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Die Rationalität terroristischer Akteure. Implikationen für eine staatliche Antiterrorpolitik

Title: Die Rationalität terroristischer Akteure. Implikationen für eine staatliche Antiterrorpolitik

Bachelor Thesis , 2015 , 62 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andre Maier (Author)

Economics - Other
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Summary Excerpt Details

Die Bachelorarbeit untersucht, ob Selbstmordattentäter und andere Terroristen irrational sind oder ihr Verhalten auf grundsätzlichen, logischen Mustern beruht und versteh- und erklärbar, sprich „rational“, ist. Dieser Fragestellung widmet sich die Arbeit mithilfe von ökonomischen Ansätzen zur Erklärung terroristischen Verhaltens. Abschließend werden sinnvolle und effektive staatliche Maßnahmen der Antiterrorpolitik abgeleitet, die sich gegen rational agierende Terroristen richten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Konzepte terroristischer Rationalität

2.1 Das ökonomische Verhaltensmodell

2.2 Die Suche nach einem passenden Modell terroristischer Rationalität

2.3 Sind terroristische Akteure psychisch krank?

3 Der Markt des Terrorismus

3.1 Modellierung der Nachfragekurve

3.2 Modellierung der Angebotskurve

3.3 Das Marktgleichgewicht des Terrorismus

4 Rationalität unterschiedlicher terroristischer Akteure

4.1 Zur Rationalität von aktiven Terroristen

4.1.1 Die politische Rationalität

4.1.2 Die soziale Rationalität

4.1.3 Die soziale Rationalität und die Clubtheorie

4.1.4 Fazit: Rationalität von aktiven Terroristen

4.2 Zur Rationalität terroristischer Organisationen

4.2.1 Das taktische und operative Level: Humankapital

4.2.2 Das taktische und operative Level: Rekrutierung

4.2.3 Das taktische und operative Level: Zielauswahl und Timing

4.2.4 Das taktische und operative Level: Substitution

4.2.5 Das strategische Level: Ökonomische Kriegsführung

4.2.6 Das strategische Level: Zielerreichung

4.2.7 Fazit: Rationalität auf taktischem, operativem und strategischem Level

4.3 Zur Rationalität von Selbstmordattentätern

4.3.1 Der Aspekt der Religion

4.3.2 Der Aspekt der terroristischen Identität

4.3.3 Der Aspekt der Gruppensolidarität

4.3.4 Fazit: Rationalität von Selbstmordattentätern

5 Ökonomische Konzepte staatlicher Antiterrorpolitik

5.1 Erhöhung der Kosten des Terrorismus

5.2 Senkung des Nutzen des Terrorismus

6 Rationalität terroristischer Akteure und staatliche Antiterrorpolitik

6.1 Maßnahmen gegen aktive Terroristen

6.1.1 Abschreckungspolitik, negative Anreize und politische Rationalität

6.1.2 Abschreckungspolitik, positive Anreize und soziale Rationalität

6.1.3 Möglichkeiten über Abschreckungspolitik hinaus: Die soziale Rationalität

6.1.4 Polyzentrische und dezentrale Orientierung : Die politische Rationalität

6.1.5 Reduktion medialer Aufmerksamkeit: Die politische und soziale Rationalität

6.2 Maßnahmen gegen terroristische Organisationen

6.2.1 Abschreckungspolitik: Substitutionseffekte und politische Rationalität

6.2.2 Rekrutierung, Humankapital und strategische Rationalität

6.3 Maßnahmen gegen Selbstmordattentäter

6.3.1 Die religiöse Rationalität

6.3.2 Die soziale Rationalität und der Aspekt der terroristische Identität

6.3.3 Die soziale Rationalität und der Aspekt der Gruppensolidarität

7 Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, ob terroristisches Handeln als rationales, ökonomisch erklärbares Verhalten verstanden werden kann. Ziel ist es, durch die Anwendung ökonomischer Ansätze – wie der Theorie der rationalen Entscheidung – Muster in den Motiven von Terroristen zu identifizieren, um daraus effektivere, staatliche Antiterrorstrategien abzuleiten.

