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"Requiem For A Dream" und "Limitless". Die Darstellung des Amphetaminrauschs in Filmen

Titel: "Requiem For A Dream" und "Limitless". Die Darstellung des Amphetaminrauschs in Filmen

Seminararbeit , 2014 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Filmwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Medium Film wird gern hinzugezogen, wenn es um die Drogenthematik geht. Vor allem der Rausch, dessen Erfahrungen schwer in Worte zu fassen sind, erhält im Film seine visuelle Offenbarung. Von einem eigenen Genre kann allerdings nicht die Rede sein, denn in Bezug auf Rauschmittel finden sich Darstellungen sowohl in Gangster- und Gewaltfilmen, als auch in Thrillern, Dramen, Biopics und Komödien. Filme wie "Requiem for a Dream", "Fear and Loathing in Las Vegas" und "Traffic – Macht des Kartells" haben abgesehen von ihrer Darstellung von chemischen Substanzen oder glühenden Joints nicht viel gemein.
Daraus ist zu schließen, dass der Drogenrausch vornehmlich als dramaturgisches Mittel eingesetzt wird, welches oftmals einen übergeordneten Rahmen formt und dabei den Zeitgeist und die gesellschaftlichen Bedingungen des Films reflektiert. Bei der Umsetzung wird in der Regel von herkömmlichen Inszenierungsstrategien abgesehen. Wie für das Medium üblich, werden Drogentrips genau wie Traumsequenzen oder Phantasmen von der diegetischen Realität abgesetzt. Der explizite Bruch mit der filmischen Realität ist dabei oftmals an die subjektive Wahrnehmung einer agierenden Figur gekoppelt und vollzieht sich beispielsweise durch die Einbindung von surrealistischen, fantastischen und psychedelischen Elementen ins Filmgeschehen. Der Konsum von Rauschmitteln verändert nicht nur die nach innen gerichtete Wahrnehmung, sondern transformiert auch die Umgebung oftmals in einen surrealen Filmkosmos, in dem die Grenzen der Logik, Kausalität und des Realismus aufgehoben werden. Die veränderte Subjektivität des Drogenkonsumenten und die daraus resultierende Verzerrung des filmischen Bildes zielen auf eine mentale Verknüpfung von Filmfigur und Zuschauer. Der Zuschauer soll sich einfühlen und mit auf den Trip genommen werden.
In welcher Weise Regisseure die veränderte Subjektivität und die Wirkungen von Rauschmitteln inszenieren, soll mit der vorliegenden Arbeit untersucht werden. Da jede Droge spezifische Rauschphänomene hervorruft, konzentriere ich mich auf die Darstellung des Rauschs durch nur eine Substanz, das Amphetamin, um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen. Dazu wurden zwei Filmbeispiele ausgewählt, die diesen unterschiedlich darstellen und auch verschieden konnotieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE RAUSCHDROGE: AMPHETAMIN

2.1. WIRKUNG

2.2. PHÄNOMENE DER RAUSCHWAHRNEHMUNG

3. ANALYSE

3.1. REQUIEM FOR A DREAM

3.2. LIMITLESS

4. FAZIT

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Regisseure die veränderte Subjektivität und die spezifischen Rauschwirkungen von Amphetamin filmisch inszenieren. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse ästhetischer Bauformen wie Kameraführung, Montage und Ton, um die subjektive Wahrnehmung der Protagonisten authentisch auf den Zuschauer zu übertragen.

  • Filmische Inszenierungsstrategien von Drogenrauschzuständen
  • Vergleichende Analyse von "Requiem for a Dream" und "Limitless"
  • Darstellung psychischer Phänomene wie Depersonalisation und Größenwahn
  • Einfluss von Montage und Musik auf die Zeit- und Raumwahrnehmung
  • Die Rolle der subjektiven Kamera bei der Vermittlung mentaler Zustände

Auszug aus dem Buch

3.1. Requiem for a Dream

Requiem for a Dream ist ein Drama des US-amerikanischen Regisseurs Darren Aronofsky aus dem Jahre 2000, basierend auf dem Roman „Letzte Ausfahrt Brooklyn“ von Hubert Selby aus dem Jahre 1978. Das Drehbuch erarbeitete Aronofsky gemeinsam mit dem Schriftsteller. Am Beispiel der älteren Witwe Sara Goldfarb und drei junger Menschen, nämlich Saras Sohn Harry, seiner Freundin Marion und seinem Freund Tyron, zeigt der Film die möglichen Folgen einer Drogensucht, die zu immer stärkerer Abhängigkeit, zu psychischen und physischen Schäden, zu Isolation und Entwürdigung führt. Anhand der vier Personen werden Einzelschicksale und deren Untergang gezeigt. Dabei sind die Motive der Drogensucht und auch die Rauschmittel zu unterscheiden.

