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Die Bilanzierung und Bewertung von Spielerwerten im deutschen Lizenzfußball

Bilanzierungsmethodik und Besonderheiten der Rechnungslegung im Profifußball

Titel: Die Bilanzierung und Bewertung von Spielerwerten im deutschen Lizenzfußball

Bachelorarbeit , 2015 , 91 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Lukas Brockschnieder (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Bachelorarbeit geht es insbesondere um die Bilanzierung der Spielerwerte und Ablösesummen im deutschen Profifußball. Es werden die Grundlagen des Fußballgeschäftes geklärt und über die Besonderheiten der Rechnungslegung im Profifußball berichtet.

Nachdem im Einleitungsteil über die Auswahl des Themas sowie die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit berichtet wird, müssen zunächst die Grundlagen der zu bearbeitenden Thematik geklärt werden. Zu Beginn wird über die Grundlagen des Lizenzfußballs geschrieben, indem der Begriff des Lizenzfußballs erklärt wird und die Grundlagen der Fußballbundesliga und deren Rechtsformen erläutert werden.
Danach erläutert diese Ausarbeitung die Grundlagen der allgemeinen Bilanzierung nach deutschem Handelsrecht. Hierbei wird der Begriff der Bilanzpolitik definiert und die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung erklärt.
Daraufhin widmet sich die Arbeit dem Hauptthema und erläutert zunächst die Besonderheiten der Rechnungslegung und Prüfung im Lizenzfußball. Dabei wird auf das Lizenzierungsverfahren der Deutschen Fußball Liga eingegangen und erklärt wie Vereine die erforderliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen können.
Kapitel 5 ist in zwei Abschnitte gegliedert. Der erste Teil ist die Bilanzierung nach deutschem Handelsrecht, dem Handelsgesetzbuch (HGB). Der zweite Teil besteht aus den verschiedenen Bewertungsverfahren für Spielerwerte und der Ermittlung und der Bedeutung des Marktwertes für die Vereine.
Zusätzlich zu den theoretischen Grundlagen wurde eine Umfrage durchgeführt, um die Bilanzierungspraxis bei den Bundesligavereinen zu untersuchen. Hierbei geht es um die Aktivierungsmöglichkeiten der Spielerwerte. Die Ergebnisse werden zusammengefasst in einem persönlichen Fazit der Umfrage.
Abschließend wird ein Gesamtfazit gezogen, die Erkenntnisse werden zusammengefasst und ein kleiner Ausblick über eventuelle Bewertungsproblematiken gegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Auswahl meines Themas

1.2 Vorgehensweise

1.3 Problemstellung / Zielsetzung

2 Grundlagen des Lizenzfußballs

2.1 Begriffsklärung Lizenzfußball

2.2 Die Fußball-Bundesliga

2.3 Organisation des Lizenzfußballs

2.4 Rechtsformen der Bundesligaklubs

2.5 Transfergeschäft

3 Grundlagen der Bilanzierung

3.1 Definition von Bilanzpolitik

3.2 Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

3.3 Verpflichtung zur Bilanzierung

4 Besonderheiten der Rechnungslegung im Profifußball

4.1 Lizenzierungsordnung der DFL

4.2 Nachweise der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit

4.2.1 Anforderungen an die Rechnungslegung

4.2.2 Prüfung der Voraussetzungen

5 Bilanzierung und Bewertung der Spielerwerte im Lizenzfußball

5.1 Bilanzierungen nach HGB

5.1.1 Rechtsprechung

5.1.2 Ansatz der immateriellen Spielerwerte in der Handelsbilanz

5.1.3 Zugangsbewertung

5.1.4 Folgebewertung

5.2 Bewertungsverfahren von Spielerwerten

5.2.1 Kostenorientierter Bewertungsansatz

5.2.2 Kapitalorientierter Bewertungsansatz

5.2.3 Marktpreisorientierter Bewertungsansatz

6 Umfrage bei den Bundesligisten

6.1 Vorgehensweise Umfrage

6.2 Ergebnis und Auswertung der Umfrage

6.3 Meinung zum Umfrageergebnis

7 Exkurs: Bilanzierungspraxis in der Barclays Premier League

8 Schlussteil

8.1 Fazit der aktuellen Bewertungsmethodik

8.2 Zusammenfassender Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Bilanzierungspraxis von Spielerwerten im deutschen Lizenzfußball zu analysieren, insbesondere im Hinblick auf ihre handelsrechtliche Behandlung nach HGB und die damit verbundenen Bewertungsmethoden. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, wie Spielerwerte korrekt bilanziert werden, welche Auswirkungen das Aktivierungsverbot für selbst ausgebildete Jugendspieler hat und wie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Klubs im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens sichergestellt wird.

