedeutung der Postkarte in der heutigen Zeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Postkarte, Massenkommunikation, Propagandamittel und historische Bilddokumentation.

Warum wurde die Postkarte im NS-Regime als Propaganda eingesetzt?

Aufgrund ihrer kostengünstigen Massenproduktion und weiten Verbreitung eignete sie sich hervorragend, um nationalsozialistisches Gedankengut gezielt unter die Bevölkerung zu tragen.

Welche Rolle spielt die Postkarte heute für Sammler?

Heute wird die Postkarte primär als historisches Zeugnis und Antiquität betrachtet, wobei Sammler oft nach bestimmten Epochen oder thematischen Motiven suchen.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Die Geschichte der Postkarte
College
University of Bamberg
Course
Von der Postkutsche zum Handy
Grade
1
Author
Diana Bauer (Author)
Publication Year
2000
Pages
21
Catalog Number
V30542
ISBN (eBook)
9783638317856
Language
German
Tags
Geschichte Postkarte Postkutsche Handy
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diana Bauer (Author), 2000, Die Geschichte der Postkarte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30542
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