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Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich nach dem zweiten Weltkrieg

Die Städtepartnerschaft zwischen Pattensen und Saint-Aubin-lès-Elbeufs als lebendige Manifestation der deutsch-französischen Freundschaft

Title: Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich nach dem zweiten Weltkrieg

Bachelor Thesis , 2014 , 41 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Natascha Zeck (Author)

French Studies - Culture
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Die heutige politische Ära Westeuropas zeugt von einer großen Offenheit und neuen Denkansätzen innerhalb der Länder, während die dichte Vernetzung zwischen den einzelnen Staaten und somit gute multilaterale Beziehungen immer wichtiger werden. Die Europäische Union ist durchaus als ein effizientes Beispiel gemeinsamer europäischer Politik zu werten und das Zusammenspiel der europäischen Staaten muss in Anbetracht der gespaltenen Lage Europas nach dem zweiten Weltkrieg als ein wichtiger Fortschritt auf dem Weg zu Völkerverständigung und Einheit betrachtet werden.
Betrachtet man also die heutige Situation in den europäischen Ländern, fällt auf, dass hier längst keine homogene Gesellschaft mehr existiert. Menschen aus allen Teilen der Welt haben in Westeuropa gelernt, relativ tolerant und friedlich miteinander umzugehen und sich an die Gegebenheiten in einem neuen Land anzupassen.
Bei Betrachtung dieser Situation stellen sich einige offensichtliche Fragen: Wie ist es trotz der Ressentiments auf allen Seiten gelungen, gegenseitige Vorurteile und Abneigungen abzubauen, um so eine langsame, schrittweise Öffnung einer anderen Kultur gegenüber erst zu ermöglichen? Welche Schritte wurden unternommen und welche Anstrengungen hat es gekostet, zwischenstaatliche Beziehungen zuerst auf bilateraler Ebene wiederherzustellen- beziehungsweise sogar erstmalig herzustellen- sodass gemeinsam getroffene Entscheidungen überhaupt in den Bereich des Möglichen fielen? Wie ist es gelungen, Entscheidungen, die von Politikern getroffen wurden, einem ganzen Volk nahezubringen, sodass dieses aktiv an der sodass dieses aktiv an der Entstehung eines gemeinsamen Dialogs mitwirkte?
Um diese Fragen exemplarisch zu beantworten eignen sich die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich hervorragend. Das Anknüpfen freundschaftlicher Beziehungen nach den lange zurückliegenden deutsch-französischen Streitigkeiten, die sich mit der Besitzfrage um Elsass-Lothringen und den gegnerischen Positionen im ersten und zweiten Weltkrieg beschäftigten, illustriert die Anstrengungen, die die Stabilisation der Beziehungen zwischen den beiden Ländern erforderte. Auch die Tatsache, dass Deutschland und Frankreich die ersten europäischen Länder waren, die durch ihre Freundschaft den Begriff „europäische Integration“ eingeleitet haben, machen deutlich, wie lang der Weg zur gegenseitigen Akzeptanz der beiden Länder gewesen ist, und als wie fruchtbar sich das Resultat heute herausstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Die deutsch-französischen Beziehungen nach dem zweiten Weltkrieg

1. Erste freundschaftliche Kontaktaufnahmen

II. Die Deutschlandreise Charles de Gaulles im September 1962

II. 1. Die Rede de Gaulles in Ludwigsburg: ein Appel an die deutsch-französische Jugend

II. 2. Die Entwicklungen von 1962 bis zur Unterzeichnung des Elysée-Vertrags

III. Der Elysée-Vertrag als Bekräftigung der deutsch-französischen Beziehungen

III. 1. Konzeption und Inhalt des Vertrags

IV. Der Wunsch nach einer Städtepartnerschaft in Pattensen und Saint-Aubin-lès-Elbeufs

IV. 1. Das Anknüpfen erster Beziehungen zwischen den beiden Städten

V. Unterzeichnung und Inhalt des Vertrags

V. 1. Erwartungen und Hoffnungen der Beteiligten

VI. Eine lebendige Partnerschaft: gemeinsame Aktivitäten nach 37-jährigem Bestehen

VI. 1. Schüleraustausch

VI. 2. Jugendfreizeit

VI. 3. Kulturelle und sportliche Vereine

VI. 4. Offizielle Anlässe

VII. Das Fazit einer Partnerschaft

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die deutsch-französische Freundschaft nach dem Zweiten Weltkrieg als Grundlage für die Städtepartnerschaft zwischen Pattensen und Saint-Aubin-lès-Elbeufs diente und wie diese Partnerschaft über Jahrzehnte hinweg durch bürgerschaftliches Engagement lebendig gehalten wurde.

  • Historische Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen (1945–1963)
  • Die Rolle der politischen Führung (Adenauer und de Gaulle) und des Elysée-Vertrags
  • Entstehung und Institutionalisierung der Städtepartnerschaft Pattensen–Saint-Aubin
  • Bedeutung von Jugend-, Schüler- und Vereinsaustauschen für die europäische Integration

Auszug aus dem Buch

II. 1. Die Rede de Gaulles in Ludwigsburg: ein Appel an die deutsch-französische Jugend

Es ist unwahrscheinlich zu glauben, dass sich de Gaulle bereits am 9. September 1962 im Hof des Schlosses in Ludwigsburg bewusst war, welche Auswirkungen seine hier gehaltene Rede einmal haben würde. Vor den dort versammelten deutschen Jugendlichen sprach er über die Dinge, die die Gesellschaften Westeuropas, vor allem aber die Deutschen und die Franzosen, zu dieser Zeit bewegten. Er begann seine Rede mit dem Glückwunsch an die Jugend dafür, jung zu sein. Jugendlich zu sein bedeute für ihn, noch persönliche Leidenschaft und Begeisterung empfinden zu können, was die jungen Menschen dazu befähige, das Leben meistern zu können. Sie hätten noch genügend Energie, um sich den wichtigen Fragen des Lebens zu stellen.

