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Die BITV - Von der Entwicklung bis zur Anwendung

Title: Die BITV - Von der Entwicklung bis zur Anwendung

Diploma Thesis , 2003 , 155 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Andreas Petrausch (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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Das Internet ist für behinderte und nicht behinderte Menschen gleichermaßen eine Bereicherung und Qualitätsverbesserung im Leben. Viele Internetseiten sind jedoch für behinderte Menschen nicht zugänglich. Genauso wie beim nicht behindertengerecht gebauten Bahnsteig, sind behinderte Menschen bei einigen Internetseiten auf die Hilfe von nicht behinderten Menschen angewiesen. Der Gesetzgeber hat diesen Missstand erkannt und deshalb das „Behinderten Gleichstellungsgesetz“ (BGG) geschaffen, in dem die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens in der Bundesrepublik Deutschland festgeschrieben ist. § 11 BGG legt fest, dass eine Rechtsverordnung zu erlassen ist, in der definiert wird, wie Träger der öffentlichen Gewalt ihre Internetauftritte und -angebote sowie die von ihnen zur Verfügung gestellten grafischen Programmoberflächen zu gestalten haben, damit diese barrierefrei sind. Diese Rechtsverordnung wurde „Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz„ (BITV) genannt.

In dieser Diplomarbeit zeige ich zunächst Barrieren, auf die behinderte Menschen im Internet treffen. Die aus diesen Problemen entstandenen internationalen Gesetze, Verordnungen und Empfehlungen werden ebenfalls beleuchtet. Der Werdegang der BITV wird in einem eigenen Kapitel behandelt. Hierzu führte ich ein Interview mit Alfons Törkel in Bonn, der maßgeblich an der Formulierung der BITV mitgewirkt hat. Zum Abschluss zeige ich, wie eine bestehende Internetpräsenz anhand von Anforderungen aus der BITV überprüft und geändert werden kann. Die Kapitel sind so angeordnet, dass sie vom Problem bis zur Lösung reichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Nutzung des Internets von Menschen mit Behinderungen

