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Führen abweichende sexuelle Identitäten zu diskriminierenden Verhaltensweisen?

Titel: Führen abweichende sexuelle Identitäten zu diskriminierenden Verhaltensweisen?

Hausarbeit , 2015 , 16 Seiten

Autor:in: Ina Hofmeister (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Gesellschaft nimmt hauptsächlich stereotype Geschlechterrollen, die einer Frau und einem Mann zugewiesen werden, als Normalität an. Sicherlich mag ein Ursprung für diese traditionelle Betrachtungsweise in der Evolution begründet sein, nach der einerseits durch Paarung der beiden Kern-Geschlechter die Nachkommenschaft gesichert wird und andererseits das Überleben und die Ausbreitung der Spezies Mensch gewährleistet wird. Es gibt jedoch deutliche Abweichungen neben der von der Gesellschaft konstruierten Kern-Geschlechtsidentität.

Das Verhalten, das in der modernen Gesellschaft als Abweichung empfunden wird, hat beispielsweise in Ausprägung der Homosexualität in der römisch-griechischen Antike geradezu normative Züge. Auch Intersexualität galt in den Kulturen der nordamerikanischen Indianer und auch bei unseren Vorfahren, den Germanen, als verehrungswürdig, die intersexuellen Menschen nahmen in diesen Gesellschaften einen Sonderstatus ein.

Die Geschlechterwirklichkeit fordert den Abschied von der stereotypen Denkart, dass die Natur lediglich zwei Ausprägungen von Menschen mit klaren Unterscheidungsmerkmalen, nämlich Mann und Frau, gebildet hat. Diese Geschlechterwirklichkeit unterscheidet sich in der Geschlechtsidentität und in der sexuellen Orientierung, die in der weiteren Bearbeitung in die Bereiche Homosexualität, Transsexualität und Intersexualität unterteilt werden, die ebenso wie die Heterosexualität zu den natürlichen Varianten des menschlichen Lebens, und nicht zu medizinischen Symptomen, zählen. Die Geschlechtsidentität ist ein vielschichtiger Begriff, der einerseits zu der Selbstfindung des Menschen als Individuum gehört und andererseits in der sozialen Umwelt die Rolle prägt, die dieser Mensch übernimmt und an die sich Erwartungen der Gesellschaft an den Menschen knüpfen. Die Wahrnehmung von Unterschieden durch eine abweichende sexuelle Orientierung jenseits der traditionellen Stereotypen führt zu dem Kapitel der Diskriminierung und der Vorurteile, die zu einem Ausschluss bestimmter Personengruppen an gesellschaftlichen Prozessen und in die Isolation führen können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Anderssein als Ausdruck der Geschlechterwirklichkeit

2 Ausprägungen neben der Kern‐Geschlechtsidentität

2.1 Homosexualität

2.2 Trans…

2.2.1 Transsexualität

2.2.2 Transgenderismus

2.2.3 Transvestismus

2.3 Intersexualität

3 Diskriminierung und Vorurteile

3.1 Formen der Diskriminierung

3.2 Ursachen der Diskriminierung

4 Anderssein – kein Grund für Diskriminierung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen abweichenden sexuellen Identitäten und gesellschaftlichen Diskriminierungstendenzen. Ziel ist es zu analysieren, ob und warum das Abweichen von einer als normativ konstruierten Kern-Geschlechtsidentität zu Vorurteilen und diskriminierendem Verhalten führen kann, um ein tieferes Verständnis für die Notwendigkeit sozialer Toleranz zu fördern.

  • Differenzierung von Kern-Geschlechtsidentität und abweichenden Identitäten
  • Analyse der verschiedenen Ausprägungen (Homosexualität, Transsexualität, Transgenderismus, Intersexualität)
  • Untersuchung von Erscheinungsformen der Diskriminierung im sozialen und beruflichen Kontext
  • Erläuterung der psychologischen und soziologischen Ursachen für Diskriminierung
  • Plädoyer für gesellschaftliche Akzeptanz und Vielfalt

Auszug aus dem Buch

1 Anderssein als Ausdruck der Geschlechterwirklichkeit

Die Gesellschaft nimmt hauptsächlich stereotype Geschlechterrollen, die einer Frau und einem Mann zugewiesen werden, als Normalität an. Sicherlich mag ein Ursprung für diese traditionelle Betrachtungsweise in der Evolution begründet sein, nach der einerseits durch Paarung der beiden Kern-Geschlechter die Nachkommenschaft gesichert wird und andererseits das Überleben und die Ausbreitung der Spezies Mensch gewährleistet wird. Es gibt jedoch deutliche Abweichungen neben der von der Gesellschaft konstruierten Kern-Geschlechtsidentität. Das Verhalten, das in der modernen Gesellschaft als Abweichung empfunden wird, hat beispielsweise in Ausprägung der Homosexualität in der römisch-griechischen Antike geradezu normative Züge.

