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Die Mondlandung 1969 als Medienereignis

Title: Die Mondlandung 1969 als Medienereignis

Term Paper , 2014 , 16 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Anna Berghe von Trips (Author)

Communications - Media History
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Das Seminar „Medien-Ereignisse“ thematisierte Ereignisse, die mediale Inszenierung im Hinblick auf das Ereignis selbst und deren Rezeption in ästhetischen Praktiken, wie zum Beispiel der Kunst und Philosophie. Dabei entstanden viele Fragen.

− Was definiert ein Medienereignis?
− Welche Bedingungen muss ein Ereignis erfüllen um zum Medienereignis zu werden? Wie kann die Aktualität des Geschehens in den Medien erhalten werden?
− Welchen Lauf nimmt die Entwicklung eines Ereignisses durch die mediale Aufmerksamkeit?

Diese Fragen lassen sich nicht in einem Satz, sondern erst durch die Beschäftigung mit dem Thema und der Diskussion in der Gruppe beantworten.

Generell muss zwischen privaten und öffentlichen Ereignissen unterschieden werden. Ein Ereignis im öffentlichen Sinne erkennt man an der Implikation von verdichteter Kommunikation. Es reiht sich eine komplexe Folge aus verschiedenen Vorfällen aneinander, die überraschen oder schockieren, Konsequenzen nach sich ziehen und die bestehende Strukturen verändern. Diese werden auch schon kurze Zeit später von der Umwelt bemerkt . Um ein Ereignis sichtbar zu machen, muss es von den Medien bemerkt werden. Eine Situation wird also erst mittels ihrer Entdeckung von den Medien der Ereignischarakter verliehen, das heißt, dass sie verschiedene Vorgänge selektieren und diese als Ereignisse interpretieren.

Um nun die gerade oberflächlich dargelegte Definition eines Medienereignisses zu veranschaulichen, soll sich diese Arbeit mit dem Thema der Mondlandung im Jahre 1969 beschäftigen. Beginnend mit dem Geschehen an sich, werden nachfolgend die medialen Reaktionen genauer betrachtet, um danach die Gründe für die Auszeichnung als Medienereignis zu erläutern. Abschließend wird ein Ausblick auf die weitere Allforschung als Medienereignis anhand der Raumsonde Rosetta, deren Ziel die Landung auf einem Kometen war, gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Begriff Medienereignis

2. Die Mondlandung

2.1 Das Geschehen an sich

2.2 Mediale Reaktionen

2.3 Das Fernsehen

2.4 Der Hörfunk

2.5 Die Zeitungen

3. Die Mondlandung als Medienereignis

4. Ein Ausblick auf weitere Allforschung als Medienereignis: Die Rosetta-Mission

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Mondlandung von 1969 als prägendes Medienereignis des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, anhand dieses historischen Beispiels die theoretischen Definitionen von Medienereignissen zu veranschaulichen und die Transformation medialer Berichterstattung sowie die gesellschaftliche Wirkung einer solch globalen Live-Inszenierung zu analysieren.

  • Theoretische Bestimmung und Definition des Begriffs „Medienereignis“.
  • Analyse der medialen Reaktionen im Fernsehen, Hörfunk und in der Presse.
  • Untersuchung der Mondlandung als Instrument im Kontext des Kalten Krieges.
  • Betrachtung der Veränderung des menschlichen Blickes und der Beobachterrolle durch Live-Übertragungen.
  • Vergleichender Ausblick auf zeitgenössische Weltraumforschung am Beispiel der Rosetta-Mission.

Auszug aus dem Buch

3. Die Mondlandung als Medienereignis

Was lässt die Mondlandung nun zu einem Medienereignis dieser Größe werden? Zunächst einmal befanden sich die Großmächte dieser Zeit, die USA und die Sowjetunion, im kalten Krieg. Die beiden Machtsysteme, Ost und West, spielten mit ihren Kräften – sie nutzen die Entwicklung der Atomwaffe, das Einnehmen von Staaten, die zuvor nicht in das globale Kräftemessen eingebunden waren, und vor allem die Raumfahrt als Vorteil für sich. Das wirkliche Rennen begann jedoch erst durch Kennedys Rede, die das Ziel setzte, vor Ende des Jahrzehnts den Mond zu betreten. Diese war ein reiner PR-Handstreich um von verschiedenen Misserfolgen der Amerikaner abzulenken. Dadurch war der Startschuss für das Wettrennen zum Mond gegeben. Kennedy hatte auf diese Weise einen weiteren Kriegsschauplatz der Weltmächte festgelegt; der kalte Krieg fand sich nicht mehr nur auf der Erde statt, es ging darum welche der Großmächte das Weltall zuerst erobern würde. Mit diesem Hintergrund erst konnte die Mondlandung 1969 zu dem Medienereignis werden, was sie schlussendlich auch war.

