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Wer war Elisabeth Schmitz? Über Ihre Denkschrift „Zur Lage der Deutschen Nichtarier“

Titel: Wer war Elisabeth Schmitz? Über Ihre Denkschrift „Zur Lage der Deutschen Nichtarier“

Referat (Ausarbeitung) , 2012 , 10 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gegenstand dieser Referatsausarbeitung wird es sein herauszufinden, wer diese Person gewesen ist und was sie zu Lebzeiten geleistet hat. Hauptaugenmerk wird hierbei auf ihre Denkschrift gelegt.

Zum Überblick wird zuerst in zentrale Lebensstationen eingeführt und dann im zweiten Teil die Denkschrift in den Unterpunkten „falsche Zuschreibung der Verfasserschaft“, „Inhalt“ sowie die „Zielrichtung“ besprochen. Abschließend wird in dieser Arbeit auf die heutige Würdigung dieser Frau eingegangen.

„Elisabeth Schmitz wurde am 23. August 1983 in Hanau/Main geboren.“ Sie begann 1914 die Fächer Religion, Geschichte und Deutsch in Bonn und Berlin zu studieren und zählte in Deutschland zu den ersten Frauen an den Universitäten. Sie lernte unter dem Historiker Friedrich Meinecke und dem Theologen Adolf von Harnack, bei dem sie 1920 promovierte. Nachdem sie sechs Jahre an verschiedenen Berliner Schulen unterrichtete, trat sie 1929 die Stelle in der Luisenschule Berlin-Mitte als Studienrätin an.

1933 erlebte sie die Anfänge der Gleichschaltungspolitik des neuen NS-Staates. Auf erste Entlassungen jüdischer und politisch unliebsamer Lehrer folgte im April 1935, auf Verlangen ihres derzeitigen Direktors Hans Kündiger, ihr eigener Dienstrückritt.

Zu Schmitz Freundeskreis zählten viele Juden und Christen jüdischer Herkunft, an deren Schicksal sie verzweifelt Anteil nahm. Im Herbst 1937 wurde sie aufgrund einer ihrer vielen Hilfeaktionen, Unterkunft für verfolgte Nichtarier zu stellen, von der NSDAP vernommen.

1938 geriet sie in einen Gewissenskonflikt zwischen nationalsozialistischem Lehrauftrag und protestantischem Glauben. Die Reichspogromnacht mit den brennenden Synagogen war für sie der letzte Anstoß, den Schuldienst aus eigenem Antrieb zu quittieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Biographie

2. Die Denkschrift „Zur Lage der Deutschen Nichtarier“

2.1 Fehlzuschreibung der Verfasserschaft

2.2 Inhalt der Denkschrift

2.3 Zielrichtung der Denkschrift

3. Heutige Würdigung

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Leben und Wirken von Elisabeth Schmitz, insbesondere ihre Rolle im christlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Ziel ist es, die historische Bedeutung ihrer Denkschrift „Zur Lage der deutschen Nichtarier“ herauszuarbeiten und die Gründe für ihre lange Zeit unterbliebene öffentliche Anerkennung zu beleuchten.

  • Biographische Einordnung von Elisabeth Schmitz
  • Analyse der Entstehung und Intention der Denkschrift
  • Untersuchung der historischen Fehlzuschreibung der Verfasserschaft
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Haltung der Kirche im Nationalsozialismus
  • Darstellung der späten wissenschaftlichen und kirchlichen Würdigung

Auszug aus dem Buch

2.2 Inhalt der Denkschrift

Die Denkschrift ist eine Materialsammlung aus „Fakten und Berichte über Diskriminierungen und Benachteiligungen von Juden“ . Angereichert mit Erfahrungen, die ihr jüdische Freunde mitteilten und welche sie zum Teil selbst beobachten musste.

In drei Punkten gegliedert, „Die innere Not“, Die äußere Not“, „Die Stellung der Kirche“ und dem Nachtrag, „Folgen der Nürnberger Gesetze“, beschreibt sie Schritt für Schritt die alltägliche Situation der Betroffenen. Hier trägt sie mit konkreten Beispielen die Maßnahmen und Folgen der NS-Rassenpolitik zusammen und scheut nicht, die Boshaftigkeit der NS-Infizierten, fern von jeglicher Nächstenliebe, das Mitwirken von Ämtern und das Schweigen der Kirche scharf zu kritisieren:

In einer Stadt in Mitteldeutschland war als einziges nichtarisches Kind ein Kind aus einer Mischehe in der Klasse, […]. Ein Lehrer fragte bei jeder Gelegenheit: `Wer ist nichtarisch?´ und zwang das Kind immer wieder, als einziges aufzustehen. [...]