1.1 Definition des Begriffes „Behinderung“

1.2 Umfrage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie

1.3 Einteilung der Behinderungen

1.3.1 Sehbehinderungen

1.3.2 Hörbehinderungen

1.3.3 Körperbehinderungen

1.3.4 Lernbehinderungen

1.3.5 Geistige Behinderungen

1.4 Mythos „Otto Normaluser“

2 Assistive Technologien für behinderte Menschen

2.1 Hilfsmittel für sehbehinderte und blinde Menschen

2.1.1 Vorlesesoftware

2.1.2 Bildschirmlupe

2.1.3 Braillezeile

2.2 Hilfsmittel für behinderte Menschen mit motorischen Störungen

2.2.1 Spracheingabe

2.2.2 Touchpad

2.2.3 Trackball

3 Internetbarrieren

3.1 Frames

3.2 Zeichengröße

3.3 Alternative Beschreibungen

3.4 Grafiken

3.5 Nicht persistente Navigation

3.6 Tabindex

3.7 Tabellen

3.8 Layoutraster/Layouttabellen

3.9 Formulare

3.10 Linkversammlungen

3.11 Geräteabhängige Eingabegeräte

3.12 Accesskeys definieren

3.13 Unverständliche Sprachausgabe

3.14 Akronyme

3.15 PopUp-Fenster

3.16 Eingebettete Objekte

3.17 Java

3.18 Automatische Weiterleitung

3.19 Nur Textdarstellung

4 Software für die Evaluation von Internetseiten

4.1 Browser

4.1.1 Internet Explorer

4.1.2 Lynx

4.1.3 Opera

4.2 Validatoren

4.2.1 Bobby

4.2.2 Wave

4.2.3 W3C-Validatoren

4.2.4 Barrierefinder.de

5 Internationale Gesetze, Standards und Empfehlungen

5.1 Internationale Empfehlungen des W3C und der WAI

5.1.1 Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 1.0

5.1.2 Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0

5.1.3 Authoring Tool Accessibility Guidelines (ATAG) 1.0

5.1.4 User Agent Accessibility Guidelines (UAAG) 1.0

5.2 USA

5.2.1 The Americans with Disabilities Act (ADA)

5.2.2 Section 508 of Rehabilitation Act

5.3 eEurope 2002

5.4 Bundesrepublik Deutschland - BGG

5.4.1 Zielvereinbarungen

5.4.2 Verbandsklagerecht

5.4.3 Barrierefreie Informationstechnik

5.5 Bundesrepublik Deutschland - Landesgesetzgebungen

6 Die BITV

6.1 Vom BGG zur BITV

6.2 Sachlicher Geltungsbereich

6.3 Fristen

6.4 Prüfen von Internetpräsenzen

6.5 Überprüfung und Anpassung der BITV

6.6 Fazit

7 Anwendung anhand der Anlage zur BITV

7.1 Evaluation des Projekts „Hörbuch“

7.2 Anforderung 1

7.2.1 Bedingung 1.1

7.2.2 Bedingung 1.2

7.2.3 Bedingung 1.3

7.2.4 Bedingung 1.4

7.3 Anforderung 2

7.3.1 Bedingung 2.1

7.4 Anforderung 3

7.4.1 Bedingung 3.1

7.5 Anforderung 4

7.5.1 Bedingung 4.1

7.6 Anforderung 5

7.6.1 Bedingung 5.1

7.6.2 Bedingung 5.2

7.7 Anforderung 6

7.7.1 Bedingung 6.1

7.7.2 Bedingung 6.2

7.7.3 Bedingung 6.3

7.8 Anforderung 7

7.8.1 Bedingung 7.1

7.9 Anforderung 8

7.10 Anforderung 9

7.10.1 Bedingung 9.1

7.11 Anforderung 10

7.12 Anforderung 11

7.12.1 Bedingung 11.3

7.13 Anforderung 12

7.13.1 Bedingung 12.1

7.14 Anforderung 13

7.15 Anforderung 14

7.15.1 Bedingung 14.1

7.16 Überprüfungsergebnis

8 Ergebnisse und Ausblick

9 Literaturverzeichnis

9.1 Bücher

9.2 Artikel

9.3 Studien

9.4 Hochschulveröffentlichungen

9.5 Gesetze, Richtlinien, DIN-Normen und Empfehlungen

9.6 Interviews

10 Abkürzungsverzeichnis

11 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Barrierefreiheit von Internetseiten für behinderte Menschen in der Bundesrepublik Deutschland, mit einem Fokus auf die „Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz“ (BITV). Das Ziel ist es, Barrieren bei der Internetnutzung zu identifizieren, den regulatorischen Rahmen zu beleuchten und anhand eines praktischen Beispiels (Projekt „Hörbuch“) Lösungsansätze für eine barrierefreie Gestaltung aufzuzeigen.

  • Barrieren für behinderte Menschen bei der Internetnutzung
  • Einsatz assistiver Technologien zur Unterstützung am Computer
  • Internationale und nationale rechtliche Grundlagen der Barrierefreiheit
  • Analyse des Werdegangs und der Anwendung der BITV
  • Praktische Evaluation einer Internetpräsenz zur Umsetzung barrierefreier Anforderungen

Auszug aus dem Buch

1.3.1 Sehbehinderungen

Sehbehinderte Menschen verfügen über eine Beeinträchtigung des Sehvermögens, das entweder durch eine verminderte Sehschärfe oder durch ein reduziertes Gesichtsfeld beeinträchtigt wird. Beim so genannten „Tunnelblick“ engt sich das Gesichtsfeld immer weiter ein, bis nur noch die Mitte des Gesichtsfeldes wahrgenommen wird.

Menschen mit Tunnelblick arbeiten sehr oft mit einer Vergrößerungssoftware, um am Internet partizipieren zu können. Aufgrund des eingeschränkten Gesichtsfeldes benötigen sie jedoch wesentlich länger, um eine Internetseite erfassen zu können. Lauftexte oder Animationen können sie nur schwer erfassen oder bemerken sie gar nicht.

Als blind gelten Personen, deren Sehschärfe auf dem besseren Auge nicht mehr als 1/50 beträgt. Dies bedeutet, dass eine Wahrnehmung von 2% und weniger als blind definiert wird. Bei 2% Restsehvermögen haben die betroffenen Personen meistens nur noch Hell-/Dunkel-Wahrnehmungen. Wichtig ist für diesen Personenkreis, dass sich der Text vom Hintergrund einer Internetseite deutlich abhebt, damit der Kontrast möglichst hoch ist.

Blinde Menschen können das Internet sehr oft nur über eine Braillezeile oder/und den Einsatz einer Vorlesesoftware nutzen. Lauftexte, Animationen oder andere Visualisierungen können sie überhaupt nicht wahrnehmen.

Eine weitere Art der Sehbehinderung ist die Farbblindheit. Eine leichte Form ist die so genannte Rot-/Grünschwäche. Bei diesen Arten der Sehbehinderung ist eine Nutzung des Internets in den meisten Fällen unproblematisch. Lediglich visuelle Inhalte, die zur Nutzung wichtig sind, können problematisch werden. Zum Beispiel, wenn in einem Text alle Links mit roter Farbe hinterlegt sind und wichtige Textauszüge mit Grün hinterlegt sind, kann es vorkommen, dass ein Nutzer mit Rot-/Grünschwäche beide Farben als identisch wahrnimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Nutzung des Internets von Menschen mit Behinderungen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Behinderung, liefert statistische Daten zur Verbreitung und erläutert die verschiedenen Arten von Behinderungen, mit denen Menschen im Internet konfrontiert sind.

