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Kulturelle Pluralisierung

Title: Kulturelle Pluralisierung

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 26 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jacqueline Ahnert (Author)

Sociology - Culture, Technology, Nations
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„Kulturelle Vielfalt und Dynamik finden sich in allen menschlichen Gesellschaften. Kulturelle Homogenität im Sinne fugenloser, konfliktfreier Übereinstimmung kultureller Werte hat es nie und nirgendwo gegeben. Keine Kultur entstand aus sich selbst heraus in einem luftleeren Raum. Alle Kulturen haben sich vielmehr in einer langen Geschichte kulturellen Austausches grenz- und volksübergreifend gebildet. In diesem Sinne waren und sind alle Gesellschaften multikulturell.“ (www.fes.de). Professor Dr. Obernhöfer zufolge hat es multikulturelle Gesellschaften schon immer gegeben, da sich jede Kultur einer Gesellschaft auf die einer anderen reflexiv bezogen hat. Jede Gesellschaft übernahm Teile der Kultur einer anderen oder modifizierte diese so, damit sie in die eigenen kulturellen Traditionen eingebunden werden können. Als Beispiel kann die römische Kultur angeführt werden. In der Antike stand Griechenland als klassisches Vorbild einer Hochkultur. Das römische Reich übernahm den Baustil, Formen der Literatur, des Theaters und des Sports, sowie die griechische Mythologie, wobei ausschließlich die Namen der Götter nach dem Planetensystem umbenannt wurden. Der Begriff der Kultur ist sehr weitreichend, daher soll dieser im Folgenden kurz definiert werden. Das Brockhaus Lexikon liefert folgende Begriffsdefinition: „Kultur [lat.]: Gesamtheit der materiellen, künstler. und geistigen Werte, die von der Menschheit im Prozeß ihrer gesellschaftl.-hist. Arbeitspraxis geschaffen wurden u. die zu ihrer Höher-Entw. Dienen. Die geistige (Wiss.) u. künstler. Kultur (Kunst) hat die materielle Kultur (Produktionsmittel, Wohnung, Kleidung usw.) zur Voraussetzung u. Grundlage;“ (Brockhaus 1953, S. ) Unter dem Begriff der kulturellen Pluralisierung versteht man kulturelle Vielfalt. Es ist jedem Individuum möglich, nach den Werte und Traditionen gemäß der von ihnen angenommenen Kultur zu leben. So ist es möglich, dass viele Länder nicht von einer einzigen Kultur geprägt sind, sondern viele verschieden nebeneinander existieren. Dies ist gesetzlich verankert in den Verfassungen der Nationalstaaten und den Menschenrechten der Vereinten Nationen: „Alle Völker haben das Recht auf Selbstbestimmung. Kraft dieses Rechts entscheiden sie frei über ihren politischen Status und gestalten ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung.“ (Menschenrechte 1999, S. 60).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Kultur in Japan

2.1 Geschichtliche Entwicklung

2.2 Neuere Entwicklungen in Japan

2.3 Populärkultur in Japan

3. Die Kultur der USA

3.1 Geschichtliche Entwicklung

3.2 Neuere Entwicklungen in den Vereinigten Staaten

4. Die Kultur in Deutschland

4.1 Geschichtliche Entwicklung

4.2 Neuere Entwicklungen in Deutschland

5. Die Auswirkungen der kulturellen Pluralisierung

5.1 Die Folgen kultureller Pluralisierung

5.2 Der Umgang mit kultureller Pluralisierung

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die kulturelle Entwicklung von Japan, den USA und Deutschland vor dem Hintergrund der zunehmenden kulturellen Pluralisierung. Ziel ist es, den aktuellen kulturellen Stand dieser Länder zu analysieren und die Einflüsse sowie Folgen dieser globalen Entwicklung auf die jeweilige Gesellschaft aufzuzeigen.

  • Historische Genese kultureller Identitäten in den Vergleichsländern.
  • Wechselwirkungen zwischen Tradition und Moderne durch Globalisierung.
  • Die Rolle von Massenmedien und Konsumgütern als Vermittler kultureller Werte.
  • Herausforderungen durch die "Amerikanisierung" und den Verlust lokaler Traditionen.
  • Staatliche Ansätze und Strategien im Umgang mit kultureller Pluralisierung.

