Effiziente Versorgungskette zwischen Industrie und Handel


Seminararbeit, 2015
18 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegende Begrifflichkeiten
2.1 Handel und Handelsbetrieb
2.2. Supply Chain Management im Handel

3. Efficient Consumer Response
3.1 Die vier Basisstrategien
3.1.1. Efficient Replenishment
3.1.2. Efficient Store Assortment
3.1.3. Efficient Promotion
3.1.4. Efficient Product Introduction

4. Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 - Das Wertsystem von Industrie und Handel

Abbildung 2 - Das ECR-Konzept und seine Basisstrategien

1. Einleitung

Die vorliegende Seminararbeit zu dem Thema „Effiziente Gestaltung der Versorgungskette zwischen Industrie und Handel“ beschäftigt sich mit der Optimierung, Koordination und Integration von Prozessen sowie der Harmonisierung von Abläufen.

Das heutige Zeitalter ist geprägt von neuen Herausforderungen und zunehmenden Veränderungen von Rahmenbedingungen an die ökonomische Umwelt.

Unternehmen befinden sich in einem Umfeld, welches Dynamik und Schnelligkeit auszeichnet: Konjunkturelle Schwankungen, die Globalisierung, die Entwicklung von Technologien, die Veränderungen des Kundenverhaltens und die Verabschiedung von neuen Gesetzen erfordern eine unternehmensübergreifende Anpassung der Sichtweise im Sinne des Supply Chain Managements.

Ziel ist es, sich diesen Herausforderungen, mit denen Handelsunternehmen zunehmend konfrontiert sind, zu stellen und kontinuierlich neue geeignete Konzepte zu erarbeiten bzw. zu entwickeln, um angemessen auf die konjunkturellen Schwankungen zu reagieren und sich langfristig gegen die große Anzahl von Marktteilnehmern durchzusetzen. Der Fokus liegt hier auf der Reduzierung der Durchlaufzeiten, einer Bestandsminimierung und einer erhöhten Liefertreue, um effizient Kosten der Wert-schöpfungskette zu senken.

Für die Herangehensweise werden in der Arbeit im ersten Abschnitt die Grundlagen des Supply Chain Managements dargestellt und erläutert. Dem Leser werden die darauf thematisierten Konzepte wie Efficient Consumer Response (ECR) und Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR) aufgezeigt.

2. Grundlegende Begrifflichkeiten

Für den weiteren Verlauf der Arbeit ist es wichtig, ein Verständnis für die Themenschwerpunkte Handel und Supply Chain Management zu entwickeln. Dazu werden die zentralen Begriffe zunächst erläutert und eine definitorische Abgrenzung vorgenommen. Im Anschluss daran wird das Supply Chain im Kontext von Handelsunternehmen detailliert erörtert.

2.1 Handel und Handelsbetrieb

Mit dem Begriff Handel bezeichnet man im Allgemeinen den Austausch von wirtschaftlichen Gütern vom Ort der Bereitstellung oder Herstellung zu dem Ort der Verwendung. Handel wird in seiner Definition nach institutionell und funktionell unterschieden. Dem funktionalen Handel ist jeder Austausch zwischen Handelsbetrieben oder zwischen Lieferanten und Abnehmern, die keine Handelsbetriebe sind, zuzuordnen. Es wird hier also nach Art der Wirtschaftssubjekte, aber auch nach der Art der ausgetauschten Wirtschaftsgüter wie z.B. Sachgüter oder Dienstleistungen unterschieden.

Jeder Betrieb, der ein Gut beschafft und an den Markt unverändert weitergibt, ist der Gesamtheit des Wirtschaftssektors der Handelsbetriebe zuzuordnen. Man spricht hier folglich auch vom institutionellen Handel. Die dazugehörigen Glieder dieser Kette bezeichnet man als Handelsstufen (der Weg eines Produktes vom Ur-Erzeuger über die Verarbeitung zum Großhandel, schließlich zum Einzelhandel und abschließend zum Endverbraucher).

Die Funktion des Wareneinkaufs und in der Regel den Warenverkauf an gewerbliche Abnehmer übernimmt hier der Wirtschaftsbetrieb, auch Handelsbetrieb genannt. Man unterscheidet Handelsbetriebe in Einzelhandels- und Großhandelsunternehmen. Der klassische Großhandel schließt hauptsächlich seine Transaktionen mit gleichwertigen Institutionen ab, weswegen man ihn im Business to Business Bereich ansiedelt. Der Einzelhandel hingegen ist im Business to Consumer Bereich tätig, da er die Waren direkt an den Endverbraucher vertreibt.

Diese beiden Formen des Handels bilden eine Schnittstelle der Wertschöpfungskette zwischen Hersteller und Konsument. Die wachsende Dynamik und die Vielfalt der Absatzwege an den Endverbraucher erfordern eine neue Sichtweise, wodurch eine Kooperation zwischen Produktion und Handel eine immer wichtiger werdende Rolle im Unternehmensprozess spielt und somit in den Bereich des Supply Chain Managements eingegliedert werden kann.

