Der Begriff Controlling leitet sich aus dem englischen "to control" ab und bedeutet so viel wie steuern, regeln oder leiten. Sehr oft wird daher der Begriff mit dem deutschen "Kontrolle" gleichgesetzt, was aber im englischen "to check" heißt. Schon durch das Wort "leiten" muss Controlling im Kern viel mehr sein als die reine Kontrolle.
Controlling ist ein Teilbereich des unternehmerischen Führungssystems und umfasst die Planung, die aktive und zielgerichtete Steuerung und die Kontrolle aller Unternehmens-bereiche. Um die unternehmerischen Ziele zu erreichen ist das Controlling die "Gewinnsteuerung durch Zahlen", die durch Abweichungsanalysen die Zielbildungs-, die Planungs-, die Realisierungs-, die Kontroll- und die Informationsprozesse im gesamten Unternehmen unterstützt (Baus, 2003, S. 7). Im Controlling laufen u.a. die Daten des internen Rechnungswesens zusammen.
Die Kontrolle ist eine Form der Überwachung die sich an der Gegenwart und der Vergangenheit orientiert. Sie beschäftigt sich mit dem Vergleich zwischen geplanten und erreichten Größen, sowie mit den Abweichungsursachen. Im Gegensatz dazu ist das Controlling einiges mehr als nur die Kontrolle von Ergebnissen und Abweichungen. Es umfasst nicht nur die Aufgaben der Kontrolle, sondern erweitert diese noch um Aufgaben, wie z.B. die Beseitigung der durch die Prozesse entstandenen Mängel. Sind also in der Vergangenheit Fehler gemacht worden, erfolgt sofort eine Kursänderungen auf Grund des gesammelten Materials.
Das Controlling lässt sich in zwei Teilbereiche unterteilen. Das strategische Controlling sorgt für die langfristige Existenzsicherung und die Weiterentwicklung des Unternehmens. Auf der anderen Seite dient das operative Controlling zur kurz- bis mittelfristigen Planung, Kontrolle und Steuerung, um Korrekturen bei Abweichungen vom Kurs zu ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
1 CONTROLLING
1.1 Kerngedanken und Aufgabe
1.2 Mitgliederentwicklung
1.3 Kennzahlensystem
1.4 Controllingsystem
1.4.1 Erläuterung eines Controllingsystems
1.4.2 Erläuterung einer Balanced-Scorecard
1.4.3 Balanced-Scorecard Praxisbeispiel
2 JAHRESABSCHLUSSANALYSE
2.1 Bilanzkennzahlen
2.1.1 Jahresüberschuss
2.1.2 Eigenkapitalquote
2.1.3 Eigenkapitalrentabilität
2.1.4 Umsatzrentabilität
2.1.5 Working Capital
2.2 Wirtschaftliche Entwicklung
3 KOSTENRECHNUNG
3.1 Kostenrechnungsarten
3.2 Zuschlagskalkulation
3.3 Deckungsbeitragsrechnung
3.4 Interpretation einer Deckungsbeitragssituation
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung betriebswirtschaftlicher Instrumente im Kontext eines Fitnessunternehmens, um durch Controlling, Kennzahlenanalyse und Kostenrechnung die wirtschaftliche Situation zu beurteilen und Optimierungspotenziale aufzuzeigen.
- Grundlagen des Controllings und Aufgabenbereiche
- Analyse der Mitgliederentwicklung durch Fluktuationsberechnungen
- Einsatz der Balanced-Scorecard als strategisches Steuerungsinstrument
- Durchführung einer fundierten Jahresabschlussanalyse mittels Bilanzkennzahlen
- Anwendung der Kostenrechnung (Zuschlagskalkulation und Deckungsbeitrag) zur Preisbildung
Auszug aus dem Buch
1.1 Kerngedanken und Aufgabe
Der Begriff Controlling leitet sich aus dem englischen "to control" ab und bedeutet so viel wie steuern, regeln oder leiten. Sehr oft wird daher der Begriff mit dem deutschen "Kontrolle" gleichgesetzt, was aber im englischen "to check" heißt. Schon durch das Wort "leiten" muss Controlling im Kern viel mehr sein als die reine Kontrolle.
Controlling ist ein Teilbereich des unternehmerischen Führungssystems und umfasst die Planung, die aktive und zielgerichtete Steuerung und die Kontrolle aller Unternehmensbereiche. Um die unternehmerischen Ziele zu erreichen ist das Controlling die "Gewinnsteuerung durch Zahlen", die durch Abweichungsanalysen die Zielbildungs-, die Planungs-, die Realisierungs-, die Kontroll- und die Informationsprozesse im gesamten Unternehmen unterstützt (Baus, 2003, S. 7). Im Controlling laufen u.a. die Daten des internen Rechnungswesens zusammen.
