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Die Vorgaben des Lehrplans und die Schreibpraxis in der Sekundarstufe I Deutsch

Title: Die Vorgaben des Lehrplans und die Schreibpraxis in der Sekundarstufe I Deutsch

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marc-André Seemann (Author)

Didactics - German Studies
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Die curricularen Vorgaben sind ein kontrovers diskutiertes Thema in der Deutschdidaktik. Aus diesem Grund wird im ersten Teil der vorliegenden Arbeit über die Anforderungen dieser gesprochen.

Zunächst wird ein Blick auf die Theorie geworfen. Dabei wird rückblickend auf den Primabereich geschaut, um zu sehen, mit was für Kompetenzen die Schreiberinnen und Schreiber (SuS) in die Sekundarstufe ankommen und anschließend auf die Anforderungen der Sekundarstufe I, um zu erfahren, mit welchen Kompetenzen die SuS diese verlassen (sollen). Die Institution Schule spielt hierbei den Gegenpart, und soll eventuelle Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis aufzeigen. Dabei wird vor allem auf die Perspektive der SuS eingegangen.

Der zweite und somit der Kernteil der Arbeit wird sich mit den Schreibentwicklungsphasen befassen, um der Frage „Was lässt sich bezüglich der Schreibentwicklung der SuS festhalten respektive was kann von ihnen erwarten werden?“ nachzugehen. Da in jüngster Gegenwart im Hinblick auf die Schreibentwicklung immer wieder von Textsorten gesprochen wurde (u. a. Feilke 2005; Becker-Mrotzek/Böttcher 2006; 2009; Richter 2008), werde ich auf die klassischen Textsorten innerhalb der Institution Schule kurz Bezug nehmen.

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Curriculare Vorgaben und Praxis des Deutschunterrichts

1.1.1 Was wird am Ende der Primarstufe erwartet?

1.1.2 Was wird am Ende der Sekundarstufe I erwartet?

1.2 Schreibpraxis in der Schule

1.2.1 Schülerperspektive

1.3 Zwischenfazit

2 Schreibentwicklungsphasen

2.1 Startphase: Erste Schreibversuche (ca. 5-7 Jahre)

2.2 Ausbauphase 1: Orientierung am Erlebtem (ca. 7-10 Jahre)

2.3 Ausbauphase 2: Orientierung am der Sache und an den Leser (ca. 10-14 Jahre)

2.4 Ausbauphase 3: Literale Orientierung (ca. ab der Adoleszenz)

2.5 Zwischenfazit

3 Textsorten

3.1 Erzählende Aufsatzformen

3.1.1 Erzählen

3.2 Sachliche Aufsatzformen

3.2.1 Berichten

3.2.2 Beschreiben

3.3 Argumentierende Kommunikations- und Ausdrucksformen

3.3.1 Argumentation

3.4 Zwischenfazit

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen curricularen Vorgaben zur Schreibkompetenz und der tatsächlichen Schreibpraxis in der Sekundarstufe I, um zu klären, welche Erwartungen an Schülerinnen und Schüler realistisch gestellt werden können.

  • Analyse der curricularen Anforderungen an Primar- und Sekundarstufe
  • Untersuchung der Schreibpraxis und der Schülerperspektive im Unterricht
  • Darstellung der verschiedenen Phasen der Schreibentwicklung
  • Klassifizierung relevanter schulischer Textsorten und deren Vermittlung

Auszug aus dem Buch

1.2 Schreibpraxis in der Schule

Eine wichtige Studie zum Schreibverhalten der SuS in der Schule liefern Hanser/Mayor (1994). Aus der Untersuchung lassen sich zwei Kategorien des Schreibprozesses differenzieren. So produzieren die SuS entweder einen Text, der von der Lehrkraft diktiert wird – besonders hervorzuheben ist hier das Diktat, welches als Klausur fungiert – oder durch das Abschreiben von Stichwörtern, Sätzen und Textpassagen, die auf die Tafel niedergeschrieben worden sind oder von der Wand, die mithilfe eines Overhead-Projektor auf dieser projiziert wurden (vgl. Hanser/Mayor 1994, S. 133). Die Frage, die sich hier stellt, ist, was wollen die Lehrkräfte mit dem reinen Abschreiben erreichen? Soll etwa damit die Schreibkompetenz gefördert werden? Eher nicht, da einerseits die geforderte Abstraktionsfähigkeit und anderseits das Hineinversetzen in die Leserperspektive beim Abschreiben an Bedeutung verloren geht respektive erst gar nicht entwickelt werden kann (vgl. Richter 2008, 14).