2.2. Supply Chain Management im Handel

Supply Chain Management ist in der heutigen Zeit, in Theorie und Praxis, so allgegenwärtig wie noch nie. Erstmalig prägten in den 80er Jahren Unternehmens-berater in den USA den Begriff und festigten dort die Theorie. In Deutschland hat sich dieser Terminus erst Mitte der 90er Jahre verbreitet und etabliert. Wenngleich eine finale allgemeingültige Definition nicht vorliegt, können jedoch einige prägnante Punkte festgehalten werden.

Der Kerngedanke des Supply Chain Management basiert auf der Wertschöpfungskette (Value Chain) nach Michael E. Porter. Es stellt eine Erweiterung des Geschäftssystem-modells dar und lässt sich in primäre Aktivitäten (wie z.B. Eingangslogistik, Produktion, Marketing und Verkauf) und unterstützende Aktivitäten (wie z.B. Infrastrukturentwicklung, Personalwirtschaft und Beschaffung) eines Unternehmens unterteilen.

Im engeren Sinne fordert Supply Chain Management eine Integration von Unternehmensaktivitäten, wie die Planung, Steuerung und Kontrolle aller Aufgaben wie z.B. Materialflüsse, Informations- und Zahlungsströme in den Prozess der logistischen Kette. Dies beginnt mit der Rohstoffgewinnung und endet abschließend mit dem Verkauf des Produktes an den Endverbraucher.

Definiert wird hier die innerbetriebliche Betrachtung der Wertschöpfungskette eines rechtlich eigenständigen Unternehmens mit geografisch verteilten Produktions-standorten, auch „interne Supply Chain“ genannt.

Da der Austausch von Informationen über den zeitlichen Ablauf und somit auch über den Verlust oder den Gewinn von finanziellen Mitteln entscheidend ist, spielt das Supply Chain Management eine zunehmend wichtigere Rolle in der Bewältigung von komplexen Unternehmensprozessen.

Aufgabe ist es, die verschiedenen Arbeitsabfolgen in sich und in ihrer gegenseitigen Verschränkung so zu optimieren, dass Kundenbedürfnisse nachhaltig befriedigt und die Unternehmensziele erreicht werden.

Dieses Optimieren und schnelle Reagieren auf Planungen kann nur durch den Einsatz von einem reibungslosen Austausch von Daten funktionieren. Das Zusammenspiel der in den '' großen Prozess'' integrierten Akteure wie Lieferanten und Dienstleister grenzt die ''interne Supply Chain'' von der ''externen Supply Chain'' ab.

Der Fokus liegt aber immer auf der modernen Supply Chain, die auf Kooperation zwischen Handel und Hersteller mit dem Ziel setzt, Einsparungen entlang der Wertschöpfungskette zu realisieren und das Angebot stetig zu verbessern.

Welche Bedeutung und Möglichkeiten es in der Integration von Kooperationen innerhalb der Supply Chain gibt, spiegelt sich in der Efficient Consumer Response wieder, die im nächsten Kapitel eingehender erläutert wird.

3. Efficient Consumer Response

Dass eine Kooperation/Zusammenarbeit zwischen Industrie und Handel im heutigen Zeitalter unabdingbar geworden ist, spiegelt sich wohl am Besten in dem Begriff des Efficient Consumer Response wieder. Das Konzept, welches seinen Ursprung in der Textilindustrie der USA hatte, bedeutet einen Wandel „... zwischen Hersteller und Händler von einer konfrontationsgeprägten zu einer kooperationsgeprägten Be-ziehung.“

Wie schon im ersten Kapitel erläutert, liegt hier nicht nur der Fokus auf den einzelnen Unternehmen, sondern vielmehr auf der Optimierung der einzelnen Wertschöpfungsketten des Systems, in die Hersteller sowie Händler involviert sind.

Diese werden hier somit „...weniger als Institutionen, sondern vielmehr als Funktions-bündel...“ angesehen und agieren einzig allein mit dem Ziel „...effizientere und effektivere Funktions- und Aufgabenverteilung im Wertesystem zu erreichen.“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1.: Das Wertsystem von Industrie und Handel

Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an Schmickler , M. (2013), S. 56

Der Kerngedanke ist nicht eine Neuerfindung der Versorgungs- und Wert-schöpfungskette, sondern vielmehr eine Optimierung der einzelnen Prozessschritte. Das Ziel „...allen Beteiligten einen Nutzen zu stiften, der im Alleingang nicht zu erreichen gewesen wäre“ soll die Konsumentenzufriedenheit maximal befriedigen, auf eine Veränderung des Kundenverhaltens schnell reagieren und ungewünschte Prozesse eliminieren.

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Effiziente Versorgungskette zwischen Industrie und Handel
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
18
Katalognummer
V306296
ISBN (eBook)
9783668316416
ISBN (Buch)
9783668316423
Dateigröße
542 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Handel, Industrie, Effiziente Versorgung, Prozessabläufe, Globalisierung, Supply Chain Management
Arbeit zitieren
Jennifer Warthmann (Autor), 2015, Effiziente Versorgungskette zwischen Industrie und Handel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306296

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