Die Kontrolle ist eine Form der Überwachung die sich an der Gegenwart und der Vergangenheit orientiert. Sie beschäftigt sich mit dem Vergleich zwischen geplanten und erreichten Größen, sowie mit den Abweichungsursachen. Im Gegensatz dazu ist das Controlling einiges mehr als nur die Kontrolle von Ergebnissen und Abweichungen. Es umfasst nicht nur die Aufgaben der Kontrolle, sondern erweitert diese noch um Aufgaben, wie z.B. die Beseitigung der durch die Prozesse entstandenen Mängel. Sind also in der Vergangenheit Fehler gemacht worden, erfolgt sofort eine Kursänderungen auf Grund des gesammelten Materials.
Das Controlling lässt sich in zwei Teilbereiche unterteilen. Das strategische Controlling sorgt für die langfristige Existenzsicherung und die Weiterentwicklung des Unternehmens. Auf der anderen Seite dient das operative Controlling zur kurz- bis mittelfristigen Planung, Kontrolle und Steuerung, um Korrekturen bei Abweichungen vom Kurs zu ermöglichen. Beide Arten haben die Aufgabe mit möglichst wenig Zahlen und Aufwand das Unternehmen effektiv zu steuern. Diese Aufgaben unterteilen sich in:
Zusammenfassung der Kapitel
1 CONTROLLING: Einführung in die theoretischen Grundlagen, Aufgabenbereiche und Instrumente des Controllings inklusive der Balanced-Scorecard.
2 JAHRESABSCHLUSSANALYSE: Detaillierte Berechnung und Auswertung zentraler Bilanzkennzahlen zur Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung und Kreditwürdigkeit.
3 KOSTENRECHNUNG: Darstellung verschiedener Kalkulationsmethoden und der Deckungsbeitragsrechnung zur betriebswirtschaftlichen Entscheidungsfindung.
Schlüsselwörter
Controlling, Balanced-Scorecard, Jahresabschlussanalyse, Bilanzkennzahlen, Kostenrechnung, Zuschlagskalkulation, Deckungsbeitragsrechnung, Fluktuationsquote, Eigenkapitalquote, Umsatzrentabilität, Working Capital, Gewinnsteuerung, Betriebsführung, Fitnessökonomie, Unternehmenssteuerung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt grundlegende betriebswirtschaftliche Methoden für Fitnessunternehmen, um Prozesse steuerbar zu machen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Controlling, der Jahresabschlussanalyse mittels Kennzahlen sowie der Kostenrechnung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Vermittlung und Anwendung von Instrumenten, um die wirtschaftliche Effizienz eines Unternehmens durch Soll-Ist-Vergleiche und Prozessoptimierung zu steigern.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden mathematische Kennzahlensysteme, bilanzanalytische Verfahren sowie Kostenrechnungsmodelle wie die Zuschlagskalkulation angewendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Controlling-Aufgaben, die Berechnung von Bilanzkennzahlen und die praktische Anwendung der Kosten- und Deckungsbeitragsrechnung.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wesentliche Begriffe sind Controlling, Balanced-Scorecard, Kennzahlensystem, Jahresabschlussanalyse und Deckungsbeitragsrechnung.
Wie unterscheidet sich Controlling von der klassischen Kontrolle?
Controlling geht über das reine Überwachen von Fehlern (Kontrolle) hinaus, indem es aktiv plant, steuert und durch Abweichungsanalysen Maßnahmen zur Kurskorrektur einleitet.
Warum wird die Balanced-Scorecard als Instrument eingeführt?
Sie dient dazu, die einseitige finanzielle Sichtweise durch nicht-monetäre Perspektiven zu ergänzen und Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge der Unternehmensstrategie abzubilden.
Wie wird mit negativen Deckungsbeiträgen verfahren?
Die Arbeit diskutiert, dass ein negativer Deckungsbeitrag 2 nicht automatisch zur Schließung eines Bereichs führen muss, sofern dieser positive Auswirkungen auf andere Bereiche des Unternehmenssystems hat.
- Arbeit zitieren
- Stefan Hausenbiegl (Autor:in), 2014, Controlling. Hausarbeit zum Thema Jahresabschlussanalyse und Kostenrechnung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307233