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Bookbuilding versus Auktionen. Zwei Verfahren der Aktienemission im Vergleich

Title: Bookbuilding versus Auktionen. Zwei Verfahren der Aktienemission im Vergleich

Seminar Paper , 2015 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julian Weiersbach (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Das primäre Ziel eines Börsengangs ist der maximale Kapitalzufluss des Unternehmens, um weitere Wachstumsziele zu verwirklichen.

Im Rahmen eines Börsengangs existieren drei Möglichkeiten wie dieser Börsengang, das sogenannte Initial Public Offering (IPO), stattfinden kann: das Festpreisverfahren, das Bookbuilding-Verfahren und das Auktionsverfahren.

Bis Mitte der 1990er Jahre war das dominierende Verfahren in Deutschland und in der Welt das Festpreisverfahren.
Danach ist ein Trend hin zum Bookbuilding-Verfahren zu erkennen.

In Italien, Schweden, Portugal, der Schweiz und Großbritannien wurde das Auktionsverfahren in den 80er Jahren, in Malaysia, Singapur, Argentinien und der Türkei wurde es in den 90er Jahren für Börsengänge verwendet, bis es durch das Bookbuilding nach und nach verdrängt wurde.

In Deutschland wurde das Auktionsverfahren 2000 bei der Trius AG getestet, zwei weitere Auktionen sind danach jedoch aus mangelndem Interesse gescheitert. Heute ist das Bookbuilding die dominierende Methode in 34 von 46 Ländern.

Thema dieser Arbeit ist die Gegenüberstellung des Bookbuildingverfahrens mit dem Auktionsverfahren.

Zunächst werden die beiden Verfahren erklärt, anschließend werden die auftretenden Kosten bei der Emission im jeweiligen Verfahren erörtert und die Vorteilhaftigkeit des Auktionsverfahrens hinsichtlich der Erlösmaximierung des Emittenten argumentiert.

Trotz dieses Umstandes hat sich das Bookbuilding mehr und mehr durchgesetzt. Im Anschluss sind Gründe dafür zu suchen, warum sich ein effizienteres Verfahren am Markt nicht durchsetzen kann.

Dafür sind eventuelle Interessenskonflikte der beteiligten Parteien aufzudecken, um darin unter Umständen die Kausalität für die aktuell vorherrschende Dominanz des Boobuildingverfahrens erkennen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Verfahren im Überblick

2.1. Das Bookbuilding-Verfahren

2.2. Das Auktionsverfahren

2.3. Regionale Unterschiede

3. Vor- und Nachteile der Verfahren im Vergleich

3.1. Direkte Kosten der Verfahren

3.2. Indirekte Kosten der Emissionsverfahren: Underpricing

3.3. Interessenkonflikte der beteiligten Akteure

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Bookbuilding-Verfahren im direkten Vergleich zum Auktionsverfahren bei Börsengängen (Initial Public Offerings). Ziel der Analyse ist es, die strukturellen Gründe für die weltweite Dominanz des Bookbuilding-Verfahrens zu identifizieren, obwohl wissenschaftliche Belege auf eine ökonomische Überlegenheit von Auktionsverfahren hinsichtlich Kosten und Erlösmaximierung hindeuten.

  • Vergleichende Analyse der Emissionsverfahren Bookbuilding und Auktion
  • Untersuchung direkter Kostenfaktoren wie dem "Gross Spread"
  • Analyse indirekter Kosten durch Underpricing
  • Identifikation von Interessenkonflikten zwischen Emittenten, Banken und Investoren
  • Bewertung der Markteffizienz und der Rolle regulatorischer sowie strategischer Faktoren

Auszug aus dem Buch

3.3. Interessenkonflikte der beteiligten Akteure

An jedem IPO-Prozess sind der Emittent als Herausgeber der Aktien, die Konsortialbank als Durchführer des Börsengangs und die Investoren, getrennt in private und institutionelle Investoren, beteiligt. Als vierte beteiligte Gruppe müssen noch die Unternehmensführer des Emittenten und die Vertreter der Risikokapitalgesellschaft aufgeführt werden, da diese eigene Interessen beim Börsengang entwickeln können. Das Ziel des Emittenten ist die Maximierung des Kapitalzuflusses. Dieser ist maximal bei minimalen direkten und indirekten Emissionskosten und einem maximalen Zufluss pro Aktie.

Ein Ziel der Konsortialbank ist die Maximierung der Einnahmen bzw. der Umsatzerlösprovision. Da die Provision als prozentualer Anteil des Emissionvolumens errechnet wird, wird diese durch ein möglichst großes Emissionsvolumen maximiert. Eine positive Medienresonanz für Börsengänge ist für die Banken notwendig, um eventuelle Folgeaufträge zu erhalten. Ein niedriger Emissionspreis senkt jedoch das Platzierungsrisiko der Bank, da dadurch mehr institutionelle Investoren zur Zeichnung bereit sind, und verringert den Aufwand der anschließenden Kurspflege. Außerdem honorieren die institutionellen Investoren ein begünstigendes Verhalten der Banken oft mit zusätzlichen Maklerprovisionen. Dies fördert den Konflikt, in den die Bank zwischen den Interessen des Investors und des Emittenten gerät. Die Macht der institutionellen Investoren und die langjährige Investoren-Banken-Beziehung verleiten die Banken häufig dazu, Aktien mit höherem Underpricing zuzuteilen.

