Die Wettbewerbsfähigkeit einer Tourismus GmbH. Nutzung, Möglichkeiten und Grenzen ausgewählter Marketinginstrumente


Hausarbeit, 2015
20 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die Problemstellung

2 Marketing
2.1 Definition von Marketing
2.2 Marketing-Mix
2.3 Tourismus-Marketing
2.4 Zukunftstrend Empfehlungsmarketing

3 Nutzung, Möglichkeiten und Grenzen ausgewählter Marketinginstrumente der XY GmbH
3.1 Marketing im Verkaufsbereich der Tourist-Information
3.2 Nationales Marketing
3.2.1 Kooperationen
3.2.2 Werbung
3.2.3. Online-Marketing
3.3 Internationales Marketing
3.3.1 Touristische Kooperationen
3.3.2 Event-Marketing
3.3.3 Werbung
3.3.4 Online- Marketing
3.3.5 Social Media
3.4 Grenzen

4 Fazit

Literatur- und Quellenverzeichnis

1 Einführung in die Problemstellung

„In gesättigten Märkten erreichen wir Wachstumsziele nur über Marketing und Innovation.“[1] (Hans-Joachim Körber)

Der Tourismus hat sich in den letzten 50 Jahren zu einem der wichtigsten und größten Wirtschaftszweige der Welt entwickelt. Lange Zeit gab es keinen Zwang zur verstärkten und konsequenten Marketingorientierung, doch hat sich dies in den letzten Jahren geändert. Gründe hierfür liegen in verschlechterten Rahmenbedingungen: Der Preis- und Verdrängungswettbewerb ist hoch, ganz nach dem Motto ,,billiger‘‘ als im Vorjahr anstatt ‚,besser‘‘ als im Vorjahr. Ein sich wandelnder Verbraucher führte zum Entstehen vieler am individuellen Bedarf ausgerichteter Teilmärkte. Kommunikation und Transaktion zwischen Anbietern und Nachfragern werden durch Informations- und Kommunikationstechnologien, vor allem das Internet revolutioniert. Die weltweite Vermarktung von touristischen Angeboten ist heute mit geringem Kostenaufwand möglich; Produkte können individuell auf die Wünsche des Kunden abgestimmt werden.[2]

Die XY GmbH in N. ist seit 1970 eine 100 prozentige Tochtergesellschaft der Stadt N. und deren Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft für den Bereich Tourismus. Hauptziel der XY GmbH ist es, dem Gast die touristischen Themen und möglichen Reisemotivationen, wie Wein, Wandern, Radwandern und Erholung nahe zu bringen und die Stadt N. und ihre Weindörfer am touristischen Markt zu positionieren und vor allem für Gäste und Übernachtungen zu sorgen. Die XY GmbH ist sich dem globalen touristischen Wettbewerb bewusst. So kam es in den letzten Jahren zur Nutzung unterschiedlichster Marketinginstrumente und zur Umsetzung der unterschiedlichsten Vermarktungsideen.

Ziel dieser Projektarbeit soll sein, darzulegen, wie es der XY GmbH gelingt, die Stadt N. und ihre neun Weindörfer als ideale Urlaubsdestination zu vermarkten und Gäste zu animieren, diese Destination zu bereisen. Um diese Problemstellung zu analysieren, befasst sich die folgende Arbeit mit der Nutzung, den Möglichkeiten und Grenzen von Marketinginstrumenten der Tourist-Information in N. .

Im theoretischen Teil soll ein Überblick über das Thema Marketing, Marketinginstrumente sowie Tourismusmarketing und Empfehlungsmarketing erfolgen. Im Anschluss wird die Nutzung diverser Marketinginstrumente durch die XY GmbH dargestellt, diese dabei nochmals unterteilt in den Verkaufsbereich der Tourist-Information sowie in das nationale und internationale Marketing. Schließlich werden die Grenzen der Marketinginstrumente der XY GmbH behandelt.

In einem Fazit sollen die erarbeiteten Inhalte reflektiert und die Ergebnisse zusammengefasst werden.

