This essay does not focus solely on how medieval poets used the presentation of ugliness in their art, but pays attention as well to the function which the portrayal of female ugliness fullfilled in their respective work. This aspect makes the essay eminently worthwhile.
Diese Arbeit berücksichtigt nicht nur auf welche Weise "Hässlichkeit" von den mittelalterlichen englischen Poeten verwendet wurde, sondern auch, welche Funktion die Beschreibung von Hässlichkeit innerhalb der entsprechenden Dichtungen erfüllte. Daduch wird dieses Essay besonders wertvoll.
Inhaltsverzeichnis
Introduction - black and white
Ugliness - definition through contrast
Ugliness - beauty of variety
Ugliness - spouse of immorality
Ugliness - stigma of inadequacy
Conclusion - grey
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Funktion des Konzepts der weiblichen Hässlichkeit in der mittelalterlichen englischen Lyrik. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, auf welche Weise Hässlichkeit als rhetorisches Mittel eingesetzt wurde, um moralische Disreputabilität durch eine physiognomische Kontrastierung zur Schönheit darzustellen.
- Die rigiden Schönheitsideale des Mittelalters als Ausgangspunkt.
- Die Anwendung von Unordnung, Gegenidealiserung und unangemessenen Vergleichen.
- Die physiognomische Verknüpfung von äußeren Merkmalen mit moralischer Integrität oder Verkommenheit.
- Die Funktion von Hässlichkeit als Stigma für sexuelle Unzulänglichkeit und soziale Degradierung.
- Der literarische Einsatz von Hässlichkeit in Transformationsmotiven (z. B. der "loathly lady").
Auszug aus dem Buch
Ugliness - definition through contrast
As ugliness is the subject of this paper, it is inevitable to initially define what was generally thought to be trademarks of ugliness in medieval English poetry. Since the Middle Ages had no ideal of perfect ugliness, yet of perfect pulchritude (Ziolkowski 14), ugliness can only be explained by simultaneously referring to the concept of beauty being predominant at that time.
Umberto Eco speaks of a rigid and "almost mathematical" concept of proportion (29) and relates by that to the extraordinary strict beauty catalogue that emerged by the 12th century. This concept of idealized beauty was a convention of literature and art and based on ancient Greek and Roman poetry, courtly lyrics, and the poems of Petrarch (Evans 233). Dedicating exclusively to women and reducing all life down to one-dimensional references, this catalogue of beauty became manifest in a trinity consisting of order, idealization, and comparison.
It determined in which order and by what terms and with which comparisons a female body had to be characterized. The order of such beautiful descriptions was amazingly linear: from the head of the desirable object downwards to the feet, of course, all this with the "obligatory jump over the female genitalia" (Ziolkowski 4). Apart from this austere order, the canon also clarified very rigidly what was regarded as beautiful and asked for authorized idealizations. Female hair had to be long and blonde; foreheads had to be smooth and moderate-sized; eyebrows had to be delicate; a chest had to be white; breasts had to be firm and little, and the like (Curry 3). Whiteness was the unquestionable norm. Apart from such idealizations, it was also customary to emphasise women's beauty with comparisons to beautiful things such as lilies, the rising sun, the nightly sky, or red roses (Evans 233).
Zusammenfassung der Kapitel
Introduction - black and white: Die Einleitung etabliert das Verständnis von Hässlichkeit als Kontrastmittel zur rigiden, normierten Schönheit in der mittelalterlichen Lyrik.
Ugliness - definition through contrast: Dieses Kapitel definiert Hässlichkeit in Abgrenzung zum strengen, mathematisch anmutenden Schönheitskatalog, der auf Ordnung, Idealisierung und Vergleich basierte.
Ugliness - beauty of variety: Hier wird erläutert, wie Dichter durch gezielte Störungen der ästhetischen Konventionen (Unordnung, Gegenidealisierung) individuelle Ausdrucksformen der Hässlichkeit schufen.
Ugliness - spouse of immorality: Das Kapitel verknüpft die visuelle Beschreibung mit der Physiognomielehre, wonach äußere Makel als direkte Indikatoren für moralische Verwerflichkeit galten.
Ugliness - stigma of inadequacy: Die Untersuchung zeigt auf, wie Hässlichkeit als rhetorisches Stigma für sexuelle Unzulänglichkeit, soziale Herkunft und moralische Defizite eingesetzt wurde.
Conclusion - grey: Das Fazit fasst zusammen, dass Hässlichkeit im Mittelalter primär als moralischer Gegenpol zur Schönheit fungierte, bis spätere Epochen komplexere, "graue" Schattierungen zuließen.
Schlüsselwörter
Mittelalterliche englische Lyrik, Weibliche Hässlichkeit, Physiognomielehre, Schönheitsideal, Gegenidealisierung, Disreputabilität, Sexuelle Unzulänglichkeit, Physiognomonica, Ordnung, Idealisierung, Loathly Lady, Moralität, Rhetorische Beschreibung, Kontrastbildung, Transformationsmotive.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Darstellung und Funktion von weiblicher Hässlichkeit in der englischen Lyrik des Mittelalters.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die rigiden Schönheitsnormen des Mittelalters, die Physiognomielehre, das Konzept der moralischen Disreputabilität und die rhetorischen Methoden zur Darstellung von Hässlichkeit.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es zu belegen, dass Hässlichkeit kein rein ästhetischer Zufall war, sondern als bewusstes Mittel diente, um auf den moralischen Charakter einer Frau aufmerksam zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die sich auf fachliterarische Grundlagen zu mittelalterlichen Schönheitskonzepten und physiognomischen Traditionen stützt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Kontrasten, die Anwendung von "Unordnung" bei der Beschreibung, die Verbindung von Hässlichkeit mit Immoralität und die Funktion als Stigma für Unzulänglichkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Kernbegriffen gehören Hässlichkeit, Schönheit, Physiognomie, moralische Integrität, Kontrast, Stigma und mittelalterliche englische Lyrik.
Wie unterscheidet sich die "loathly lady" von anderen Darstellungen der Hässlichkeit?
Die "loathly lady" dient oft als Ausgangspunkt eines Transformationsprozesses, bei dem die Hässlichkeit durch eine Handlung des Helden überwunden wird, was im Gegensatz zu statischen Darstellungen von moralischer Verkommenheit steht.
Inwieweit spielt die Physiognomielehre eine Rolle bei der Bewertung von Frauen?
Die Physiognomielehre ermöglichte es den Dichtern, optische Eigenschaften direkt als Beweis für moralische respektable oder verwerfliche Züge zu interpretieren.
- Arbeit zitieren
- Dominik Jesse (Autor:in), 2015, The Concept of Feminine Ugliness in Medieval English Poetry, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305985