Der Verlust von Arbeit, besonders über einen längeren Zeitraum ist für eine Vielzahl von Menschen ein einschneidendes negatives Ereignis und kann u. a. verschiedene gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. „Arbeit ist eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Integration. Wer seinen Arbeitsplatz (dauerhaft) verliert, läuft Gefahr, an den Rand der Gesellschaft zu geraten oder ganz aus dieser herauszufallen.“ Die nachstehende Hausarbeit wird sich dieser Thematik widmen und neben der Betrachtung der durch die Arbeitslosigkeit entstandenen gesundheitlichen Belastungen auch bereits bestehende präventiv wirkende Programme vorstellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gesundheitliche Folgen von Arbeitslosigkeit
3. Konzepte der Prävention
4. Zusammenfassung/Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Hausarbeit untersucht die negativen gesundheitlichen Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf betroffene Personen und analysiert bestehende präventive Maßnahmen und Programme, die auf eine gesundheitliche Förderung und Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zielen.
- Psychosoziale und körperliche Auswirkungen von Arbeitsplatzverlust
- Statistische Zusammenhänge zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheitszustand
- Analyse des "Circulus vitiosus" (Teufelskreis aus Arbeitslosigkeit und Krankheit)
- Vorstellung praxisbewährter Präventionskonzepte wie AmigA, AktivA, JobFit und DiMa
Auszug aus dem Buch
2. Gesundheitliche Folgen von Arbeitslosigkeit
Im November 2013 meldete die Bundesagentur für Arbeit 2.806.143 Menschen in Deutschland, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Das sind 54.663 Menschen mehr als im Vorjahresmonat (vgl. Bundesagentur für Arbeit, 2013, Statistik). Bereits Ende des 19. Jahrhunderts beschrieb wissenschaftliche Literatur Zusammenhänge zwischen Arbeitsverlust und Gesundheit (vgl. RKI, 2003, Heft 13, S.5).
Gesundheit wurde 1948 in der Konstitution der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschrieben als „Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur als das Freisein von Krankheit und Gebrechen“.
„Die Ergebnisse vieler Studien verdeutlichen, dass Arbeitslose im Vergleich zu Erwerbstätigen einen schlechteren Gesundheitszustand haben (Berth et al. 2008, Brenner 2006, Elkeles 1999, Hanisch 1999, Lampert et al. 2011, RKI 2003, Weber et al. 2007, zit. nach GBE kompakt, März 2012)“
Arbeitslosigkeit beeinträchtigt vielfach “(…) Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit, erzeugt bei vielen Betroffenen Gefühle der Niedergeschlagenheit und Leere und führt häufig zu einem Anstieg von depressiven und Angstsymptomen die im Extremfall in Suizidalität münden können.” (Rogge, 2007, S.1 zit. nach Udris 2005, S. 13-19)
Arbeit ist für eine Vielzahl von Menschen identitätsstiftend. Dies kann an einem kleinen Beispiel aufgezeigt werden. “Fragt man jemanden, den man gerade kennen gelernt hat, danach, was er “ist”, so bekommt man im Regelfall die Antwort, die auf die Ausbildung oder die Beschäftigung des oder der Betreffenden verweist.” (Kadler-Neuhausen, 2012, S.53)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Arbeitsplatzverlustes als einschneidendes Lebensereignis ein und skizziert das Ziel der Arbeit, sowohl die gesundheitlichen Belastungen als auch präventive Lösungsansätze zu beleuchten.
2. Gesundheitliche Folgen von Arbeitslosigkeit: Hier werden statistische Daten und wissenschaftliche Studien dargestellt, die den negativen Einfluss von Arbeitslosigkeit auf die physische und psychische Gesundheit, inklusive des Teufelskreises zwischen Krankheit und Arbeitslosigkeit, aufzeigen.
3. Konzepte der Prävention: In diesem Abschnitt werden verschiedene konkrete Praxisansätze wie AmigA, AktivA, JobFit und DiMa vorgestellt, die darauf abzielen, die Gesundheit von Arbeitslosen zu fördern und deren Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.
4. Zusammenfassung/Fazit: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und plädiert für den Ausbau politischer Unterstützung sowie die Diskussion neuer Ansätze wie ein Bedingungsloses Grundeinkommen.
Schlüsselwörter
Arbeitslosigkeit, Gesundheit, Prävention, psychische Belastung, Arbeitsmarktintegration, Fallmanagement, Lebensqualität, Krankheitsrisiko, Wiedereingliederung, Sozialpolitik, Arbeitslosigkeitsforschung, Gesundheitsförderung, Soziale Isolation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die weitreichenden gesundheitlichen Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf den Menschen und analysiert, wie durch gezielte Präventionsprogramme gegengesteuert werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder sind die gesundheitlichen Folgen des Arbeitsplatzverlustes, die wissenschaftliche Einordnung des Zusammenhangs von Erwerbslosigkeit und Krankheit sowie die Vorstellung von Interventionsstrategien im Bereich des Fallmanagements.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die gesundheitliche Gefährdung durch Arbeitslosigkeit aufzuzeigen und existierende Konzepte zur Gesundheitsförderung und Wiedereingliederung vorzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Statistiken und Berichten, wie etwa denen der Bundesagentur für Arbeit und verschiedener Gesundheitsreports.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den psychischen und physischen Folgen des Arbeitsplatzverlustes sowie mit vier spezifischen Präventionsprojekten: AmigA, AktivA, JobFit und DiMa.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Arbeitslosigkeit, Gesundheit, Prävention, Arbeitsmarktintegration und Fallmanagement beschreiben.
Was besagt das Konzept des "Circulus vitiosus" in Bezug auf Arbeitslosigkeit?
Es beschreibt einen Teufelskreis, bei dem Arbeitslosigkeit krank macht und chronische Krankheiten wiederum die Chancen auf eine neue Beschäftigung erheblich verschlechtern.
Welche Rolle spielt das Fallmanagement bei Projekten wie DiMa?
Das Fallmanagement fungiert als dezentrale Beratungsstruktur, die Menschen mit komplexen Problemlagen wie Schulden oder Sucht unterstützt, um ihre Erwerbsfähigkeit zu prüfen und gezielt zu fördern.
- Arbeit zitieren
- Doreen Adam (Autor:in), 2014, Die gesundheitlichen Folgen von Arbeitslosigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305589