Negative Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt


Seminararbeit, 2003
21 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Gliederung

1 Die Umwelt als Lebensgrundlage

2 Tourismusprobleme gleich Umweltprobleme?
2.1 Negative Einflüsse auf die Umwelt
2.2 Auswirkungen von Pkw und Flugzeug
2.2.1 Automobiler Tourismus
2.2.2 Reisen per Flugzeug
2.3 Abfallentstehung
2.4 Landschaftsverbrauch

3 Problematik Reisen
3.1 Fernreisen
3.2 All-inclusive-Reisen
3.3 Kreuzfahrttourismus

4 Die Alternative als Urlaubsattraktion

5 Handlungsalternativen des Staates
5.1 Was kann der Staat tun?
5.2 Hindernisse in politischen Systemen

Anhang

Literaturverzeichnis

Ehrenwörtliche Erklärung

1 Die Umwelt als Lebensgrundlage

„>Umwelt< ist die Gesamtheit aller Prozesse und Räume, in denen sich die Wechselwirkungen zwischen Natur und Zivilisation abspielen, und umfasst damit alle natürlichen Faktoren, welche von Menschen beeinflusst werden oder diese beeinflussen.“[1] Somit ergibt sich, dass Tiere, Pflanzen und auch der Mensch selber zur Natur gehören. Sie bildet seine Lebensgrundlage und wird von jedem Schritt, den er macht, beeinflusst. In gleicher Weise aber umgedreht: Der Mensch wird ebenfalls von der Natur beeinflusst. Er ist gezwungen, sich ihr anzupassen und unterzuordnen. Auch wenn der Mensch glaubt, Herrscher über die Natur zu sein, so hat er doch gegen die geballte Kraft der Natur nicht die geringste Chance, weil die Naturgewalten einfach zu stark sind.

Mit jedem Rückschlag durch die Umwelt ist der Mensch schlauer geworden und kann nun einige kleine Katastrophen verhindern, doch gegen andere, größere, ist er noch immer machtlos. Erdbeben zum Beispiel wird der Mensch nie verhindern können, da er die Plattentektonik nicht aufhalten kann. In mancher Hinsicht ist der Mensch machtlos gegen Mutter Natur. Andererseits kann er sie so zerstören, dass sich der Mensch selbst die Lebensgrundlage nimmt. Wenn er beispielsweise immer mehr Bäume fällt und so die Versorgung mit neuem Sauerstoff durch Grünpflanzen unterbindet, nimmt er sich auch die wichtigste Vorraussetzung zum Leben. Das hat natürlich weitreichende Folgen. Nicht nur was die Sauerstoffversorgung anbelangt. „Mehr als 95% des gesamten Ozons in der Atmosphäre werden über den Tropen gebildet.“[2] Ohne dieses Ozon verringert sich die Schutzschicht in der Stratosphäre, die UVB- und UVC-Strahlen abhält. Besonders schlimm ist in den Frühjahrsmonaten das sogenannte Ozonloch über der Antarktis. Es kommt, neben globaler Erwärmung, auch zum Abtauen der Pole, besonders am Südpol. Das wiederum lässt den Wasserpegel der Weltmeere entscheidend ansteigen. Gletscher tauen ebenfalls ab und setzen ganze Täler unter Wasser. Neben drastischen klimatischen Auswirkungen und nimmt sich die Natur Lebensraum des Menschen zurück, was ihr vorher abgenommen worden war. All diese Auswirkungen passieren wie eine Kettenreaktion und der Mensch ist nicht im Stande, das alles aufzuhalten. Er kann sich nur anpassen. Beispielsweise können Überlebensstationen auf dem Meeresgrund gebaut werden, doch woher dafür den Sauerstoff nehmen? Die Wissenschaft schreitet zwar beharrlich voran, doch so schnell die Naturzerstörung ist sie nicht. Wenn der Mensch weiter macht wie bisher, dann wird er sich bald sein eigenes Grab schaufeln können, da er sich selbst seine Lebensgrundlage nimmt. Wenige aber sehen dies ein. Die meisten sind uneinsichtig und holzen weiter wertvollen Regenwald ab. Diese Menschen handeln aus Profitgier und Selbsterhaltungstrieb. Denn, nicht alle Baumfäller sind reiche Millionäre, die arbeiten lassen. Die meisten aber sind es. Sie denken sich „nach mit die Sintflut“. Wenn sich das nicht ändert, dann wird irgendwann auch etwas sintflutähnliches über die Menschheit hereinbrechen.

