Moderne Informationstechnik im Krankenhaus. Steigerung der Effizienz und Effektivität im OP-Saal und in der Chirurgie durch E-Health?

Eine Studie


Hausarbeit, 2015

24 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhalt

I.Abbildungsverzeichnis

II.Abkürzungsverzeichnis

1.Einleitung
1.1.Fragestellung und Zielsetzung
1.2.Motivation
1.3.Aufbau der Arbeit

2.Herausforderungen des Gesundheitswesens

3.E-Health
3.1.Begrifflichkeit und Einordnung
3.2.Ziele
3.3.Abgrenzung von E-Health, Health 2.0 und M-Health

4.Einsatzgebiete von E-Health im OP und der Chirurgie
4.1.Synedra AIM - Video-Dokumentation im OP
4.2.MCC.OP - Vernetzung im OP

5.E-Health in Europa

6.Risiken und Nebenwirkungen von E-Health
6.1.Datensicherheit und Datenschutz
6.2.Kosten und Wirtschaftlichkeit

7.Schluss

III. Quellenverzeichnis

I. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Vorgehensweise der vorliegenden Arbeit 6

II. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Der Begriff „E-Health“ ist noch ziemlich neu und in Deutschland weniger verbreitet als in anderen europäischen Ländern.1 Die Idee, die dahinter steckt, nämlich eine elektroni- sche Übermittlung von Daten entstand bereits vor etwa 100 Jahren. Damals wurden an der Universität Lund bereits Elektrokardiogramme über Telekommunikationsnetze ge- sendet.

In den 60er Jahren begann man dann mit der elektronischen Übermittlung von Rönt- genbildern.2 Vor fast 15 Jahren, 1998, wurde mit der Veröffentlichung der Roland- Berger-Studie ein umfassender Prozess zur nachhaltigen Informatisierung des deutschen Gesundheitswesens eingeleitet. Im September 2003 wurde daraufhin das Projekt „Better IT for health“ in Angriff genommen, dessen Ziel die bundesweite Einführung der elekt- ronischen Gesundheitskarte war. Inzwischen hat sich die IT mit serviceorientierten Ar- chitekturen, Cloud Computing und der App-Economy weiterentwickelt.

Computer und Internet durchdringen seit der Jahrtausendwende den Alltag der Bürge- rinnen und Bürger in Deutschland. So nutzten 2001 noch 37% der Deutschen das Inter- net. 2013 waren es hingegen schon 76,5%.3 Von diesen nutzt fast jeder Zweite (53,2%) das Internet täglich.4 Dabei wird das Internet vor allem zum Versenden und Erhalten von E-Mails, zu Informationszwecken (Suchmaschinen und Nachrichten) oder zum On- line-Banking genutzt. Deshalb wird es wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Forderungen nach einem zeitgemäßeren Informationsmanagement im Gesund- heitswesen größer werden. Es ist bereits zu spüren, dass sich vor allem im OP und der Chirurgie die Themen Medizin- und Informationstechnik unaufhörlich aufeinander zu- bewegen.

1.1. Fragestellung und Zielsetzung

Mit Hilfe der Arbeit soll die Frage beantwortet werden, wie durch den Einsatz von E- Health-Anwendungen die Effizienz und Effektivität im OP und der Chirurgie gesteigert werden kann. Ausgehend von den aktuellen Herausforderungen des Gesundheitssystems werden anhand von zwei Praxisbeispielen Lösungen für eine effiziente Dokumentation und eine intelligente Vernetzung im OP und der Chirurgie vorgestellt.

Zur Beantwortung der Frage werden vor allem aktuelle Fachliteratur aber auch Nachrichtenartikel und staatliche Veröffentlichungen herangezogen.

1.2. Motivation

E-Health hat sich als Spannungsfeld zwischen Medizin, Ökonomie und Technologie bzw. Informatik etabliert. Zwischen den drei transdisziplinären Bereichen bestehen massive Unterschiede. Die Gesundheitsökonomie konzentriert sich auf volkswirtschaft- liche Fragestellungen, die Wirtschaftsinformatik auf betriebswirtschaftliche Fragestel- lungen und die Medizininformatik beschäftigt sich mit medizinischen Fragestellungen des Technikeinsatzes.5 Somit bestehen generell sehr hohe Erwartungen an E-Health. So soll E-Health die Potentiale von Technologieinnovationen zur Verbesserung und Ver- einfachung der Zugänge zu medizinischen Leistungen ausschöpfen. Gleichzeitig soll eine höhere Effektivität erzielt werden.

Auf Grund dieser enormen fachlichen Vielfalt und Komplexität wird im Rahmen dieser Arbeit der Einsatz von E-Health speziell in der Chirurgie und im OP betrachtet.

