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Wahrheit oder Fiktion? Atlantis im Märchen „Der goldene Topf“ von E.T.A. Hoffmann

Title: Wahrheit oder Fiktion? Atlantis im Märchen „Der goldene Topf“ von E.T.A. Hoffmann

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 12 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Der goldene Topf von E. T. A. Hoffmann thematisiert die Entwicklung des Studenten Anselmus und sein Verhältnis zur Realität. Auf der einen Seite gibt es die Realität des Alltags, in welcher das Leben in geordneten Bahnen verläuft und auf der anderen Seite den fantastischen Bereich, in dem sich wunderbare Phänomene ereignen . Die Frage nach der Wirklichkeit stellt also eine Kernfrage im Werk dar.
Daher wird in dieser Hausarbeit zunächst untersucht, wie sich diese beiden Welten gegenseitig durchdringen. Daraufhin wird die Frage geklärt, warum nicht alle Menschen das Fantastische sehen können.
Das Erkenntnisinteresse besteht nun in der Untersuchung, ob der Erzähler, Anselmus sowie einige weitere Personen im Werk psychisch krank sind und sich das Märchen von Atlantis nur einbilden oder ob der Leser und die Bürger im Märchen nur nicht fähig sind, das Fantastische zu sehen.
Im Folgenden wird anhand von Publikationen diverser Autoren und geeigneter Textstellen aus dem Märchen geklärt, wann genau die reale Welt aufhört und die des Wunderbaren anfängt. Zusätzlich wird untersucht, warum nicht alle Bürger das Fantastische sehen, beziehungsweise was diese tun können, um sich dafür zu öffnen. Der letzte Punkt erläutert noch einmal das Binnenmärchen, welches innerhalb des Märchens vorkommt. Denn schließlich dreht sich die Kernfrage genau um diese Binnengeschichte, nämlich um Atlantis. Ist das Binnenmärchen Wahrheit oder Fiktion?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Atlantis – Wahrheit oder Fiktion

2 Der goldene Topf

2.1 Im Märchen durchdringen sich die Reale und die Fantastische Welt

2.2 Anselmus ist ein Individuum mit einer Psyche

2.3 Das Fantastische existiert neben dem Realen

2.4 Die literarische Kommunikation zwischen dem Erzähler und dem Leser dient als Versuch, den Leser in die Welt des Wunderbaren einzubeziehen

2.5 Im Märchen „der goldene Topf“ gibt es ein Binnenmärchen

3 Fazit: Atlantis existiert für diejenigen, die ihren Geist dafür öffnen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Realität und Fantastik in E.T.A. Hoffmanns Werk „Der goldene Topf“, mit einem besonderen Fokus auf die Frage, ob die Welt von Atlantis als objektive Existenz oder als psychologische Halluzination des Protagonisten Anselmus zu verstehen ist.

  • Interaktion zwischen der alltäglichen Realität und der fantastischen Welt
  • Die Rolle der Wahrnehmungsfähigkeit und Offenheit des Geistes
  • Erzählstrategien zur Einbindung des Lesers in das Wunderbare
  • Die Bedeutung von Atlantis als zentraler Mythos des Werkes

Auszug aus dem Buch

2.4 Die literarische Kommunikation zwischen dem Erzähler und dem Leser dient als Versuch, den Leser in die Welt des Wunderbaren einzubeziehen

Im Werk tritt der Erzähler neben Anselmus als die eigentliche Hauptperson auf. Er vermittelt dem Leser immer wieder, dass auch er an der fantastischen Welt teilnehmen kann. Zwar steht Anselmus im Mittelpunkt der Handlung, aber es läuft alles darauf hinaus, dass auch der Leser am Ende mit in die Geschichte einsteigen soll. Denn schließlich gibt es drei Schlangen und nur Serpentina darf am Ende mit ihrem Anselmus nach Atlantis. Zwei Schlangen sind also noch zu haben und so wird dem Leser angedeutet, dass auch er die Chance auf Atlantis hat, wenn er nur seinen Geist öffnet. Das Märchen kann also als Werbeanzeige für Jünglinge gesehen werden, dass sie die zwei übrigen Töchter von Lindhorst heiraten.

Im Text gibt es mehrere Leseranreden, an denen man sieht, dass der Erzähler dem Leser die wunderbare Welt nahe bringen will. Die Erste davon ist in der vierten Vigilie:

„Wohl darf ich geradezu dich selbst, günstiger Leser! fragen, ob du in deinem Leben nicht Stunden, ja Tage und Wochen hattest, in denen dir all dein gewöhnliches Tun und Treiben ein recht quälendes Mißbehagen erregte und in denen dir Alles, was dir sonst recht wichtig und wertes in Sinn und Gedanken zu tragen vorkam, nun läppisch und nichtswürdig erschien?“

Hier ist es die Intention des Erzählers, dass der Leser sich selbst Gedanken machen soll, ob er sich nicht auch manchmal nach etwas sehnt, das Außergewöhnlich ist. Wenn der Leser wirklich schon einmal so gefühlt hat, dann kann er auch die Gemütslage des Anselmus gut nachempfinden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Atlantis – Wahrheit oder Fiktion: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Realitätswahrnehmung in Hoffmanns Werk ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Natur von Atlantis.