Mit seinen folgenden Worten gewann de Gaulle die Sympathie vieler Deutschen. Er beglückwünsche die Jugend insbesondere dazu, deutsch zu sein, sagte er, denn das hieße, sich als Kinder eines großen Volkes betrachten zu dürfen. Dieses habe zwar in seiner Geschichte manchmal große Fehler begangen und viel Unglück verursacht, allerdings auch einen wichtigen geistigen, künstlerischen, wissenschaftlichen und philosophischen Beitrag zur Weltkultur geleistet.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die europäische politische Ära nach dem Zweiten Weltkrieg und Begründung der Relevanz der deutsch-französischen Beziehungen als Fallbeispiel für Völkerverständigung.

I. Die deutsch-französischen Beziehungen nach dem zweiten Weltkrieg: Analyse der Nachkriegsjahre, geprägt von Besatzungspolitik und dem Wunsch nach sicherheitspolitischer Absicherung durch Integration.

II. Die Deutschlandreise Charles de Gaulles im September 1962: Untersuchung der symbolischen Bedeutung von de Gaulles Deutschlandbesuch und seiner wegweisenden Rede an die Jugend in Ludwigsburg.

III. Der Elysée-Vertrag als Bekräftigung der deutsch-französischen Beziehungen: Darstellung des Elysée-Vertrags als bilateralen Grundstein und Ausdruck einer neuen, auf Freundschaft basierenden Zusammenarbeit.

IV. Der Wunsch nach einer Städtepartnerschaft in Pattensen und Saint-Aubin-lès-Elbeufs: Beschreibung der Motivationen und Auswahlprozesse bei der Suche nach einer geeigneten Partnerstadt.

V. Unterzeichnung und Inhalt des Vertrags: Dokumentation des offiziellen Aktes der Städtepartnerschaft und der darin formulierten Erwartungen an den Austausch.

VI. Eine lebendige Partnerschaft: gemeinsame Aktivitäten nach 37-jährigem Bestehen: Evaluation der verschiedenen Austauschformate (Schule, Jugend, Sport, Vereine) und deren Erfolg bei der Aufrechterhaltung der Verbindung.

VII. Das Fazit einer Partnerschaft: Zusammenfassende Bewertung der Beständigkeit der Partnerschaft und ihrer Rolle bei der Gestaltung einer gemeinsamen europäischen Zukunft.

Schlussbetrachtung: Synthese der Erkenntnisse über die Verflechtung von historisch-politischer Entwicklung und lokalem, zwischenmenschlichem Engagement.

Schlüsselwörter

Städtepartnerschaft, Deutschland, Frankreich, Elysée-Vertrag, Charles de Gaulle, Konrad Adenauer, Völkerverständigung, Schüleraustausch, Jugendwerk, Pattensen, Saint-Aubin-lès-Elbeufs, Europäische Integration, Bilaterale Beziehungen, Kulturkontakt, Friedenssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart, fokussiert auf das konkrete Beispiel der Städtepartnerschaft zwischen Pattensen und Saint-Aubin-lès-Elbeufs.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die historische Versöhnung der beiden Nationen, die Rolle des Elysée-Vertrags als politisches Fundament und die praktische Umsetzung der Städtepartnerschaft durch zivilgesellschaftliches Engagement.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie politisch initiierte Abkommen durch lokales, bürgerschaftliches Handeln über Jahrzehnte hinweg mit Leben gefüllt wurden und so zur europäischen Integration beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, wobei sie sich primär auf Archivunterlagen der Stadt Pattensen, zeitgenössische Zeitungsberichte und offizielle Dokumente stützt.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der staatlichen Annäherung durch Adenauer und de Gaulle sowie eine detaillierte Schilderung der Austauschformate der Partnerstädte.

Was charakterisiert die in der Arbeit genannten Schlüsselwörter?

Die Keywords spiegeln die Kombination aus politischer Geschichte (Elysée-Vertrag) und dem konkreten, lebendigen Austausch zwischen den Menschen (Städtepartnerschaft) wider.

Welche Rolle spielt die Jugend bei der Partnerschaft?

Die Jugend gilt als Schlüsselposition für das Fortbestehen der Partnerschaft, wobei sowohl der Schüleraustausch als auch spezielle Jugendfreizeiten aktiv das europäische Bewusstsein fördern.

Wie bewertet die Autorin den Erfolg der Partnerschaft nach 37 Jahren?

Die Partnerschaft wird als überaus erfolgreich und lebendig bewertet, da sie es geschafft hat, sich von einer rein historisch motivierten Annäherung zu einer auf gemeinsamer Zukunftsgestaltung basierenden Freundschaft zu entwickeln.

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Details

Title
Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich nach dem zweiten Weltkrieg
Subtitle
Die Städtepartnerschaft zwischen Pattensen und Saint-Aubin-lès-Elbeufs als lebendige Manifestation der deutsch-französischen Freundschaft
College
Martin Luther University  (Romanistik)
Course
Kulturgeschichte/ Kulturkontakt
Grade
1,1
Author
Natascha Zeck (Author)
Publication Year
2014
Pages
41
Catalog Number
V305767
ISBN (eBook)
9783668037182
ISBN (Book)
9783668037199
Language
German
Tags
Städtepartnerschaft Elysée-Vertrag Deutschland und Frankreich deutsch-französische Beziehungen De Gaulle und Adenauer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natascha Zeck (Author), 2014, Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich nach dem zweiten Weltkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305767
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