Auszug aus dem Buch

2.3 Populärkultur in Japan

Populärkultur wird auch als Massenkultur bezeichnet, da sie in Japan durch wechselnde Moden oder gängige Massenmedien wie Fernsehen, Radio Zeitung Mangas, Bücher, CDs und Videospiele verbreitet wird. Sie kann aber auch als eine Volkskultur interpretiert werden. Handwerkliche Produkte verschiedener Regionen, Volksmusik und -tänze fanden den Weg in die Großstädte und wurden dort in die bereits bestehende Kultur einbezogen. (Plate 1998, S. 520). Wie Eingangs bereits erwähnt, spielen die Medien auch in Japan eine bedeutende Rolle. Das ist nicht verwunderlich, bedenkt man den technologischen Fortschritt Japans. Durch die modernste Elektrotechnik ist es eher selbstverständlich, dass Informationen, aber auch Werte und Normen zunehmend mehr über Medien, wie beispielsweise das Fernsehen, vermittelt werden.

Der japanische Filmregisseur Oshima Nagisa erläutert die Entwicklung des Fernsehens in drei Stufen. Anfang der 70er Jahre diente das Fernsehen vorrangig der Bildung, es wurde politisches und soziales Zeitgeschehen dokumentiert und kommentiert. Später standen nicht mehr die gesellschaftlichen, sondern vermehrt die persönlichen Probleme der Individuen im Vordergrund und seit den 80er Jahren dient das Fernsehen größtenteils der Unterhaltung. (ebd. S. 517). Von besonderer Bedeutung sind in Japan die sogenannten Seifenopern, auch als daily soaps bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung definiert den Kulturbegriff und führt in das Konzept der kulturellen Pluralisierung als universelles Phänomen menschlicher Gesellschaften ein.

2. Die Kultur in Japan: Das Kapitel beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne in Japan, einschließlich der geschichtlichen Entwicklung und dem Einfluss der Massenmedien.

3. Die Kultur der USA: Hier wird die kulturelle Identität der USA als "Mosaik-Gesellschaft" analysiert, die durch die Integration verschiedenster ethnischer Gruppen geprägt ist.

4. Die Kultur in Deutschland: Die Untersuchung betrachtet die historische Entwicklung der deutschen Kultur, ihre Zersplitterung und die heutige Ausrichtung im Zeichen des Multikulturalismus.

5. Die Auswirkungen der kulturellen Pluralisierung: Dieses Kapitel analysiert die Konsequenzen der globalen Vermischung von Kulturen und die unterschiedlichen gesellschaftlichen Reaktionen darauf.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Schwierigkeiten des Ländervergleichs zusammen und betont die Bedeutung von Toleranz und kulturellem Austausch in einer globalisierten Welt.

Schlüsselwörter

Kulturelle Pluralisierung, Japan, USA, Deutschland, Kulturgeschichte, Globalisierung, Massenkultur, Multikulturalismus, Soziologie, Identität, Tradition, Moderne, Medien, Enquete-Kommission, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse kultureller Pluralisierung und wie diese die Identitäten und gesellschaftlichen Strukturen in Japan, den USA und Deutschland prägt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die historische Entwicklung nationaler Kulturen, den Einfluss von Massenmedien, die Globalisierung und den Umgang verschiedener Staaten mit kultureller Vielfalt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die kulturelle Entwicklung der drei Länder zu erklären, den aktuellen Status quo der Pluralisierung zu bestimmen und die daraus resultierenden Folgen für die Gesellschaften zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse soziologischer und kulturhistorischer Ansätze, gestützt auf Fachliteratur und Dokumentationen zum kulturellen Wandel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Länderkapitel zu Japan, den USA und Deutschland, wobei jeweils historische Wurzeln und neuere Entwicklungen beleuchtet werden, gefolgt von einer Analyse der Auswirkungen der Globalisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kulturelle Pluralisierung, Globalisierung, Multikulturalismus, Identitätswandel und das Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.

Inwiefern unterscheiden sich die USA und Japan in ihrem kulturellen Selbstverständnis?

Die Arbeit stellt heraus, dass Japan stark an traditionellen Wurzeln festhält, während die USA als Einwanderernation eher eine heterogene Mosaik-Gesellschaft ohne zentrale kulturelle Hierarchie darstellen.

Welche Rolle spielen Massenmedien für die kulturelle Pluralisierung?

Medien wie Fernsehen und Internet fungieren als Katalysatoren, die kulturelle Werte weltweit verbreiten, den Austausch fördern, aber auch zur Amerikanisierung und Verdrängung lokaler Kulturen beitragen können.

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Details

Title
Kulturelle Pluralisierung
College
Technical University of Chemnitz
Course
Sozialstrukturvergleich
Grade
1,7
Author
Jacqueline Ahnert (Author)
Publication Year
2003
Pages
26
Catalog Number
V30732
ISBN (eBook)
9783638319287
ISBN (Book)
9783656071679
Language
German
Tags
Kulturelle Pluralisierung Sozialstrukturvergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jacqueline Ahnert (Author), 2003, Kulturelle Pluralisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30732
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