Untersuchung der geschlechtlichen Identität der Figur Lysistrate in Aristophanes namensgleichen Stück 'Lysistrate' und ihre Wirkung auf die Aussage des Werks


Seminararbeit, 2003
13 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Gliederung

A) Einleitung
Die Beitragsfähigkeit der evolutionären Psychologie zur Erklärung von Gewalt

B) Hauptteil
1. Evolutionäre vs. sozialwissenschaftliche Ansätze
2. Die evolutionäre Psychologie der interpersonalen Aggression

C) Schluss
Persönliche Anmerkung
Quellenangaben

A) Einleitung

Die Beitragsfähigkeit der evolutionären Psychologie zur Erklärung von Gewalt

In der heutigen Zeit sind wir nahezu immer und überall mit Gewalt konfrontiert.

Angefangen im Fernsehen, finden wir sie in der Schule oder am Arbeitsplatz, oder gar inmitten einer Familie wieder.

So befassen sich viele Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, wie z. B. der Soziologie, der Biologie, der Psychiatrie, der Neuroanatomie und der Physiologie mit dem Thema der Gewalt bzw. der Aggression.

Aus historischen Gründen greifen dabei die Soziologen für das Verständnis Durkheims Dogma auf, das besagt, dass soziale Phänomene nur durch soziale Ursachen zu erklären seien(Harald A. Euler: Die Beitragsfähigkeit evolutionärer zur Erklärung von Gewalt, S. 411).Die Natur des Menschen und mögliche evolutionäre Einflüsse werden dabei ignoriert oder gar abgelehnt, und die Ansichten evolutionär orientierter Disziplinen (Anthropologie, Psychologie) mit den Adjektiven „evolutionistisch“, „biologistisch“(ebd. S. 411)abgewertet.Diese einseitige Sicht der Soziologen lässt ein unvollständiges Menschenbild entstehen- im Gegensatz zu Evolutionswissenschaften, die soziologische Einflüsse mit einbeziehen.

Harald A. Euler kritisiert diese Haltung der Soziologen, indem er nach der Definition desnur sozialensucht. Er veranschaulicht das an Primatengruppen und den staatenbildenden Insekten, die soziales Verhalten aufweisen, und fragt warum demnach die Tiersoziologie nicht zur etablierten Soziologie gehöre und Erforscher von Tiersozietäten keine Sozialwissenschaftler seien.(ebd. S. 412)

Die evolutionäre Psychologie für sich jedenfalls sagt über das Gewaltphänomen: „Studiere auch die Tiere, wenn du den Menschen verstehen willst!“(ebd. S. 412).

Denn das Kontinuitätsprinzip im Speziesvergleich auf andere Primaten zeigt, dass

vorgegebene Formen durch natürliche Selektion nur verändert und nicht neu entworfen wurden.(ebd. S. 430)

Folglich sind für Harald A. Euler weder evolutionäre noch traditionell sozialwissenschaftliche Ansätze allein für eine ganzheitliche Erklärung von Gewalt ausreichend.

Vielmehr ist die gesamte Entstehung zu betrachten, die sich nach Euler aus vier Geschichten (Entwicklungsebenen, Chronologien) zusammensetzen:(ebd. S. 412)

1. Ontogenese
2. Kulturgeschichte
3. Ereignisgeschichte
4. Phylogenese

Dabei wird die Naturgeschichte bis auf Ausnahmen von den Soziologen nicht berücksichtigt. Doch Harald Euler behauptet, dass die Naturgeschichte den Menschen Verhaltensmuster (= „ultimate Ursache“) vorgibt, die sich in Interaktion mit ökologischen oder gesellschaftlichen Bedingungen (= „Wirkursache“) im Laufe eines Lebens ausbilden. Diese Chronologien stellen vier unterschiedliche, aber dennoch „zusammenhängende und gleicher Maß zu berücksichtigende Erklärungsebenen dar“(ebd. S. 412).

Somit konkurrieren die unmittelbaren Wirkursachen aus den Bereichen der Physiologie, Psychologie und Soziologie nicht miteinander, sondern die Konkurrenz entsteht vielmehr aus den Territorialansprüchen dieser Disziplinen.

Der evolutionstheoretische Ansatz zur Erklärung des Gewaltphänomens gibt hierbei ein umfassendes Verständnis vom Zusammenspiel des ursprünglichen Zwecks einer Anpassung mit gesellschaftlichen und kulturellen Einflüssen auf diese.(ebd. S. 413)

Abschließend warnt Harald Euler davor, Theorien über Mensch und Gesellschaft zu verkürzen, d.h. auch nicht alle Aspekte zu betrachten, da dies zu Missbräuchen führen kann.(ebd. S. 431)

Man erinnere sich nur beispielsweise an Darwins Theorie der natürlichen Selektion und die damit begründete NS- Ideologie.

B) Hauptteil

1. Evolutionäre vs. sozialwissenschaftliche Ansätze

In diesem Abschnitt stellt Harald A. Euler das Standartmodell der Sozialwissenschaftler und das evolutionspsychologische Modell gegenüber.

Auf der Seite der Sozialwissenschaftler findet man die Aussage, dass jeder Mensch einzigartig ist. Jedoch gehen die evolutionären Ansätze von der Einheit der Natur aus und somit sagt Harald Euler: „Der Mensch ist zwar einzigartig, doch unser Einzigartigsein ist nicht einzigartig, weil jede Spezies einzigartig ist, sonst wäre es keine Spezies“

(ebd. S. 415).

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Untersuchung der geschlechtlichen Identität der Figur Lysistrate in Aristophanes namensgleichen Stück 'Lysistrate' und ihre Wirkung auf die Aussage des Werks
Hochschule
Universität Mannheim
Veranstaltung
Proseminar Alte Geschichte
Note
1,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
13
Katalognummer
V30739
ISBN (eBook)
9783638319331
Dateigröße
488 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Untersuchung, Identität, Figur, Lysistrate, Aristophanes, Stück, Wirkung, Aussage, Werks, Proseminar, Alte, Geschichte
Arbeit zitieren
Bakkelaureus Artium Christopher Sommer (Autor), 2003, Untersuchung der geschlechtlichen Identität der Figur Lysistrate in Aristophanes namensgleichen Stück 'Lysistrate' und ihre Wirkung auf die Aussage des Werks, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30739

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Untersuchung der geschlechtlichen Identität der Figur Lysistrate in Aristophanes namensgleichen Stück 'Lysistrate' und ihre Wirkung auf die Aussage des Werks


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden