Der Passauer Vertrag als Grundstein des Augsburger Religionsfriedens

Eine Referatsausarbeitung


Referat (Ausarbeitung), 2010
8 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Verhandlungen in Linz am 19. April 1552

2. Passauer Verhandlungen

3. Passauer Vertrag

4. Folgen des Passauer Vertrages

5. Fazit

1. Verhandlungen in Linz am 19. April 1552

- Ferdinand hatte bisher die Reichspolitik seines Bruders Karls unterstützt
- Eine Verständigung mit Ferdinand über die innerdeutsche Fragen die den Absichten Karls nicht entsprach war für Moritz also nicht zu erreichen, solange er nur das Gewicht seiner eigenen Macht in die Waagschale zu werfen hatte.
- Wenn Moritz eine ihn befriedigende dauerhafte Regelung der Reichsangelegenheiten durch Verständigung mit Ferdinand erreichen wollte dann brauchte er ein Druckmittel
- Dies brauchte er um einerseits Karls beherrschende Stellung in der Reichspolitik zu Gunsten Ferdinands zurückzudrängen
- Und um andrerseits Ferdinand zu eigener Initiative in der Reichspolitik zu zwingen
- Moritz musste gewissermaßen Ferdinand aus der Abhängigkeit von Karl befreien
- Deshalb war Moritz ein Bündnis mit Frankreich, Hessen und Mecklenburg eingegangen
- Um Ferdinand zur Initiative in der Reichspolitik zu treiben machte Moritz ihm das Angebot sich am 14.März 1552 in Linz zu treffen, für den Fall einer Ablehnung des Angebotes drohte er damit, sowohl Allianz mit Frankreich als auch den Krieg fortzusetzen
- Der leitende Gedanke von Moritz Politik war also die direkte Verständigung und weitere Zusammenarbeit mit Ferdinand unter Zurückdrängung Karls aus innerdeutschen Angelegenheiten
- Moritz konnte seinen Verbündeten nicht verheimlichen, dass er sich mit Ferdinand in Linz treffen wollte, dadurch wurden diese misstrauisch
- Deshalb konnte Moritz nur unter Aufsicht eines „Aufpassers“ dem französischen Gesandten de Fresse nach Linz gehen
- Dennoch konnte er Ferdinand sein Verhandlungsprogramm vorstellen:
- Freilassung Landgrafs Philipp von Hessen
- Allgemeiner Religionsfrieden
- Behandlung der Gravamina
- Berücksichtigung von Frankreich
- Aussöhnung sowohl wegen des Schmalkaldischen Krieges als auch wegen des gegenwärtigen Feldzuges
- Wegen der Anwesenheit des Gesandten kamen Moritz und Ferdinand nicht zu einer Einigung und vereinbarten lediglich eine erneute Verhandlung in Passau, an der alle Kurfürsten und einige weitere Fürsten teilnehmen sollten
- Obwohl in Linz außer der Verabredung einer neuen Verhandlung in Passau kein greifbare Ergebnis entstanden war, schickte Moritz schon zwei Tage später dem französischen König Heinrich II. einen Brief in dem er das Bündnis aufkündigte, mit der Begründung, dass man die Kriegsziele, also die Freilassung von Philipp von Hessen und die Sicherung der Freiheiten ohne weiteres Blutvergießen erreichen werde
- Heinrich II. beantwortet das Schreiben damit, dass er Moritz mitteilte, er rechne auf die vertraglich festgesetzte Hilfe seiner deutschen Verbündeten, insbesondere des Kurfürsten Moritz
- Am 15. Mai 1552 brach Heinrich sein Lager bei Speyer ab und zog nach Frankreich zurück
- Wenige Tage nach dem Absagebrief an den französischen König ließ Moritz den noch gefangene Philipp bitten er möge mäßigend auf seinen Sohn, Landgraf Wilhelm, und auf den französischen König einwirken, damit sie sich einem Vertragsabschluss nicht widersetzten
- In der Zeit nach dem Linzer Abkommen bis zu den Passauer Verhandlungen konnten die Kriegsfürsten durch die Eroberung der Ehrenberger Klause die Ausgangslage für die bevorstehenden Verhandlungen deutlich zu ihren Gunsten verändern
- Nachdem es Karl nicht gelungen war in die Niederlande zu fliehen, trat er nun die Flucht über die Alpen nach Villach an
- Unter diesem Vorzeichen schien es möglich, Karl in den Passauer Verhandlungen zu weitgehenden Zugeständnissen zu bewegen

2. Passauer Verhandlungen

- 1. Juni 1552: Beginn der Verhandlungen in Passau

- Anwesend:
- Moritz verhandelte für die Kriegsfürsten
- Die Räte Seld und Rye als Vertreter des Kaisers Karl
- Größtenteils durch Abgesandte Vertreten: vermittelnde, neutrale Stände
- Ferdinand als Vermittler

- Das Programm von Moritz:

1. Freilassung des Landgrafen Philipps von Hessen
2. Behandlung der Gravamina
3. Berücksichtigung von Frankreich
4. Loskopplung des Religionsfriedens von der Frage einer inhaltlichen Vergleichung und damit der unbedingten ewigen Geltung dieser
5. Verknüpfung von Religion, Friede und Recht

[...]

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Der Passauer Vertrag als Grundstein des Augsburger Religionsfriedens
Untertitel
Eine Referatsausarbeitung
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Lehrstuhl für Neuere Geschichte)
Veranstaltung
Proseminar: Der Augsburger Religionsfrieden
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
8
Katalognummer
V306315
ISBN (eBook)
9783668043558
Dateigröße
408 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Passauer Vertrag, Augsburger Religionsfrieden, Ferdinand I, Moritz von Sachsen, Fürstenaufstand
Arbeit zitieren
Cornelia Geisler (Autor), 2010, Der Passauer Vertrag als Grundstein des Augsburger Religionsfriedens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306315

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