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Identität und sozialisatorische Interaktion

Title: Identität und sozialisatorische Interaktion

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christiane Reimann (Author)

Sociology - Children and Youth
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung von Identität vor dem Hintergrund Familie und deren Bildung, sowie der Berücksichtigung der sprachlichen Kompetenz. Die Arbeit betrachtet dabei primär die Ansichten Oevermanns und Allerts.

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Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Sprache und Identität

3) Familie

3.1) Die Konstitution der Dyade

3.2) Die Erweiterung der Dyade zur Triade

3.3) Der menschliche Bildungsprozess in der Triade

4) Die Sozialisatorische Interaktion

4.1) Theoretische Überlegungen

4.1.1) Verortung der Sozialisationsforschung in der Soziologie

4.1.2) Erläuterung der These

4.1.3) Die Struktur der sozialisatorischen Interaktion

4.1.4) Latente Sinnstruktur

4.1.5) Methodologisches Vorgehen

4.2) Empirisches Beispiel

5) Schlussbetrachtung

6) Bibliographie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den komplexen Prozess der Identitätsbildung im Kindesalter durch die Analyse sozialisatorischer Interaktionen innerhalb der Familie. Dabei wird insbesondere erforscht, wie die familiale Struktur und die Sprache zur Herausbildung der kindlichen Persönlichkeit beitragen.

  • Rolle der Sprache für die individuelle Identitätsentwicklung.
  • Theoretische Konstitution von Dyaden und Triaden in der Familie.
  • Strukturmerkmale und Dynamiken der sozialisatorischen Interaktion.
  • Methodik der objektiven Hermeneutik zur Analyse von Interaktionssequenzen.
  • Der Einfluss des kindlichen Rollenhandelns auf die familiäre Wirklichkeitskonstruktion.

Auszug aus dem Buch

4.2) Empirisches Beispiel

Bei dem von mir gewählten Beispiel handelt sich um eine Vater-Tochterinteraktion. Der Vater von insgesamt drei Kindern hat Mühe von ihnen als Interaktionspartner akzeptiert zu werden und versucht diesen Missstand nach starren Programmen zu beheben. Die Tochter ist zu diesem Zeitpunkt vier Jahre alt. Die folgende Unterhaltung wurde vom Vater schon lange vorher umständlich angekündigt und vorbereitet. Wir befinden uns im Wohnzimmer der Familie zur „Sandmännchenzeit“, den sich die Kinder gern ansehen möchten. Im direkten Vorfeld des Dialoges ist es dem Vater nicht gelungen die richtige Programmeinstellung zu finden, was der Mutter mühelos gelungen ist. Der Vater versucht seine Niederlage durch äußere Umstände zu erklären. Daraufhin geht die Mutter eine „Fassadenkoalition“ mit dem Vater ein, indem sie die Tochter beschuldigt die Programmskala verstellt zu haben. Der Vater zieht sich zunächst schweigend zurück, was bedeuten kann, dass er sich seine Niederlage eingesteht bzw. die Erklärung der Mutter akzeptiert. Er lässt die Tochter mit dem Ziel ein guter Vater zu sein auf der Anklagebank zurück.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale Fragestellung der Identitätsbildung ein und erläutert die Bedeutung der familiären Umgebung sowie der Sprache für diesen Prozess.

2) Sprache und Identität: Dieses Kapitel behandelt die Funktion von Sprache als Voraussetzung für Kommunikation und die Entwicklung einer reflektierten Identität.

3) Familie: Es werden familientheoretische Grundlagen analysiert, wobei die Entwicklung von der Dyade zur Triade und deren Einfluss auf Bildungsprozesse im Zentrum stehen.

4) Die Sozialisatorische Interaktion: Dieses Kapitel widmet sich den theoretischen Überlegungen zur Sozialisationsforschung sowie der methodischen Analyse von Interaktionsmustern anhand eines Fallbeispiels.

5) Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die Bedeutung der Familie als Fundament der Identitätsbildung zusammen und reflektiert über den Prozess der Ablösung und individuellen Entwicklung.

6) Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet sämtliche für die Arbeit herangezogene Fachliteratur und Quellen auf.

Schlüsselwörter

Identitätsbildung, Sozialisation, Familie, Interaktion, Sprache, Dyade, Triade, objektive Hermeneutik, Rollenhandeln, Kommunikation, Intersubjektivität, Kindheit, Sinnstruktur, Sozialkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Bildung der kindlichen Identität im soziologischen Kontext, wobei die Familie als primärer Sozialisationsort betrachtet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Schwerpunkte sind die Sprachentwicklung, die familiäre Konstitution von Dyaden und Triaden sowie die Mechanismen sozialisatorischer Interaktionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, welche Rolle die Familie bei der Ausbildung der Identität spielt und wie kognitive sowie soziale Kompetenzen praktisch erworben werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die objektive Hermeneutik nach Ulrich Oevermann, um Interaktionstexte zu explizieren und deren latente Sinnstrukturen zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erarbeitet die theoretischen Grundlagen der Dyade und Triade und wendet diese durch die Analyse einer konkreten Vater-Tochter-Interaktion an.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Begriffe wie Identität, Sozialisation, Sprache, latente Sinnstruktur und Interaktionsdynamik charakterisieren den theoretischen Rahmen der Ausarbeitung.

Warum spielt die Unterscheidung von Dyade und Triade eine wichtige Rolle?

Die Differenzierung ist entscheidend, da der Eintritt eines dritten Akteurs (Kind) die Komplexität des Familienhandelns massiv erhöht und neue Anforderungen an die Interaktionsstrukturen stellt.

Was besagt die „Fassadenkoalition“ im empirischen Beispiel?

Sie beschreibt ein interaktives Muster, bei dem Eltern sich gegenseitig stützen, um ein gemeinsames Bild nach außen aufrechtzuerhalten, selbst wenn die tatsächliche Situation oder Kommunikation im Prozess scheitert.

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Details

Title
Identität und sozialisatorische Interaktion
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Soziologie)
Course
Die Bildung von Kompetenzen im Sozialisationsprozess
Grade
1,0
Author
Christiane Reimann (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V30572
ISBN (eBook)
9783638318075
ISBN (Book)
9783638748049
Language
German
Tags
Identität Interaktion Bildung Kompetenzen Sozialisationsprozess
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Reimann (Author), 2004, Identität und sozialisatorische Interaktion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30572
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