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Populismus und Demokratie. Populistische Elemente in Volksparteien. Wie populistisch ist die gegenwärtige CSU?

Title: Populismus und Demokratie. Populistische Elemente in Volksparteien. Wie populistisch ist die gegenwärtige CSU?

Term Paper , 2015 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Martin Birkner (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Der Front National in Frankreich, SYRIZA in Griechenland, die UKIP in Großbritannien, oder die AFD in Deutschland sind allesamt Parteien an die gegenwärtig gedacht wird, wenn man von Populisten spricht. Den Vorwurf des Populismus müssen sie sich zumeist von etablierten „Volksparteien“ gefallen lassen, die zum Anspruch haben die Bevölkerung über alle Konfliktlinien hinweg zu vertreten. Doch wie sieht es aus, wenn die deutschen Volksparteien auf Populismus untersucht werden? Erfüllt die CSU heutzutage nicht auch mehrere Kriterien die auf Populismus hindeuten? Darauf möchte diese Arbeit eine Antwort geben, indem sie fragt „Wie populistisch ist die gegenwärtige CSU?“

Es wird vermutet, dass die CSU über ein klar zu definierendes Heartland namens Bayern und die dort ansässige christlich, konservativ eingestellte Bevölkerung verfügt und dass sie sich von den politischen Eliten in Berlin und Brüssel abgrenzt. Des Weiteren neigt die Christlich-Soziale Union dazu, komplexe Sachverhalte zu vereinfachen und zu emotionalisieren, um den einfachen Bürger anzusprechen.

Diese Hypothesen werden anhand der zunächst vorgestellten Theorie geprüft. Da das Heartland für den Populisten essentiell ist, wird im ersten empirischen Abschnitt die Wählerschaft der CSU auf die Kriterien des Heartlands geprüft. Im zweiten Abschnitt wird die Sprache der CSU untersucht, in wie weit diese populistische Elemente aufgreift. Die Abgrenzung von den politischen Eliten in Berlin und Brüssel wird nebenher beleuchtet, ein klares Ergebnis zu diesem Thema wird im Fazit dieser Arbeit zu lesen sein. Für die Empirie werden in Deutschland publizierte Artikel untersucht, die Aussagen der Partei und ihrer Politiker auf deren Homepages beleuchtet und einschlägige wissenschaftliche Abhandlungen über die Christ-Sozialen befragt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Populismustheorie

3. Christlich-konservatives Bayern, das Heartland der CSU

3.1 Die Geschichte Bayerns ist auch die Geschichte der CSU

3.2 Die CSU ist in Bayern allgegenwärtig

3.3 Kulturelle Traditionen und Symbolik

3.4 Das „Volk“ der CSU

4. Komplexe Sachverhalte werden vereinfacht und emotionalisiert

4.1 Die CSU setzt auf gemeinsam geteilte Überzeugungshorizonte

4.2 Die Opposition ist kulturfremd

4.3 Aktuelles politisches Thema der CSU – Asylbetrug

5. Fazit: Die CSU auf ihrem Grenzweg zwischen Populismus und Volksnähe

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Christlich-Soziale Union (CSU) populistische Elemente in ihrem politischen Auftreten und ihrer Kommunikation verwendet. Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage "Wie populistisch ist die gegenwärtige CSU?" unter Rückgriff auf politikwissenschaftliche Populismustheorien und empirische Analysen der Parteikommunikation.

  • Analyse des "Heartland"-Konzepts am Beispiel des Freistaates Bayern.
  • Untersuchung der populistischen Rhetorik und emotionalen Vereinfachung komplexer Sachverhalte.
  • Betrachtung der Abgrenzung von politischen Eliten in Berlin und Brüssel.
  • Auswertung von Parteidokumenten und öffentlichen Aussagen führender CSU-Politiker zum Thema Asyl.
  • Evaluation der CSU zwischen dem Anspruch auf Volksnähe und populistischer Stigmatisierung.

Auszug aus dem Buch

3. Christlich-konservatives Bayern, das Heartland der CSU

„Bayern und die CSU sind eins“ (CSU 2015a:1) diesen Satz sagte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer beim kleinen Parteitag im Frühjahr 2015 und er hat ihn bestimmt schon des öfteren gesagt. Es wird sich herausstellen, dass der Satz mehr als nur eine Floskel darstellt.

