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Woher kommen Menschenrechte? Die Dichotomie von Ubiquität und Diffusion

Title: Woher kommen Menschenrechte? Die Dichotomie von Ubiquität und Diffusion

Academic Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Johanna Wolf (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Dichotomie von Ubiquität und Diffusion bei der Konzeption von Menschenrechten.
Zu diesem Zweck führt sie zunächst in den Streit zwischen Universalisten und Kulturrelativisten ein und klärt die Begriffe Ubiquität und Diffusion.

Sie stellt analytisch dar, wie dieser Gegensatz mit der Dichotomie von Universalismus und Kulturrelativismus verknüpft ist. Anschließend wertet die Arbeit die vorliegende Fachliteratur aus und ordnet bekannte Theoretiker nach Ihrer Konzeption der Menschenrechte. Dabei zeigt sie die Bandbreite der verschiedenen Ansätze auf.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Definition der zentralen Begriffe

1.1.1 Der ‚Westen’

1.1.2 Menschenrechte

1.2 Einführung in die Debatte

1.2.1 Universalismus

1.2.2 Kulturrelativismus

1.3 Zur Literaturlage

2. Ubiquität und Diffusion

2.1 Ubiquität

2.2 Diffusion

2.3 Begründung von Universalität bzw. Kulturrelativismus

2.3.1 Ubiquitäre Begründung des Universalismus

2.3.2 Ubiquitäre Begründung des Kulturrelativismus

2.3.3 Diffusionistische Begründung des Universalismus

2.3.4 Diffusionistische Begründung des Kulturrelativismus

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen Universalismus und Kulturrelativismus in Bezug auf das Konzept der Menschenrechte. Dabei untersucht die Autorin die Dichotomie von Ubiquität und Diffusion, um zu klären, ob Menschenrechte als universell oder kulturgebunden zu verstehen sind.

  • Definition zentraler Begriffe wie „Westen“ und „Menschenrechte“.
  • Gegenüberstellung der Theorien des Universalismus und des Kulturrelativismus.
  • Analyse der Bedeutung von Ubiquität und Diffusion für die Menschenrechtsdiskussion.
  • Untersuchung verschiedener Begründungsmuster für die Gültigkeit von Menschenrechten.
  • Kritische Reflexion der kulturellen Prägung von Menschenrechtskonzepten.

Auszug aus dem Buch

2.1 Ubiquität

Geht man von einem ubiquitären Standpunkt aus – bezogen auf die Frage der Menschenrechte – betrachtet man die unterschiedlichen Konzepte von Wertvorstellungen der Kulturen und zieht einen Vergleich. Zu Grunde liegt in diesem Fall die Annahme, dass „überall und unabhängig voneinander die Gesellschaften in entelechetischer Entfaltung ähnliche Wandlungen durchgemacht haben.“

Die Idee von Menschenwürde und Menschenrechten sind nach diesem Verständnis in jeder Gesellschaft vorhanden, nur die nähere Interpretation unterscheidet sich. Strittig ist in diesem Zusammenhang, in welchem Maße Parallelen gezogen werden können. Denselben Stellenwert, wie die völkerrechtlich verbindlichen Menschenrechte im Westen haben, wird wohl keine der anderen Konzeptionen erreichen. Viele Autoren untersuchen daher lediglich die Existenz derselben Idee von Menschenrechten und Menschenwürde.

Wolfgang Heidelmeyer untersucht fernöstliche Glaubensrichtungen auf ihren Bezug zu Menschenrechten. Er führt dazu das Beispiel von Manu und Buddha an, die zehn menschliche Freiheiten und Tugenden nannten, die einander bedingen und ergänzen sollen. Den fünf sozialen Freiheiten – Freiheit von Gewalt, von Not, von Ausbeutung, von Entehrung, von verfrühtem Tode und Krankheit – ständen die fünf Tugenden – Toleranz, Gemeinschaftsgefühl, Wissen, Freiheit des Gewissens und der Gedanken, Freiheit von Furcht – gegenüber, die erfüllt werden sollen, damit auch die oben genannten Freiheiten garantiert werden könnten. Heidelmeyer bezeichnet diese „grundlegenden Ideen (...) [als] die natürlichen Ansprüche des Menschen an die Gestalt von Gemeinschaften“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein, dass Menschenrechte trotz ihrer universellen Geltung weltweit verletzt werden und stellt die theoretische Debatte zwischen Universalismus und Kulturrelativismus vor.

2. Ubiquität und Diffusion: Hier wird die zentrale analytische Dichotomie erläutert, um zu untersuchen, ob Menschenrechtskonzepte in Kulturen ubiquitär vorhanden sind oder diffusionistisch aus dem Westen verbreitet wurden.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die unterschiedliche Herangehensweise der Autoren des Diskurses ein differenziertes Verständnis von Menschenrechten als Voraussetzung für Würde oder als Zielvorstellung einer friedlicheren Welt offenbart.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Universalismus, Kulturrelativismus, Ubiquität, Diffusion, westlicher Kulturraum, Menschenwürde, Völkerrecht, politische Philosophie, kulturelle Identität, Menschenrechtskonzept, internationale Politik, Werteimperialismus, Normvorstellungen, Sozialethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen und politischen Debatte über die Herkunft und Geltung von Menschenrechten im Kontext unterschiedlicher kultureller Traditionen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Gegensatz zwischen Universalismus und Kulturrelativismus sowie die Frage, ob Menschenrechtsideen universell in Kulturen angelegt (Ubiquität) oder westlich geprägt und exportiert (Diffusion) sind.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die analytische Darstellung, wie die Dichotomie von Ubiquität und Diffusion mit der Debatte um die universelle Gültigkeit von Menschenrechten verknüpft ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine diskursanalytische Herangehensweise, indem sie verschiedene theoretische Ansätze und Texte führender Vertreter der Debatte kritisch vergleicht und gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition zentraler Begriffe, die Einführung in die Debatte sowie die detaillierte Analyse ubiquitärer und diffusionistischer Begründungsmuster für den Universalismus bzw. Kulturrelativismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Universalismus, Kulturrelativismus, Ubiquität, Diffusion, Menschenwürde und kulturelle Identität charakterisiert.

Wie argumentieren Vertreter des Kulturrelativismus laut dieser Arbeit?

Sie betonen, dass Menschenrechte ein westliches Konstrukt sind, das auf anderen kulturellen Werten nicht ohne Weiteres basiert, und kritisieren daher den Anspruch auf universelle Geltung als eine Form von Werteimperialismus.

Was zeichnet die "Ubiquitätsthese" in der Menschenrechtsdebatte aus?

Die Ubiquitätsthese besagt, dass in jeder Gesellschaft, unabhängig voneinander, ähnliche Vorstellungen von Menschenwürde und Rechten entwickelt wurden, was eine universelle Basis nahelegt.

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Details

Title
Woher kommen Menschenrechte? Die Dichotomie von Ubiquität und Diffusion
College
University of Münster  (Institut für Soziologie)
Grade
1,0
Author
Johanna Wolf (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V307382
ISBN (eBook)
9783668056848
ISBN (Book)
9783668056992
Language
German
Tags
menschenrechte ubiquität kulturrelativismus diffusion universalismus dichotomie menschenrechtskonvention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johanna Wolf (Author), 2006, Woher kommen Menschenrechte? Die Dichotomie von Ubiquität und Diffusion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307382
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