Eines der zahlreich angeführten Beispiele, mit denen Schmitz die alltägliche Diskriminierung der Juden aufzeigt, unter der bereits Kinder leiden mussten. Erschütternd zu lesen, wie auch Lehrer ihr Amt für autoritäre Befriedigung missbrauchten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt Elisabeth Schmitz als mutige Widerstandskandidatin vor und definiert das Ziel der Arbeit, ihre Person und ihr politisches Wirken in den Fokus zu rücken.

1. Biographie: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg von Elisabeth Schmitz von ihrer akademischen Ausbildung bis zu ihrem Engagement in der Bekennenden Kirche nach.

2. Die Denkschrift „Zur Lage der Deutschen Nichtarier“: Hier wird die Entstehung und inhaltliche Struktur des Dokuments analysiert sowie die jahrzehntelange falsche Zuschreibung der Autorschaft korrigiert.

3. Heutige Würdigung: Dieses Kapitel beschreibt die späte wissenschaftliche und offizielle Anerkennung von Schmitz' Leistung durch kirchliche und staatliche Institutionen ab dem Ende des 20. Jahrhunderts.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Schmitz' christlicher Widerstand ihrer Zeit weit voraus war und sie ein bleibendes Beispiel für politische Weitsicht darstellt.

Schlüsselwörter

Elisabeth Schmitz, Nationalsozialismus, Bekennende Kirche, Widerstand, Denkschrift, Judenverfolgung, Arierparagraph, Kirchenkampf, Marga Meusel, Katharina Staritz, Ethik, Zivilcourage, Antisemitismus, Vergangenheitsbewältigung, Zeitgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Persönlichkeit Elisabeth Schmitz und ihrem aktiven, christlich motivierten Widerstand gegen das NS-Regime.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Denkschrift „Zur Lage der deutschen Nichtarier“, die Rolle der Bekennenden Kirche sowie die Frage nach der öffentlichen Wahrnehmung und Würdigung von Schmitz' Taten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Identität und die schriftliche Hinterlassenschaft von Elisabeth Schmitz zu würdigen und aufzuzeigen, wie sie trotz ihres Mutes lange Zeit in Vergessenheit geraten konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Sekundärquellen, Dokumentationen und Rezensionen über Elisabeth Schmitz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in biographische Stationen, eine detaillierte Untersuchung der Denkschrift (einschließlich der Aufklärung der Fehlzuschreibung) sowie eine Darstellung ihrer heutigen gesellschaftlichen Anerkennung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie christlicher Widerstand, Denkschrift, NS-Unrecht, Bekennende Kirche und politische Weitsicht.

Warum wurde die Denkschrift jahrelang einer anderen Person zugeschrieben?

Die Schrift wurde irrtümlicherweise der Wohlfahrtspflegerin Marga Meusel zugeschrieben, eine Annahme, die erst durch kirchenhistorische Aufarbeitungen und Archivfunde in der jüngeren Vergangenheit revidiert wurde.

Welche Rolle spielte Elisabeth Schmitz innerhalb der Bekennenden Kirche?

Sie war Gemeindemitglied der Bekennenden Kirche und suchte den Dialog mit führenden Theologen, um sie dazu zu bewegen, öffentlich gegen die Judenverfolgung aufzutreten.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wer war Elisabeth Schmitz? Über Ihre Denkschrift „Zur Lage der Deutschen Nichtarier“
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Ev. Theologie und Religionspädagogik)
Veranstaltung
Die Frage nach Gott in Theologie und Kirche
Note
3,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
10
Katalognummer
V306917
ISBN (eBook)
9783668054646
ISBN (Buch)
9783668054653
Sprache
Deutsch
Schlagworte
elisabeth schmitz über ihre denkschrift lage deutschen nichtarier
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2012, Wer war Elisabeth Schmitz? Über Ihre Denkschrift „Zur Lage der Deutschen Nichtarier“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306917
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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