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Die Ganze Wahrheit

Title: Die Ganze Wahrheit

Essay , 2009 , 64 Pages

Autor:in: Manfred H. Freude (Author)

Philosophy - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die Philosophie sucht nach (der) Wahrheit - und hat bis heute nur eine vage Menge miteinander streitender Wahrheiten gefunden. Jeder Mensch hat jede Menge Wahrheit und Jeder verkörpert objektiv seine eigene Wahrheit. Zwischen Wahrheit und Wahrheit besteht eine tiefe Kluft, die zunächst unüberwindbar scheint. Aber es scheint auch nichts zu geben, was das menschliche Gehirn nicht überwinden könnte. Die Wahrheit ist also lediglich das, was wir selbst denken. Aber Achtung, nicht das was wir denken zu denken, sondern das was wir nicht wissen, das wir es wissen. Alles was wir reden und ausdrücken ist schon nicht mehr wahr, weder für uns noch für den anderen, der es einer Prüfung unterzieht. Wir können es allerdings für wahr halten, oder es für wahr ausgeben, oder noch soviel dazu erzählen, dass es anscheinend wahr sein könnte. Wir könnten ein Buch darüber schreiben und so gesehen sind alle Bücher irgendwie Romane. Der Schriftsteller hat die Handlung so oder so schon erlebt oder einmal gehört und sie scheint wahr zu sein; aber seine Geschichte ist natürlich völlig frei erfunden und an den Haaren herbeigezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Erkenntnistheorie: Ist der Satz wahr oder nicht wahr

Argumentation für das Schwaigen

Das Nichts und das Schweigen

Erklärung einer Lösung: Schwaigen und Nichtsz näherzukommen

Das Sprachspiel ist keine Treppe.

Wahrheit und Solipsismus?

Akademisches Wahrheitsproblem.

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem philosophischen Wahrheitsbegriff auseinander und hinterfragt die Rolle der Sprache sowie des Schweigens im menschlichen Erkenntnisprozess, um die Kluft zwischen gedachter Wahrheit und sprachlicher Ausdrucksfähigkeit zu beleuchten.

  • Die Unzulänglichkeit von Sprache bei der Vermittlung von Wahrheit
  • Das Konzept des Schweigens als aktiver, erkenntnistheoretischer Akt
  • Die philosophische Unterscheidung zwischen Sein, Sprechen und Denken
  • Der Einfluss von Systemen und sozialen Strukturen auf die Kommunikation
  • Kritische Analyse von Sprachspielen und dem "Unsinn" der Rede

Auszug aus dem Buch

Erkenntnistheorie: Ist der Satz wahr oder nicht wahr

Es gibt keine sinnvollen wahren Sätze, es gibt nur einfach Sätze, es besteht keine Frage von wahr und falsch, eine Behauptung kann man nur falsifizieren, eine Verifizierung ist nie möglich! Eine Lösungsmöglichkeit man löst die Frage mit Schlüssen, oder die Lösungsmöglichkeit, das Lachen (das Lachen ist immer einzeln, nicht wie weinen, niesen, hören, sehen, sprechen usf. die immer noch ein Zusätzliches z. B. das Denken voraussetzen) ist das überall und immer, immer nur einzeln, hier und dort, nicht gleichzeitig beim Frager und beim Objekt. Eine Theorie lautet, es besteht keine Frage von wahr und falsch, die Feststellung ist nur ein leerer Satz, eine Behauptung kann man nur falsifizieren, eine Verifizierung ist nie möglich! Sollte man die Frage stellen: Ist dieser Satz wahr oder falsch, setzt dies schon ein Nachdenken und im Grunde auch eine Antwort voraus. D. h. sage ich: Die Antwort ist wahr, so stelle ich wiederum eine Behauptung auf, die gleichwohl sinnlos ist und keine Beantwortung erfordert, weder besteht ein Wahrheitsanspruch, noch ist dies ein sinnvoller wahrer Satz. Man kann diese Frage oder Aussage nur durch (Popper) falsifizieren, beantworten; d. h. ich kann nur feststellen das oder ob die Behauptung falsch ist. Niemals das sie richtig ist. Auch dann nicht, wenn ich alle Möglichkeiten, von falsch ausgeschöpft habe.