1.3. Aufbau der Arbeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Vorgehensweise der vorliegenden Arbeit6

Einleitend werden in Kapitel zwei die Herausforderungen des deutschen Gesundheits- systems dargestellt. Als weiteres Grundlagenkapitel werden in Kapitel drei die wichtigs- ten Begrifflichkeiten rund um das Thema „E-Health“ erläutert. Ferner werden die wich- tigsten Ziele, die durch E-Health verfolgt werden sowie das Potential von E-Health be- schrieben. Den Abschluss von Kapitel drei bildet eine Abgrenzung zwischen E-Health, Health 2.0 und M-Health.

Nachdem das theoretische Fundament erklärt wurde, erfolgt in Kapitel vier die Analyse von Einsatzmöglichkeiten im OP und der Chirurgie. Desweiteren wird der Einsatz von E-Health in anderen europäischen Ländern betrachtet (Kapitel 5). Den Abschluss des Hauptteils bildet die Analyse von möglichen Risiken (Kapitel 6).

Abschließend erfolgt in Kapitel sieben eine Zusammenfassung der Ergebnisse und eine kritische Auseinandersetzung, in deren Anschluss ein Ausblick gegeben wird.

2. Herausforderungen des Gesundheitswesens

Das Thema „Gesundheit“ hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Durch den technischen Fortschritt sind bessere Behandlungsmöglichkeiten entstanden, sodass die Gesellschaft immer älter wird. Dabei ist laut Studien der OECD zu beobachten, dass vor allem die Bevölkerungsgruppe der über 65 Jährigen stark ansteigt.7 Damit verbunden wächst ebenfalls der Bedarf an ambulanter Pflege, welche von den Angehörigen häufig nicht zu leisten ist. Die Forderung nach Unterstützung und Möglichkeiten für die Pflege älterer Menschen wird somit immer größer.

Veränderte Lebensbedingungen führen außerdem zu einem wachsenden Gesundheits- bewusstsein. Die Menschen leben nicht nur länger, sondern auch gesünder als vorange- gangene Generationen. So gab es in Deutschland 2013 8,55 Millionen Mitglieder in Fitnessclubs - so viele wie nie zuvor.8 Die große Bedeutung des Gesundheitswesens wird auch bei Betrachtung der Anzahl von Erwerbstätigen im Gesundheitssektor deut- lich: Fast ein Zehntel der Erwerbstätigen in der Europäischen Union waren 2009 im Gesundheitsmarkt beschäftigt.9 Die Ausgaben für das Gesundheitswesen belaufen sich bereits auf ca. 10% des Bruttoinlandsproduktes, wobei der Staat den größten Teil der Kosten trägt.

Diese Entwicklungen führen zu einem immer größeren Druck, der auf dem Gesund- heitssystem lastet. Außerdem stellen die Entwicklungen neue Anforderungen an das gesamte Gesundheitssystem und erfordern einen vermehrten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), um effizienter und ressourcenschonender zu werden. Dazu gehört der Einsatz von IKT, um den einrichtungsspezifischen Herausfor- derungen in Krankenhäusern zu begegnen, wo vor allem ein effizientes Prozessma- nagement ein Problem darstellt. Diese Herausforderungen werden bereits zum Teil mit kompetenten, vernetzten Versorgungsstrukturen, -netzen und -bündelungen unter Ein- satz von telemedizinischer Möglichkeiten und technologischen Vernetzungen begegnet. Dabei etablieren sich zunehmend auch E-Health-Optionen. Diesen wird nachgesagt, dass sie den heutigen Anforderungen an die Gesundheitssysteme gerecht werden kön-nen. Bei gleichzeitiger Sicherstellung der medizinischen Leistungserbringung soll E- Health zu Effektivitäts- und Effizienzsteigerungen beitragen.

Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass verbesserte medizinische Versorgungsmöglichkeiten und der demographische Wandel den Druck auf Krankenhäuser und auf das Gesundheitssystem erhöhen und dass E-Health-Lösungen Möglichkeiten bieten, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

[...]


1 Vgl. Van den Heuvel, M. (2012).

2 Vgl. Zach, B. (2009), S. 18.

3 Vgl. Statista - Das Statistik-Portal (o.J.).

4 Vgl. Statista - Das Statistik-Portal (o.J.).

5 Vgl. Rohner, Dr. P., Winter, Prof. Dr. R. (2008), S. 330.

6 Eigene Darstellung.

7 Vgl. Roland Berger Strategy Consultants GmbH (2009).

8 Vgl. Statista - Das Statistik-Portal (o.J.).

9 Vgl. Roland Berger Strategy Consultants GmbH (2009).

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Moderne Informationstechnik im Krankenhaus. Steigerung der Effizienz und Effektivität im OP-Saal und in der Chirurgie durch E-Health?
Untertitel
Eine Studie
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule
Note
2,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
24
Katalognummer
V306773
ISBN (eBook)
9783668050556
ISBN (Buch)
9783668050563
Dateigröße
682 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
E-Health, OP, Chirurgie, moderne Informationstechnik
Arbeit zitieren
Lisa Eicker (Autor), 2015, Moderne Informationstechnik im Krankenhaus. Steigerung der Effizienz und Effektivität im OP-Saal und in der Chirurgie durch E-Health?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306773

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