2 Marketing

2.1 Definition von Marketing

Marketing ist seit vielen Jahren ein wichtiger Begriff der betriebswirtschaftlichen Fachsprache. Es gilt auch als Unternehmensphilosophie, die alle Unternehmensbereiche betrifft.[3] Liest man in der Fachliteratur Definitionen von Marketing, fällt auf, dass es jedoch viele unterschiedliche Definitionen gibt.[4]

Oft wird Marketing als Erweiterung des Begriffes „Absatzwirtschaft“ verwendet. „Unter Absatz(wirtschaft) wird in betriebswirtschaftlichen Texten zumeist die „Vermarktung“ von Leistungen, d.h. die entgeltliche Verwertung geschaffener Sachgüter, Dienstleistungen, Informationen oder Rechte im Absatzmarkt verstanden.“[5]

Der Grundgedanke des Marketings bleibt dabei jedoch gleich: Das Ziel ist, menschliche Bedürfnisse zu stillen. Marketing befasst sich daher im weitesten Sinne mit Anbieter-Nachfrager-Beziehungen und dem Austausch von Gütern.[6] Wird ein Bedürfnis konkretisiert, entsteht daraus ein Bedarf, der wiederum von der Nachfrage nach einem Produkt, Gut, einer Dienstleistung oder einer Information gefolgt wird.[7] Die Hauptaufgabe des Marketings ist also, die Bedürfnisse der Menschen durch Maßnahmen zu erkennen und gezielt die Nachfrage durch den Einsatz verschiedener Instrumente zu befriedigen.

Häufig bekommt man auf die Frage, was man unter Marketing verstehe die Antwort: Marketing befasst sich mit Werbung.[8] Dies trifft jedoch nur teilweise zu – Werbung ist nur ein Teilbereich der Kommunikationspolitik, die als Instrument des Marketings gilt. Um die Ziele der Marketingorientierung zu erreichen, gibt es verschiedene Instrumente – den sogenannten Marketing-Mix, der im Folgenden erklärt wird.

2.2 Marketing-Mix

Unter Marketing-Mix versteht man „die optimale Kombination des Einsatzes, der verschiedenen Marketing-Instrumente“.[9] Durch den Einsatz dieser Instrumente ist es möglich, am Markt zu agieren und die Marketingziele aus Kunden- und Unternehmenssicht zu realisieren.[10] Der bekannteste Marketing-Mix besteht aus 4 verschiedenen Komponenten; die Fachliteratur meist nur von den „4 P´s“. Die vier Begriffe stammen aus dem Englischen: Product, Price, Place, Promotion. Diese sollen nun näher erläutert werden.

Produktpolitik bezeichnet alle Maßnahmen die sich mit dem Produkt bzw. der Dienstleistung an sich befassen. Am Ende ist es das Produkt bzw. die Dienstleistung, wofür sich der Kunde entscheidet oder nicht entscheidet –Die Produktpolitik kann somit auch als „Herz des Marketings“ bezeichnet werden.[11] Hier spielen Fragen rund um das Produkt die wichtigste Rolle: „Wie soll das Produkt aussehen?“, Wie soll die Verpackung gestaltet werden?“ „Welche Marke soll das Produkt tragen?“, „Wie muss der Dienstleistungsprozess ablaufen?“,... Dem Produktmanager fällt auch die Entscheidung über das Produktangebot zu: Welches Konzept soll verfolgt werden. In diesem Zusammenhang ist die Betrachtung des Lebenszyklus der Produkte ausschlaggebend, die mit den folgenden Möglichkeiten perfekt beschrieben sind: Produktinnovation, Produktvariation, Produktdifferenzierung oder Produkteliminierung.[12]

Bei der Produktinnovation handelt es sich um die Suche nach neuen Ideen und die Gestaltung eines neuen Produktes. Dieser Entscheidungsbestandteil der Produktpolitik bedarf großen Zeit- und Planungsaufwands und muss systematisch konzeptioniert werden, da es sich um die Entwicklung eines Produktes handelt, das sich von der Konkurrenz langfristig abgrenzen soll und noch nicht existiert. Produktinnovationen gestalten sich in der heutigen Zeit als immer schwieriger.[13]

Eine Produktvariation bezeichnet die Veränderung eines bereits am Markt etablierten Produktes. Beispielsweise werden das Design oder die Verpackung geändert. Das Ziel der Variation ist es, nach erfolgter Markteinführung auf die sich ständig verändernden Wünsche der Zielgruppe einzugehen, dem Kunden Vorteile beim Kauf des Produktes zu verschaffen und sich gegenüber konkurrierenden Produkten zu profilieren.[14]

Unter Produktdifferenzierung versteht man die Veränderung von einzelnen Elementen des Produktes, um eine breitere Käufermasse anzusprechen bzw. auf Wünsche unterschiedlicher Marktsegmente individuell einzugehen. Beide Produkte werden parallel auf dem Markt angeboten.[15]

Die Entscheidung, ein Produkt zu eliminieren und aus dem Sortiment zu nehmen, ist meist durch mangelnde Kundenakzeptanz oder neue Trends begründet. Besteht nur noch eine geringe Nachfrage, sodass das Angebot nicht mehr gedeckt werden kann, und erweisen sich neue Produktkonzepte als unrentabel, so ist die Herausnahme des Produktes aus dem Markt oft die wirtschaftlich sinnvollste Entscheidung.[16]