2 Assistive Technologien für behinderte Menschen: Hier werden gängige Software- und Hardware-Hilfsmittel wie Screenreader, Braillezeilen und Mausersatz-Geräte vorgestellt, die sehbehinderten und motorisch eingeschränkten Menschen den Zugang zum Internet erleichtern.

3 Internetbarrieren: Dieses Kapitel identifiziert konkrete technische Barrieren bei der Webgestaltung, wie Frames, schlecht programmierte Tabellen oder PopUp-Fenster, und bietet Lösungsansätze durch korrekte HTML-Codierung.

4 Software für die Evaluation von Internetseiten: Der Autor stellt verschiedene Browser und Prüfprogramme (Validatoren) vor, mit denen Webdesigner ihre Internetpräsenzen auf Barrierefreiheit überprüfen können.

5 Internationale Gesetze, Standards und Empfehlungen: Ein Überblick über internationale Richtlinien des W3C/WAI, US-amerikanische Gesetze wie den ADA und Section 508 sowie europäische Initiativen und das deutsche BGG.

6 Die BITV: Das Kapitel behandelt den Entstehungsprozess der BITV in Deutschland, den sachlichen Geltungsbereich, die gesetzlichen Fristen sowie die Problematik der Überprüfung und Anpassung der Verordnung.

7 Anwendung anhand der Anlage zur BITV: In diesem Kapitel wird das Projekt „Hörbuch“ als Fallbeispiel herangezogen, um die Anforderungen der BITV-Anlage in der Praxis zu prüfen und Verbesserungsvorschläge für die Umsetzung zu machen.

8 Ergebnisse und Ausblick: Eine abschließende Betrachtung, die betont, dass Barrierefreiheit ein Umdenken bei Webdesignern erfordert und eine Herausforderung darstellt, die über reine technische Pflichten hinausgeht.

Schlüsselwörter

Barrierefreiheit, BITV, Internetbarrieren, Behindertengleichstellungsgesetz, Sehbehinderung, Hörbehinderung, Screenreader, Web Accessibility Initiative, WCAG, Webdesign, Assistive Technologien, Inklusion, HTML, Usability, Barrierefreie Informationstechnik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit widmet sich dem Thema der barrierefreien Gestaltung von Internetauftritten, insbesondere unter dem rechtlichen Aspekt der BITV in Deutschland, um allen Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe am digitalen Leben zu ermöglichen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit umfasst die Identifikation von Barrieren für behinderte Menschen, den Einsatz von Hilfstechnologien, die rechtlichen Rahmenbedingungen auf internationaler und nationaler Ebene sowie die praktische Prüfung von Internetseiten auf Barrierefreiheit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Webdesignern konkrete Handlungsempfehlungen zu geben, wie sie Internetpräsenzen technisch so gestalten können, dass sie für behinderte Menschen barrierefrei nutzbar sind, wobei das Problem von der Barriere bis hin zur Lösung betrachtet wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert theoretische Analysen von Gesetzen und Standards (wie WCAG) mit einem praktischen Evaluationsteil. Dabei wurden ein konkretes Web-Projekt evaluiert und Interviews mit Experten geführt, die maßgeblich an der Formulierung der BITV beteiligt waren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Internetbarrieren (z.B. Frames, Formulare, Java), stellt assistive Technologien vor und erläutert die rechtliche Basis der BITV. Zudem wird die Anwendung der BITV-Anforderungen an einem praktischen Projekt detailliert demonstriert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Barrierefreiheit, BITV, Behindertengleichstellungsgesetz, Web Accessibility Initiative (WAI), Screenreader, Assistive Technologien und Web-Usability.

Wie unterscheidet sich das Projekt „Hörbuch“ von anderen Fallbeispielen?

Das Projekt „Hörbuch“ dient als spezifisches, praktisches Anschauungsobjekt der Arbeit, an dem der Autor die Anwendung der BITV-Anforderungen aufzeigen konnte, inklusive der Identifikation von Mängeln und der Erarbeitung von Lösungsvorschlägen für einen Webdesigner.

Welche Rolle spielen die Interviews in der Arbeit?

Die Interviews, insbesondere mit Alfons Törkel, dienen dazu, Hintergründe zur Entstehung der BITV zu klären und zu verstehen, warum bestimmte Formulierungen gewählt wurden und welche Herausforderungen bei der Definition der „Zielgruppe“ bestanden.

Excerpt out of 155 pages  - scroll top

Details

Title
Die BITV - Von der Entwicklung bis zur Anwendung
College
University of Applied Sciences Hanover
Grade
1.0
Author
Andreas Petrausch (Author)
Publication Year
2003
Pages
155
Catalog Number
V30615
ISBN (eBook)
9783638318327
Language
German
Tags
BITV Entwicklung Anwendung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Petrausch (Author), 2003, Die BITV - Von der Entwicklung bis zur Anwendung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30615
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