Harry, Tyron und Marion rauchen Marihuana und nehmen Heroin vor allem aufgrund der Rauscherfahrung. Harrys Mutter allerdings konsumiert Appetitzügler, ohne von deren Inhaltsstoffen zu wissen. Ihre hauptsächliche Motivation ist Aufmerksamkeit und Anerkennung. Seitdem sie einen Anruf einer Medienagentur erreichte, dass sie in die engere Wahl von Kandidatinnen ihrer liebsten Fernsehshow gekommen sei, füllt dieser Gedanke ihr gesamtes Leben aus. Für ihren möglichen Fernsehauftritt bekommt sie soziale Anerkennung ihrer Nachbarinnen. Sara wünscht sich für dieses Ereignis ihr rotes Kleid anziehen zu können, das sie zum High-School-Abschluss ihres Sohnes trug.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert, dass der Drogenrausch im Film primär als dramaturgisches Mittel dient, um die subjektive Wahrnehmung einer Figur abzubilden, und legt das Ziel der Untersuchung anhand von Amphetamin als Substanz fest.

2. DIE RAUSCHDROGE: AMPHETAMIN: Dieses Kapitel stellt die pharmakologische Wirkung von Amphetaminen sowie zehn charakteristische Phänomene der Rauschwahrnehmung vor, die als theoretische Grundlage für die nachfolgende Filmanalyse dienen.

3. ANALYSE: Im Hauptteil werden die Filme "Requiem for a Dream" und "Limitless" hinsichtlich ihrer ästhetischen Gestaltung des Drogenrausches durch die Analyse von zwei ausgewählten Schlüsselszenen pro Film untersucht.

4. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass Regisseure trotz unterschiedlicher Ansätze gemeinsame Stilmittel nutzen, um Rauscherfahrungen filmisch erlebbar zu machen, wobei die Darstellungsmethoden maßgeblich zur Authentizität der subjektiven Wahrnehmung beitragen.

Schlüsselwörter

Amphetamin, Drogenrausch, Filmanalyse, Requiem for a Dream, Limitless, Subjektive Wahrnehmung, Inszenierung, Montage, Depersonalisation, Wahrnehmungspsychologie, Sucht, Kino, Dramaturgie, Rauschphänomene, Mediale Darstellung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der filmischen Darstellung des Amphetaminrausches. Es wird analysiert, wie Regisseure versuchen, die subjektiven Rauscherfahrungen von Charakteren ästhetisch umzusetzen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Wechselwirkung zwischen chemischer Substanzwirkung und filmischer Inszenierung, die Darstellung von Suchtverläufen sowie die Vermittlung veränderter Bewusstseinszustände an das Kinopublikum.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, mit welchen spezifischen filmischen Bauformen Regisseure versuchen, subjektive Wahrnehmungsverzerrungen authentisch nachzuzeichnen und welche Rolle dabei Faktoren wie Montage, Musik und Kamerabewegungen spielen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine filmwissenschaftliche Analyse der Bauformen nach Werner Faulstich vorgenommen, ergänzt um pharmakologische und psychologische Erkenntnisse zur Rauschwahrnehmung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Filme "Requiem for a Dream" von Darren Aronofsky und "Limitless" von Neil Burger, wobei jeweils zwei Schlüsselszenen detailliert auf ihre Inszenierungsstrategien hin untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Begriffe sind Amphetamin, Drogenrausch, Filmanalyse, Subjektive Wahrnehmung, Depersonalisation und Inszenierung.

Warum wurde speziell der Kühlschrank in "Requiem for a Dream" als so zentral analysiert?

Der Kühlschrank dient in der Analyse als Schlüsselobjekt, auf das die Protagonistin Sara Goldfarb ihre Ängste und Wahnvorstellungen projiziert, was ihn zu einem zentralen Motiv für ihre Isolation und ihren psychischen Verfall macht.

Inwiefern unterscheiden sich die Darstellungen des Rausches in den beiden analysierten Filmen?

Während "Requiem for a Dream" den Rausch eher destruktiv und in einer "Hip-Hop-Montage" inszeniert, stellt "Limitless" den Rausch als kognitive Leistungssteigerung dar, wobei hier verstärkt Stilmittel wie Gedankenstimmen und Zeitraffer genutzt werden.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Requiem For A Dream" und "Limitless". Die Darstellung des Amphetaminrauschs in Filmen
Hochschule
Universität Hamburg  (Sprache, Literatur, Medien)
Veranstaltung
Narkokulturen: Drogen in Literatur und Medien seit 1945
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
22
Katalognummer
V305638
ISBN (eBook)
9783668036178
ISBN (Buch)
9783668036185
Sprache
Deutsch
Schlagworte
requiem dream limitless darstellung amphetaminrauschs filmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2014, "Requiem For A Dream" und "Limitless". Die Darstellung des Amphetaminrauschs in Filmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305638
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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