Ziel der Investoren ist ein möglichst hoher Zeichnungsgewinn und eine möglichst hohe Kurssteigerung. Diese Kurssteigerung ist viel wahrscheinlicher, wenn das Unternehmen unter seinem inneren Wert emittiert wird. Daraus resultiert die Hoffnung auf möglichst hohe indirekte Kosten, also auf ein hohes Underpricing.

Die Unternehmensführung bzw. die Vertreter der Risikokapitalgesellschaften haben zum einen Interesse an einem hohen Emissionspreis, um die Macht und den Einfluss des Unternehmens zu mehren. Daraus resultiert ein höheres Gehalt und sonstige Boni wie Firmenauto, schickes Büro usw. Andererseits lassen sich mit Insidergeschäften beim Börsengang auf Kosten des Unternehmens größere persönliche Vermögenszuwächse durch Underpricing erzielen als durch einen hohen Kapitalzufluss im Unternehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel stellt die verschiedenen Emissionsmöglichkeiten bei Börsengängen vor und erläutert den historischen Trend weg vom Festpreisverfahren hin zum heute dominierenden Bookbuilding-Verfahren.

2. Die Verfahren im Überblick: Hier werden die prozessualen Abläufe des Bookbuilding- und des Auktionsverfahrens detailliert beschrieben und regionale Unterschiede in deren Anwendung aufgezeigt.

3. Vor- und Nachteile der Verfahren im Vergleich: In diesem Hauptteil erfolgt eine kritische Kostenanalyse (direkte Kosten und Underpricing) sowie eine Untersuchung der Interessenkonflikte zwischen den beteiligten Marktakteuren.

4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und diskutiert, warum trotz ökonomischer Vorteile von Auktionsverfahren das Bookbuilding weiterhin den Markt dominiert.

Schlüsselwörter

Bookbuilding-Verfahren, Auktionsverfahren, IPO, Initial Public Offering, Emissionspreis, Underpricing, Gross Spread, Kapitalzufluss, Interessenkonflikte, Emissionsbank, Institutionelle Investoren, Börsengang, Allokation, Finanzmarkt, Effizienz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die zwei gängigen Emissionsverfahren für Börsengänge, Bookbuilding und Auktionen, und vergleicht diese hinsichtlich ihrer ökonomischen Effizienz und Kosteneffekte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Verfahrensabläufe, die Kostenstruktur (direkt vs. indirekt), regulatorische Unterschiede sowie die Rolle von Interessenkonflikten bei IPO-Prozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu erklären, warum das Bookbuilding-Verfahren trotz nachgewiesener Vorteile von Auktionsverfahren in Bezug auf Kosten und Erlösmaximierung für den Emittenten weltweit der dominierende Standard bei Börsengängen geworden ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literatur- und Analysearbeit, die verschiedene empirische Studien aus der Finanzmarktforschung nutzt, um die Vorteilhaftigkeit der Emissionsverfahren zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Verfahren, eine detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse und die Untersuchung der Interessenkonflikte zwischen Banken, Emittenten und Investoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bookbuilding, Auktionsverfahren, Underpricing, Gross Spread, IPO und Interessenkonflikte geprägt.

Warum bevorzugen viele Konsortialbanken das Bookbuilding-Verfahren?

Die Arbeit zeigt auf, dass das Bookbuilding-Verfahren Banken eine höhere Flexibilität bei der Zuteilung bietet und ihnen durch die Geschäftsbeziehungen zu institutionellen Investoren sowie höhere Gebühren (Gross Spread) wirtschaftliche Vorteile verschafft.

Welche Rolle spielt das Underpricing bei der Wahl des Emissionsverfahrens?

Underpricing stellt eine indirekte Kostenquelle dar. Die Studie belegt, dass Auktionsverfahren häufig zu einem geringeren Underpricing führen, was den Emittenten theoretisch einen höheren Kapitalzufluss ermöglichen würde.

Wie beeinflussen Interessenkonflikte die Unabhängigkeit der Banken?

Die Autoren legen dar, dass Banken aufgrund wiederkehrender Geschäftsbeziehungen zu institutionellen Investoren dazu neigen, diesen Aktien mit höherem Underpricing zuzuteilen, um sich Folgeaufträge und Provisionen zu sichern, was den Interessen des Emittenten entgegenstehen kann.

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Details

Title
Bookbuilding versus Auktionen. Zwei Verfahren der Aktienemission im Vergleich
College
University of Hagen  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Investitionstheorie und Unternehmensbewertung, der Fakultät Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität Hagen)
Course
Seminar „Börsengang von Unternehmen (Initial Public Offering - IPO)“
Grade
1,3
Author
Julian Weiersbach (Author)
Publication Year
2015
Pages
21
Catalog Number
V306241
ISBN (eBook)
9783668041899
ISBN (Book)
9783668041905
Language
German
Tags
Bookbuilding Auktionen Verfahren Vergleich Aktienemission Börsengang Bookbuilding-Verfahren Initial Public Offering IPO
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julian Weiersbach (Author), 2015, Bookbuilding versus Auktionen. Zwei Verfahren der Aktienemission im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306241
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