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Das Modell des Homo Oeconomicus aus Perspektive der Verhaltensökonomik

Título: Das Modell des Homo Oeconomicus aus Perspektive der Verhaltensökonomik

Trabajo Escrito , 2014 , 21 Páginas , Calificación: 12

Autor:in: Hilde Pritscher (Autor)

Psicología - Trabajo, Empresa, Organización
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Zeitungsartikel zum Thema dieser Arbeit tragen Titel wie „Der Homo oeconomicus lebt“, „Der Homo oeconomicus ist tot“ oder „Totgesagte leben länger“. Solche Überschriften lassen darauf schließen, dass es unterschiedliche und sich gegenseitig ausschließende Positionen zu diesem Thema gibt, die anscheinend sehr vehement vertreten werden.

In Bezug darauf beschäftigt sich das Folgende mit der Position der Verhaltensökonomik zum Homo oeconomicus. Dazu wird zunächst eine Definition von Verhaltensökonomik vorgenommen und der „Homo oeconomicus“ im Rahmen der traditionellen Ökonomik vorgestellt.

Darauf baut anschließend die Kritik am homo oeconomicus aus verhaltensökonomischer Sicht auf, hauptsächlich in Bezug auf einzelne Aspekte der vorgenommenen Definition des Homo oeconomicus. In diesem Rahmen werden zahlreiche Experimente genannt, um die Kritik zu veranschaulichen. Da der Umfang aller Versuche in Bezug auf die einzelnen Kritikpunkte den Rahmen der Arbeit sprengen würde, ist hier jeweils lediglich ein Beispiel genannt.

In der abschließenden Bewertung werden allgemeine Konsequenzen aus der Zusammenschau von klassischer Ökonomik und Verhaltensökonomik gezogen und schließlich eingeschätzt, welcher der eingangs genannten Titel aus Sicht der Verhaltensökonomik am ehesten vertreten werden könnte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition von Verhaltensökonomik

3 Definition von Homo Oeconomicus

3.1 Völlige Markttransparenz

3.2 Wirtschaftliche Rationalität

3.3 Unmittelbares Erreichen zeitstabiler Ziele

4 Verhaltensökonomische Kritik am Homo oeconomicus

4.1 Völlige Markttransparenz

4.2 Wirtschaftliche Rationalität

4.2.1 Heuristiken

4.2.2 Framing-Effekt

4.2.3 Fairness und Reziprozität

4.3 Unmittelbares Erreichen zeitstabiler Ziele

5 Abschließende Bewertung

7 Anhang

7.1 Anhang I

7.2 Anhang II

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kritik der Verhaltensökonomik am klassischen Menschenbild des Homo oeconomicus. Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit die Annahmen über Markttransparenz, Rationalität und Zeitkonsistenz durch verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse widerlegt werden und welche Konsequenzen sich daraus für ein modernes Menschenbild in der Ökonomie ergeben.

  • Grundlagen des Homo oeconomicus in der klassischen Ökonomik
  • Verhaltensökonomische Kritik an Markttransparenz und Rationalität
  • Experimentelle Evidenz: Heuristiken, Framing und Reziprozität
  • Zeitkonsistenz und menschliches Entscheidungsverhalten
  • Möglichkeiten einer Integration beider Sichtweisen

Auszug aus dem Buch

4.2.3 Fairness und Reziprozität

Darüber hinaus wird der Egoismus des Homo oeconomicus anhand des sog. Ultimatumspiels infrage gestellt. Bei diesem Experiment stellt ein Geldgeber einem Probanden A 100 Geldeinheiten in Aussicht, wenn (ein dem A fremder) Proband B zustimmt, dass A das Geld bekommt. Dabei kann A dem B vorschlagen, dass er ihm von der zu erwartenden Summe beliebig viele Geldeinheiten abgibt. Nimmt B an, so wird gemäß dem Vorschlag aufgeteilt. Lehnt B ab, so gehen beide Probanden leer aus.

Würden sich A und B wie Homo oeconomici verhalten, so würde A lediglich eine Geldeinheit anbieten, da er keinen Grund hat, mehr abzugeben. Er kann ja davon ausgehen, dass B in seinem eigenen Interesse zustimmen wird. Das würde letzterer auch tun, weil er mit einer Geldeinheit mehr als bei einer Ablehnung erhält.

