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Definitionen und Konzepte von Erziehung. Ihre Wichtigkeit für Gesellschaft, Staat und Individuum

Titel: Definitionen und Konzepte von Erziehung. Ihre Wichtigkeit für Gesellschaft, Staat und Individuum

Essay , 2015 , 14 Seiten

Autor:in: Mohammed Chahrour (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Was ist Erziehung ? Welche verschieden Definitionen gibt es und wer sind die Vertreter. Und welche Wechselwirkungen zwischen Subjekt ( Individuum) und Objekt ( Außenwelt) gibt es und warum benötigt eine Gesellschaft die Erziehung ? Diese Arbeit beschäftigt sich mit diesen Fragen, mit dem Konzept der Erziehung und mit ihrer Wichtigkeit für Gesellschaft, Staat und Individuum. Unter anderem bietet sie uns einen Einblick auf Emanuel Kant und Stuart Mill, die diesen Begriff prägten. Die Erziehung war stets ein undeutlicher Begriff, der meist dazu neigte in die verschiedensten Richtungen auszuschweifen.

Meine These: Die Erziehung ist ein dynamisches auf Werte basierendes Konzept, das für die Gesellschaft unentbehrlich ist. Ihre Konzepte sind die Brücken von Gruppen zu anderen und das Resultat ist eine intellektuelle, moralisch aufgeschlossene und aufgeklärte Gesellschaft. Ein Schwerpunkt dieser Arbeit wird unter anderem das Individuum selbst sein, sowohl Erzieher als auch Erzogener, jedoch liegt das Hauptaugenmerk auf den Erzogenen. Welche Rolle übernimmt das Elternhaus und für welche Rolle ist der Staat bestimmt, braucht man überhaupt den Staat oder ist er entbehrlich? Die Frage warum die Gesellschaft die Erziehung braucht, rückt in dieser Arbeit in den Mittelpunkt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II. Definition der Erziehung und ihre Absicht

III. Kritische Untersuchung der Erziehung

IV. Kant und Mill setzen Bausteine

V. Der Mensch als Mängelwesen Lösung: Erziehung

VI. Der Kompromiss : Eltern, Staat, Erziehung

VII.Paradigma der Normen und Werte

Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Konzept der Erziehung, ihre begriffliche Definition sowie ihre unverzichtbare Rolle und Wechselwirkung zwischen Individuum, Staat und Gesellschaft. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Notwendigkeit von Erziehungsprozessen für das Bestehen einer moralischen und aufgeklärten Gesellschaft.

  • Historische Einordnung des Erziehungsbegriffs durch Philosophen wie Kant und Mill.
  • Analyse der Erziehung als Antwort auf die anthropologische Mängelwesen-Theorie.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes und des Kompromisses zwischen elterlicher Obhut und staatlichem Erziehungsauftrag.
  • Bedeutung von Normen, Werten und moralischen Werturteilen im pädagogischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

V. Der Mensch als Mängelwesen Lösung: Erziehung

Dadurch, dass der Mensch ein Mängelwesen ist besteht der Bedarf auf weitere Aufarbeitung seiner Fähigkeiten, da seine niederen Instinkte nicht mehr genügen. Diese Fähigkeiten lassen sich nur durch die Erziehung und das Erlernen von Fähigkeiten aufarbeiten( vgl. Arnold Gehlen 2009)

Der Mensch hat von Grund auf zwei Seinswesen, zum einen der individuelle geistige Zustand, der all seine Erlebnissen und Erfahrungen nur auf sich bezieht. Dieser Zustand kann man als das individuelle Sein bezeichnen. Das andere Seinswesen ist das weitaus kollektiviere und demnach gewünschtere Sein. Sie bildet ein System aus Einfällen, Emotionen und Brauchtum, die sich nicht nur auf die eigene Persönlichkeit beziehen, sondern mehr auf die Gruppe bzw. Gruppen, denen sie zugeordnet werden. Das sind religiöse Anschauungen, sittliche Werte und Verfahrensweisen, nationale und gewerbliche Traditionen, im Grunde jegliche kollektive Meinung, die man besitzt.

Das könnte man als das kollektive soziale Sein bezeichnen, welches der Schwerpunkt der Erziehungsziele ist. gerade dieses Sein in einem Menschen zu schaffen. Dieses Ziel könnte man in einfachen Worten zusammenfassen: Weg vom egoistischen Sein, hin zum kollektiven und produktiven Sein.