Die NASA wusste um ihren medialen Einfluss und hatte begriffen, dass sie damit die öffentliche Meinung für sich nutzen konnten, deswegen fand das gesamte Apollo Programm unter den Blicken der Welt statt. Die USA sah sich als Vertreter der Menschheit, die dafür zuständig war ihr den langersehnten Frieden zurückzubringen. Sie nutzen daher die Mondlandung als nach außen gerichtete Wiederholung der Entdeckung Amerikas, mit dem Unterschied, dass diese durch das Fernsehen unter den Blicken der Welt stattfand, sie verwies auf die Kolonisierung aus der frühen Geschichte des Landes. Die Mondlandung sollte im Kontext der astropolitischen Rhetorik ein Echo der Seefahrer darstellen nur ohne die damals geschehenen Fehler.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Begriff Medienereignis: Dieser Abschnitt definiert theoretische Grundlagen und Bedingungen, unter denen ein Ereignis durch mediale Aufmerksamkeit zu einem Medienereignis transformiert wird.

2. Die Mondlandung: Hier wird der historische Ablauf der Apollo-11-Mission detailliert geschildert, von Kennedys Ankündigung bis zur erfolgreichen Landung und Rückkehr.

2.1 Das Geschehen an sich: Fokus auf die konkreten technischen und logistischen Etappen des Raumfahrtprogramms und die Rolle der Akteure.

2.2 Mediale Reaktionen: Überblick über das öffentliche Interesse und die wechselseitige Abhängigkeit zwischen den Akteuren der Raumfahrt und den Massenmedien.

2.3 Das Fernsehen: Analyse der Rolle des Fernsehens als damals neues Leitmedium, das durch Live-Übertragung den gesellschaftlichen Durchbruch erzielte.

2.4 Der Hörfunk: Betrachtung des Radios als ergänzendes Medium für all jene, die keinen Zugang zu Fernsehgeräten hatten.

2.5 Die Zeitungen: Untersuchung der printmedialen Berichterstattung, die durch das Live-Ereignis Fernsehen in eine neue, nachgeordnete zeitliche Rolle gedrängt wurde.

3. Die Mondlandung als Medienereignis: Analyse der politischen Instrumentalisierung der Mondlandung im Kalten Krieg und deren Wirkung als weltweites Gemeinschaftserlebnis.

4. Ein Ausblick auf weitere Allforschung als Medienereignis: Die Rosetta-Mission: Kontrastierung der Mondlandung mit der medialen Vermittlung moderner Weltraummissionen im Zeitalter von Internet und Social Media.

Schlüsselwörter

Medienereignis, Mondlandung, Apollo 11, Raumfahrt, Live-Übertragung, Kalter Krieg, Fernsehen, Medienwissenschaft, NASA, Massenmedium, Rosetta-Mission, Inszenierung, Kommunikation, Weltraumforschung, Öffentlichkeitswirkung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie die Mondlandung 1969 als historisches Ereignis durch mediale Inszenierung und Übertragung zu einem globalen Medienereignis wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen zählen die Definition von Medienereignissen, die Rolle der verschiedenen Mediengattungen (TV, Hörfunk, Print), politische Interessen im Kalten Krieg sowie der Wandel in der medialen Wahrnehmung von Weltraummissionen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die strukturellen Merkmale eines Medienereignisses am Beispiel der Mondlandung aufzuzeigen und die Transformation der Medienwelt durch dieses technologische und mediale Großereignis zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine medienwissenschaftliche Analyse unter Heranziehung von Kommunikationstheorien, historischen Kontextualisierungen und einem vergleichenden Ausblick.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Aufarbeitung des historischen Geschehens, eine Analyse der spezifischen medialen Reaktionen sowie eine Reflexion über die strategische Bedeutung der Mondlandung als politisches Instrument.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Medienereignis, Mondlandung, Live-Übertragung, Medialisierung und Kalter Krieg charakterisieren.

Wie veränderte die Mondlandung die Rolle des Fernsehens?

Die Mondlandung markierte den gesellschaftlichen Durchbruch des Fernsehens als Echtzeit-Medium, da es als einzige Instanz in der Lage war, Authentizität und Live-Teilhabe weltweit zu garantieren.

Welchen Unterschied zeigt der Ausblick zur Rosetta-Mission?

Im Gegensatz zur Mondlandung, die ein zentrales, von Millionen Menschen zeitgleich verfolgtes Ereignis darstellte, wird die moderne Weltraumforschung im Zeitalter der Informationsflut und des Internets fragmentierter und weniger exklusiv wahrgenommen.

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Details

Title
Die Mondlandung 1969 als Medienereignis
College
University of Constance
Grade
2,7
Author
Anna Berghe von Trips (Author)
Publication Year
2014
Pages
16
Catalog Number
V306137
ISBN (eBook)
9783668040113
ISBN (Book)
9783668040120
Language
German
Tags
Mondlandung Medien Medienereignis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Berghe von Trips (Author), 2014, Die Mondlandung 1969 als Medienereignis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306137
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