In dieser Arbeit werden die Auswirkungen von hundegestützter Pädagogik auf Außenseiter und Außenseiterinnen im Klassenverband untersucht.
Zunächst wird die Mensch-Tier-Beziehung allgemein betrachtet und auf verschiedene tiergestützte Interventionen sowohl im deutschsprachigen, als auch englischsprachigen Bereich hingewiesen. Durch einen generellen Überblick über Hunde als „Co-Pädagogen“ sollen die Wirkungen, Bedingungen und die Ausbildung eines Schulhundes aufgezeigt werden. Nach der Klärung der Begrifflichkeiten zum Thema Außenseiter und Außenseiterinnen, werden die Ursachen einer Beliebtheitsrangordnung und die pädagogischen Interventionsmöglichkeiten im Falle eines/r Außenseiters/Außenseiterin betrachtet. Durch eine nicht-teilnehmende Beobachtung, ein Experteninterview und einem soziometrischen Test soll gezeigt werden, ob eine Integration von sozial isolierten Schülern und Schülerinnen mit Hilfe eines Schulhundes möglich wäre und dass sich hundgestützte Pädagogik positiv auf Außenseiter auswirkt.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG- PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN
- Relevanz der Problematik
- Frage- und Zielstellung
- Vorgehensweise
- DIE MENSCH-TIER-BEZIEHUNG
- Einleitung
- Erklärungsansätze
- Die Biophilie-Hypothese
- Du-Evidenz
- Bindungstheorie
- Konzept der Spiegelneurone
- Ethik der Mensch-Tier- Beziehung
- Kommunikation zwischen Mensch und Tier
- Kommunikationsmodelle
- Der Dialog zwischen Mensch und Tier
- Nachgewiesene Wirkungen von Tieren
- Resümee
- FORMEN TIERGESTÜTZTER INTERVENTIONEN
- Einleitung
- Entwicklung der Tiergestützten Interventionen
- Entwicklung im englischsprachigen Raum
- Entwicklung in Österreich und Deutschland
- Begriffserklärung Tiergestützte Interventionen
- Begriffe im englischsprachigen Raum
- Begriffe im deutschsprachigen Raum
- Resümee
- DER HUND ALS CO-PÄDAGOGE
- Einleitung
- Hunde im Wandel der Zeit
- Hundegestützte Pädagogik in der Schule
- Begriffserklärung Hunde in der Schule
- Ausbildung in Österreich
- Bedingungen im Bereich der Hundegestützten Pädagogik
- Einsatzmöglichkeiten eines Schulhundes
- Resümee
- KINDER MIT SONDERPÄDAGOGISCHEM FÖRDERBEDARF ALS AUBENSEITER/INNEN
- Einleitung
- Begriffsbestimmungen
- Ursachen für die Entwicklung einer Beliebtheitsrangordnung
- Pädagogische Interventionsmöglichkeiten in der Schule
- Resümee
- INTEGRATION VON KINDERN MIT SONDER-PÄDAGOGISCHEM FÖRDERBEDARF MIT HILFE DES SCHULHUNDES
- Einleitung
- Beschreibung des Forschungsvorhabens und der Erhebungsmethoden
- Das Soziogramm nach Moreno
- Das Experteninterview
- Die Beobachtung in der Sozialforschung
- Darstellung und Auswertung der Untersuchung
- Resümee
- ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Hundegestützter Pädagogik auf Außenseiter und Außenseiterinnen im Klassenverband. Sie beleuchtet die Mensch-Tier-Beziehung, verschiedene Tiergestützte Interventionen und die Rolle von Hunden als „Co-Pädagogen". Die Arbeit analysiert die Ursachen für Beliebtheitsrangordnungen und die Interventionsmöglichkeiten für sozial isolierte Schüler und Schülerinnen. Durch eine nicht-teilnehmende Beobachtung, ein Experteninterview und einen soziometrischen Test wird untersucht, ob die Integration von Außenseitern durch den Einsatz eines Schulhundes möglich ist.
- Die Mensch-Tier-Beziehung und ihre Bedeutung im pädagogischen Kontext
- Tiergestützte Interventionen und deren Entwicklung
- Die Rolle des Hundes als „Co-Pädagogen" in der Schule
- Soziale Integration von Außenseitern und Außenseiterinnen
- Der Einfluss von Hundegestützter Pädagogik auf die Integration von sozial isolierten Schülern und Schülerinnen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Relevanz der Problematik, die Forschungsfrage und die Vorgehensweise darlegt. Das zweite Kapitel befasst sich mit der Mensch-Tier-Beziehung, untersucht verschiedene Erklärungsansätze und beleuchtet die Ethik der Mensch-Tier-Beziehung. Kapitel 3 bietet einen Überblick über Formen Tiergestützter Interventionen, ihre Entwicklung und Begriffsbestimmungen. Kapitel 4 widmet sich dem Hund als „Co-Pädagogen", untersucht seine Rolle im Wandel der Zeit und die Bedingungen der Hundegestützten Pädagogik. Kapitel 5 beleuchtet Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf als Außenseiter und Außenseiterinnen, analysiert die Ursachen für Beliebtheitsrangordnungen und die Interventionsmöglichkeiten in der Schule. Kapitel 6 beschreibt die Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf mit Hilfe des Schulhundes, präsentiert die Forschungsmethodik und die Ergebnisse der Untersuchung. Die Arbeit endet mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Schlussfolgerungen.
Schlüsselwörter
Hundegestützte Pädagogik, Integration, Außenseiter, Schulhund, Mensch-Tier-Beziehung, Tiergestützte Interventionen, Soziales Lernen, Soziogramm, Experteninterview, Beobachtung, Inklusion, Sozialer Förderbedarf
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ein Schulhund zur Integration beitragen?
Ein Schulhund wirkt oft als „Eisbrecher“, fördert die Kommunikation und hilft dabei, soziale Barrieren zwischen Schülern abzubauen.
Was ist die Biophilie-Hypothese?
Diese Hypothese besagt, dass Menschen eine angeborene Affinität zu anderen Lebewesen haben, was die positive Wirkung von Tieren auf unsere Psyche erklärt.
Welche Ausbildung benötigt ein Schulhund?
In Österreich und Deutschland müssen Schulhunde zusammen mit ihren Haltern spezielle Prüfungen und Wesenstests ablegen, um für den Schuldienst geeignet zu sein.
Was versteht man unter hundegestützter Pädagogik?
Es ist der gezielte Einsatz eines Hundes im Unterricht, um Lernprozesse zu unterstützen, das Klassenklima zu verbessern und soziale Kompetenzen zu fördern.
Können Hunde gezielt Außenseitern in der Klasse helfen?
Ja, die Forschung zeigt, dass isolierte Kinder durch den Kontakt zum Hund oft positive Aufmerksamkeit erhalten und leichter in Interaktion mit Mitschülern treten.
- Arbeit zitieren
- Julia Krepetin (Autor:in), 2013, Der Schulhund als Chance zur Integration im Klassenverband, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306688