Doch der Mensch ist von Grund auf egoistisch, dieses kollektive soziale Sein wird nicht, wie Muskeln nach der Zeit spontan entwickelt. Der Mensch ist nicht in der Lage sich spontan einer politischen Ordnung oder Autorität einzufügen oder gar zu unterwerfen. Er ist nicht spontan fähig moralische Werte anzuerkennen, sich ihnen hinzugeben und sein Sein dafür aufzuopfern. Nichts angeborenes gibt uns den Entschluss an Gott zu glauben oder eine Kuh für heilig zu erklären, all das und vieles mehr entsteht Dank dem kollektiven Dasein einer moralischen Gesellschaft. Die Gesellschaft ist es, die den Menschen seine Unfähigkeit alleine zu leben vorhält, sie macht ihm die gesellschaftliche Abhängigkeit deutlich, indem sie aufzeigt, dass der Mensch ist ein Mängelwesen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Die Einleitung führt in die Vielschichtigkeit des Erziehungsbegriffs ein und formuliert die These, dass Erziehung ein dynamisches, wertebasiertes Konzept ist, das für das gesellschaftliche Bestehen unabdingbar ist.

II. Definition der Erziehung und ihre Absicht: Dieses Kapitel expliziert Definitionen nach W. Brezinka, wobei der Fokus auf der moralisch vertretbaren erzieherischen Absicht liegt, die über die bloße Betrachtung von Resultaten hinausgeht.

III. Kritische Untersuchung der Erziehung: Hier wird beleuchtet, dass Erziehung positive wie negative Erfahrungen umfasst und in einem fortwährenden Wechselwirkungsprozess zwischen Individuum und seiner Umwelt stattfindet.

IV. Kant und Mill setzen Bausteine: Das Kapitel vergleicht die Erziehungsziele von Kant (vitale Vollkommenheit) und James Mill (Glück als Instrument), um die Dynamik des Erziehungskonzepts zu verdeutlichen.

V. Der Mensch als Mängelwesen Lösung: Erziehung: Der Autor argumentiert, dass der Mensch aufgrund seiner anthropologischen Verfasstheit als Mängelwesen Erziehung benötigt, um vom egoistischen zum kollektiven Sein zu gelangen.

VI. Der Kompromiss : Eltern, Staat, Erziehung: Es wird das Spannungsfeld zwischen der elterlichen Obhut und dem staatlichen Bildungsauftrag als ein unausgesprochener Kompromiss analysiert, der die gesellschaftliche Kohäsion sichern soll.

VII.Paradigma der Normen und Werte: Das Kapitel schließt mit einer theoretischen Reflexion über die Notwendigkeit von Normen, Werten und moralischen Werturteilen zur Organisation des sozialen Verhaltens.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Erziehung ein sich stets wandelnder Prozess bleibt, der das Individuum prägt und wesentlich zur Stabilität und Entwicklung der Gesellschaft beiträgt.

Schlüsselwörter

Erziehung, Erziehungswissenschaft, Gesellschaft, Individuum, Mängelwesen, Moral, Werturteile, Normen, Staat, Elternhaus, Kollektives Sein, Werte, Bildungsauftrag, Pädagogik, Sozialisation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der grundlegenden Bedeutung von Erziehung für den Menschen und die Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf ihre strukturelle Notwendigkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition von Erziehung, die anthropologische Sichtweise auf den Menschen als Mängelwesen sowie das Kräfteverhältnis zwischen Individuum, Elternhaus und Staat.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, warum eine Gesellschaft Erziehung zwingend benötigt und wie diese Erziehung als Brücke zwischen den Menschen fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse und Literaturarbeit, wobei Positionen namhafter Theoretiker wie W. Brezinka, E. Durkheim, A. Gehlen und N. Elias kritisch gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die begriffliche Definition, die historische Einordnung (Kant/Mill), die anthropologische Notwendigkeit (Mängelwesen), das staatlich-familiäre Gefüge sowie die ethische Dimension durch Normen und Werte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erziehungswissenschaft, Gesellschaft, Mängelwesen, Kollektives Sein, Normen und Werte definiert.

Warum betrachtet der Autor den Menschen als "Mängelwesen"?

Der Autor greift auf die Anthropologie von Arnold Gehlen zurück, um zu zeigen, dass der Mensch ohne Erziehung aufgrund fehlender Instinktsicherheit nicht in der Lage wäre, ein adäquates soziales Leben in einer komplexen Gesellschaft zu führen.

Welche Rolle weist der Autor dem Staat im Erziehungsprozess zu?

Der Staat fungiert als Kompromisspartner des Elternhauses, der durch Schulen und Schulpflicht sicherstellt, dass eine gemeinsame Basis an Werten und Normen vermittelt wird, um die Entstehung gesellschaftlicher Enklaven zu verhindern.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Definitionen und Konzepte von Erziehung. Ihre Wichtigkeit für Gesellschaft, Staat und Individuum
Autor
Mohammed Chahrour (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
14
Katalognummer
V305568
ISBN (eBook)
9783668055131
ISBN (Buch)
9783668055148
Sprache
Deutsch
Schlagworte
definitionen konzepte erziehung ihre wichtigkeit gesellschaft staat individuum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mohammed Chahrour (Autor:in), 2015, Definitionen und Konzepte von Erziehung. Ihre Wichtigkeit für Gesellschaft, Staat und Individuum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305568
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Leseprobe aus  14  Seiten
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