Seit bald 70 Jahren regiert die Christlich-Soziale Union, mit einer kurzen Unterbrechung in den Jahren 1954-1957, den Freistaat Bayern. Keiner anderen Partei in Deutschland ist es wie ihr geglückt die Macht zu erringen und sie über einen derart langen Zeitraum zu verteidigen. Über Dekaden hinweg fühlten sich der Großteil der bayerischen Wähler bei der CSU beheimatet. Ein Abrutschen unter die 50 Prozent Marke war bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts kaum vorstellbar. (Holtz & Dahlern 2010:203) Bei der Landtagswahl 2003 erhielt die CSU eine Zweidrittelmehrheit (60,7 Prozent) der Abgeordnetenmandate. Dies war der Zenit ihrer Macht, sie konnte zu diesem Zeitpunkt die Grundlinien der Landespolitik nach Belieben bestimmen. (Decker & Neu 2013:223–225)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des Populismusbegriffs ein und formuliert die zentrale Fragestellung zur populistischen Ausrichtung der CSU im Vergleich zu anderen Volksparteien.

2. Die Populismustheorie: Es werden theoretische Grundlagen des Populismus, insbesondere das Konzept des "Heartlands" und die fünf Eigenschaften des Populismus-Syndroms nach Werner W. Ernst, dargelegt.

3. Christlich-konservatives Bayern, das Heartland der CSU: Dieses Kapitel analysiert, wie die CSU durch historische Identitätsstiftung, organisatorische Durchdringung und kulturelle Symbolik das bayerische Heartland besetzt und definiert.

4. Komplexe Sachverhalte werden vereinfacht und emotionalisiert: Der Fokus liegt hier auf der rhetorischen Strategie der Partei, Themen durch Emotionalisierung und Abgrenzung von "kulturfremden" Gegnern oder Eliten zu besetzen, illustriert am Beispiel der Asylpolitik.

5. Fazit: Die CSU auf ihrem Grenzweg zwischen Populismus und Volksnähe: Die Arbeit resümiert, dass die CSU populistische Kriterien erfüllt, diese jedoch in einem Spannungsfeld zwischen genuineem Auftrag zur Volksnähe und politischer Instrumentalisierung stehen.

Schlüsselwörter

CSU, Populismus, Heartland, Bayern, Volkspartei, politische Kommunikation, Identität, Asylpolitik, Volksnähe, Parteienforschung, Rhetorik, Konservatismus, Machtzentren, politischer Wandel, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die populistische Ausrichtung der CSU durch die Anwendung politikwissenschaftlicher Theorien auf die aktuelle Parteikommunikation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Konstruktion eines bayerischen "Heartlands", der Nutzung populistischer Rhetorik und der Abgrenzung zu politischen Eliten.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: "Wie populistisch ist die gegenwärtige CSU?"

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die einschlägige Fachliteratur mit der empirischen Untersuchung von Partei-Homepages, Artikeln und wissenschaftlichen Abhandlungen verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Populismus, die Analyse des bayerischen Heartlands sowie die Untersuchung spezifischer rhetorischer Praktiken bei der Vereinfachung komplexer Themen wie der Migration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören CSU, Populismus, Heartland, Volksnähe und politische Kommunikation.

Warum spielt das "Heartland" eine so wichtige Rolle für die CSU?

Das Heartland dient laut der Populismustheorie als Symbol für die Frontstellung zwischen der (als homogen verstandenen) Basis und den Machtzentren wie Berlin oder Brüssel.

Wie bewertet die Arbeit das Fazit der CSU-Politik im Kontext der Demokratie?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die CSU zwar populistische Elemente nutzt, diese jedoch im Kontext von Volksnähe stehen und die Partei nicht per se als "Gift für die Demokratie" zu bezeichnen ist, sofern sie eine Radikalisierung vermeidet.

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Details

Title
Populismus und Demokratie. Populistische Elemente in Volksparteien. Wie populistisch ist die gegenwärtige CSU?
College
University of Regensburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Einführung in den Vergleich westlicher Regierungssysteme
Grade
1,7
Author
Martin Birkner (Author)
Publication Year
2015
Pages
21
Catalog Number
V307203
ISBN (eBook)
9783668054073
ISBN (Book)
9783668054080
Language
German
Tags
CSU Populismus Bayern Deutschland Demokratie Christlich-Soziale Union Heartland Kultur Asylpolitik BayernSPD Symbolik Topic_Parteien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Birkner (Author), 2015, Populismus und Demokratie. Populistische Elemente in Volksparteien. Wie populistisch ist die gegenwärtige CSU?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307203
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