Ein weiteres Marketinginstrument ist die Preispolitik, die sich sowohl mit der Preisgestaltung als auch mit Lieferungs- und Zahlungsbedingungen eines Produktes oder einer Dienstleistung befasst.[17]

Die Bedeutung der Preispolitik ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Grund dafür ist zum Beispiel der wachsende Verdrängungswettbewerb und der damit verbundene, immer kleiner werdende Produktdifferenzierungsspielraum. Zum anderen ist der Preis eines Produktes meist Hauptkriterium für die Kaufentscheidung. In den vergangenen Jahren hat sich wegen Wirtschaftskrisen und Werbekampagnen ein konzentrierteres Preisbewusstsein bei den Konsumenten entwickelt. Der Bedeutungsgrad der Preispolitik ist auch deshalb so hoch, weil durch Fehlentscheidungen in der Preisgestaltung ein Unternehmen große Gewinneinbußen erleiden kann.[18]

Abgeleitet vom englischen „Place“ steht das dritte „P“ für die Distributionspolitik: Diese beschreibt den Weg oder Absatzkanal, wie das Produkt vom Produzenten zum Käufer gelangt.[19] Einem Produzenten bieten sich unterschiedliche Absatzwege: Direktvertrieb bedeutet, dass das Produkt unmittelbar vom Produzenten zum Endverbraucher gelangt – zum Beispiel beim Fabrikverkauf, oder einer herstellereigenen Filiale. Bei einem indirekten Absatzweg wird ein Absatzvermittler eingeschaltet, der rechtlich und wirtschaftlich selbstständig ist, wie zum Beispiel ein Einzelhändler.[20]

Als letztes Instrument des Marketingmanagements gilt die Kommunikationspolitik (englisch: Promotion). Darunter versteht man sämtliche Maßnahmen, um relevante Zielgruppen auf das Produkt aufmerksam zu machen und damit die Unternehmensziele zu erfüllen.[21]

Auch hier handelt es sich um eine komplexe Aufgabe für ein Unternehmen, da heutzutage Käufer kontinuierlich mit Informationen bombardiert werden und diese einzeln oft nicht mehr wahrnehmen können. Im Falle der Kommunikationspolitik soll der Kunde zum einen auf das Produkt aufmerksam gemacht werden, zum anderen aber, davon überzeugt werden, dieses Produkt zu kaufen. Dies geschieht vor allem durch die Vermittlung von Emotionen.[22]

[...]


[1] Körber Hans- Joachim. http://www.nur-zitate.com/autor/Hans_Joachim_Koerber (31.03.2015)

[2] Roth, P.; Schrand, A., 2002, S. 33

[3] vgl. Paul, J., 2007, S. 554

[4] vgl. Runia, P., 2011, S. 2

[5] Steffenhagen, H., 2008, S. 49

[6] vgl. Meffert, H., 2012, S. 3

[7] vgl. Runia, P., 2011, S. 2

[8] vgl. Paul, J., 2007, S. 554

[9] Paul, J., 2007, S. 579

[10] vgl. Pepels, W., 2004, S. 350

[11] vgl. Stender-Monhemius, K., 2002, S. 116

[12] vgl. Meffert, H., 2012, S. 388

[13] vgl. Stender-Monhemius, K., 2002, S. 118

[14] vgl. Meffert, H., 2012, S. 445

[15] vgl. Thommen, J., 2009, S. 187

[16] vgl. Meffert, H., 2012, S. 454

[17] vgl. ebenda, S. 466

[18] vgl. Meffert, H., 2012, S. 470

[19] vgl. Thommen, J., 2009, S. 203

[20] vgl. Meffert, H., 2012, S. 553

[21] vgl. ebenda, S. 608

[22] vgl. Meffert, H., 2012, S. 609

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Die Wettbewerbsfähigkeit einer Tourismus GmbH. Nutzung, Möglichkeiten und Grenzen ausgewählter Marketinginstrumente
Autor
Jahr
2015
Seiten
20
Katalognummer
V306762
ISBN (eBook)
9783668164345
ISBN (Buch)
9783668164352
Dateigröße
501 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wettbewerbsfähigkeit, tourismus, gmbh, nutzung, möglichkeiten, grenzen, marketinginstrumente
Arbeit zitieren
Patricia Welter (Autor), 2015, Die Wettbewerbsfähigkeit einer Tourismus GmbH. Nutzung, Möglichkeiten und Grenzen ausgewählter Marketinginstrumente, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306762

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