Definitionen und Konzepte von Erziehung. Ihre Wichtigkeit für Gesellschaft, Staat und Individuum


Essay, 2015

14 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II. Definition der Erziehung und ihre Absicht Seiten.

III. Kritische Unt ersuchung der Erziehung Seiten.

IV. Kant und Mill setzen Bausteine Seiten.

V. Der Mensch als Mängelwesen Lösung: Erziehung

VI. Der Kompromiss : Eltern, Staat, Erziehung

VII.Paradigma der Normen und Werte

Fazit

Dieser Text stammt von einem Autor, dessen Muttersprache nicht Deutsch ist. Bitte haben Sie deshalb Verständnis für eventuelle Fehler und Inkonsistenzen im Ausdruck.

I Einleitung

Was ist Erziehung ? Welche verschieden Definitionen gibt es und wer sind die Vertreter. und welche Wechselwirkungen zwischen Subjekt ( Individuum) und Objekt ( Außenwelt) gibt es und warum benötigt eine Gesellschaft die Erziehung ? Diese Arbeit beschäftigt sich mit diesen Fragen, mit dem Konzept der Erziehung und ihre Wichtigkeit für die Gesellschaft, Staat und das Individuum. Unter anderem bietet sie uns einen Einblick auf die Vorgänger dieses Begriffs, wie Emanuel Kant und Stuart Mill. Die Erziehung war stets ein undeutlicher Begriff, der meist dazu neigte in die verschiedensten Richtungen ausschweifte.

Meine These: Die Erziehung ist ein dynamisches auf Werte basierendes Konzept, das für die Gesellschaft unentbehrlich ist. Ihre Konzepte sind die Brücken von Gruppen zu anderen und das Resultat ist eine intellektuelle, moralisch aufgeschlossene und aufgeklärte Gesellschaft. Ein Schwerpunkt dieser Arbeit wird unter anderem das Individuum selbst sein, sowohl Erzieher als auch Erzogener, jedoch liegt der Hauptaugenmerk auf den Erzogenen. Welche Rolle übernimmt das Elternhaus und für welche Rolle ist der Staat bestimmt, braucht man überhaupt den Staat oder ist er entbehrlich. Die Frage warum die Gesellschaft die Erziehung die braucht, rückt in dieser Arbeit in den Mittelpunkt.

II Definition der Erziehung und ihre Absicht Seiten.

Lassen Sie uns erstmals die verschiedenen Definition des Begriffs Erziehung aufdecken.

W. Brenzinka beschreibt die Erziehung als eine Handlung, die die Ansicht einer anderen Person dauerhaft verbessert und jene Bestandteile, die als gut empfunden werden, weiterhin zu erhalten und jene für schlecht befundene zu „ verhüten“. Mit anderen Worten erzieht man dauerhaft eine andere Person mit seinen Handlungen mit dem Ziel, die Persönlichkeit eines anderen Menschen aufzuwerten. In seinem Buch „Von der Pädagogik zur Erziehungswissenschaft“, hat er diese Definition noch erweitert, indem er Erzieher und Lehrer einfügt, die mit einer Intention handeln, die Heranwachsenden Persönlichkeiten ( Kinder und Schüler) beim Lernen von Lerninhalten zu fördern. Sprich, dass die erzieherische Absicht, den Kindern und Schülern in ihren Lernprozessen zu unterstützen, vorhanden ist.

Damit sichert sich diese Definition der Erziehung in dem Sinne ab, dass sie nicht das Produkt der Erziehung mit einbezieht, sondern die moralisch vertretbare Absicht, positives mit einer Handlungen erreichen zu wollen. Das Produkt dessen, wie die Erziehung auf den Erzogenen eingewirkt hat, kann nicht erzieherisch nachgewiesen werden, sodass dieser Bereich in ein thematisch anderes Feld fällt und zwar der psychischen Analyse eines Subjekts. W. Brezinka hat ein einfaches Schema zur Veranschaulichung dieser begrifflichen Klassifizierung aufgestellt. Er beschreibt einen „Sender“ mit einer zweckgerichteten Handlung, der die Reaktion im „Empfänger“ außer acht lässt. So wird die Geistestäuschung, dass die Erziehung immer ihren Sinn erfüllt, kaschiert. Nur so kann die Erziehungswissenschaft unangefochten bleiben und die Schwerpunkte auf die Ziele der Erziehung weiter ausarbeiten. Wenn man nämlich die Erziehung nun mehr an ihren Resultaten misst, so wird kritisiert, dass selbst Mörder von dieser Gesellschaft erzogen werden.

Die Absicht ist nicht der alleinige Maßstab, wonach man misst, ob jene Handlung eine Erziehung ist oder nicht.

Der Begriff der Erziehung ist mehr idealtypischer Natur und fungiert eher als Leitung für Erziehende, die ihr Verhalten dahingehend navigieren, demnach kommen sie dem Bild der Erziehung nur mehr oder weniger nahe. Erzieher handeln sozusagen mutmaßlich, mit dem Wissen, das sie haben und den Schlussfolgerungen, die sie ziehen. Die Voraussetzung jeglicher erzieherischer Handlung liegt aber nicht im Affekt, sondern in der Prämisse, das noch unfertige Wesen für unbekannte Aufgaben zu rüsten und ihm ein sozial willkommen Verhalten anzueignen. ( Vgl. Brezinka 2000 )

III Kritische Unt ersuchung der Erziehung Seiten.

