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Negative Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt

Title: Negative Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt

Seminar Paper , 2003 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefanie Rautzenberg (Author)

Tourism - Miscellaneous
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„>Umwelt< ist die Gesamtheit aller Prozesse und Räume, in denen sich die Wechselwirkungen zwischen Natur und Zivilisation abspielen, und umfasst damit alle natürlichen Faktoren, welche von Menschen beeinflusst werden oder diese beeinflussen.“1 Somit ergibt sich, dass Tiere, Pflanzen und auch der Mensch selber zur Natur gehören. Sie bildet seine Lebensgrundlage und wird von jedem Schritt, den er macht, beeinflusst. In gleicher Weise aber umgedreht: Der Mensch wird ebenfalls von der Natur beeinflusst. Er ist gezwungen, sich ihr anzupassen und unterzuordnen. Auch wenn der Mensch glaubt, Herrscher über die Natur zu sein, so hat er doch gegen die geballte Kraft der Natur nicht die geringste Chance, weil die Naturgewalten einfach zu stark sind. Mit jedem Rückschlag durch die Umwelt ist der Mensch schlauer geworden und kann nun einige kleine Katastrophen verhindern, doch gegen andere, größere, ist er noch immer machtlos. Erdbeben zum Beispiel wird der Mensch nie verhindern können, da er die Plattentektonik nicht aufhalten kann. In mancher Hinsicht ist der Mensch machtlos gegen Mutter Natur. Andererseits kann er sie so zerstören, dass sich der Mensch selbst die Lebensgrundlage nimmt. Wenn er beispielsweise immer mehr Bäume fällt und so die Versorgung mit neuem Sauerstoff durch Grünpflanzen unterbindet, nimmt er sich auch die wichtigste Vorraussetzung zum Leben. Das hat natürlich weitreichende Folgen. Nicht nur was die Sauerstoffversorgung anbelangt. „Mehr als 95% des gesamten Ozons in der Atmosphäre werden über den Tropen gebildet.“2 Ohne dieses Ozon verringert sich die Schutzschicht in der Stratosphäre, die UVB- und UVC-Strahlen abhält. Besonders schlimm ist in den Frühjahrsmonaten das sogenannte Ozonloch über der Antarktis. Es kommt, neben globaler Erwärmung, auch zum Abtauen der Pole, besonders am Südpol. Das wiederum lässt den Wasserpegel der Weltmeere entscheidend ansteigen. Gletscher tauen ebenfalls ab und setzen ganze Täler unter Wasser. Neben drastischen klimatischen Auswirkungen und nimmt sich die Natur Lebensraum des Menschen zurück, was ihr vorher abgenommen worden war. [...] 1 siehe Baratta, Mario von (Hrsg.), Der Fischer Weltalmanach 2004. Frankfurt am Main 2003, Sp. 1311 2 siehe ebenda, Sp. 1320

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Die Umwelt als Lebensgrundlage

2 Tourismusprobleme gleich Umweltprobleme?

2.1 Negative Einflüsse auf die Umwelt

2.2 Auswirkungen von Pkw und Flugzeug

2.2.1 Automobiler Tourismus

2.2.2 Reisen per Flugzeug6

2.3 Abfallentstehung

2.4 Landschaftsverbrauch

3 Problematik Reisen

3.1 Fernreisen

3.2 All-inclusive-Reisen

3.3 Kreuzfahrttourismus

4 Die Alternative als Urlaubsattraktion

5 Handlungsalternativen des Staates

5.1 Was kann der Staat tun?

5.2 Hindernisse in politischen Systemen

Zielsetzung und thematische Ausrichtung

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen negativen Auswirkungen des Tourismus auf die globale Umwelt und analysiert kritisch die daraus resultierenden Konfliktfelder. Ziel ist es, das Bewusstsein für die ökologischen Folgen touristischer Aktivitäten zu schärfen und staatliche Handlungsspielräume sowie Lösungsansätze zu beleuchten.

  • Ökologische Folgen durch massiven Ressourcenverbrauch und Umweltverschmutzung
  • Die Belastung der Umwelt durch moderne Verkehrsmittel wie Pkw und Flugzeug
  • Strukturelle Probleme des Tourismus durch Fernreisen, All-inclusive-Anlagen und Kreuzfahrttourismus
  • Konflikte zwischen ökonomischem Profitstreben und nachhaltigem Naturschutz
  • Möglichkeiten und Hindernisse staatlicher Umweltpolitik

Auszug aus dem Buch

2.4 Landschaftsverbrauch

Der Tourismus ist meist stark landschaftsbezogen. Das heißt, dass einerseits die Attraktivität der Umgebung bestimmter touristischer Zentren als Werbung genutzt wird. Andererseits aber wird eben jene umgebende Natur auch als Grundlage zum erbauen der Infrastruktur genutzt.