  • Analyse der Rationalität von aktiven Terroristen, terroristischen Organisationen und Selbstmordattentätern.
  • Modellierung des "Marktes des Terrorismus" durch Nutzen-Kosten-Kalküle.
  • Untersuchung der Bedeutung sozialer und politischer Motive für die Radikalisierung.
  • Bewertung staatlicher Antiterrorpolitik unter ökonomischen Gesichtspunkten.
  • Einfluss der ökonomischen "Clubtheorie" auf das Verständnis terroristischer Mitgliedschaft.

Auszug aus dem Buch

2.1 Das ökonomische Verhaltensmodell

Ein ganzheitliches Verständnis von terroristischem Verhalten erfordert neben ökonomischen Aspekten auch die Einbeziehung von sozialen, politischen und psychologischen Aspekten. Hierbei bietet das Konzept der Ökonomik einen vielversprechenden, interdisziplinären Handlungsansatz:

„Ökonomik ist der Versuch, menschliches Verhalten dadurch zu erklären, indem man unterstellt, dass sich die einzelnen Individuen „rational“ verhalten. Individuen handeln dadurch, dass sie aus den ihnen zu Verfügung stehenden Möglichkeiten eine rationale Auswahl treffen, wobei sie sich in ihrer Entscheidung an den (erwarteten) Konsequenzen ihres Handelns orientieren. Dies gilt unabhängig vom Gegenstandsbereich: Menschen haben zwar unterschiedliche Handlungsoptionen, aber sie verhalten sich grundsätzlich nicht anders, wenn sie soziale und politische Probleme lösen, als wenn sie wirtschaftliche…Aufgaben angehen“ (Kirchgässner 2008: 2). In den Sozialwissenschaften wird dieser ökonomische Ansatz als „Rational Choice Approach“ (zu dt. Theorie der rationalen Entscheidung) bezeichnet (Kirchgässner 2008: 2).

Nach Durchsicht der bestehenden Literatur zeigt sich, dass es keine einheitliche Definition von Rationalität gibt. Dies gilt für alle Felder der Terrorismusforschung, ebenso wie für den gesamten Bereich der Sozialwissenschaften, einschließlich Ökonomik. Diese Erkenntnis ist kongruent mit den Aussagen von Berrebi (2009: 169f.); van Um (2011: 162f.); Caplan (2006: 93f.); Kirchgässner (2008: 28ff.); Witte (2007: 26ff.); Diekmann und Voss (2004: 19f.). Demnach differenziert der zugrunde liegende Schweregrad der Rationalität teilweise sehr stark und erschwert die Interpretation verschiedener Forschungsergebnisse in einem ganzheitlichen Kontext. Grundsätzlich kann zwischen einer „weichen“ und „harten“ Rationalität differenziert werden (Diekmann und Voss 2004: 19f.). Diese ist wiederum davon abhängig, in welchem Ausmaß unterschiedliche Konzepte und Annahmen der Entscheidungstheorie, in den Rationalitätsbegriff mit einfließen. Im Folgenden sollen elementare Eckpunkte umrissen werden, welche das Verhalten von Individuen aus der Perspektive ökonomischer Gesichtspunkte erklären können. Darauf aufbauend wird aufgezeigt, welcher Schweregrad „terroristischer Rationalität“ zu Grunde gelegt werden sollte, um das Verhalten unterschiedlicher terroristischer Akteure versteh- und greifbar zu machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein, ob Terroristen als rationale Akteure betrachtet werden können, und umreißt die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2 Konzepte terroristischer Rationalität: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen des ökonomischen Verhaltensmodells und diskutiert die Anwendbarkeit des Konzepts der Rationalität auf terroristische Individuen.

