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"Das doppelte Lottchen". Der Kinderroman im Vergleich mit der deutschen Verfilmung von 1994

Title: "Das doppelte Lottchen". Der Kinderroman im Vergleich mit der deutschen Verfilmung von 1994

Term Paper , 2015 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Comparative Literature
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Der am 23. Februar 1899 in Dresden geborene Emil Erich Kästner war ein Schriftsteller und Drehbuchautor, der in erster Linie durch seine humorvollen und prägnanten Kinderbücher erfolgreich war und auch immer noch ist.
Er beschäftigte sich mit populären Volksbüchern, den Märchen der Gebrüder Grimm und darüber hinaus auch mit Weltklassikern. Diese überarbeitete Kästner gemäß seinen Vorstellungen und gab ihnen eine neue Gestalt, um damit die Kinder seiner Zeit zu fesseln und mitzureißen. An den Zeilen „Es ist immer einmal wieder an der Zeit, solche unzerreißbaren Geschichten nachzuerzählen. Sonst schmecken sie den Kindern altbacken, obwohl sie alterslos sind“ ist ersichtlich, dass Kästner die Nacherzählung als relevant und unverwehrt identifizierte. Diese Zeilen schrieb seine Biographin und Lebensgefährtin Luiselotte Enderle als Äußerung über die von Kästner verfassten Nacherzählungen "Till Eulenspiegel", "Der gestiefelter Kater", "Die Schildbürger", "Gullivers Reisen", "Münchhausen" und "Don Quichotte". Viele Werke, die vom Autor eigenständig verfasst wurden, begründeten sich als „unzerreißbar[…]“, ebenso wie die Originalfassungen seiner Nacherzählungen. Die zentralste Rolle galt dabei nicht den literarischen Nacherzählungen, sondern deren Übertragung in das Massenmedium Film. Durch die Verfilmungen traten Kästners Werke bei Millionen von Menschen weltweit in Erscheinung. Der Autor selbst wirkte bei zahlreichen Drehbüchern mit, die wiederum für viele Verfilmungen als Vorlage dienten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das doppelte Lottchen

2.1 Der Erfolg und die vermuteten Gründe

2.2 Utopie

2.3 Literarische und stilistische Mittel

3. Vergleich mit dem Film: Charlie und Louise - Das doppelte Lottchen

3.1 Inhaltliche Veränderungen

3.2 Die Hauptfiguren

3.3 Einige Nebenrollen

3.4 Die Orte der Handlung

4. Schlussbetrachtung

4.1 Charlie und Louise - eine positive oder negative Umsetzung in die Moderne?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die filmische Adaption des Romans "Das doppelte Lottchen" von Erich Kästner durch den Regisseur Joseph Vilsmaier aus dem Jahr 1994, um zu analysieren, wie die klassische Erzählung in einen modernen filmischen Kontext übertragen wurde und welche inhaltlichen sowie charakterlichen Anpassungen dabei vorgenommen wurden.

  • Analyse des Erfolgsfaktors und der literarischen Mittel bei Erich Kästner
  • Vergleich der inhaltlichen Ausgestaltung zwischen Roman und Film
  • Gegenüberstellung der Hauptfiguren und ihrer modernen Charakterzeichnung
  • Untersuchung der veränderten Handlungsorte und sozialen Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Inhaltliche Veränderungen

In Erich Kästners Kinderroman „Das doppelte Lottchen“ (1949) treffen die Zwillinge Lotte Körner aus München und Luise Palfy aus Wien im Ferienheim Seebühl am Bühlsee aufeinander. In der 2. deutschen Verfilmung von Joseph Vilsmaier aus dem Jahr 1994 begegnen sich die Zwillinge Louise Kröger aus Hamburg und Charlotte Palfy aus Berlin bereits kurz vor der Abfahrt zu einer Sprachreise nach Schottland am Hamburger Hauptbahnhof.

Ihre Ähnlichkeit erkennen die Zwillinge zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Nur die großen Unterschiede zwischen ihnen stehen im Mittelpunkt. Charlotte Palfy, die von ihren Freunden „Charlie“ genannt wird, ist mit einer Lederjacke bekleidet sowie mit einem Walkman und einer Baseballkappe, die ein Geschenk ihres Vaters ist. Besonders auffällig ist Charlie durch ihr vorlautes Auftreten, wodurch sie sich bei den mitreisenden Teilnehmern der Sprachreise sehr in den Vordergrund stellt. Dadurch wirkt sie sehr selbstbewusst und rabaukenhaft.

Louise Kröger hingegen wirkt durch das Kostüm, das sie bei der Verabschiedung von ihrer Mutter am Bahnhof trägt, sehr erwachsen und vornehm. Sie erscheint als schüchternes, zurückhaltendes und ordentliches junges Mädchen. Die Diskrepanzen zwischen den beiden Mädchen könnten nicht zahlreicher sein.