Allerdings ergibt sich bei der realen Durchführung, dass Spieler A den Spielern B in den meisten Fällen 30 bis 40 Geldeinheiten anbieten, welche meistens durch Spieler B angenommen werden. Solche Verteilungsverhältnisse von 33:66 bis 50:50 lassen sich in allen Kulturkreisen feststellen. Dieses Ergebnis wird dahingehend interpretiert, dass das Verhalten von Menschen von einem Sinn für Fairness beeinflusst wird und unter ihnen eine „Art Mindestfairnessprinzip“ herrscht. Somit ist das Gerechtigkeitsempfinden ein wichtiger Einflussfaktor auf das menschliche Verhalten. Als Beispiel können Mitarbeiter in einem Unternehmen genannt werden, die vor allem dann engagiert arbeiten, wenn sie annehmen, dass die Regeln und Entscheidungen dort „moralisch gerechtfertigt“ sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die kontroversen Debatten um das Fortbestehen des Homo oeconomicus dar und erläutert den methodischen Ansatz, die Verhaltensökonomik als Korrektiv heranzuziehen.

2 Definition von Verhaltensökonomik: Dieses Kapitel nähert sich dem Begriff der Verhaltensökonomik über die Öffnung der Wirtschaftswissenschaften hin zu Nachbardisziplinen wie Psychologie und Soziologie.

3 Definition von Homo Oeconomicus: Hier wird das klassische Modell des „wirtschaftenden Menschen“ definiert, basierend auf den drei Säulen Markttransparenz, Rationalität und zeitstabilen Zielen.

4 Verhaltensökonomische Kritik am Homo oeconomicus: Das Hauptkapitel entkräftet die klassischen Annahmen durch experimentelle Belege zu Biases, Heuristiken, Framing und sozialen Präferenzen.

5 Abschließende Bewertung: Das Fazit bewertet das Modell des Homo oeconomicus als realitätsferne Fiktion und plädiert für eine Integration beider wissenschaftlicher Perspektiven.

Schlüsselwörter

Homo oeconomicus, Verhaltensökonomik, Behavioral Economics, Rationalität, Markttransparenz, Heuristiken, Framing-Effekt, Ultimatumspiel, Fairness, Reziprozität, Prospect Theorie, Verlustaversion, Biases, Entscheidungsverhalten, Menschenbild

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Kritik der Verhaltensökonomik an der klassischen ökonomischen Annahme des rational handelnden Homo oeconomicus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Prüfung der Markttransparenz, die wirtschaftliche Rationalität, das Erreichen zeitstabiler Ziele sowie soziale Faktoren wie Fairness.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Gegenüberstellung klassischer Annahmen mit aktuellen verhaltensökonomischen Erkenntnissen, um die Haltbarkeit des klassischen Menschenbildes zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung zahlreicher experimenteller Studien aus den Bereichen Psychologie und Verhaltensökonomik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die drei Grundpfeiler des Homo oeconomicus – Transparenz, Rationalität und Zielstabilität – systematisch durch empirische Beispiele und Experimente widerlegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Homo oeconomicus, Verhaltensökonomik, Heuristiken, Framing-Effekt, Fairness und Verlustaversion.

Wie erklärt die Arbeit das „Ultimatumspiel“?

Es dient dazu, den Egoismus-Begriff des Homo oeconomicus zu hinterfragen, da reale Testpersonen oft fairere Teilungen vornehmen als ökonomisch rein rational zu erwarten wäre.

Was besagt die „Prospect Theorie“ in diesem Kontext?

Sie belegt, dass Menschen Wahrscheinlichkeiten subjektiv gewichten und Verluste intensiver empfinden als Gewinne, was der reinen Nutzenmaximierung widerspricht.

Warum wird der Homo oeconomicus als „krank“ bezeichnet?

Der Autor nutzt diese Metapher, um zu verdeutlichen, dass das klassische Modell zwar schwächelt, aber durch eine Integration verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse „geheilt“ oder weiterentwickelt werden sollte.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Modell des Homo Oeconomicus aus Perspektive der Verhaltensökonomik
Universidad
University of Administration and Attendance in Schleswig-Holstein
Calificación
12
Autor
Hilde Pritscher (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
21
No. de catálogo
V305830
ISBN (Ebook)
9783668046931
ISBN (Libro)
9783668046948
Idioma
Alemán
Etiqueta
Homo oeconomicus Verhaltensökonomik Verhaltensökonomie Kritik am Homo oeconomicus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Hilde Pritscher (Autor), 2014, Das Modell des Homo Oeconomicus aus Perspektive der Verhaltensökonomik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305830
Leer eBook
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