3 Der Markt des Terrorismus: Hier wird terroristisches Verhalten durch Nachfrage- und Angebotskurven modelliert, um Kosten- und Nutzenkalküle auf einer Metaebene zu verdeutlichen.

4 Rationalität unterschiedlicher terroristischer Akteure: Das Kapitel differenziert zwischen aktiven Terroristen, Organisationen und Selbstmordattentätern und analysiert deren spezifische Motive und Rationalität.

5 Ökonomische Konzepte staatlicher Antiterrorpolitik: Es werden staatliche Gegenmaßnahmen vorgestellt, die auf einer Erhöhung der Kosten oder einer Senkung des Nutzens für Terroristen basieren.

6 Rationalität terroristischer Akteure und staatliche Antiterrorpolitik: Hier werden die theoretischen Erkenntnisse zur Rationalität mit den verschiedenen staatlichen Interventionsmöglichkeiten kombiniert.

7 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und einem Ausblick auf zukünftige Forschungserfordernisse im Bereich der Terrorismusökonomie.

Schlüsselwörter

Terrorismus, Rational Choice, Nutzenmaximierung, Kosten-Nutzen-Analyse, Terroristische Organisation, Selbstmordattentäter, Politische Rationalität, Soziale Rationalität, Clubtheorie, Radikalisierung, Antiterrorpolitik, Ökonomische Kriegsführung, Humankapital, Identität, Abschreckungspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorthesis untersucht, ob terroristische Akteure als rational handelnde Individuen im ökonomischen Sinne verstanden werden können, anstatt sie ausschließlich als irrationale Fanatiker zu betrachten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die ökonomische Modellierung terroristischen Verhaltens, die Unterscheidung zwischen politischen und sozialen Motivatoren sowie die Ableitung effizienter staatlicher Antiterrorstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für terroristische Entscheidungsstrukturen zu entwickeln, um staatliche Gegenmaßnahmen zielgerichteter und effektiver gestalten zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt methodisch den "Rational Choice Approach", um das Verhalten von Terroristen anhand von Nutzen-Kosten-Kalkulationen, Budgetrestriktionen und Anreizstrukturen ökonomisch zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Akteure (aktive Terroristen, Organisationen, Selbstmordattentäter) differenziert analysiert und Konzepte wie die Clubtheorie oder die ökonomische Kriegsführung auf das terroristische Handeln angewandt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rational Choice, Nutzenmaximierung, Clubtheorie, Terrorismus, Radikalisierung, Humankapital, Kosten-Nutzen-Analyse und Antiterrorpolitik.

Warum ist die Unterscheidung zwischen weicher und harter Rationalität so wichtig?

Die Unterscheidung ist entscheidend, um den Trade-off zwischen der realistischen Darstellung komplexer menschlicher Motive (weiche Rationalität) und der notwendigen empirischen Überprüfbarkeit eines Modells (harte Rationalität) zu bewältigen.

Welche Rolle spielt die Clubtheorie bei der Rekrutierung von Terroristen?

Die Clubtheorie erklärt, dass terroristische Organisationen attraktiver werden, wenn sie Clubgüter wie soziale Sicherheit oder Identität anbieten, wodurch sie Mitglieder trotz hoher individueller Risiken rekrutieren können.

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Details

Title
Die Rationalität terroristischer Akteure. Implikationen für eine staatliche Antiterrorpolitik
College
Nürtingen University  (FAVM)
Grade
1,0
Author
Andre Maier (Author)
Publication Year
2015
Pages
62
Catalog Number
V306380
ISBN (eBook)
9783668043596
ISBN (Book)
9783668043602
Language
German
Tags
Rationalität Behavioral Economics Terrorismus Rational Choice Selbstmordterrorismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andre Maier (Author), 2015, Die Rationalität terroristischer Akteure. Implikationen für eine staatliche Antiterrorpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306380
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