  • Grundlagen und Strukturen des professionellen Lizenzfußballs in Deutschland
  • Handelsrechtliche Bilanzierungsvorschriften (HGB) für immaterielle Vermögensgegenstände
  • Spezifische Anforderungen der DFL-Lizenzierungsordnung an die Rechnungslegung
  • Bewertungsverfahren für Spielerwerte (kosten-, kapital- und marktpreisorientiert)
  • Empirische Untersuchung der Bilanzierungspraxis bei Bundesligavereinen

Auszug aus dem Buch

5.2.3 Marktpreisorientierter Bewertungsansatz

Auf Grund dessen, dass weder der kosten-, noch der kapitalorientierte Bewertungsansatz im Fußball verlässlich anwendbar sind, bleibt einzig der marktpreisorientierte Bewertungsansatz als Möglichkeit. Dieser richtet sich nach dem Angebot und der Nachfrage und nach dem Preis, der am Markt für den Spieler erzielt werden kann.

Grundstücke werden anhand klarer Kriterien bewertet (z.B. Bodenrichtwert und Grundstücksgröße) – bei der Bewertung von Unternehmen gibt es ebenfalls klare Bewertungskriterien, anhand derer sich der Marktwert bestimmen lässt (z.B. Discounted Cash Flow Methode). Anders ist dies bei der Spielerbewertung bzw. den Marktwerten eines Fußball-Lizenzspielers. Der Marktwert ist von vielen Faktoren abhängig, lässt sich allerdings nicht genau bestimmen. Vielmehr ist dieser vom Angebot und der Nachfrage abhängig, denn auch im Fußball hängt der „echte“ Wert eines Spielers immer davon ab, wie viele Clubs sich die Dienste des Spielers gerne sichern würden. Umso begehrter ein Spieler beim eigenen Verein ist und umso mehr Vereine an diesem Spieler interessiert sind, desto höher wird selbstverständlich die Ablöse ausfallen, da diese wie in der Wirtschaft durch Angebot und Nachfrage gesteuert wird.

Da die Ablöse einer der Faktoren bei der Marktwertberechnung ist, steigt mit steigender Ablöse auch der Marktwert des Spielers. Die Ablöse ist jedoch nicht immer aussagekräftig über den eigentlichen Marktwert des Spielers. Nach dem Wechsel des Spielers Fernando Torres zum FC Chelsea für 58,50 Millionen im Jahr 2010 war der FC Liverpool gezwungen einen neuen Stürmer zu verpflichten. Da es nicht viele adäquate Stürmer auf dem Transfermarkt gab und der potentiell abgebende Verein, in diesem Fall Newcastle United, sich sowohl der finanziell guten Situation als auch der persönlichen Notlage auf der Stürmerposition des FC Liverpool bewusst war, rief Newcastle United einen Preis für Andy Carroll auf, der weit über dem eigentlichen Marktwert des Stürmers lag. Der Stürmer Andy Carroll wechselte somit für rund 41 Millionen Euro zum FC Liverpool, obwohl der Marktwert zum Zeitpunkt des Transfers bei rund 20 Millionen Euro lag.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Motivation zur Themenwahl, die Vorgehensweise und die übergeordnete Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Bilanzierung von Spielerwerten.

2 Grundlagen des Lizenzfußballs: Es werden der Begriff Lizenzfußball, die Organisation der Bundesliga, die Rechtsformen der Klubs sowie die Bedeutung des Transfergeschäfts dargelegt.

3 Grundlagen der Bilanzierung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Bilanzpolitik, erläutert die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) und die rechtliche Bilanzierungspflicht.