Zusammenfassung der Kapitel

Erkenntnistheorie: Ist der Satz wahr oder nicht wahr: Dieses Kapitel verneint die Existenz sinnvoll wahrer Sätze und postuliert, dass Sätze lediglich falsifiziert werden können, wobei die Wahrheitsfrage selbst ein tieferes Nachdenken voraussetzt.

Argumentation für das Schwaigen: Hier wird dargelegt, dass Sprechen und Schweigen untrennbar verbunden sind, wobei das Schweigen im Sprechen als wesentlicher, wenn auch unaussprechlicher Teil der Erkenntnis fungiert.

Das Nichts und das Schweigen: Das Kapitel untersucht die Verbindung zwischen dem Nichts, der Vernunft und der Dichtung, wobei das Schweigen als notwendiges Element der Formgebung bei der Beschreibung der Welt fungiert.

Erklärung einer Lösung: Schwaigen und Nichtsz näherzukommen: Der Autor erläutert hier die Schwierigkeit der zwischenmenschlichen Kommunikation und stellt die These auf, dass wahre Erkenntnis eher im Schweigen als im sprachlichen Diskurs liegt.

Das Sprachspiel ist keine Treppe.: Es wird kritisiert, wie Sprache als Instrument missverstanden wird, anstatt ihre dunklen, metaphysischen Grenzfälle zu akzeptieren.

Wahrheit und Solipsismus?: Der Autor diskutiert die Einzigartigkeit des Individuums und die Unmöglichkeit, objektives Wissen jenseits des eigenen träumenden Zustandes zu erreichen.

Akademisches Wahrheitsproblem.: Ein Diskurs über Platons Seele und die moderne Abkehr von der Wahrheit zugunsten einer rein utilitaristischen Wissenschaftsauffassung.

Schlüsselwörter

Wahrheit, Sprache, Schweigen, Erkenntnistheorie, Schwaigen, Kommunikation, Philosophie, Dichtung, Nichts, Sprachspiel, Vernunft, Autopoiesis, Sinn, Diskurs, Interpretation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit hinterfragt das Wesen der Wahrheit und die Grenzen der Sprache, wobei sie das Schweigen als notwendiges und erkenntnistheoretisch relevantes Phänomen gegenüber dem bloßen Reden hervorhebt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Sprachphilosophie, die Erkenntnistheorie, das Verhältnis von Mensch und Welt sowie die Kritik an einer rein utilitaristischen Weltsicht.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass wir in unserem Sprechen oft Unsinn produzieren und dass eine tiefere, nicht-sprachliche Erkenntnis („Schwaigen“) notwendig ist, um die Welt wirklich zu erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen essayistisch-philosophischen Ansatz, der sich auf sprachtheoretische Reflexionen (u.a. unter Bezugnahme auf Wittgenstein, Platon und Luhmann) stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die paradoxe Natur der Sprache, das Verhältnis von Schweigen zu Bedeutung und die Unfähigkeit von Systemen, Wahrheit jenseits von Nützlichkeit zu definieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind „Wahrheit“, „Sprache“, „Schweigen“ (bzw. „Schwaigen“) und die philosophische Auseinandersetzung mit dem „Nichts“.

In welchem Zusammenhang steht der Begriff „Schwaigen“?

„Schwaigen“ wird hier als ein spezifischer, vom Autor verwendeter Begriff für das aktive Schweigen eingeführt, das den eigentlichen Erkenntnisprozess im Sprechen begleitet.

Warum kritisiert der Autor moderne Universitäten?

Der Autor kritisiert die Universitäten dafür, dass sie Wahrheit zugunsten von Nützlichkeit und Drittmitteln aufgegeben haben und sich nicht mehr auf apodiktische Wahrheiten konzentrieren.

Was bedeutet die Metapher des „Käfers in der Schachtel“?

In Anlehnung an Wittgenstein beschreibt sie die Subjektivität unserer Kommunikation und die Unmöglichkeit, sicher zu sein, ob das, was wir meinen, für das Gegenüber dasselbe bedeutet.

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Details

Title
Die Ganze Wahrheit
Author
Manfred H. Freude (Author)
Publication Year
2009
Pages
64
Catalog Number
V306420
ISBN (eBook)
9783668055766
ISBN (Book)
9783668055773
Language
German
Tags
ganze wahrheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manfred H. Freude (Author), 2009, Die Ganze Wahrheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306420
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