Bereits im Zug auf dem Weg nach Schottland kommt es zu einem Vorfall zwischen Charlie und Louise. Louise wird durch einen Mitreisenden ins Stolpern gebracht und fällt gegen die am Fenster stehende Charlie. Die von Charlie geliebte Kappe ihres Vaters fliegt bei diesem Zusammenstoß aus dem Fenster. In diesem Moment handelt Charlie getreu dem Motto ihres Vaters: „Es gibt Momente im Leben, da muss man die Notbremse ziehen!“ und zieht die Notbremse. Dieser Satz des Vaters kommt auch am Ende des Films noch einmal zum Einsatz und führt zu einem glücklichen Ende der Verfilmung. Durch die Wiederholung einer Szene am Bahnhof wird so eine Art Filmrahmen geschaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung von Erich Kästner als Autor und Darlegung der Zielsetzung, den Roman von 1949 mit der Verfilmung von 1994 zu vergleichen.

2. Das doppelte Lottchen: Untersuchung der Gründe für den Erfolg des Romans, inklusive der literarischen Terminologie "Utopie" und der Anwendung stilistischer Mittel.

2.1 Der Erfolg und die vermuteten Gründe: Analyse der hohen Auflagenzahlen, Übersetzungen und Auszeichnungen als Indikatoren für den Erfolg der Geschichte.

2.2 Utopie: Betrachtung des "Schöne-Welt-Bildes" und der idealisierten Darstellung von Kindern in Kästners Werken.

2.3 Literarische und stilistische Mittel: Erörterung der Rolle Kästners als Erzähler, der Verwendung von Humor, Interjektionen und Vergleichen.

3. Vergleich mit dem Film: Charlie und Louise - Das doppelte Lottchen: Einleitung in den Vergleich zwischen dem Roman und dem modernen Filmwerk von Joseph Vilsmaier.

3.1 Inhaltliche Veränderungen: Darstellung der Differenzen in der Handlung, wie der Sprachreise statt des Ferienheims und dem Rollentausch.

3.2 Die Hauptfiguren: Analyse der Modernisierung der Namen und Charakterzüge der Zwillinge sowie der Elternfiguren.

3.3 Einige Nebenrollen: Erläuterung der Anpassung von Nebenfiguren an das heutige Zeitgeschehen, wie etwa der Wechsel vom Hofrat zum Imbissbesitzer.

3.4 Die Orte der Handlung: Vergleich der Schauplätze, die von einer traditionellen Umgebung in modernere Orte wie Schottland oder Berlin übertragen wurden.

4. Schlussbetrachtung: Resümee über die gelungene Modernisierung des Stoffes für ein zeitgenössisches Publikum.

4.1 Charlie und Louise - eine positive oder negative Umsetzung in die Moderne?: Einschätzung der filmischen Umsetzung als erfolgreich und dem Zeitgeist entsprechend.

Schlüsselwörter

Erich Kästner, Das doppelte Lottchen, Charlie und Louise, Literaturverfilmung, Joseph Vilsmaier, Romanadaption, Moderne, Kinderliteratur, Rollentausch, Utopie, Stilmittel, Charakterisierung, Familienzusammenführung, Filmanalyse, Vergleich

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht den Roman „Das doppelte Lottchen“ von Erich Kästner mit der deutschen Filmverfilmung „Charlie und Louise - Das doppelte Lottchen“ aus dem Jahr 1994.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Modernisierung literarischer Stoffe, der Wandel von Charakteren und Handlungsorten sowie die Untersuchung, ob eine zeitgemäße Adaption den Kern der ursprünglichen Erzählung bewahrt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu analysieren, wie Joseph Vilsmaier den Kinderbuchklassiker in die Moderne übertragen hat und ob diese Umsetzung als gelungen zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode des vergleichenden Literatur- und Filmanalyse, wobei spezifische Szenen, Figuren und narrative Strukturen direkt gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den inhaltlichen Veränderungen, der Neugestaltung der Haupt- und Nebenrollen sowie der Verlagerung der Handlungsorte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Erich Kästner, Literaturverfilmung, Rollentausch, Moderne, Adaption und Charakterisierung.

Wie verändert sich die Darstellung der Mutter in der modernen Verfilmung?

Im Gegensatz zur Hausfrau im Roman wird die Mutter im Film als selbstbewusste, finanziell unabhängige Karrierefrau in Hamburg dargestellt.

Welche Rolle spielt die "Notbremse" im Film?

Die Notbremse wird zu einem zentralen Motiv ("Es gibt Momente im Leben, da muss man die Notbremse ziehen!"), das einen filmischen Rahmen schafft und am Ende die Familienzusammenführung symbolisiert.

Warum wurde aus dem Ferienheim eine Sprachschule?

Dies spiegelt die veränderten Freizeitgewohnheiten heutiger Kinder und Jugendlicher wider, die eher an Sprachreisen ins Ausland teilnehmen als an einem klassischen Ferienheim-Aufenthalt.

Wie bewertet der Autor das Ende des Films im Vergleich zum Roman?

Der Autor stellt fest, dass das Filmende bewusst offen gelassen wurde, um dem Zuschauer Raum für eigene Gedanken zu geben, im Gegensatz zum freudestrahlenden Abschluss des Romans.

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Details

Title
"Das doppelte Lottchen". Der Kinderroman im Vergleich mit der deutschen Verfilmung von 1994
College
University of Paderborn
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
17
Catalog Number
V305832
ISBN (eBook)
9783668038691
ISBN (Book)
9783668038707
Language
German
Tags
lottchen kinderroman vergleich verfilmung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, "Das doppelte Lottchen". Der Kinderroman im Vergleich mit der deutschen Verfilmung von 1994, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305832
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