Des Weiteren ist das selbständige Verfassen von Textteilen oder ganzen Texten als Schreibprozess festzuhalten, wobei es hier zwei Gruppen von SuS gibt, nämlich diejenigen, die regelmäßig etwas niederschreiben und die, die (fast) nie schreiben (vgl. ebd., S. 137).

Diese Ergebnisse werden durch die Studie von Merz-Grötsch (2011) bekräftigt. Hier finden sich ähnliche Kategorisierungen, so lassen sich dort Textproduktion durch Klausuren, wie Aufsätze, Diktate, Inhaltsangaben und Interpretationen und durch die Beantwortung von Fragen aus den Schulbüchern und oder von Arbeitsblättern als Schreibprozess konstatieren (vgl. Merz-Grötsch 2001, S. 145.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Curriculare Vorgaben und Praxis des Deutschunterrichts: Dieses Kapitel vergleicht die Anforderungen der Bildungsstandards mit der schülerseitig wahrgenommenen Schreibpraxis und zeigt Diskrepanzen auf.

2 Schreibentwicklungsphasen: Das Kapitel erläutert die verschiedenen Stadien der Schreibentwicklung vom Kindes- bis zum Jugendalter und betont deren Abhängigkeit von unterrichtlicher Förderung.

3 Textsorten: Es erfolgt eine Klassifizierung der schulisch relevanten Textsorten Erzählen, Berichten, Beschreiben und Argumentieren im Hinblick auf deren Bedeutung für die Kompetenzentwicklung.

Schlüsselwörter

Schreibkompetenz, Schreibentwicklung, curriculare Vorgaben, Sekundarstufe I, Textsorten, Schreibpraxis, Schülerperspektive, Bildungsstandards, Aufsatzformen, Rezipientenorientierung, Schreibförderung, Erzählen, Berichten, Beschreiben, Argumentation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch die Kluft zwischen den offiziellen Lehrplänen und der tatsächlichen Schreibpraxis im Deutschunterricht der Sekundarstufe I.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die curricularen Vorgaben, die tatsächlichen Schreibbedingungen in der Schule, die psychologischen Phasen der Schreibentwicklung und die Anforderungen an klassische schulische Textsorten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob die Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler realistisch sind, und zu hinterfragen, was von ihnen bezüglich ihrer Schreibentwicklung erwartet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und dem Einbezug empirischer Studien zum Schreibverhalten von Schülerinnen und Schülern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär diskutiert?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der schrittweisen Schreibentwicklung der Lernenden sowie auf der Analyse, wie verschiedene Textsorten diesen Prozess unterstützen oder herausfordern können.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schreibkompetenz, Schreibentwicklungsphasen, Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis sowie Rezipientenorientierung definiert.

Warum wird das Abschreiben im Unterricht kritisch betrachtet?

Der Autor argumentiert, dass das reine Abschreiben keine Schreibkompetenz fördert, da dabei die Abstraktionsfähigkeit und die notwendige Leserperspektive vernachlässigt werden.

Welche Rolle spielt der "Perspektivenwechsel" in der Schreibentwicklung?

Der Perspektivenwechsel vom Schreiber zum Leser ist eine zentrale Herausforderung, die Schüler erst im Verlauf ihrer Entwicklung meistern müssen, um adressatengerecht schreiben zu können.

Warum fällt es vielen Schülern schwer, adressatenbezogen zu schreiben?

Dies ist häufig auf eine monotone Leseradressierung (fast nur der Lehrer als Korrektor) und einen Mangel an vielfältigen Schreibanlässen im Unterricht zurückzuführen.

Inwiefern beeinflusst das biologische Alter die Schreibkompetenz?

Der Autor stellt klar, dass das biologische Alter nicht starr mit dem Schreibalter korreliert, da Schreibentwicklung ein durch Förderung und individuelle Umstände beeinflussbarer Prozess ist.

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Details

Title
Die Vorgaben des Lehrplans und die Schreibpraxis in der Sekundarstufe I Deutsch
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Course
Schreib- und Text(sorten)kompetenz in der Sekundarstufe
Grade
1,0
Author
Marc-André Seemann (Author)
Publication Year
2015
Pages
19
Catalog Number
V307209
ISBN (eBook)
9783668053304
ISBN (Book)
9783668053311
Language
German
Tags
vorgaben lehrplans schreibpraxis sekundarstufe deutsch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc-André Seemann (Author), 2015, Die Vorgaben des Lehrplans und die Schreibpraxis in der Sekundarstufe I Deutsch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307209
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