Nicht alles anerzogene positiv auf das Verhalten des Subjekts aus, denn die Erziehung beinhaltet, sowohl negative, als auch positive Erfahrungen. Selbst Erzieher werden davon nicht verschont. Er/Sie durchläuft zeitgleich und fortwährend einen Entwicklungsprozess und erfährt zahlreiche Situationen, wie Lebenskrisen und Berufswechsel, die er zu bewältigen versucht. ( Vgl. Brezinka 2000 ) Demnach wäre es nicht allzu weitblickend, den Erzieher in jeder Hinsicht zum Hauptverantwortlichen der Erziehung geltend zu machen. Im Endeffekt ist der Erziehende nicht allein für die Erziehung verantwortlich. Das Subjekt selbst befindet sich immerfort in der Wechselwirkung zwischen Individuum und Umwelt. Sei es durch die Einwirkung von Gesetzen, durch Regierungsformen, industrielle Fertigkeiten und selbst die vom Menschen nicht bedingten Phänomene, wie Klima, Boden und geographische Lage ( Vgl. Durkheim 1972 ).

Eine weitere Definition erhalten wir von H-J. Heydorn, der die Erziehung als Zucht sieht, wo sich der Mensch einer Hierarchie unterwirft und ihm nichts anderes übrig bleibt, als sich blind einzuordnen. In einen weiteren Text ( vgl. Überleben und Bildung S.172) bekräftigt er diese Blindheit, damit die Erziehung an Praxis gewinnt. Die Praxis unterscheidet sich jedoch stark von den theoretischen Ansätzen. Durkheim erklärt, dass die theoretische Erziehungswissenschaft ein fiktives Gebilde aus Wünschen ist mit idealtypischen Charaktereigenschaften der Erziehung als Säulen dieses Konstrukts. Eine Pauschalisierung der Methoden, die ideale Erziehung, genauer gesagt, die einzig ideale Erziehung, die auf alle anwendbar ist, scheint ein schöner Gedanke zu sein, jedoch ein Irrtum.

Das Konzept der Erziehung ist eine dynamische, auf Zeit und Ort begrenzte Vorstellung. Die gesellschaftliche Periode und geographische Lage sind Hauptbestandteile des Blickwinkels auf den Erziehungsbegriff. Die Erziehung wurde von Gruppen erschaffen, um eine Vision des nötigen gesellschaftlichen Wandels voranzutreiben. Wenn die Gesellschaft Männer der Tat bräuchte, wären die Ziele und Einrichtungen demnach ausgelegt. Die altrömische Erziehung z.B glich dieser.Während die Mädchen Zuhause bei ihren Müttern blieben und häusliche Arbeit als Hauptelement ihres Lebens kennenlernten, nahmen die Väter ihre Söhne zu Hand und sie lernten das Leben in den Foren oder Senatssitzungen kennen. Ab einem bestimmten Alter heirateten die Töchter, rechtlich gesehen durften sie es schon mit 12 Jahren, und die Söhne wurden in den Militärdienst geschickt, um vorerst zu gehorchen und um dann zur gegebenen Zeit zu führen. Diese geschlechtsspezifische Erziehung wäre Heute undenkbar, jedoch war sie zu Derzeit das, was ihre Gesellschaft gebraucht hat. Lernen ohne Schulen, lernen im Elternhaus, mit den Älteren als Idole und schließlich lernen für das Leben.

Das Leben ist ein stetiger Wandel, Bedürfnisse die wir eins hatten, gleichen der Angst, der wir Heute entkommen wollen, Gesellschaften verändern sich und diese Veränderungen verleiten Gesellschaften die Dynamik zu erblicken und ihre Erziehung karikativ zu kommissionieren. Wenn aber der Fall eintrifft, dass nicht in allen Einrichtungen und Organisationen ein und die selbe Erziehung vorliegt, dann nur aus dem Grund, dass Differenzen im Hinblick auf Ziele der Erziehung oder die Mittel, um sie zu erreichen, entstanden sind.

Aus Heutiger Sicht, kann man sagen, dass die Menschheit sich in puncto Erziehung einige Fehltritte erlaubt hat, jedoch ersparen uns gerade diese Fehltritte weitere Fehltritte und damit auch Zeit. Dennoch gibt es in jeder Gesellschaft einen Abschnitt, wo die Erziehung einen unverkennbaren Einfluss auf das Individuum hat. Bräuche entstehen, die selbst das Handeln im Elternhaus zur Anpassung zwingen. Dies kann man auch die Hegemonie einer Erziehungsform innerhalb der Gesellschaft nennen, die nur durch das Zusammenleben von Menschen entsteht, die ihre Bedürfnisse erkennbar machen. Das nimmt Zeit in Anspruch, so wird deutlich, auch wenn wir uns nur auf kleine Details beziehen, dass wir der Fortschritt unseres DNA-Strangs, des biologischen und nicht zuletzt kulturellen Evolution, weitergeben, von Generation zu Generation. Durch das wandern des Begriffs Erziehung auf der Zeitleiste der Menschheit ergab sich die Gesamtheit der Maxime, auf die sich die Erziehung heute beruft.

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Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Definitionen und Konzepte von Erziehung. Ihre Wichtigkeit für Gesellschaft, Staat und Individuum
Autor
Jahr
2015
Seiten
14
Katalognummer
V305568
ISBN (eBook)
9783668055131
ISBN (Buch)
9783668055148
Dateigröße
509 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
definitionen, konzepte, erziehung, ihre, wichtigkeit, gesellschaft, staat, individuum
Arbeit zitieren
Mohammed Chahrour (Autor), 2015, Definitionen und Konzepte von Erziehung. Ihre Wichtigkeit für Gesellschaft, Staat und Individuum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305568

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