Die Landschaft ist auf bestimmte Zeit gesehen eine Ressource, die keinesfalls unendlich ist. Das große Problem ist, dass nicht nur der Tourismus auf sie zurückgreift, sondern alle Lebensbereiche des Menschen von der Natur profitieren und sie nutzen. Daraus entstehen natürlich Konflikte der verschiedenen Wirtschaftszweige. Der Staat muss lösen, ob überhaupt neue Gebiete erschlossen, und der Landschaft so entzogen werden, und welchem Zweig sie dann zuzuordnen sind, beispielsweise der Landwirtschaft oder dem Tourismus. Hierbei muss natürlich auch die Belastung der örtlichen Bevölkerung beachtet werden. Denn, mit neuen Siedlungs- und Produktionsgebieten wachsen auch Lärmbelästigungen und Schadstoffausstöße.

Die Abhängigkeit des Tourismus von Natur und Landschaft ist so weit ausgeprägt, wie in kaum einem anderen Wirtschaftszweig. Die Investoren siedeln sich in einem Gebiet an, was touristische Attraktivität aufweist und bauen ihre Infrastruktur mit Genehmigung der Region. Doch meist entsteht hier schon der erste richtige Konflikt. Die Reiseveranstalter wollen so schnell wie möglich das Geld, was sie in den Bau gesteckt haben, wieder erwirtschaften. Die Gemeinde oder Region allerdings besteht meistens auf einer Entwicklungsperspektive, die auch Umweltschutzmaßnahmen mit einbezieht, wie z.B. den Bau von Klär- und Müllverbrennungsanlagen. Und da liegt der erste Streitpunkt. Die Investoren wollen schnellstmöglich Profit machen und denken meist gar nicht an eine weitere Entwicklung.

Wenn sie dies aber tun würden, wäre auf lange Sicht gesehen auch die Landschaft geschützt und somit eine längere gute Werbung vorhanden und die Touristen würden weiter in Scharen kommen. Warum also muss es immer an Geld und Profitgier scheitern?

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Umwelt als Lebensgrundlage: Dieses Kapitel definiert Umwelt als Gesamtheit natürlicher Prozesse und betont die existenzielle Abhängigkeit des Menschen von der Natur.

2 Tourismusprobleme gleich Umweltprobleme?: Hier werden die direkten negativen Einflüsse des Tourismus, wie Verschmutzung, Verkehrsbelastung, Abfallproblematik und Landschaftsverbrauch, analysiert.

3 Problematik Reisen: Das Kapitel beleuchtet spezifische Tourismusformen wie Fernreisen, All-inclusive-Angebote und Kreuzfahrten hinsichtlich ihrer ökologischen und sozioökonomischen Risiken.

4 Die Alternative als Urlaubsattraktion: Es wird das Beispielprojekt „Sanft mobil“ in Werfenweng vorgestellt, das als Modell für einen ökologisch verträglichen und autofreien Tourismus dient.

5 Handlungsalternativen des Staates: Dieses Kapitel diskutiert staatliche Eingriffsmöglichkeiten sowie die politischen Hindernisse, die einer konsequenten Umweltpolitik entgegenstehen.

Schlüsselwörter

Tourismus, Umweltbelastung, Ökologie, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Treibhauseffekt, Landschaftsverbrauch, Fernreisen, All-inclusive-Tourismus, Kreuzfahrtschiffe, Umweltschutzpolitik, Ressourcenverbrauch, Umweltschäden, Nachhaltiger Tourismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den ökologischen Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt und der Frage, wie diese Belastungen durch staatliches Handeln oder alternative Konzepte beeinflusst werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Verschmutzung durch Tourismus, der Rolle des Verkehrs, der Problematik spezieller Reiseformen sowie den staatlichen Regulierungsversuchen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Konfliktlinien zwischen touristischem Wachstum, ökonomischem Profit und dem notwendigen Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen kritisch aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die aktuelle ökologische Daten und tourismusspezifische Fachinformationen kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der direkten Umweltfolgen (Abfall, Landschaft, Verkehr), die Problematik moderner Tourismusformen und die Vorstellung staatlicher Handlungsalternativen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Umweltverschmutzung, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Tourismuspolitik und ökologische Verantwortung geprägt.

Was macht das Projekt „Sanft mobil“ in Werfenweng aus?

Es handelt sich um ein Modell, das Urlaubern Mobilität ohne eigenes Auto durch Elektrofahrzeuge, Shuttle-Dienste und Inklusivleistungen ermöglicht und somit den ökologischen Fußabdruck reduziert.

Warum ist eine globale Kerosinsteuer schwer umzusetzen?

Sie ist schwer umzusetzen, da eine weltweite Einigung aller Staaten erforderlich wäre, um Ausweichbewegungen von Fluggesellschaften in Länder mit niedrigerer oder fehlender Besteuerung zu verhindern.

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Details

Title
Negative Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt
College
Euro-Business-College Jena
Grade
1,3
Author
Stefanie Rautzenberg (Author)
Publication Year
2003
Pages
21
Catalog Number
V30667
ISBN (eBook)
9783638318716
Language
German
Tags
Negative Auswirkungen Tourismus Umwelt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Rautzenberg (Author), 2003, Negative Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30667
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