2 Der goldene Topf: Dieser Abschnitt beschreibt den formalen Aufbau des Werkes in zwölf Vigilien und zeichnet die Entwicklung des Studenten Anselmus nach.

2.1 Im Märchen durchdringen sich die Reale und die Fantastische Welt: Es wird analysiert, wie die Alltagswelt und die fantastischen Elemente im Märchen aufeinanderprallen und wie die verschiedenen Figuren auf diese Vermischung reagieren.

2.2 Anselmus ist ein Individuum mit einer Psyche: Der Fokus liegt hier auf der psychologischen Dimension von Anselmus, der durch seine Zweifel und Halluzinationen die Grenze zwischen Wahnsinn und magischer Erfahrung verwischt.

2.3 Das Fantastische existiert neben dem Realen: Dieses Kapitel erörtert die Voraussetzungen, unter denen Charaktere Zugang zur Welt des Fantastischen erhalten können, namentlich Liebe, Rausch und ein kindlich-poetisches Gemüt.

2.4 Die literarische Kommunikation zwischen dem Erzähler und dem Leser dient als Versuch, den Leser in die Welt des Wunderbaren einzubeziehen: Die Rolle des Erzählers als Vermittler wird beleuchtet, der den Leser durch direkte Ansprachen in das Geschehen involviert.

2.5 Im Märchen „der goldene Topf“ gibt es ein Binnenmärchen: Dieser Abschnitt ordnet das Atlantis-Motiv in den Kontext der romantischen Märchenauffassung ein und analysiert dessen Funktion für die Erlösungsgeschichte.

3 Fazit: Atlantis existiert für diejenigen, die ihren Geist dafür öffnen: Das Fazit fasst zusammen, dass Atlantis eine subjektive Realität für diejenigen ist, die bereit sind, sich dem Wunderbaren zu öffnen, während es für skeptische Beobachter ein bloßer Wahn bleibt.

Schlüsselwörter

Atlantis, E.T.A. Hoffmann, Der goldene Topf, Fantastik, Realität, Anselmus, Serpentina, Wahnsinn, Märchen, Erzähler, Literatur, Romantik, Halluzination, Poetisches Gemüt, Wunderbares

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert E.T.A. Hoffmanns „Der goldene Topf“ im Hinblick auf die Frage, wie die reale Welt und die fantastische Welt ineinandergreifen und wie die Grenze zwischen beiden definiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die menschliche Psyche im Kontext fantastischer Erfahrungen, die Rolle der Liebe und Inspiration als Zugang zum Wunderbaren sowie die reflektierte Erzählweise Hoffmanns.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, ob Atlantis ein realer, existierender Ort innerhalb des Märchens ist oder ob die Charaktere an psychischen Störungen leiden, die sie das Fantastische nur einbilden lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse, die primär den Text des Märchens sowie ergänzende Sekundärliteratur und Fachpublikationen heranzieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Vermischung von Realem und Fantastischem, die psychologische Charakterisierung von Anselmus, die verschiedenen Zugangsweisen zum Wunderbaren sowie die Rolle des Erzählers bei der Einbindung des Lesers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind unter anderem Atlantis, E.T.A. Hoffmann, Realität, Fantastik, Anselmus, Serpentina, Wahnsinn und das poetische Gemüt.

Wie unterscheidet der Autor zwischen „normalen“ Bürgern und dem Protagonisten?

Während normale Bürger das Fantastische als Einbildung oder psychische Krankheit abtun, erkennt der Protagonist Anselmus durch seine Liebe zu Serpentina und sein poetisches Gemüt das Wunderbare als eine für ihn gültige Realität an.

Welche Rolle spielt der Alkohol in der Erzählung laut der Analyse?

Der Alkohol wird als ein Mittel identifiziert, das den Geist für das Fantastische öffnet und so als Katalysator für die poetische Inspiration dient, sowohl für Figuren im Märchen als auch reflektorisch für den Erzähler.

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Details

Title
Wahrheit oder Fiktion? Atlantis im Märchen „Der goldene Topf“ von E.T.A. Hoffmann
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
12
Catalog Number
V306182
ISBN (eBook)
9783668044661
ISBN (Book)
9783668044678
Language
German
Tags
E.T.A. Hoffmann Der goldene Topf Atlantis Märchen Realität Literaturanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, Wahrheit oder Fiktion? Atlantis im Märchen „Der goldene Topf“ von E.T.A. Hoffmann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306182
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