Auch Intersexualität galt in den Kulturen der nordamerikanischen Indianer und auch bei unseren Vorfahren, den Germanen, als verehrungswürdig, die intersexuellen Menschen nahmen in diesen Gesellschaften einen Sonderstatus ein. (vgl. Buhrow, 2015, o.S.) Die Geschlechterwirklichkeit fordert den Abschied von der stereotypen Denkart, dass die Natur lediglich zwei Ausprägungen von Menschen mit klaren Unterscheidungsmerkmalen, nämlich Mann und Frau, gebildet hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Anderssein als Ausdruck der Geschlechterwirklichkeit: Dieses Kapitel hinterfragt die gesellschaftliche Normvorstellung von zweigeschlechtlichen Rollen und betont, dass Abweichungen historisch und biologisch natürliche Varianten des menschlichen Lebens darstellen.

2 Ausprägungen neben der Kern‐Geschlechtsidentität: Hier werden verschiedene Identitätsformen jenseits der Heterosexualität, wie Homosexualität, Transidentitäten und Intersexualität, differenziert betrachtet.

3 Diskriminierung und Vorurteile: Das Kapitel analysiert die begrifflichen Grundlagen sowie die offenen und verdeckten Formen der Diskriminierung und identifiziert Ängste vor dem Verlust gesellschaftlicher Normen als ursächliche Faktoren.

4 Anderssein – kein Grund für Diskriminierung: Das abschließende Kapitel plädiert für die Akzeptanz der Geschlechterdynamik und fordert einen gesellschaftlichen Wandel zu mehr Toleranz und Gleichberechtigung.

Schlüsselwörter

Geschlechtsidentität, Sexualität, Diskriminierung, Vorurteile, Homosexualität, Transsexualität, Transgenderismus, Intersexualität, Heteronormativität, Geschlechterrolle, gesellschaftliche Normen, soziale Ausgrenzung, Toleranz, Diversität, Identitätsfindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie abweichende sexuelle Identitäten innerhalb der Gesellschaft wahrgenommen werden und welche Hintergründe zu diskriminierendem Verhalten gegenüber diesen Minderheiten führen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Diversität sexueller Identitäten, die psychologischen Ursachen für Vorurteile sowie die Auswirkungen von Diskriminierung auf Betroffene.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Abweichung von traditionellen Rollenbildern und der Entstehung von Diskriminierung aufzudecken und zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf einschlägigen psychologischen und soziologischen Fachpublikationen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung verschiedener sexueller Identitätsformen und die anschließende Analyse der Formen und Ursachen von Diskriminierung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Geschlechtsidentität, Diskriminierung, Heteronormativität und soziale Integration charakterisiert.

Warum wird Transsexualität nicht mit Transgenderismus gleichgesetzt?

Die Autorin verdeutlicht, dass Transsexualität oft mit einem Leidensdruck und dem Wunsch nach medizinischer Angleichung verbunden ist, während Transgenderismus eher ein Leben zwischen den traditionellen Geschlechterpolen beschreibt.

Welche Rolle spielt die Angst bei der Diskriminierung?

Die Arbeit postuliert, dass die Angst vor der Infragestellung eigener Identitäten und sozialer Machtstrukturen dazu führt, dass abweichende Lebensweisen als Bedrohung wahrgenommen und diskriminiert werden.

Was bedeutet der Begriff „Kern-Geschlechtsidentität“?

Er beschreibt die gesellschaftlich vorherrschende Vorstellung von einer stabilen, auf das biologische Geschlecht festgelegten Identität, die in der Erziehung vermittelt wird.

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Details

Titel
Führen abweichende sexuelle Identitäten zu diskriminierenden Verhaltensweisen?
Autor
Ina Hofmeister (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
16
Katalognummer
V305883
ISBN (eBook)
9783668119017
ISBN (Buch)
9783668119024
Sprache
Deutsch
Schlagworte
führen identitäten verhaltensweisen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ina Hofmeister (Autor:in), 2015, Führen abweichende sexuelle Identitäten zu diskriminierenden Verhaltensweisen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305883
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Leseprobe aus  16  Seiten
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