Diese ganzen Auslöser und Folgen sind allesamt Bestandteil eines Teufelskreislaufes. Der Mensch ist kaum imstande etwas dagegen zu tun, ohne andere Menschen zu opfern, da diese Probleme zu tief in der Gesellschaft verwurzelt sind. Aber wenn er sich nicht schnellstens etwas einfallen lässt, dann wird er daran zugrunde gehen. Sei es in 10, 100 oder 1000 Jahren.

2 Tourismusprobleme gleich Umweltprobleme?

2.1 Negative Einflüsse auf die Umwelt

Der Tourismus hat im wesentlichen gesehen viele negative Auswirkungen auf die Umwelt. Die Meere zum Beispiel werden verschmutzt durch Schifffahrt und fehlende Infrastruktur verschiedener Küstenregionen, bei denen der Abfall direkt ins Meer geleitet wird. Es sind kaum bis keine Kläranlagen vorhanden und so erfährt das Wasser keinerlei Reinigung. Auch bei den großen Kreuzfahrtschiffen wird der Abfall im Meer versenkt. Besonders betroffen hiervon ist die Karibik, da sie die meistbefahrene Seeregion der Welt ist. Das führt natürlich dazu, dass Müll und auch abgestorbene Fische an die Strände gespült werden und die Touristen ausbleiben, um diesen Anblick eines ehemaligen Panoramas nicht mehr ertragen zu müssen. Folglich kommt auch kein Geld in die Kassen der Einheimischen und Reiseanbieter, um dieses Problem zu beseitigen.

Ein anderes Problem stellt sich auch noch für die Fische und Unterwasserfauna. Durch ungesetzliches Fischen wird der Fischbestand dramatisch reduziert. Auch der Handel mit Korallen und Muscheln als Souvenirs blüht und trägt zur Vernichtung der Riffe, insbesondere der Korallenriffe bei. Die Welt unter Wasser wird vom Menschen also in mehrerer Hinsicht bedroht.

An anderer Stelle, besonders in den Bergen, wird die Landschaft durch Skipisten zerstört, da der Schnee nicht immer echt ist. Oft muss der Mensch mit Schneekanonen nachhelfen. Damit verbunden ist ein sehr hoher Wasserverbrauch und die Belastung des Grundwassers. Aber auch Trekking- und natursuchende Touristen zerstören die Berge, da sie vielerorts übernutzt werden. Besonders ausgeprägt ist dies im Himalaja. Gleichzeitig werden auch Höhlen, Naturschutzgebiete, Reservate und ähnliches als touristische Attraktion ge- und übernutzt.[3]

All das sind nur wenige Beispiele für touristische Probleme bezogen auf die Umwelt, es gibt noch tausende mehr.

[...]


[1] siehe Baratta, Mario von (Hrsg.), Der Fischer Weltalmanach 2004. Frankfurt am Main 2003, Sp. 1311

[2] siehe ebenda, Sp. 1320

[3] vgl. Mundt, Prof. Dr. Jörn W., Einführung in den Tourismus. 2001, S. 457f.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Negative Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt
Hochschule
Euro-Business-College Jena
Note
1,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
21
Katalognummer
V30667
ISBN (eBook)
9783638318716
Dateigröße
962 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Negative, Auswirkungen, Tourismus, Umwelt
Arbeit zitieren
Stefanie Rautzenberg (Autor), 2003, Negative Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30667

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