4 Besonderheiten der Rechnungslegung im Profifußball: Hier stehen die Lizenzierungsordnung der DFL und die spezifischen Anforderungen an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Klubs im Mittelpunkt.

5 Bilanzierung und Bewertung der Spielerwerte im Lizenzfußball: Es werden die handelsrechtliche Behandlung nach HGB, die Ansätze für Spielerwerte, die Zugangsbewertung sowie verschiedene Bewertungsverfahren detailliert diskutiert.

6 Umfrage bei den Bundesligisten: Dieses Kapitel erläutert die Methodik und Ergebnisse einer selbst durchgeführten Umfrage zur Bilanzierungspraxis unter den Erst- und Zweitligaklubs.

7 Exkurs: Bilanzierungspraxis in der Barclays Premier League: Ein Vergleich der deutschen Bilanzierungspraxis mit der in England nach der Reform 1999.

8 Schlussteil: Das Fazit fasst die aktuelle Bewertungsmethodik kritisch zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung im Lizenzfußball.

Schlüsselwörter

Bilanzierung, Spielerwerte, Lizenzfußball, HGB, Transferentschädigung, DFL, Lizenzierungsverfahren, Handelsbilanz, Bewertungsmethodik, Marktwert, Spielerlaubnis, Jugendspieler, Aktivierung, Bundesliga, Jahresabschluss

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der bilanziellen Behandlung von Spielerwerten bei Profifußballvereinen unter Berücksichtigung des deutschen Handelsrechts (HGB) und der spezifischen DFL-Regularien.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themenfelder umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen des Lizenzfußballs, die Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung, Besonderheiten bei der Spieleraktivierung und die methodische Bewertung von Spielerwerten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Analyse der aktuellen Bilanzierungspraxis im deutschen Profifußball, die Aufdeckung möglicher Schwachstellen bei der Bewertung und die Untersuchung der bilanziellen Behandlung von Jugendspielern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Neben einer umfassenden Literaturanalyse zur Bilanztheorie und Rechtsprechung wird eine empirische Primärerhebung in Form einer Umfrage bei allen Erst- und Zweitligaklubs zur Bilanzierungspraxis durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Fußballs und der Bilanzierung sowie in die detaillierte Analyse der Spielerbewertung, ergänzt durch einen Exkurs zur englischen Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Spielerwerte, Bilanzierungspflicht, DFL-Lizenzierung, Anschaffungskosten, Marktwert und HGB-Rechnungslegung definieren.

Warum dürfen selbst ausgebildete Jugendspieler in der Regel nicht aktiviert werden?

Nach geltendem HGB dürfen selbst geschaffene immaterielle Werte nicht aktiviert werden, da aufgrund fehlender Anschaffungskosten keine verlässliche Bemessungsgrundlage existiert und somit das Vorsichtsprinzip greift.

Welche Bedeutung hat das Bosman-Urteil für die Bilanzierung?

Das Urteil hat die Ablösefreiheit von Spielern nach Vertragsende ermöglicht, was Vereine dazu motiviert hat, Spieler verstärkt mit langfristigen Verträgen auszustatten, um den Marktwert des Spielers zu sichern.

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Details

Titel
Die Bilanzierung und Bewertung von Spielerwerten im deutschen Lizenzfußball
Untertitel
Bilanzierungsmethodik und Besonderheiten der Rechnungslegung im Profifußball
Hochschule
Fachhochschule der Wirtschaft Paderborn
Note
2,7
Autor
Lukas Brockschnieder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
91
Katalognummer
V306757
ISBN (eBook)
9783668064775
ISBN (Buch)
9783668064782
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bilanzierung Spielerwerte Profifußball wirtschaftliche Leistungsfähgikeit DFL Lizenzierungsordnung Ablösesummen Transferentschädigung Bilanzpolitik Rechtsformen bilanzielle behandlung bundesliga vereinsbilanzen rechnungslegung HGB Bewertungsverfahren Spielerbewertung immaterielles Vermögen Premier League Lizenzfußball Zugangsbewertung Folgebewertung Abschreibungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Brockschnieder (Autor:in), 2015, Die Bilanzierung und Bewertung von Spielerwerten im deutschen Lizenzfußball, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306757
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  91  Seiten
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